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Elias Schweizer

Elias Schweizer

Marketing Management (M.Sc.)

Marketing Management (M.Sc.)

Letzte Aktualisierung:

15.02.2026

Hinweis: Alle Inhalte dienen ausschließlich allgemeinen Informationszwecken und stellen keine individuelle Beratung (wirtschaftlich, rechtlich, steuerlich, technisch o.ä.) dar. Umsetzung auf eigenes Risiko. Keine Haftung für Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität (soweit gesetzlich zulässig).

Marketing-Funnel verstehen: Warum 98% deiner potenziellen Kunden nicht sofort kaufen – und wie du sie trotzdem gewinnst

Nur 2–3% deiner potenziellen Kunden sind aktuell kaufbereit – die restlichen 97–98% musst du erst über mehrere Schritte hinweg überzeugen. In diesem Leitfaden erkläre ich dir den Marketing-Funnel (TOFU → MOFU → BOFU) praxisnah und zeige, warum reine Verkaufs-Taktiken scheitern und wie du durch Awareness-Content, Lead-Magneten, E-Mail & gezielte BOFU-Maßnahmen die gesamte Zielgruppe gewinnst und nicht nur 2-3%. Von einem Experten mit Master in Marketing.

Flowchart Creation, ein mann zeichnet den flowchart mit einem schwarzen stift
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Elias Schweizer

Buche dein kostenloses 20-Minuten-Gespräch: Ich analysiere live deine aktuelle Lead-Situation (Website, Ads, Content, E-Mail), zeige dir, warum du wahrscheinlich 98% deines Potenzials ignorierst und mache konkrete Vorschläge, wie du mit klarem Funnel (TOFU-Awareness → MOFU-Vertrauen → BOFU-Conversion) langfristig mehr qualifizierte Anfragen & Umsatz generierst.

Marketing-Funnel verstehen: Warum 98% deiner potenziellen Kunden nicht sofort kaufen - und wie du sie trotzdem gewinnst

Einleitung: Das fundamentale Missverständnis im Marketing

Die meisten Unternehmen machen einen entscheidenden Fehler: Sie gehen davon aus, dass Menschen, die auf ihre Website kommen oder ihre Anzeige sehen, sofort kaufbereit sind. Die Realität? Nur 2-3% der Menschen in deinem Markt sind aktuell kaufbereit. Die restlichen 97-98% befinden sich in verschiedenen Stadien der Awareness, Information und Überlegung.

Das ist keine Schätzung - das ist eine Erkenntnis, die Marketing-Experten wie Sabri Suby (australischer Unternehmer, Marketing-Experte, Autor und Shark Tank-Investor) durch jahrelange Praxis bestätigt haben. Wenn du nur auf die 2-3% abzielst, die jetzt kaufen wollen, ignorierst du 98% deines Potenzials.

Die Lösung? Verstehe den Marketing-Funnel.

In diesem Artikel zeige ich dir:

  • Was ein Marketing-Funnel ist und warum er entscheidend ist

  • Wie du Top-of-Funnel (Awareness) und Bottom-of-Funnel (Conversion) strategisch nutzt

  • Welche Marketing-Kanäle für welchen Funnel-Bereich geeignet sind

  • Warum Geduld und langfristiges Denken dich erfolgreicher machen als schnelle Verkaufs-Taktiken

  • Wie du entscheidest, wo du investieren solltest

Teil 1: Was ist ein Marketing-Funnel?

1.1 Die Grundidee

Ein Marketing-Funnel (deutsch: Marketing-Trichter) beschreibt die Reise, die ein Mensch durchläuft - vom ersten Kontakt mit deiner Marke bis zum Kauf (und darüber hinaus).

Warum "Trichter"?

Weil oben viele Menschen reingehen, aber unten (beim Kauf) nur wenige rauskommen. Die Form verengt sich.

Visualisierung:

╔═══════════════════════════════════╗
║   TOP OF FUNNEL (TOFU)            ║  ← 100.000 Menschen
║   Awareness / Aufmerksamkeit      ║
╠═══════════════════════════════════╣
║   MIDDLE OF FUNNEL (MOFU)         ║  ← 10.000 Menschen
║   Consideration / Überlegung      ║
╠═══════════════════════════════════╣
║   BOTTOM OF FUNNEL (BOFU)         ║  ← 2.000 Menschen
║   Decision / Kaufentscheidung     ║
╚═══════════════════════════════════╝
           ↓
        [KAUF]

╔═══════════════════════════════════╗
║   TOP OF FUNNEL (TOFU)            ║  ← 100.000 Menschen
║   Awareness / Aufmerksamkeit      ║
╠═══════════════════════════════════╣
║   MIDDLE OF FUNNEL (MOFU)         ║  ← 10.000 Menschen
║   Consideration / Überlegung      ║
╠═══════════════════════════════════╣
║   BOTTOM OF FUNNEL (BOFU)         ║  ← 2.000 Menschen
║   Decision / Kaufentscheidung     ║
╚═══════════════════════════════════╝
           ↓
        [KAUF]

╔═══════════════════════════════════╗
║   TOP OF FUNNEL (TOFU)            ║  ← 100.000 Menschen
║   Awareness / Aufmerksamkeit      ║
╠═══════════════════════════════════╣
║   MIDDLE OF FUNNEL (MOFU)         ║  ← 10.000 Menschen
║   Consideration / Überlegung      ║
╠═══════════════════════════════════╣
║   BOTTOM OF FUNNEL (BOFU)         ║  ← 2.000 Menschen
║   Decision / Kaufentscheidung     ║
╚═══════════════════════════════════╝
           ↓
        [KAUF]

1.2 Die 97-98% Regel - Die Wahrheit über Kaufbereitschaft

Die brutale Wahrheit:

Laut Marketing-Experten wie Sabri Suby sind nur 2-3% der Menschen in deinem Markt aktuell kaufbereit.

Die restlichen 97-98% verteilen sich so:

  • 3%: Aktiv auf der Suche, vergleichen Anbieter (kurz vor Kauf)

  • 7%: Offen für Angebote, aber noch nicht aktiv suchend ("könnte interessant sein")

  • 30%: Nicht daran denkend, aber grundsätzlich interessiert ("vielleicht irgendwann")

  • 30%: Denken, sie sind nicht interessiert ("kenne ich nicht, brauche ich nicht")

  • 30%: Wissen, dass sie nicht interessiert sind (keine Zielgruppe)

Was bedeutet das konkret?

Stell dir vor, du verkaufst professionelle Websites für Handwerksbetriebe in München:

  • 2-3% (kaufbereit jetzt): "Unsere Website ist katastrophal, wir brauchen sofort eine neue"

  • 3% (aktiv recherchierend): "Wir überlegen, eine Website zu machen, sammeln gerade Angebote"

  • 7% (offen, aber passiv): "Unsere Website könnte besser sein, aber es ist nicht dringend"

  • 30% (unbewusst): "Unsere Website ist ok" (obwohl sie objektiv schlecht ist)

  • 30% (denken nicht interessiert): "Wozu brauchen wir eine Website? Wir haben genug Aufträge"

  • 30% (definitiv nicht interessiert): Tatsächlich keine Zielgruppe (wollen wirklich keine Website)

Wenn du nur auf die 2-3% abzielst:

  • Nur Google Ads auf "Website erstellen lassen München" schalten

  • Nur "Jetzt Angebot anfragen"-Buttons auf deiner Website

  • Kein Content, kein Blog, keine Hilfestellung

Resultat:

  • Du kämpfst mit 50 anderen Agenturen um diese 2-3%

  • Die Leads sind preissensibel (vergleichen nur Preise)

  • Hohe Werbekosten (z.B. 15€/Klick, weil hart umkämpft)

  • Fragile Strategie (Google erhöht Preise → dein Marketing bricht zusammen)

Wenn du die 98% langfristig "erwärmst":

  • Blog-Artikel: "5 Anzeichen, dass deine Handwerker-Website Kunden kostet"

  • Podcast-Gast: "Warum lokale Betriebe eine Website brauchen (auch wenn sie ausgebucht sind)"

  • Lead-Magnet: "Checkliste: 27 Dinge, die auf jeder Handwerker-Website sein müssen (PDF)"

  • E-Mail alle 4 Wochen mit hilfreichen Tipps

Resultat nach 6-12 Monaten:

  • Du baust Beziehungen auf zu den 30%, die "vielleicht irgendwann" interessiert sind

  • Wenn sie dann kaufbereit sind, denken sie an DICH

  • Du bist der Experte in ihrem Kopf

  • Sie kaufen bei dir (nicht bei der Konkurrenz)

  • Sie vergleichen keine Preise (weil Vertrauen da ist)

Pro-Tipp: Erwähne in deinem Content einen attraktiven Lead-Magnet, für den man nur die E-Mail-Adresse angeben muss (keine Kosten). Der Lead-Magnet muss deiner Zielgruppe einen wirklichen Mehrwert liefern - z.B. A-Z-Plan für die Optimierung der Website, der auch von einem Anfänger durchgeführt werden kann - für mehr Anfragen über deine Website. Wenn Interessenten des Lead-Magneten Ihre E-Mail hinterlassen, kannst du sie ab und zu mit Content bespielen. So verringert sich die Chance, dass du in Vergessenheit geraten wirst. Schicke Ihnen aber nur ab und zu eine E-Mail und schicke Ihnen nur nützliche, hilfreiche E-Mails. Es geht darum, dass sie sich an dich erinnern und einen positiven Eindruck von dir bekommen - nicht darum sie direkt zum Kauf zu bringen.

Die Magie: Wenn aus den 30% "vielleicht irgendwann" nur 1% pro Jahr kaufbereit werden – hast du deine Zielgruppe um 50% erweitert (statt 2-3% jetzt 3-4%).

1.3 Die drei Haupt-Ebenen des Funnels

Top of Funnel (TOFU) - Awareness / Aufmerksamkeit

Frage des Interessenten: "Was ist das überhaupt? Wer bist du?"

Stadium:

  • Kennt dich nicht

  • Weiß vielleicht nicht mal, dass er ein Problem hat

  • Oder: Weiß, dass er ein Problem hat, aber nicht, dass es Lösungen gibt

  • Oder: Weiß, dass es Lösungen gibt, aber nicht, dass DU eine anbietest

Ziel: Aufmerksamkeit erzeugen, Awareness schaffen, Mehrwert bieten

Typische Inhalte:

  • Blog-Artikel ("10 Wege, um...")

  • Podcast-Episoden

  • YouTube-Videos (How-Tos, Erklärvideos)

  • Social-Media-Posts (LinkedIn, Instagram)

  • Infografiken

  • E-Books, Guides, Checklisten


eine Frau sitzt in einem studio vor einem mikrofon und liest etwas


Beispiel:

Ein Software-Unternehmen, das E-Commerce-Shops bei der Customer-Support-Optimierung hilft, erstellt:

Podcast-Episode: "E-Commerce-Erfolgsgeheimnisse #37: Warum explodieren deine Support-Tickets – und wie du das änderst"

→ Shop-Besitzer hört zu → Denkt: "Oh, stimmt, unsere Support-Tickets sind ein Problem. Daran hab ich noch nie gedacht, dass man das systematisch lösen kann." → Awareness geschaffen

Wichtig: Hier wird nicht verkauft. Ziel ist reine Sichtbarkeit und Hilfe.

Middle of Funnel (MOFU) – Consideration / Überlegung

Frage des Interessenten: "Welche Optionen habe ich? Wer kann mir helfen?"

Stadium:

  • Kennt dich bereits (z.B. durch Blog gelesen)

  • Weiß, dass er ein Problem hat

  • Überlegt, ob deine Lösung für ihn passt

  • Sammelt Informationen, vergleicht Optionen

  • Noch nicht kaufbereit, aber interessiert

Ziel: Vertrauen aufbauen, als Experte positionieren, Lead-Daten sammeln

Typische Inhalte:

  • Lead-Magnets: E-Book, Checkliste, Template, Rechner

  • E-Mail-Newsletter (mit echtem Mehrwert, nicht Spam)

  • Case Studies / Fallstudien

  • Webinare

  • Detaillierte Guides

Beispiel:

Das gleiche Software-Unternehmen bietet:

Lead-Magnet: "Kostenlose Case Study: Wie wir die Support-Tickets von Online-Shop X um 43% reduzierten (inkl. Screenshots und Strategie)"

→ Interessent lädt herunter (gibt E-Mail) → Liest Case Study → Denkt: "Wow, das funktioniert wirklich. Die wissen, was sie tun." → Vertrauen wächst

Dann: E-Mail alle 3 Wochen mit weiteren hilfreichen Tipps (nicht verkaufend).

→ Interessent wird "warm gehalten" → Wenn er in 6 Monaten bereit ist, denkt er an diese Firma

Wichtig: Hier wird sanft genudged, aber Fokus liegt auf Expertise zeigen, nicht Verkaufen.

Bottom of Funnel (BOFU) – Decision / Kaufentscheidung

Frage des Interessenten: "Soll ich bei EUCH kaufen? Jetzt?"

Stadium:

  • Weiß genau, was er will

  • Vergleicht aktiv Anbieter

  • Sucht nach Bestätigung, dass du die richtige Wahl bist

  • Kaufbereit (die 2-3%)

Ziel: Kaufentscheidung erleichtern, letzte Zweifel ausräumen, Conversion

Typische Inhalte:

  • Produkt-Demos / Kostenlose Testversion

  • Sales Calls / Beratungsgespräche

  • Testimonials & Case Studies (mit konkreten Zahlen)

  • FAQ ("Warum wir?")

  • Preisvergleiche

  • Garantien, Rückgaberecht

Beispiel:

Das Software-Unternehmen bietet:

  • 14-tägige kostenlose Testversion (kein Risiko)

  • Kostenlose 30-Min-Demo (persönlicher Kontakt)

  • "30 Tage Geld-zurück-Garantie" (Vertrauen)

  • Testimonials: "Wir haben 40% weniger Tickets und 25% höhere Kundenzufriedenheit – innerhalb von 2 Monaten!" – CEO von Firma Y

→ Interessent sieht: "OK, das funktioniert, ich kann es risikofrei testen" → Kaufentscheidung fällt

Wichtig: Hier darfst und sollst du verkaufen. Die Menschen sind bereit.

Teil 2: Top of Funnel (TOFU) - Geduld, Awareness und langfristige Bindung

2.1 Warum TOFU so wichtig ist (und oft ignoriert wird)

Das Problem mit kurzfristigem Denken:

Die meisten Unternehmen wollen schnelle Ergebnisse. Sie schalten Google Ads mit "Jetzt kaufen!"-Botschaften oder Facebook Ads mit "20% Rabatt heute nur!".

Das funktioniert - für die 2-3%, die jetzt kaufen wollen.

Aber was passiert mit den restlichen 98%?

  • Sie sehen die Anzeige

  • Denken: "Interessiert mich nicht" (weil sie noch nicht kaufbereit sind)

  • Vergessen dich sofort

  • Werden nie wieder erreicht

Drei Monate später:

  • Sie SIND kaufbereit

  • Aber: Sie erinnern sich nicht an dich

  • Sie googeln nach Lösungen oder fragen Freunde

  • Sie kaufen bei deiner Konkurrenz

Die Top-of-Funnel-Lösung:

Investiere in Inhalte, die Menschen erreichen, bevor sie kaufbereit sind.

Ziele:

  1. Awareness: "Ah, diese Firma gibt es. Interessant."

  2. Education: "Die erklären das Thema wirklich gut. Ich lerne was."

  3. Trust: "Die wissen eindeutig, wovon sie reden."

  4. Top-of-Mind: "Wenn ich das jemals brauche, denke ich sofort an die."

Nach 6-12 Monaten: → Diese Person wird kaufbereit → Sie erinnert sich an dich → Sie vergleicht dich nicht mal mit der Konkurrenz → Sie kauft

2.2 Top-of-Funnel-Kanäle: Wo du investieren solltest

Langform-Content (am effektivsten für Vertrauensaufbau):

1. Blog-Artikel / SEO


6 Beispiele für mögliche Titel von Satelliten. Alle Satelliten haben zudem einzugehöriges Bild, was hier gezeigt


Warum gut für TOFU?

  • Menschen googeln Fragen (nicht Produkte)

  • Sie wollen lernen, nicht kaufen

  • Artikel bleiben Jahre online (Evergreen)

  • Skalierbar (einmal schreiben, 1000x gelesen)

Beispiel:

Webdesign-Agentur schreibt: "5 Anzeichen, dass deine Handwerker-Website Kunden kostet (und wie du es änderst)"

→ Handwerker googelt: "Warum bekomme ich keine Anfragen über meine Website?" → Findet Artikel → Liest, lernt → Denkt: "Diese Agentur kennt sich aus" → 6 Monate später: Er will Website neu machen → erinnert sich → bucht

Zeitaufwand: 3-6h pro Artikel

Kosten: 0€ (nur Zeit)

Ergebnis: Nach 6-12 Monaten organischer Traffic

2. Podcast

Warum gut für TOFU?

  • Intimität: Stimme im Ohr, sehr persönlich

  • Zeit: Menschen hören 30-60 Min. → viel Raum für Expertise

  • Vertrauen: Regelmäßige Episoden = regelmäßiger Kontakt

Beispiel:

Business-Coach startet: "Unternehmer-Mindset-Podcast"

  • Jede Woche 1 Episode (45 Min.)

  • Themen: Strategien, Mindset, Erfolgsgeschichten

  • Nach 12 Monaten: 1.000 regelmäßige Hörer

→ Hörer baut über Monate Beziehung auf → Wenn er Coaching braucht, ist der Podcast-Host die erste Wahl

Zeitaufwand: 3-5h pro Episode (Vorbereitung, Aufnahme, Schnitt)

Kosten: 100-300€ einmalig (Equipment)

Ergebnis: Langsames Wachstum, aber sehr loyale Community

3. YouTube

Warum gut für TOFU?

  • Wie Podcast, aber visuell

  • Menschen binge-watchen (schauen 5-10 Videos hintereinander)

  • Algorithmus kann dich pushen (viral gehen)

Beispiel:

Webdesign-Agentur erstellt YouTube-Kanal:

  • Video 1: "Warum 90% der Handwerker-Websites scheitern"

  • Video 2: "Google My Business richtig optimieren (2026)"

  • Video 3: "Website-Checkliste: 10 Dinge, die drauf müssen"

→ Jemand findet Video 1 → schaut auch Video 2 und 3 → abonniert → Über Monate: Vertrauen wächst → Wenn Website gebraucht wird → bucht bei dieser Agentur

Zeitaufwand: 5-10h pro Video

Kosten: 200-500€ einmalig (Kamera, Mikro, Licht)

Ergebnis: Potenziell für Viralität, aber Konkurrenz ist hoch

4. LinkedIn (B2B)

Warum gut für TOFU (B2B)?

  • Geschäftsleute sind dort aktiv

  • Thought Leadership funktioniert gut

  • Algorithmus pusht gute Inhalte (organische Reichweite)

Beispiel:

Unternehmensberater postet 3x/Woche auf LinkedIn:

  • Post 1: "3 Gründe, warum KPIs in kleinen Unternehmen scheitern"

  • Post 2: "Wie wir Firma X halfen, Prozesse zu optimieren (Case Study)"

  • Post 3: "Warum die meisten Meetings Zeitverschwendung sind"

→ Menschen lesen, liken, kommentieren → Über Monate: Berater wird als Experte wahrgenommen → Wenn Beratung gebraucht wird → Anfrage

Zeitaufwand: 30 Min. pro Post (3x/Woche = 1,5h/Woche)

Kosten: 0€

Ergebnis: Sichtbarkeit, Expertise-Positionierung

5. Instagram / TikTok (B2C, jüngere Zielgruppe)

Warum gut für TOFU (B2C)?

  • Große Reichweite

  • Algorithmus kann dich pushen

  • Entertainment + Education = virales Potenzial

Beispiel:

Fitness-Coach postet auf Instagram Reels:

  • Reel 1: "3 häufigste Fehler beim Bankdrücken"

  • Reel 2: "Wie viel Protein brauchst du wirklich?"

  • Reel 3: "Mein Morgen-Routine für maximale Energie"

→ Reels gehen viral → 10.000 neue Follower → Menschen folgen für mehr Content → Wenn Personal Training gebraucht wird → DM

Zeitaufwand: 1-2h pro Reel

Kosten: 0€

Ergebnis: Hohe Reichweite möglich, aber zeitintensiv

Weitere Artikel zum Thema "Blog-Artikel":

So wirst du zum Blog-Artikel-Profi: Dein Weg zu unerschöpflicher Content-Produktion

Warum du Blog-Artikel schreiben solltest: Mehr als nur SEO - Dein kompletter Start-Guide 2026

2.3 Lead-Magneten - Die Brücke von TOFU zu MOFU

Was ist ein Lead-Magnet?

Ein kostenloses, hochwertiges Angebot, das du im Austausch gegen Kontaktdaten (meist E-Mail) gibst.


ein beispiel für 2 lead-magneten


Warum ist der Lead-Magnet so wichtig?

Menschen lesen deinen Blog-Artikel oder hören deinen Podcast → dann sind sie weg. Du hast keine Möglichkeit, sie wieder zu erreichen.

Lead-Magnet = Du sammelst E-Mail → Du kannst Kontakt halten

Schlechte Lead-Magnets (bitte nicht):

❌ "Abonniere unseren Newsletter"

  • Niemand will "noch einen Newsletter"

  • Kein klarer, spezifischer Nutzen

❌ "Bleib auf dem Laufenden über unsere Neuigkeiten"

  • Vage, langweilig

  • Kein Mehrwert erkennbar

Gute Lead-Magnets (mach das):

Checklisten

  • "SEO-Checkliste: 43 Punkte für perfekte lokale Sichtbarkeit (PDF)"

  • Konkret, sofort nutzbar, klar

Templates / Vorlagen

  • "5 E-Mail-Vorlagen für erfolgreiche Kaltakquise (Word + PDF)"

  • Spart Zeit, direkt anwendbar

Guides / E-Books

  • "Der komplette Guide: Website-Relaunch ohne Traffic-Verlust (PDF, 40 Seiten)"

  • Tiefgehend, wertvoll, zeigt Expertise

Tools / Rechner

  • "Traffic-Rechner: Wie viel Traffic brauchst du für 10.000€ Umsatz? (kostenlos)"

  • Interaktiv, personalisiert, hilfreich

Mini-Kurse

  • "5-Tage-E-Mail-Kurs: LinkedIn von 0 auf 1.000 Follower"

  • Strukturiert, actionable, bindet über mehrere Tage

Beispiel eines exzellenten Lead-Magnets:

Webdesign-Agentur erstellt: "Die 27-Punkte-DSGVO-Checkliste für deine Website (PDF + Video-Erklärungen)"

Warum exzellent?

  • Hochwertig: 27 Punkte + Videos = Arbeit investiert

  • Spezifisch: Nicht "Website-Tipps", sondern "DSGVO-Checkliste"

  • Sofort nutzbar: Checkliste = Punkt für Punkt abhaken

  • Relevant: Fast jede Website hat DSGVO-Lücken

  • Zeigt Expertise: Wer so eine Checkliste macht, kennt sich aus

→ Handwerker lädt herunter → Checkt seine Website → Denkt: "Wow, 12 Punkte habe ich nicht. Diese Agentur weiß wirklich Bescheid." → Vertrauen aufgebaut

2.4 E-Mail-Marketing - Weniger ist mehr

Der klassische E-Mail-Marketing-Fehler:

Jemand gibt dir E-Mail für Lead-Magnet → du sendest tägliche Verkaufs-E-Mails.

Resultat:

  • Nervig

  • Wird als Spam wahrgenommen

  • Abmeldung oder Ignorieren

Bessere Strategie: Seltene, wertvolle E-Mails

Ziel: Nicht verkaufen, sondern erinnern und Mehrwert bieten.

Frequenz: 1-2 E-Mails pro Monat (nicht mehr!)

Warum so selten?

  • Menschen vergessen dich nicht so schnell (wenn Content gut ist)

  • Weniger Spam-Verdacht

  • Höhere Öffnungsrate (weil selten)

  • Du scheinst nicht verzweifelt

Inhalt: 90% Mehrwert, 10% sanftes Nudging

Beispiel-E-Mail (Webdesign-Agentur):

Betreff: Warum 85% der Handwerker-Websites einen Fehler machen

Hallo [Vorname]

Betreff: Warum 85% der Handwerker-Websites einen Fehler machen

Hallo [Vorname]

Betreff: Warum 85% der Handwerker-Websites einen Fehler machen

Hallo [Vorname]

Was macht diese E-Mail gut?

  • Mehrwert: Konkreter, umsetzbarer Tipp (keine Theorie)

  • Nicht werbend: Fokus liegt auf Hilfe, nicht Verkauf

  • Sanftes Nudging: P.S. erwähnt Service, aber ohne Druck

  • Erinnerung: "Elias existiert noch, er kennt sich aus"

Nach 6-12 solchen E-Mails: → Empfänger denkt: "Dieser Typ gibt ständig hilfreiche Tipps" → Wenn er Website braucht: "Ich frage mal Elias"

Ergebnis: Hohe Conversion, weil Vertrauen aufgebaut wurde.

Nachteil: Spam-Folder & niedrige Open-Rates

E-Mails landen oft im Spam oder werden nicht geöffnet (Open-Rate 15-25% ist schon gut).

Was tun?

  • Akzeptieren: Nicht jeder liest (ist OK)

  • Gute Betreffzeilen: Neugierig, aber nicht clickbait

  • Seriöser E-Mail-Anbieter: Mailchimp, Brevo, ConvertKit

  • Bitte Empfänger: "Füg mich zu deinen Kontakten hinzu, damit meine Mails nicht im Spam landen"

Teil 3: Bottom of Funnel (BOFU) - Die kaufbereiten 2-3% abholen

3.1 Warum BOFU trotzdem wichtig ist

Klarstellung:

Top-of-Funnel ist langfristig mächtiger (erreicht 98% statt nur 2%).

Aber: Du brauchst trotzdem Bottom-of-Funnel.

Warum?

  1. Sofortige Einnahmen: Die 2-3% kaufen jetzt → du bekommst sofort Geld

  2. Konkurrenz schläft nicht: Wenn du BOFU ignorierst, kaufen diese 2-3% bei deiner Konkurrenz

Ideale Balance (ungefährerer Wert - der eigentliche Wert ist abhängig vom Unternehmen):

  • 70-80% Budget/Zeit: Top-of-Funnel (langfristig)

  • 20-30% Budget/Zeit: Bottom-of-Funnel (kurzfristig)

→ So deckst du beide ab: Sofortige Einnahmen + langfristige Marke.

3.2 Bottom-of-Funnel-Kanäle

1. Google Search Ads

Warum perfekt für BOFU?

Menschen googeln spezifische Suchanfragen mit Kaufabsicht.

Beispiele:

  • "Webdesign Agentur München Preise"

  • "CRM Software für kleine Unternehmen kaufen"

  • "Steuerberater Berlin Kreuzberg"

→ Diese Personen wissen, was sie wollen → Sie vergleichen Anbieter → Sie sind kaufbereit

Deine Anzeige sollte:

  • Genau auf Suchanfrage passen

  • Konkrete Vorteile nennen

  • Klaren CTA haben

Beispiel-Anzeige:




Kosten: 2-15€ pro Klick (je nach Branche) Conversion: oft 5-15% (100 Klicks → 5-15 Anfragen)

2. Retargeting-Ads

Was ist das?

Jemand besucht deine Website → verlässt sie ohne Kauf → du zeigst ihm Ads auf Facebook/Instagram/Google.

Warum gut für BOFU?

  • Personen kennen dich bereits

  • Sie haben Interesse gezeigt (sonst wären sie nicht auf Website gewesen)

  • Du erinnerst sie daran

Beispiel:

Jemand schaut sich deine Pricing-Seite an → verlässt Website.

→ Du schaltest Facebook-Ad: "Noch Fragen zu unseren Website-Paketen? Buche ein kostenloses 20-Min-Beratungsgespräch."

Kosten: 0,50-3€ pro Klick (günstiger als normale Ads) Conversion: 10-25% (wärmer als kalte Leads)

3. Kostenlose Beratungsgespräche / Demos

Für höherpreisige Dienstleistungen (B2B, Beratung, Agenturen):

Biete kostenloses Erstgespräch an (20-30 Min.).

Warum?

  • Persönlicher Kontakt schafft Vertrauen

  • Du kannst Bedarf klären (nicht jeder ist passend)

  • Conversion ist höher (wenn Gespräch gut läuft: 30-60%)

Beispiel:

Webdesign-Agentur bietet: "Kostenloses 30-Min-Beratungsgespräch: Wir analysieren deine aktuelle Website und zeigen dir, was besser werden könnte."

→ Interessent bucht → Gespräch: Agentur zeigt Expertise, beantwortet Fragen → Am Ende: "Sollen wir dir ein Angebot erstellen?" → 50% sagen "Ja"


ein beispiel für eine Ad, die auf z.b. meta geschalten werden kann, es geht um ein Webdesign-Angebot


4. Kostenlose Testversion (für Software/SaaS)

Standard bei Software:

14-30 Tage kostenlos testen, danach zahlungspflichtig.

Warum gut?

  • Senkt Hürde (kein Risiko)

  • Nutzer probiert aus

  • Wenn es funktioniert: Er will nicht mehr wechseln (Switching-Cost)

Conversion: 10-30% (von Testern werden zahlende Kunden)

3.3 BOFU-Content auf deiner Website

Was kaufbereite Menschen überzeugt:

1. Vergleiche

  • "Webflow vs. WordPress: Was ist besser für Handwerker-Websites?"

  • Zeigt Objektivität

  • Idealerweise schneidest du gut ab

2. Case Studies mit konkreten Zahlen

  • "Wie Firma X durch Website-Optimierung 47% mehr Anfragen bekam (6 Monate)"

  • Konkret, messbar, glaubwürdig

3. Testimonials

  • Echte Kundenstimmen

  • Mit Foto, Name, Firma

  • Video-Testimonials noch besser

4. Garantien

  • "30 Tage Geld-zurück-Garantie"

  • "Kostenlose Nachbesserung, wenn du nicht zufrieden bist"

  • Minimiert Risiko

5. FAQ: "Warum wir?"

  • "Warum seid ihr besser als [Konkurrent]?"

  • "Was, wenn es nicht funktioniert?"

  • Letzte Einwände ausräumen

Teil 4: Welche Marketing-Kanäle für welchen Funnel-Bereich?

4.1 Kanal-Eignung im Überblick

Top-of-Funnel (TOFU) – Awareness:

Sehr gut geeignet:

  • SEO / Blog-Artikel

  • YouTube

  • Podcast

  • LinkedIn Organic (B2B)

  • Instagram/TikTok (B2C)

⚠️ Geht, erfordert Kreativität:

  • Meta Ads (Facebook/Instagram)

  • YouTube Ads

Weniger geeignet:

  • Google Search Ads (Menschen suchen mit Kaufabsicht, nicht aus Neugier)

Middle-of-Funnel (MOFU) – Consideration:

Sehr gut geeignet:

  • E-Mail-Marketing

  • Webinare

  • Retargeting-Ads

Bottom-of-Funnel (BOFU) – Decision:

Sehr gut geeignet:

  • Google Search Ads

  • Retargeting-Ads

  • Sales Calls

  • Kostenlose Trials/Demos

  • Direkte Outreach

Weniger geeignet:

  • Podcast (zu früh im Funnel)

  • TikTok (Unterhaltung, nicht Kaufabsicht)

4.2 Detaillierte Kanal-Analyse

Google Search Ads – Klar BOFU

Warum?

Menschen googeln mit Kaufabsicht.

  • "Webdesigner München Preise" → will Website kaufen

  • "CRM Software Vergleich" → will CRM kaufen

Wann Google Search Ads Sinn machen:

✅ Deine Dienstleistung ist bekannt (Menschen wissen, dass es existiert) ✅ Menschen suchen aktiv danach ✅ Du hast Budget (2-15€/Klick)

Wann NICHT:

❌ Deine Dienstleistung ist so speziell/neu, dass niemand danach sucht

Beispiel:

"Customer-Support-Optimierung via KI für E-Commerce" → Zu neu, zu speziell → Niemand googelt das (noch nicht) → Google Ads funktionieren nicht (kein Suchvolumen)

Meta Ads (Facebook/Instagram) – Eher TOFU

Warum?

Menschen scrollen durch Feed ohne konkrete Kaufabsicht.

Unterschied zu Google:

  • Google: "Ich suche XY" (aktiv, Kaufabsicht)

  • Meta: "Oh, interessante Anzeige" (passiv, neugierig)

→ Menschen sind offener für Neues → Aber: weniger kaufbereit

Wann Meta Ads Sinn machen:

✅ Dein Produkt/Dienstleistung ist neu/unbekannt → Awareness schaffen ✅ Deine Zielgruppe ist klar definierbar (Alter, Interessen, Verhalten) ✅ Du hast kreative, aufmerksamkeitsstarke Ads (Video funktioniert am besten)

Beispiel:

Software für E-Commerce-Support-Optimierung schaltet Meta Ad:

Video-Ad (30 Sek.):

  • Zeigt: Shop-Besitzer, überfordert, 1.000 Support-Tickets/Monat

  • Problem: Chaos, unzufriedene Kunden

  • Lösung: "Mit unserer KI: 400 Tickets/Monat, 95% Zufriedenheit"

  • CTA: "Kostenlose Case Study herunterladen"

→ Zielgruppe: E-Commerce-Shop-Besitzer (via Facebook-Targeting) → Sie wussten vorher nicht, dass diese Lösung existiert → Jetzt wissen sie es → Awareness geschaffen

Wenn du Meta-Ads schaltest, benötigst du meistens eine conversion-optimiere Funnel-Seite.

Hier erfährst du, wie du eine solche Seite erstellen kannst: Dein ultimativer Guide zu Funnel-Seiten: So generierst du mehr Leads und skalierst dein Business

SEO / Blog – TOFU/MOFU

Warum?

Menschen googeln Fragen und Probleme, nicht unbedingt Produkte.

Beispiele:

  • "Wie erstelle ich eine Website?" (TOFU)

  • "Website erstellen lassen Kosten" (MOFU)

  • "Webdesign Agentur München" (BOFU)

→ SEO deckt alle Funnel-Stufen ab

Wann SEO Sinn macht:

Langfristige Strategie (Ergebnisse nach 6-12 Monaten) ✅ Du kannst schreiben (oder jemanden bezahlen) ✅ Deine Zielgruppe sucht online nach Infos ✅ Evergreen-Themen (bleiben Jahre relevant)

Beispiel:

Webdesign-Agentur schreibt: "Website erstellen lassen: Kosten, Ablauf, Checkliste (2026)"

→ Rankt bei Google → 500 Besucher/Monat → 5% buchen Beratung → = 25 Leads/Monat

Podcast – Klar TOFU

Warum?

Menschen hören aus Interesse, nicht mit Kaufabsicht.

Vorteile:

  • Intimität (Stimme im Ohr)

  • Vertrauen durch Konsistenz

  • Zeit (30-60 Min. → viel Raum für Expertise)

Wann Podcast Sinn macht:

✅ Du kannst gut reden ✅ Du hast interessante Inhalte/Gäste ✅ Du bist geduldig (Wachstum ist langsam)

Wann NICHT:

❌ Du erwartest schnelle Ergebnisse ❌ Keine Zeit für Konsistenz

Teil 5: Wie entscheidest du, wo du investieren solltest?

5.1 Die unbequeme Wahrheit

Es gibt keine einfache Formel.

Niemand kann dir sagen: "Investiere genau 73,4% in TOFU und 26,6% in BOFU."

Warum?

Zu viele Faktoren:

  • Deine Branche

  • Dein Produkt/Dienstleistung

  • Dein Budget

  • Deine Skills

  • Deine Geduld

  • Deine Konkurrenz

Aber: Es gibt Leitfragen, die dir helfen.

5.2 Die 5 Entscheidungsfragen

Frage 1: Wie bekannt ist deine Dienstleistung/Produkt?

  • Sehr bekannt (z.B. Webdesign, Steuerberater) → BOFU fokussieren (Menschen suchen danach)

  • Unbekannt (z.B. neue B2B-Software) → TOFU fokussieren (Awareness schaffen)

Frage 2: Wie lang ist dein Sales Cycle?

  • Kurz (Tage bis Wochen, z.B. Online-Kurs 99€) → BOFU mehr fokussieren

  • Lang (Monate bis Jahre, z.B. Enterprise-Software 50.000€) → TOFU fokussieren (Beziehung über lange Zeit aufbauen)

Frage 3: Was ist dein Werbe-Budget?

  • Klein (<1.000€/Monat) → TOFU fokussieren (SEO, Organic Social – kostenlos, aber zeitintensiv)

  • Groß (>5.000€/Monat) → Beides (70% TOFU, 30% BOFU)

Frage 4: Wo liegt deine Expertise?

  • Schreiben → SEO/Blog

  • Reden → Podcast

  • Ads → Google/Meta Ads

Frage 5: Wie geduldig bist du?

  • Sehr geduldig (12+ Monate) → TOFU fokussieren

  • Ungeduldig (3-6 Monate) → BOFU fokussieren

5.3 Beispiel-Szenarien

Szenario 1: Lokale Webdesign-Agentur

  • Bekannt: Ja (jeder weiß, was Webdesign ist)

  • Sales Cycle: Kurz-mittel (2-8 Wochen)

  • Budget: Mittel (2.000€/Monat)

  • Expertise: Gut im Schreiben

Empfehlung:

  • 60% TOFU: SEO/Blog (langfristig, kostenlos, passt zu Expertise)

  • 40% BOFU: Google Search Ads ("Webdesign München")

Szenario 2: B2B-Software (neu, unbekannt)

  • Bekannt: Nein

  • Sales Cycle: Lang (3-12 Monate)

  • Budget: Groß (10.000€/Monat)

  • Expertise: Gut in Content

Empfehlung:

  • 80% TOFU: Podcast, Blog, Meta Ads (Awareness)

  • 20% BOFU: LinkedIn Ads, Retargeting

Szenario 3: Online-Kurs (99€)

  • Bekannt: Ja

  • Sales Cycle: Sehr kurz (Impulskauf)

  • Budget: Klein (500€/Monat)

  • Expertise: Social Media

Empfehlung:

  • 50% TOFU: YouTube (kostenlos)

  • 50% BOFU: YouTube Ads

Teil 6: Marketing ist iterativ - Educated Guesses und Testing

6.1 Die Realität: Niemand weiß es vorher

Die unbequeme Wahrheit:

Auch die besten Marketer raten – nur educated (informiert).

Der Prozess:

Was ist ein Educated Guess?

Eine informierte Vermutung basierend auf:

  • Erfahrung

  • Branchenwissen

  • Funnel-Verständnis

  • Daten

Beispiel:

"Ich vermute, Meta Ads funktionieren, weil unsere Zielgruppe (E-Commerce-Shops) viel auf Instagram ist."

Testen: Ad schalten, 2 Wochen laufen lassen → Analysieren: 1.000€ ausgegeben, 5 Leads, 1 Kunde → Entscheidung: Cost per Customer = 1.000€ (zu teuer) → Iteration: Ad-Creative, H1 und Lead-Magnet ändern, nochmal testen

Nach 6-12 Monaten: → Du weißt, was funktioniert → Deine Guesses werden besser

6.2 Warum Funnel-Wissen trotzdem entscheidend ist

"Wenn ich sowieso testen muss, warum Theorie lernen?"

Weil: Bessere Guesses = schnellerer Erfolg.

Beispiel:

Person A (kein Funnel-Wissen):

  • Schaltet Google Ad mit kreativem, lustigem Video

  • Zielgruppe: "Alle in Deutschland"

  • Resultat: Flop

  • 1.000€ verbrannt, nichts gelernt

Person B (Funnel-Wissen):

  • Versteht: Google Search = BOFU

  • Schaltet Ad auf "Webdesign München"

  • Ad-Text: Sachlich, klar, CTA

  • Resultat: 10 Leads, 2 Kunden, 5.000€ Umsatz

Unterschied: Besserer Educated Guess.

Fazit: Geduld und Strategie gewinnen

Die Kernbotschaft:

97-98% sind nicht kaufbereit – aber das ist OK.

Wenn du den Funnel verstehst:

  1. Die 2-3% abholen (BOFU) – sofortige Ergebnisse

  2. Die 98% langfristig gewinnen (TOFU) – nachhaltiges Wachstum

Die meisten machen den Fehler:

  • Nur BOFU (kämpfen um 2-3%)

  • Ignorieren TOFU

  • Resultat: Teuer, fragil, kurzfristig

Erfolgreiche Unternehmen:

  • Verstehen: Geduld zahlt sich aus

  • Investieren in TOFU (Monate/Jahre)

  • Parallel: BOFU für Cash

  • Resultat: Nachhaltiges Wachstum

Dein nächster Schritt:

  1. Analysiere: Wo bist du? Nur BOFU? Gar kein Marketing?

  2. Entscheide: Basierend auf den 5 Fragen (Bekanntheit, Sales Cycle, Budget, Expertise, Geduld)

  3. Starte: Klein, teste, lerne

  4. Sei geduldig: TOFU braucht Zeit

  5. Iteriere datenbasiert, wenn eine Marketingmethode (egal ob im TOFU oder BOFU) nicht funktioniert: Educated Guess → Test → Analyse → Repeat

Marketing ist ein Marathon, kein Sprint.

Wer das versteht, gewinnt langfristig.


Zum Weiterlesen:

High-Converting Funnel-Seiten: Warum Millionen-Unternehmen auf radikale Einfachheit setzen

Warum jede Webdesign-Agentur eine Geld-zurück-Garantie anbieten sollte

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