Dein Plan für die ideale Marketing-Strategie: Welche Marketingmethoden passen zu dir?
Hier ist eine übersichtliche Tabelle, die dir einen schnellen Einstieg bietet. Sie listet die wichtigsten Marketing-Methoden auf, gibt Beispiele für Unternehmen, bei denen sie gut funktionieren und schätzt die Kosten in Geld oder Zeit ein. So kannst du direkt sehen, welche Marketing-Methode zu deinem Business passt. Die Schätzungen basieren auf aktuellen Trends und Statistiken aus 2025 (z. B. aus Berichten von HubSpot und Semrush, die zeigen, dass Content-Marketing einen ROI von bis zu 844% über drei Jahre erzielen kann).
Marketing-Methode | Beispiele für Unternehmen, bei denen sie gut funktioniert | Kosten in Geld oder Zeit (Schätzung) |
|---|---|---|
In-Person-Marketing (z. B. Veranstaltungen, Seminare, Messen) | B2B-Dienstleister wie Coaches oder Berater (z. B. ein Konfliktlösungs-Coach, der auf Networking-Events neue Partnerschaften schließt); Tech-Startups auf Branchentreffen. | Mittel: 500–5.000 € pro Event (Reise, Stand), plus 10–20 Stunden Vorbereitung. Langfristig niedrig, da Beziehungen nachhaltig wirken. |
E-Mail/Cold Call (direkte Outreach) | Affiliate-Partner-Akquise für digitale Produkte. | Niedrig: 0-500 € für Tools (z. B. E-Mail-Software), aber hoch in Zeit (5–10 Stunden pro Woche für Recherche und Follow-ups). Erfolgsrate: 1-5 % Response-Rate bei personalisierten Cold-E-Mails (laut Yesware-Daten 2025). Hinweis: In Deutschland gilt die DSGVO und somit verschärfte Regeln. |
Klassische bezahlte Werbung (z. B. Google Ads, Meta Ads, SEO) | High-Ticket-Produkte wie Coaching-Programme (z. B. B2B-Konfliktmanagement-Seminare); E-Commerce mit visuellen Produkten auf Instagram. | Hoch: 1.000-10.000 € monatlich für Ads (CPC-Steigerung um 12,88 % in 2025, laut WordStream), SEO: 500-2.000 € initial, plus 20-40 Stunden/Monat. Google Ads haben bis zu 7,04 % Conversion-Rate in B2B (Zimple Digital). |
Content-Strategie (organisch, z. B. Blog, Social-Media-Posts) | Experten in Nischen (z. B. ein Coach, der LinkedIn-Tipps teilt und dadurch Leads generiert); Marken mit Wissensprodukten. | Niedrig bis mittel: 0-1.000 € für Tools, hoch in Zeit (10-30 Stunden/Woche). Sweet Spot: 2-4 Blog-Artikel pro Woche für SEO, 3-5 Instagram-Posts/Woche (Later). |
Sonstige Strategien (z. B. Förderleistungen, Google Business) | Coaching-Unternehmen (z. B. Nutzung von EXIST-Grants für Start-ups, AVGS-Coaching-Gutscheine, etc.); Lokale Dienstleister, wie Restaurants -> Google Business. | Niedrig: Oft kostenlos (z. B. Google my Business), Förderungen bis 80 % der Kosten (bis 3.200 € in Ostdeutschland). Zeit: 5-10 Stunden initial. |
Wenn du mehr Details zu diesen Methoden haben möchtest, findest du im Folgenden detaillierte Erklärungen, Beispiele und Tipps zur Umsetzung.
Einleitung: Warum die Wahl der richtigen Marketing-Methode entscheidend ist
Du hast ein tolles Produkt oder eine Dienstleistung, aber du kämpfst damit, die richtigen Kunden zu erreichen? Als Experten mit M.Sc. in Marketing/ Informatik und langjähriger Erfahrung wissen wir: Der Schlüssel zum Erfolg liegt in der passenden Marketing-Methode.
In diesem Artikel gehen wir tief in die Materie ein, erklären jede Methode detailliert und zeigen, warum sie wichtig ist. Wir helfen dir, deine Website und dein Marketing anzupassen, je nachdem, auf welche Marketing-Methode du zunächst setzen möchtest. Denn: Eine falsch gewählte Methode kann Zeit und Geld verschwenden, während die richtige dein Business skalieren lässt. Lass uns starten!
Unsere Expertise in Marketing-Methoden
Wir unterstützen unsere Kunden nicht nur bei der Website-Erstellung, sondern auch bei der Auswahl der besten Marketing-Methode. Warum? Weil der Website-Aufbau eng mit den eingesetzten Marketing-Methoden verknüpft ist.
Wenn du z. B. einen Lead-Magneten brauchst, müssen wir vor der Erstellung des Ledmagneten wissen, ob der Lead-Magnet mit Google Ads, mit Meta Ads oder auf andere Art und Weise beworben wird.
Google Ads sind intent-basiert: Der Nutzer sucht aktiv (z. B. "Konfliktlösung Coach Berlin") und ist oft bereit für einen Termin.
Meta Ads sind awareness-basiert: Der Nutzer sieht die Ad zufällig auf Instagram und denkt "Interessant, mal reinschauen". Er möchte nicht direkt ein Erstgespräch buchen, das wäre für ihn ein Schritt zu viel.
Laut 2025-Statistiken von Coozmoo.com hat Google Ads eine höhere ROI für High-Intent (bis zu 7x), während Meta Ads bei Engagement glänzen (29 % niedrigere CAC (Cost to acquire customer) bei Blended-Strategien, per LinkedIn-Daten).
Wir von Blaq Nexus haben Spezialisten für fast alle Methoden:
Meta Ads
Wir erstellen Lead-Magneten und Funnel-Seiten für Meta Ads und haben einen Experten im Team, der bereits über eine bestimmte Marketing-Methoden-Kombination, in der Meta-Ads eine entscheidende Rolle spielten, insgesamt mehr als 1 Mio. € Umsatz erwirtschaftet hat.
Organisches Wachstum (Insta)
Wir haben einen Experten, der weiß, wie man auf 10 Mio.+ organische Aufrufe auf Instagram skalieren kann, weil er es mit seinem eigenen Unternehmen bereits erreicht hat.
Affiliate-Strategie
Außerdem betreiben wir ein eigenes Affiliate-System.
SEO
Und sind SEO-Profis, die z.B. die Website von Dr. Stemper mit 25.000 Website-Besuchern pro Monat (organischer Traffic) betreuen.
1. In-Person-Marketing: Persönliche Interaktionen für starke Beziehungen
In-Person-Marketing ist unschlagbar, wenn es um Vertrauensaufbau geht. Persönliche Treffen schaffen Rapport, den Online-Kanäle oft nicht erreichen - laut Forbes (2025) entstehen hier unerwartete Chancen, die virtuell fehlen. In-Person-Marketing eignet sich fast immer, wenn du Ressourcen hast und in Branchen wie B2B-Dienstleistungen oder Coaching tätig bist, wo Beziehungen entscheidend sind.
Veranstaltungen (z. B. Networking-Events, Workshops, Branchentreffen)
Beschreibung: Du besuchst gezielt Events, bei denen deine Zielgruppe (potenzielle Kunden, Affiliate-Partner oder Kooperationspartner) anzutreffen ist. Das Ziel ist nicht primär der direkte Verkauf vor Ort, sondern das Knüpfen von persönlichen Kontakten, die später zu Kunden, Affiliates oder Partnerschaften führen.

Wie funktioniert diese Marketing-Methode genau?
Auswahl der richtigen Veranstaltung
Suche Events, bei denen deine Ideal-Kunden anwesend sind: Branchentreffen, Netzwerkabende (z. B. BNI, Rotary, lokale Unternehmerstammtische), Gründer-Events, Fachkongresse oder HR-Veranstaltungen.
Vorbereitung
Bereite dich im Vorfeld auf die Veranstaltung gründlich vor:
Erstelle einen klaren 30-Sekunden-Elevator-Pitch: Wer du bist, wem du hilfst, welches Problem du löst und was dich einzigartig macht. Beispiel: „Ich bin Konfliktlösungs-Coach und helfe Teams, Konflikte schnell und nachhaltig zu lösen, sodass die Produktivität um bis zu 30 % steigt.“
Bereite Visitenkarten, Flyer oder einen QR-Code zu einem kostenlosen Lead-Magneten (z. B. Guide, Checkliste) vor.
Vor Ort
Sei achtsam und verpasse keine Gelegenheit:
Sei aktiv: Sprich gezielt Personen an, höre mehr zu als du redest, stelle offene Fragen („Welche Herausforderungen habt ihr aktuell im Team?“).
Sammle Kontaktdaten: Frage direkt nach Visitenkarten.
Notiere dir direkt nach dem Gespräch Stichpunkte (z. B. auf der Rückseite der Karte): Worüber habt ihr gesprochen? Welches konkrete Problem hat die Person?
Nachbereitung
Die Nachbereitung ist der entscheidende Schritt:
Innerhalb von 24–48 Stunden: Persönliche Follow-up-E-Mail oder LinkedIn-Nachricht.
Beispiel-Text: „Lieber Herr Müller, es war wirklich spannend, gestern auf dem HR-Event über die aktuellen Teamkonflikte in Ihrem Unternehmen zu sprechen. Wie versprochen schicke ich Ihnen meinen kostenlosen Guide "5 Sofort-Maßnahmen bei Teamkonflikten". Falls Sie Interesse an einem vertiefenden Gespräch haben, lassen Sie es mich wissen.“
In den folgenden Wochen: Weitere wertvolle Inhalte schicken und sanft auf ein Angebot hinführen.
Vorteile
Du profitierst von dem Event aus folgenden Gründen:
Sehr hohe Conversion-Rate: Persönliche Kontakte vertrauen schneller und kaufen eher. Laut "Team Referral Network" finden 9 von 10 Unternehmern hier neue Partner oder Kunden.
Es entstehen langfristige Beziehungen mit hohem Lifetime-Value.
Nachteile
Nachteile sind vorhanden, aber überwiegen die Vorteile meist nicht:
Zeitaufwand und ggf. Reisekosten.
Erfolg hängt stark von deiner Sozialkompetenz und der konsequenten Nachbereitung ab.
Seminare (z. B. eigene Workshops, Vorträge oder Webinare)
Beschreibung: Du organisierst und hältst selbst ein Live-Event (vor Ort oder online), in dem du dein Fachwissen kostenlos oder zu einem niedrigen Preis teilst. Diese Methode ist ideal für Experten in Beratung, Coaching, Training oder Bildung. Das primäre Ziel ist die Gewinnung qualifizierter Leads und der Aufbau von Vertrauen und Autorität – nicht der direkte Umsatz durch Teilnahmegebühren.

Wie funktioniert diese Marketing-Methode genau?
1. Lead-Generierung (der zentrale Mechanismus)
Die Lead-Generierung zieht sich wie ein roter Faden durch das gesamte Seminar - sie beginnt bereits vor dem Event und endet erst in der Nachbereitung.
Bei der Anmeldung: Nutze ein Anmelde-Tool wie Eventbrite, Digistore24, Calendly (mit integriertem Formular), Typeform oder eine eigene Landingpage. Pflichtfelder: Name und E-Mail-Adresse. Optional: Telefonnummer, Unternehmensgröße oder aktuelle größte Herausforderung (das hilft dir später bei der Personalisierung von E-Mails, die du an den Interessent schickst). So hast du bereits vor dem Seminar eine Liste qualifizierter Interessenten.
Während des Seminars (vor Ort oder online):
Handouts und Bonus-Materialien: Biete kostenlose Folien, Checklisten oder Arbeitsblätter am Ende an. Du erklärst, dass du diese Info-Materialien an alle schickst, die jetzt ihre E-Mail angeben.
Gewinnspiele und Goodies: „Wer seine E-Mail/visitenkarte einwirft oder den QR-Code scannt, nimmt an der Verlosung eines kostenlosen 45-Minuten-Strategiegesprächs teil.“ Das erhöht die Beteiligung massiv.
Live-Umfragen: Tools wie Mentimeter oder Slido sammeln anonym Daten und machen das Event interaktiver.
Q&A am Ende (der stärkste Lead-Moment): Reserviere bewusst die letzten 15–30 Minuten für Fragen. Das ist der Höhepunkt der Vertrauensbildung:
Die Teilnehmer sehen live, wie kompetent du bist.
Bei komplexen oder sehr individuellen Fragen sagst du gezielt: „Das ist eine super Frage und hochgradig individuell. In den verbleibenden Minuten können wir das nicht vollständig klären - dafür bräuchte es ca. 30-45 Minuten nur für deinen Fall. Wenn du magst, können wir das in einem separaten, kostenlosen Gespräch vertiefen. Trag dich einfach hier ein (zeigst auf ein Blatt, QR-Code, Link im Chat oder eine Booking-Seite).“ Viele Teilnehmer melden sich genau in diesem Moment an, weil das Vertrauen und der wahrgenommene Bedarf am höchsten sind.
2. Teilnehmer gewinnen
Ohne Teilnehmer kein Seminar - daher ist die Akquise entscheidend. Starte klein (10–20 Personen) und skaliere später.
Kostenlos oder niedrige Gebühr: Kostenlose Events füllen sich schneller, aber eine kleine Gebühr (19–49 €) filtert ernsthaft Interessierte und erhöht die No-Show-Quote (weniger Absagen). Die Gebühr kannst du später als Gutschrift für dein höherpreisiges Angebot anrechnen.
Bewährte Kanäle zur Bewerbung:
Gründerzentren, Inkubatoren, Hochschulen: Biete dich aktiv als Referent an - viele suchen kostenlose oder günstige Vorträge für ihre Mitglieder.
Co-Working-Spaces (z. B. WeWork, Betahaus): Hänge Flyer aus, poste im internen Newsletter oder halte das Seminar direkt vor Ort.
LinkedIn-Gruppen und -Seiten: Poste in relevanten Gruppen (z. B. „Selbstständige Deutschland“, „Online-Marketing Deutschland“) und auf deiner eigenen Seite. Nutze LinkedIn-Events.
Newsletter-Partner und Cross-Promotion: Frage Kooperationspartner (z. B. andere Coaches, Dienstleister), ob sie dein Seminar an ihre Liste empfehlen - im Tausch empfiehlst du später ihres.
Plattformen: Meetup.com, Eventbrite, Facebook-Events - diese haben bereits eine suchende Zielgruppe.
Gezielte Werbung: LinkedIn-Ads oder Facebook/Instagram-Ads auf deine Ideal-Kunden (z. B. „Selbstständige mit 5-20 Mitarbeitern im Bereich Beratung“). Budget: Starte mit 100-300 € pro Event.
Eigene Liste: Lade zuerst deine bestehende E-Mail-Liste ein - das sind die besten Leads.
3. Durchführung des Seminars
Der Erfolg hängt stark von der Qualität der Durchführung ab.
Hoher Mehrwert schaffen:
Praxisnahe Tipps, direkt umsetzbare Schritte, reale Fallbeispiele (anonymisiert).
Interaktive Elemente: Kleine Übungen in Breakout-Rooms (bei Zoom), Live-Demos, Partnerarbeiten.
Erzähle Geschichten: Deine eigenen Erfolge und Misserfolge machen dich nahbar.
Struktur des Events:
Begrüßung und Agenda (5 Min.)
Hauptinhalt mit hohem Wert (60–90 Min.)
Kurzer, wertorientierter Pitch für dein höherpreisiges Angebot (5–10 Min.): „Wer die komplette Transformation möchte, für den habe ich mein 6-monatiges Programm…“
Q&A und Lead-Generierung (15–30 Min.)
Technik-Tipps: Bei Online-Events: Gute Beleuchtung, stabiles Internet, Backup-Mikrofon. Nimm das Seminar immer auf (mit Einwilligung der Teilnehmer). Das Seminar kannst du dann auf der Website präsentieren. Alternativ kannst du den Content in kleinere Ausschnitte aufteilen (z.B. beeindruckende Momente des Seminars) und auf Insta oder anderen Plattformen hochladen.
4. Nachbereitung (der oft unterschätzte Schritt)
Hier verwandelst du Interessenten in Kunden.
Sofort nach dem Seminar (innerhalb 24 Stunden): Versende eine Dankes-Mail mit:
Link zur Aufzeichnung (falls online oder aufgezeichnet).
Handout/Checkliste als Download.
Klarem nächsten Schritt: Einladung zu einem kostenlosen Strategie- oder Kennenlerngespräch (mit Booking-Link).
Follow-up-E-Mail-Sequenz (über 7–14 Tage):
Tag 1: Danke + Aufzeichnung + Handout.
Tag 3: Zusätzlicher Tipp zum Gelernten + Erfolgsgeschichte eines Kunden.
Tag 5: Häufige Fehler beim Umsetzen + Einladung zum Gespräch.
Tag 7: Letzte Chance für ein Gespräch + dein Angebot. Nutze Tools wie ActiveCampaign, Klick-Tipp oder Mailchimp.

Vorteile
Die positiven Aspekte eines Seminars sind:
Teilnehmer erleben dich live oder in der Aufzeichnung → extrem hohes Vertrauen.
Sehr warme Leads: Sie haben bereits Zeit (und ggf. Geld) investiert und sind daher deutlich kaufbereiter als kalte Kontakte.
Skalierbar: Einmal aufgezeichnetes Webinar kannst du als Evergreen-Version automatisieren.
Nachteile
Die Risiken und negativen Aspekte eines Seminars sind:
Hoher organisatorischer und zeitlicher Aufwand, besonders bei Live-Events.
Muss regelmäßig wiederholt werden, um einen kontinuierlichen Lead-Flow zu erzeugen (oder du baust ein automatisiertes Evergreen-Webinar auf).
Erfolg hängt von deiner Präsentationsfähigkeit und der Qualität des Inhalts ab.
Diese Methode gehört zu den effektivsten für hochpreisige Dienstleistungen, weil sie Vertrauen und Kompetenz auf eine Art aufbaut, die reine Online-Werbung selten erreicht.
Messen (z. B. Branchenmessen, Fachmessen)
Beschreibung: Du präsentierst dein Angebot aktiv auf einer Messe mit eigenem Stand oder als Aussteller. Besonders geeignet für Produkte/Dienstleistungen, die man visuell oder live demonstrieren kann (Software-Demos, physische Produkte, Beratungstools).

Wie funktioniert diese Marketing-Methode genau?
Auswahl der Messe
Wähle Messen, auf denen deine Zielkunden als Besucher oder Aussteller kommen (z. B. CeBIT-Nachfolger, DMEXCO für Digitales, lokale Handwerksmessen).
Vorbereitung
Buche einen Stand (oft über Sponsoring-Pakete günstiger).
Gestalte den Stand ansprechend: Große Banner, Demo-Stationen, Giveaways, Lead-Magneten.
Schulung des Standpersonals: Kurzer Pitch, aktives Ansprechen der Besucher.
Vor Ort
Aktives Ansprechen der vorbeigehenden Besucher (nicht nur warten).
Live-Demos, kurze Beratungen oder Mini-Workshops am Stand.
Lead-Erfassung: Tablet mit Anmeldeformular, QR-Code zu einem kostenlosen Download, Visitenkarten-Sammlung mit Gewinnspiel.
Nachbereitung
Sofortiges Follow-up: Innerhalb von 48 Stunden persönliche E-Mail oder Anruf.
Kategorisiere Leads (heiß, warm, kalt) und bearbeite sie entsprechend.
Vorteile
Die Vorteile eines Messestands sind:
Direkte Präsentation deines Angebots vor einer hochkonzentrierten Zielgruppe.
Hohe Kaufabsicht: Studien (z. B. Center for Exhibition Industry Research) zeigen, dass ca. 70–80 % der Messebesucher später bei einem der Aussteller kaufen.
Gute Möglichkeit, Affiliate-Partner oder Großkunden zu finden.
Nachteile
Die Nachteile eines Messestands sind:
Hohe Kosten: Standmiete, Aufbau, Personal, Reise (oft 3.000-10.000 € und mehr).
Hoher zeitlicher und organisatorischer Aufwand.
Nur sinnvoll, wenn dein Produkt/Dienstleistung visuell oder live erfahrbar ist.
Diese drei Offline-Methoden sind besonders stark, wenn du langfristige, vertrauensbasierte Beziehungen aufbauen möchtest - sie erfordern zwar mehr Vorleistung als reine Online-Werbung, liefern aber oft deutlich höhere Conversion-Rates und Kundentreue.
Diese Methode stärkt dein Netzwerk - Studien zeigen, dass In-Person-Events 2x mehr Leads generieren als virtuelle.
2. E-Mail/Cold Call: Direkte Outreach für gezielte Akquise
Diese Methoden sind kostengünstig und personalisierbar, eignen sich für gezielte Leads, erfordern aber Recherche.
Sie erlauben direkten Kontakt - mit Erfolgsraten von 1-5 % bei Cold-E-Mails (Emailtooltester 2025), aber bis zu 40–50 % bei hochpersonalisierten Inhalten (Mailforge).
Kunden finden per Cold E-Mail oder Cold-Calling
Gut für B2B-Produkte mit klarem Wert (z. B. Software).
Beispiel: Ein SaaS-Anbieter mailt HR-Manager:
"Ich sah, Ihr Team wächst – unser Tool reduziert Konflikte innerhalb großer Teams um 30 %."
Vorteile: Niedrige Kosten.
Nachteile: Hohe Ablehnung.
Tipps: Personalisiere die E-Mails.
Affiliate-Partner kontaktieren
Dein Produkt könnte eine Upsell–Möglichkeit für deinen neuen Affiliate-Partner sein.
Beispiel: Ein Coach kontaktiert Influencer per E-Mail für Partnerschaften. Der Influencer verkauft seinen Follower bislang nur ein kostengünstiges Info-Produkt. Die Leistung des Coaches ist kostspieliger aber dafür hochwertiger als das Info-Produkt, da jeder Klient individuell behandelt wird. Der Influencer kann eine bestimmte Zielgruppe mit einem gewissen Einkommen, die Teil seiner Followerschaft ist, upsellen. Diese Zielgruppe nimmt nun die Coaching-Leistung des Coaches entgegen. Der Influencer erhält für seine Empfehlung eine Provision vom Coach.
Micro-Influencer kontaktieren
Du fragst bei Influencern an, ob für sie eine bezahlte Zusammenarbeit infrage kommt.
Beschreibung: Du arbeitest mit Micro-Influencern (typischerweise 1.000-10.000 Follower) zusammen und zahlst ihnen eine feste Vergütung oder eine Kombination aus Fixum + Provision für die Bewerbung deines Produkts/Dienstleistung. Micro-Influencer haben oft eine sehr engagierte, nischige und vertrauensvolle Community - die Follower sehen sie als authentisch und nahbar.

Warum sind Micro-Influencer besonders attraktiv?
Höhere Engagement-Rates (Likes, Kommentare, Shares) als bei Macro-Influencern: oft 3–8 % statt unter 1 %.
Günstigere Kosten: Eine Kooperation kostet meist 100-1.000 € pro Post/Story, je nach Reichweite und Nische.
Hohe Glaubwürdigkeit: Die Empfehlung wirkt nicht wie klassische Werbung.
Wie funktioniert diese Marketing-Methode genau?
Schritt
Auswahl der richtigen Micro-Influencer:
Suche in deiner Nische (z. B. Fitness, Parenting, Unternehmertum, Finanzen).
Plattformen: Instagram-/TikTok-/YouTube-Suche.
Tools: Heepsy, Upfluence, Modash.
Wichtige Kriterien:
Engagement-Rate > 3 % (Kommentare und Likes im Verhältnis zur Follower-Zahl).
Passgenaue Zielgruppe (Alter, Einkommen, Interessen).
Authentizität: Der Influencer sollte bereits zu ähnlichen Themen posten.
Schritt
Kontaktaufnahme (Cold-Outreach - siehe DSGVO-Hinweis unten):
Per E-Mail (aus dem Impressum) oder DM.
Personalisierter Einstieg: „Ich folge deinen Posts seit Monaten und finde besonders deine Tipps zu [Thema] super hilfreich…“
Klarer Vorschlag: Beschreibung der Kooperationsidee, Vergütungsvorschlag, Beschreibung deiner Erwartung (Post, Stories, Reel).
Details zum 2. Schritt
Der Vergütungsvorschlag aus Schritt 2 orientiert sich an einem Vergütungsmodell:
Reines Fixum: 200-800 € pro Post/Story-Paket.
Hybrid (empfohlen): Fixum (z. B. 300 €) + Provision/Affiliate-Link (z. B. 30–50 % Provision pro Verkauf). So hat der Influencer Anreiz, wirklich zu konvertieren.
Leistungsbasierte KPIs: Verhandle messbare Ziele, z. B. mindestens 5 % Klickrate auf den Link, X Anzahl Leads oder Verkäufe.
Schritt
Umsetzung und Messbarkeit:
Der Influencer erstellt authentischen Content (am besten mit eigener Stimme und Erfahrung).
Du stellst Material zur Verfügung (Produkt, Rabattcode, Swipe-Up-Link, Canva-Vorlagen).
Tracking: Eigener Affiliate-Link, UTM-Parameter, Rabattcode (z. B. „INFLUENCER10“).
Wichtige Kennzahlen: Reichweite, Engagement-Rate, Klicks, Leads, Verkäufe, ROI (Umsatz minus Kosten).
Schritt
Nachbereitung:
Danke und Feedback geben.
Bei guten Ergebnissen: Langfristige Kooperation.
Beispiel: Ein Anbieter von hochwertigen Nahrungsergänzungsmitteln (Supplements) kontaktiert eine Fitness-Micro-Influencerin mit 7.000 Followern. Sie zahlen 400 € Fixum + 30 % Provision pro Verkauf. Die Influencerin postet ein Reel, in dem sie das Produkt in ihrem Alltag zeigt und einen Rabattcode teilt. Ergebnis: 800 € Umsatz bei 400 € Kosten → ROI von 100 % plus langfristige Kunden.
Vorteile
Die Vorteile bzw. Chancen bei diesem Vorgehen sind:
Zielgenaue Ansprache.
Hohe Conversion durch Vertrauen.
Skalierbar bei guter Vorarbeit.
Nachteile
Die Nachteile bzw. Risiken bei diesem Vorgehen sind:
Rechercheaufwand für passende Influencer.
Ergebnisse variieren je nach Influencer-Qualität.
Hybride Ansätze: Cold E-Mail + Cold Calling
Du kombinierst Cold E-Mails mit anschließenden Telefonanrufen (oder umgekehrt). Diese Methode ist besonders im B2B-Bereich effektiv, da sie die Stärken beider Kanäle nutzt: E-Mail für die erste, schriftliche Kontaktaufnahme und das Telefon für den persönlichen, emotionalen Kontakt.
Warum ist diese Methode so effektiv?
Studien (z. B. MailReach 2024/2025) zeigen, dass die Response-Rate bei einer Kombination aus E-Mail und Call um bis zu 49 % höher liegt als bei nur einem Kanal. Der Grund: Die E-Mail bereitet die Grundlage vor (Bekanntheit), der Anruf baut Rapport auf und klärt Einwände direkt.
Wie funktioniert diese Marketing-Methode genau?
Schritt
Sequenz planen (typischer Ablauf):
Tag 1: Personalisierte Cold E-Mail versenden.
Tag 3–4: Erste Follow-up-E-Mail (falls keine Antwort).
Tag 5–7: Telefonanruf (am besten vormittags 9–11 Uhr oder nachmittags 14–16 Uhr).
Tag 8: Zweite Follow-up-E-Mail mit Hinweis auf den Anrufversuch.
Tag 10–14: Zweiter Anruf + Voicemail.
Optional: LinkedIn-Nachricht als zusätzlicher Touchpoint.
Schritt
E-Mail verfassen und verschicken:
Sehr persönlich: Name, Unternehmen, konkreter Trigger (z. B. „Ich habe gesehen, dass Sie kürzlich eine Stellenanzeige für HR-Manager geschaltet haben…“).
Kurzes, klares Wertversprechen.
Call-to-Action: „Haben Sie Interesse an einem 15-minütigen Gespräch?“
Schritt
Anrufen des Leads:
Skript vorbereiten, aber natürlich sprechen.
Einstieg: „Hallo Herr Müller, ich bin [Name] von [Firma]. Ich habe Ihnen vor ein paar Tagen eine E-Mail geschickt zum Thema [Thema] - haben Sie die erhalten?“
Ziel: Nicht sofort verkaufen, sondern ein Gespräch vereinbaren.
Einwände professionell behandeln.
Beispiel: Ein SaaS-Anbieter für HR-Software versendet eine personalisierte E-Mail an Personalleiter mittelständischer Unternehmen:
„Ihr Team ist in den letzten 12 Monaten um 25 % gewachsen - unser Tool reduziert die Einarbeitungszeit neuer Mitarbeiter um 40 %. Haben Sie Interesse an einem kurzen Call?“
Keine Antwort → Follow-up + Anruf eine Woche später → Terminvereinbarung → Demo → Abschluss.
Vorteile
Die Vorteile bzw. Chancen bei diesem Vorgehen sind:
Deutlich höhere Response- und Conversion-Rate als bei Single-Channel.
Persönlicher Kontakt beschleunigt den Verkaufsprozess.
Nachteile
Die Nachteile bzw. Risiken bei diesem Vorgehen sind:
Höherer Zeitaufwand (besonders Anrufe).
Anrufe können als aufdringlich empfunden werden, wenn der Anrufer keinen professionellen Eindruck hinterlässt.
Wichtiger DSGVO-Hinweis bei Cold-E-Mail-Outreach (Deutschland/EU)
Seit der DSGVO (2018) und der UWG-Reform ist Cold-E-Mail an Unternehmen erlaubt, aber mit strengen Regeln:
Erlaubt:
In Folgender Situation ist der E-Mail-Outreach erlaubt:
Cold-E-Mails an geschäftliche Adressen (z. B. info@unternehmen.de oder vorname.nachname@unternehmen.de), wenn ein berechtigtes Interesse vorliegt (z. B. B2B, passendes Angebot, keine Privatperson).
Pflicht:
Diese Regeln sind einzuhalten:
Klarer Absender und Impressum.
Funktionierender Abmelde-Link (One-Click-Unsubscribe).
Keine irreführende Betreffzeile.
Keine Werbung an Verbraucher (Privatpersonen) ohne Einwilligung.
Empfehlung:
Aus eigener Erfahrung, kann ich folgende zusätzliche Empfehlungen geben:
Nutze nur öffentlich verfügbare Adressen (Impressum, LinkedIn).
Dokumentiere die Recherche (warum ist das Angebot relevant?).
Bei ersten Anfragen nach Löschung sofort reagieren.
Tools mit DSGVO-konformen Funktionen nutzen (z. B. EU-Server).
Bei Unsicherheit: Lass dir von einem Datenschutzexperten oder Anwalt beraten - Bußgelder können hoch ausfallen.
Hinweis: Das ist keine Rechtsberatung, sondern lediglich meine eigene Meinung.
3. Klassische bezahlte Werbung: Skalierbar und datenbasiert
Bezahlte Werbung ist eine der schnellsten und skalierbarsten Methoden, um gezielte Kunden zu erreichen. Sie ist stark ROI-orientiert (Return on Investment), erfordert jedoch ein Budget sowie kontinuierliches Testing und Optimierung. Laut aktuellen Daten machen digitale Ads bereits ca. 75 % des gesamten globalen Werbeumsatzes aus (Swydo 2025). Der große Vorteil: Du kannst Ergebnisse genau messen und bei gutem ROAS (Return on Ad Spend) beliebig hochskalieren.
Google Ads: Intent-basiert und besonders stark für High-Ticket-Angebote
Google Ads funktionieren vor allem über Suchanzeigen - Menschen suchen aktiv nach einer Lösung (hohe Kaufabsicht). Das macht sie ideal für teure Produkte oder Dienstleistungen (High-Ticket), bei denen der Kunde bereits ein konkretes Problem hat.
Beispiel: Jemand sucht „Konfliktlösung Seminar Berlin“ oder „Coach für Teamkonflikte“. Deine Anzeige erscheint oben, leitet auf eine gezielte Landingpage weiter und führt idealerweise direkt zu einer Terminbuchung.
Wichtige Hinweise:
Am Anfang brauchst du ein gewisses Budget (mindestens 1.000-3.000 €), um genug Daten zu sammeln und statistisch signifikante Ergebnisse zu erreichen. Erst dann kannst du wirklich optimieren. Außerdem kannst du erst nach einer Weile des Testens den ROAS reliabel prognostizieren.
Durchschnittlicher ROAS: Bis zu 3,7x (Madgicx-Daten), bei gut optimierten Kampagnen oft deutlich höher.
Meta Ads (Facebook & Instagram Ads): Awareness und präzises Targeting
Meta Ads eignen sich hervorragend, um Aufmerksamkeit zu erzeugen und eine Marke bekannt zu machen. Du kannst extrem genau targetieren (z. B. HR-Manager in Unternehmen mit 50–200 Mitarbeitern, die sich für „Führungskräftetraining“ interessieren).
Beispiel: Du zeigst einer HR-Managerin ein emotionales Video, in dem ein Team vor und nach einem Konfliktlösungs-Coaching gezeigt wird. Ziel ist zunächst Branding und Interesse zu wecken, nicht der sofortige Verkauf.

So könnte eine Meta-Ad für Blaq Nexus aussehen.
Besonderheiten
In Bezug auf Meta-Ad-Kampagnen sind folgende Punkt zu berücksichtigen:
Instagram ist besonders visuell und erreicht ein jüngeres Publikum.
Nachteil: Ad-Fatigue - Der gleiche Nutzer sieht deine Ad langfristig mehr als einmal. Wenn du sie optisch regelmäßig anpasst, sieht deine Ad zumindest alle paar Monate aus wie eine neue Ad. Regelmäßiges Creatives-Wechseln ist also Pflicht, wenn du die Nutzer nicht langweilen willst.
Grundlegende Unterschiede: Intent vs. Awareness
Die wichtigste strategische Entscheidung ist, ob du auf hohe Kaufabsicht (Intent) oder auf Reichweite und Bekanntheit (Awareness) setzt.
Vergleich: Awareness-basierte vs. Intent-basierte Werbung
Marketing-Typ | Geeignete Produkte | Warum es funktioniert | Beispiele | Nachteile |
|---|---|---|---|---|
Awareness-basiert (Meta/Instagram Ads) | Produkte für Impulskäufer, neue Marken, niedrigpreisige Einstiegsangebote | Baut Emotionen und Markenbekanntheit auf, triggert auch spätere Käufe | Fashion, Supplements, Coaching gegen Stressmanagement (Einstieg ab 97 €) | Weniger direkt messbar, schlechter ROAS bei reinen High-Ticket-Angeboten |
Intent-basiert (Google Ads) | High-Ticket, B2B-Dienstleistungen, komplexe Lösungen | Nutzer suchen aktiv nach einer Lösung → sehr hohe Conversion-Rate | CRM-Software, Konflikt-Coaching (ab 3.000 €), Unternehmensberatung | Höhere Klickkosten, begrenztere Reichweite |
Landingpage-Strategie je nach Quelle und Intent-Level
Die Landingpage muss perfekt zur Absicht des Nutzers passen. Bei hohem Intent verkaufst du direkt, bei niedrigem Intent sammelst du Leads, indem du dem Interessent einen Lead-Magneten schenkst (z.B. eine kostenlose Website-Analyse, um Schwachstellen zu identifizieren).
Beste Landingpage-Strategie je nach Werbequelle
Quelle | Intent-Level | Beste Landingpage-Strategie | Begründung & Tipp |
|---|---|---|---|
Google Ads | Sehr hoch | Direkt verkaufen (z. B. prominenter Buchungs-Button oder Application-Formular) | Der Nutzer will sofort eine Lösung. Ideal: Application-Page mit Calendly-Link für High-Ticket-Angebote. |
Meta Ads | Niedrig | Funnel mit Lead-Magnet (z. B. kostenlose Checkliste, Guide oder Mini-Training) | Der Nutzer ist noch „kalt“. Ziel ist erst ein Opt-in (E-Mail-Adresse, Telefonnummer). |
Ausnahme: Remarketing mit Lead-Magneten
Nutzer, die bereits auf deiner Website waren (z. B. eine High-Ticket-Seite besucht haben), aber nicht gekauft haben, kannst du über Meta- oder Google-Remarketing erneut ansprechen - dann aber mit einem Lead-Magneten (z. B. „Kostenlose Checkliste: Die 5 größten Konfliktfallen im Team“). So „wärmst“ du sie wieder auf, sammelst die E-Mail-Adresse und führst sie später über eine E-Mail-Sequenz zum eigentlichen High-Ticket-Angebot.
Remarketing kombiniert also die Reichweite von z. B. einer Google-Werbung (der Besucher kam über die Google-Werbung auf deine Website) mit Meta-Werbung (ihm wird nach seinem Besuch deiner Website auf z. B. Facebook eine Ad gezeigt, die mit einer Funnel-Seite (Lead-Magnet als Kontaktmöglichkeit) verbunden ist.).
4. Content-Strategie: Organisch und langfristig
Diese Strategie ist eine der kostengünstigsten Marketing-Methoden, erfordert aber viel Zeit und vor allem Disziplin. Der Fokus liegt auf Konsistenz - du baust langfristig Vertrauen und Autorität auf, ohne ständig Geld für Werbung auszugeben. Warum lohnt sich das? Studien zeigen, dass ca. 60 % der Nutzer relevante und hilfreiche Inhalte wirklich genießen und dadurch einer Marke treu bleiben (Sixth City Marketing). Der ROI kann enorm sein: Bei konsequenter Umsetzung über 3 Jahre erreichen viele Unternehmen einen Return on Investment von bis zu 844 % (Content Marketing Institute).
On-Page-Content (vor allem Blog-Artikel)
Besonders geeignet für Experten in Beratung, Coaching, Training oder spezialisierten Dienstleistungen. Hier erstellst du hochwertige Inhalte direkt auf deiner eigenen Website, die sowohl Leser helfen als auch von Google gefunden werden (SEO).
Wie funktioniert das genau?
Du schreibst ausführliche, wertvolle Artikel zu Themen, die deine Zielgruppe wirklich beschäftigen. Ein guter Artikel hat mindestens 1.500–2.500 Wörter, beantwortet Fragen umfassend und zeigt deine Expertise.
Beispiel: Als Konfliktlösungs-Coach schreibst du einen Artikel „Die 10 häufigsten Teamkonflikte - und wie du sie in unter 30 Minuten löst“. Du integrierst Keywords wie „Konfliktlösung im Team“ oder „Umgang mit Konflikten am Arbeitsplatz“, damit Google den Artikel bei relevanten Suchen oben anzeigt.
Kombination mit Outreach: Sobald der Artikel online ist, kontaktierst du andere Websites oder Newsletter-Betreiber in deiner Nische und fragst, ob sie deinen Artikel verlinken oder teilen möchten ( Linkbuilding durch Gastbeiträge). Das steigert die Autorität deiner Seite bei Google.
Sweet Spot: 2-4 hochwertige Artikel pro Woche sind für viele Experten der optimale Rhythmus. Mehr wird oft als Spamming gewertet und bringt weniger zusätzlichen Nutzen.

Die Profilbilder von einigen unserer Blog-Artikeln
Off-Page & organisch (Social Media)
Diese Methode passt fast immer, egal ob du Coach, Handwerker oder Dienstleister bist. Du nutzt Plattformen wie LinkedIn, Instagram, YouTube oder TikTok, um deine Inhalte zu verteilen und direkt mit deiner Zielgruppe zu interagieren.
Beispiel: Ein Coach teilt auf LinkedIn täglich oder wöchentlich kurze Tipps („3 Fragen, die jeden Teamkonflikt sofort entschärfen“) oder längere Posts mit echten Fallbeispielen. Auf Instagram postet er Reels mit visuellen Erklärungen oder Vorher-Nachher-Beispielen aus Coachings.
Empfehlung: Poste konsistent, aber nicht übertrieben. Der Sweet Spot liegt bei 3–5 Posts pro Woche auf Instagram (Hopper HQ 2025). Zu viel Content wird vom Algorithmus abgestraft und die Follower fühlen sich überfordert.
Vorteil: Du baust eine Community auf, die dir langfristig vertraut und dich weiterempfiehlt - alles organisch und ohne Werbebudget.
Passive Methoden (z. B. ein Buch schreiben)
Ideal für High-Ticket-Experten, die sich als absolute Autorität positionieren wollen. Ein eigenes Buch (egal ob gedruckt, E-Book oder Hörbuch) ist ein mächtiger Vertrauensbooster.
Beispiel: Ein Coach schreibt ein Buch mit dem Titel „Teambuilding neu gedacht: Wie du in 90 Tagen ein konfliktfreies Hochleistungsteam aufbaust“. Das Buch wird auf Amazon verkauft, verschenkt oder als Lead-Magnet genutzt („Hole dir das kostenlose Kapitel“).
Warum das funktioniert: Ein Buch signalisiert sofort: „Dieser Experte weiß wirklich, wovon er redet.“ Es baut enorme Credibility auf und wird oft jahrelang als passive Lead-Quelle genutzt - Menschen finden das Buch über Amazon oder Empfehlungen und kontaktieren dich danach.
5. Sonstige Strategien: Ergänzende Boosts
Diese Methoden sind keine eigenständigen Hauptstrategien, ergänzen aber perfekt alles andere und kosten meist wenig oder nichts.
Vermarktung von staatlichen Förderleistungen
Besonders stark für Coaches und Berater in Deutschland. Viele potenzielle Kunden (Unternehmen oder Privatpersonen) wissen nicht, dass sie einen Großteil deines Coachings bezuschusst bekommen können.
Beispiele für staatliche Förderungen im Coaching- und Beratungsbereich
ESF-Coaching-Förderung
Über den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF+) gibt es regionale Programme, die Coachings und Beratungen für Unternehmen, Selbstständige oder Arbeitssuchende fördern. In Ostdeutschland und bestimmten Förderregionen können bis zu 80 % der Kosten (oft mit Maxima wie 3.200-4.500 €) bezuschusst werden. Programme wie INQA-Coaching oder KOMPASS unterstützen z. B. digitale Transformation oder Qualifizierungen. Details variieren je Bundesland - prüfe auf esf.de oder der Landes-ESF-Seite.
Unternehmensberatungs-Förderung (BAFA)
Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördert Beratungen für kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Zuschuss: Bis zu 80 % in neuen Bundesländern (max. 2.800 € pro Beratung) oder 50 % in alten Bundesländern (max. 1.750 €). Ideal für Themen wie Digitalisierung, Personal oder Organisation.
AVGS-Coaching (Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein)
Diese Förderung der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters richtet sich vor allem an Arbeitsuchende, von Arbeitslosigkeit Bedrohte oder Menschen im Wiedereinstieg (z. B. nach Elternzeit). Mit dem AVGS werden individuelle Coachings (z. B. Jobcoaching, Bewerbungstraining, Karriereberatung oder berufliche Orientierung) zu 100 % übernommen - der Teilnehmer zahlt nichts. Der Gutschein wird auf Antrag ausgestellt (Ermessensleistung, kein automatischer Anspruch) und ist bei zertifizierten Trägern einlösbar. Perfekt für Coaches, die Klienten aus dieser Gruppe haben: Du kannst dich als zertifizierter Anbieter positionieren und verkündest auf deiner Website „Dein Coaching ist komplett förderfähig über die Agentur für Arbeit“.
Wie du das als Coach/Berater nutzt: Betone in deinem Marketing diese Förderungen - sie machen dein Angebot für viele Kunden plötzlich bezahlbar oder sogar kostenlos. Das ist ein starker USP: „Förderbares Coaching - Sie zahlen nur 20–50 % selbst oder gar nichts.“ Prüfe immer die aktuellen Bedingungen bei der jeweiligen Stelle (Agentur für Arbeit, BAFA, ESF).
Standard-Methoden, die immer funktionieren
Die Folgenden Methoden sollten fast immer verwendet werden, da sie kostenlos sind und/oder sehr wenig Zeit in Anspruch nehmen:
Google Business Profil (ehemals Google My Business): Kostenlos anlegen und pflegen. Füge Fotos, Öffnungszeiten, Bewertungen und Posts hinzu. Erhöht enorm die lokale Sichtbarkeit. Google Business ist vor allem für Unternehmen mit regionalem Sitz und regionalem Kundenstamm enorm wichtig.
Bewertungen aktiv sammeln: Bitte nach jedem Auftrag oder Coaching freundlich um eine Google-Bewertung. Je mehr 5-Sterne-Bewertungen, desto mehr Vertrauen hat der Website-Besucher in deine Fähigkeit sein Problem zu lösen.
Regionale Verzeichnisse: Erstelle ein Profil zu deinem Unternehmen bei MyHammer, Werkspot, Yelp, Branchenbuch.de oder lokalen Portalen.
6. Welche Marketing-Methoden solltest du ausprobieren und in welchem Ausmaß?
Der Schlüssel zum Erfolg ist Testen. Du wirst nie im Voraus genau wissen, was bei deiner Zielgruppe am besten funktioniert - deshalb probierst du die vielversprechendsten Methoden systematisch aus und misst die Ergebnisse.
Unser Tipp: Wenn du eine Methode gefunden hast, die funktioniert, reize sie bis zum Sweetspot aus (der Punkt, an dem mehr Aufwand kaum noch mehr Ertrag bringt) oder deine persönliche Grenze (Zeit oder Budget) erreicht ist.
Beispiele für Sweet Spots:
Ein Sweetspot aus unserer Perspektive ist das ideale Volumen, welches im Rahmen einer Marketing-Methode umgesetzt werden sollte (z.B. 5 Blog-Artikel pro Woche schreiben):
Blog-Artikel: 2-4 pro Woche - mehr wird oft nicht besser belohnt und kostet zu viel Zeit.
Instagram: 3-5 Posts pro Woche - 10 Posts am Tag würde Follower nerven.
Bezahlte Ads: Hier gibt es keine harte Obergrenze, aber das Risiko steigt (höhere Kosten bei höherem Ad Spend). Teste vorsichtig und optimiere ständig.
Priorisierung: Wähle zu Beginn maximal 3 Methoden aus, die auf deinen Best-Guess basieren - also auf dem, was am besten zu deiner Zielgruppe, deinem Angebot und deinen Stärken passt. Wähle nicht nur das, was dir am bequemsten ist. (Tipp: Wenn du unsicher bist, kontaktiere uns gerne - wir geben dir unsere Experten-Einschätzung.)
Richtiges Testen: Ändere immer nur ein Element zur Zeit (z. B. die Überschrift eines Blog-Artikels oder das Bild einer Ad), damit du klar siehst, was wirklich wirkt. So bekommst du zuverlässige Ergebnisse. Bei langsamen Methoden wie SEO oder Blogging ist das Testen wesentlich schwerer, weil sich die Wirkung von Änderungen erst nach einiger Zeit zeigen. Deshalb ist zu empfehlen, dass du unseren SEO-Artikel liest, damit du von Anfang an alles richtig machst.
Fazit: Entscheide dich für 2-3 Methoden, teste und optimiere - so baust du langfristig ein stabiles, wachsendes Business auf.
7. Case Study:
Im Folgenden zeige ich anhand eines fiktiven Businesses auf, welche Marketing-Methoden gewählt werden sollten.
Hier die Base-Stats des fiktiven Unternehmens:
Fachgebiet: Neurofeedback.
Qualifikationen des Verantwortlichen für das Fulfillment (dieser ist auch gleichzeitig der Inhaber): Doktorgrad in Neurologie.
Kosten pro Session: 200€ (high-ticket).

Marketing-Methoden-Mix: Unsere Empfehlung für den Neurofeedback-Experten
Affiliate-Partnerschaften/Cold-E-Mail:
Schreibe mögliche Affiliate-Partner (z.B. bestimmte Coaches) an, die du über Google identifizieren konntest, zum Beispiel durch Suchen nach Begriffen wie "Mental-Health-Coach". Biete ihnen eine Affiliate-Partnerschaft an. Dein Vorschlag lautet: Er empfiehlt dich seinen Klienten weiter, wenn seine Klienten bestimmte Beschwerden haben bzw. gewisse Charakteristiken aufweisen (Charakteristiken, die auf Probleme schließen lassen, die du mit deinen Neurofeedback-Methoden beheben kannst). Du zahlst für die Weiterempfehlung eine Provision.
Überlege im Vorfeld genau, welche Parteien (Institutionen, Mental-Health-Coaches etc.) als Affiliate-Partner infrage kommen.
Alternative zu Cold-E-Mail:
Du findest Affiliate-Partner vielleicht auch auf In-Person-Events - gehe zu Veranstaltungen, wo sich potenzielle Affiliate-Partner aufhalten und komme mit ihnen ins Gespräch.
Volumen der Affiliate-Akquise:
Gehe zu jedem Event im Umkreis von 100 km. Schreibe für 2 Wochen an jedem Werktag 20 potenzielle Affiliate-Partner an. Wenn sich in diesem Zeitraum nichts ergibt, dann verzichte auf diese Marketing-Methode.
Google My Business Pflege:
Du bist vor allem für Personen in deinem nahen Umfeld interessant, weil deine Behandlung in Person stattfindet. Deshalb pflege dein Google My Business Account: Halte dir pro Woche immer 30 Minuten frei, um dein Profil zu optimieren, nach Rezensionen zu fragen, neue Bilder hochzuladen etc.
SEO-Strategie:
Veröffentliche 4x pro Woche einen in-depth-Blog-Artikel zu deinem Thema. Der Artikel enthält entweder relevante Keywords, die du zuvor z. B. via Ubersuggest recherchiert hast, oder adressiert allgemeine Themen, von denen du weißt, dass sie Anklang bei der Zielgruppe finden, weil sie zusätzlich aufklären oder generell attraktiv klingen (z. B. "12 IQ-Punkte-Steigerung durch Neurofeedback-Behandlung eines ADHS-Patienten für 8 Wochen") oder deine Zielgruppe genau ansprechen. Fokussiere dich darauf, so viel Value wie möglich im Artikel zu transportieren.
Staatliche Förderprogramme:
Recherchiere, ob es in deinem Gebiet staatliche Förderungen oder sogar Möglichkeiten gibt, die Behandlungen von der Krankenkasse zahlen zu lassen (recherchiere z. B. mit Perplexity). Wenn die Krankenkasse bei manchen Patienten die Kosten übernimmt, kannst du das auf deiner Website verkünden. Vielleicht kannst du auch für diese besondere Zielgruppe Werbung schalten, da die Conversion-Rate hoch sein dürfte, wenn der Patient nichts zahlen muss. Es könnte sich bei diesem Beispiel um Google Ads als Option für die bezahlte Werbung handeln, weil die Leute mit der Beschwerde vermutlich auf Google gezielte Suchanfragen durchführen. Jedoch gilt zuerst zu prüfen, ob es rechtlich zulässig ist diese Interessenten mit Werbung zu bespielen.
Linkedin:
Als Doktor der Neurologie bist du perfekt für professionelles Networking. Poste 3–5x/Woche kurze Tipps/Videos (z. B. „Wie Neurofeedback bei Konzentration hilft“) - das zieht Fachleute und potenzielle Patienten an. LinkedIn ist für dein Thema effektiver als Instagram.








