Der ultimative Guide zu Funnel-Seiten: Wie du Leads generierst und dein Business skalierst
In der digitalen Marketingwelt sind Funnel-Seiten ein mächtiges Werkzeug, mit dem du Besucher gezielt durch einen Verkaufs- oder Lead-Generierungsprozess führst. Im Gegensatz zu einer normalen Website, die oft als allgemeine Informationsquelle dient, sind Funnel-Seiten speziell darauf ausgelegt, Konversionen zu maximieren. In diesem umfassenden Guide tauchen wir tief in das Thema ein. Ich erkläre dir, was Funnel-Seiten genau sind, wie sie sich von normalen Websites unterscheiden, welche Arten es gibt, und gebe dir konkrete Beispiele für ihre Anwendung. Außerdem zeige ich dir die Unterschiede bei der Nutzung für verschiedene Werbekanäle wie Meta Ads oder Google Ads und teile wertvolle Pro-Tipps, die dir helfen, deine eigenen Funnel-Seiten zu optimieren. Dieser Guide basiert auf bewährten Praktiken und soll dir nicht nur theoretisches Wissen vermitteln, sondern auch handfeste Strategien, die du direkt umsetzen kannst. Los geht’s!
Was ist eine Funnel-Seite? Eine kurze Erklärung
Eine Funnel-Seite (auch Sales-Funnel-Page oder Landing Page genannt) ist eine spezialisierte Webseite, die darauf optimiert ist, deine Besucher durch einen klar definierten Prozess zu leiten - wie ein Trichter (englisch: Funnel), der sie von der ersten Aufmerksamkeit bis zu einer gewünschten Aktion bringt. Du führst den Nutzer schrittweise dazu, etwas Bestimmtes zu tun, z. B. einen Lead-Magnet (ein kostenloses Angebot wie ein E-Book oder eine Checkliste) herunterzuladen, ein Kontaktformular auszufüllen oder einen Termin mit dir zu buchen.
Stell dir vor, du bist Coach. Deine Funnel-Seite könnte so aufgebaut sein, dass Besucher, die über eine Werbeanzeige kommen, direkt zu einem kostenlosen Webinar eingeladen werden. Sie klicken, geben ihre E-Mail-Adresse ein und landen automatisch in deinem E-Mail-Marketing-Trichter. Das Ergebnis? Höhere Konversionsraten und qualifizierte Leads - ohne Ablenkungen durch Menüs oder Links zu anderen Seiten.
Der Unterschied zu deiner normalen Unternehmenswebsite
Während eine Funnel-Seite laserfokussiert ist, hat deine klassische Unternehmenswebsite einen breiteren Zweck. Sie ist deine digitale Visitenkarte: Hier findet man alles über dein Unternehmen - Geschichte, Team, Dienstleistungen, Referenzen, Blog-Beiträge und Kontaktmöglichkeiten. Besucher können stöbern, recherchieren und sich einen Überblick verschaffen. Es geht um Branding und Informationsvermittlung.
Deine Funnel-Seite hingegen lässt diese Breite bewusst weg. Ihr einziger Job ist es, den Besucher durch einen vorgegebenen Prozess zu einer Konversion zu führen. Je nach Einsatz könnte das heißen:
Lead-Generierung: Der Besucher holt sich einen Lead-Magnet und gibt dafür seine Kontaktdaten ab.
Kontaktformular ausfüllen: Er beschreibt sein Problem und bittet um ein Gespräch.
Termin buchen: Direkt mit Kalender-Integration.
Direkt verkaufen: Deine Produkte werden direkt verkauft (nicht immer sinnvoll, aber z.B. bei der Verwendung von Google-Ads schon)
Der große Vorteil: Du musst dich voll auf die Bewerbung eines einzigen Angebots konzentrieren. Alles, was ablenkt - wie Navigationsmenüs - fliegt raus. Dadurch verdoppelst oder verdreifachst du oft deine Konversionsrate im Vergleich zur normalen Website. Klar, deine Firmenwebsite sollte auch Funnel-Elemente haben (z. B. Pop-ups für Newsletter), aber sie bleibt multifunktional, während die Funnel-Seite puristisch ist.
Studien von Tools wie Unbounce oder HubSpot zeigen: Landing Pages erreichen oft 20–30 % Konversion, normale Websites liegen meist bei unter 5 %.

Ein Beispiel für einen Lead-Magneten: Das ist der Lead-Magnet von einer unserer Funnel-Seiten.
Welche Arten von Funnel-Seiten gibt es?
Funnel-Seiten sind super flexibel und lassen sich grob nach ihrem primären Ziel (also dem gewünschten Endverhalten des Besuchers) unterscheiden. Hier die vier wichtigsten Arten - klar voneinander abgegrenzt:
Webinar-/Event-Funnel-Seiten
Diese Seiten dienen dazu, Besucher zu einer zeitlich begrenzten Veranstaltung anzumelden (z. B. Webinar, Workshop, Live-Training oder Produkt-Launch). Der Fokus liegt auf Dringlichkeit (Countdown-Timer, begrenzte Plätze) und der Anmeldung zu diesem einen Event. Am Ende steht meist ein Opt-in-Formular für die Registrierung.
Lead-Magnet-Funnel-Seiten (auch Opt-in- oder Squeeze-Pages)
Der absolute Klassiker für Lead-Generierung. Du bietest etwas Kostenloses mit hohem Wert an (E-Book, Checkliste, Video-Serie, Template) und sammelst im Tausch die E-Mail-Adresse (manchmal auch weitere Daten). Das Ziel ist nicht der direkte Verkauf, sondern das Sammeln von E-Mail-Adressen und Telefonnummern.
Produkt-Präsentations-Funnel-Seiten (auch Long-Form-Sales-Letter oder Hybrid-Funnels)
Hier stellst du ein Produkt oder eine Dienstleistung ausführlich vor - mit Story, Problembeschreibung, Lösung, Social Proof, FAQs und oft einem Video-Sales-Letter. Der Verkauf kann direkt erfolgen („Jetzt kaufen“-Button), aber häufig wird zuerst ein Lead-Magnet oder eine Terminbuchung angeboten, bevor der eigentliche Verkauf kommt. Diese Seiten sind länger und dienen der Aufklärung und Überzeugung, besonders bei höherpreisigen Angeboten.
Direkt-Verkaufs-Funnel-Seiten (auch One-Click-Sales-Pages oder Checkout-Funnels)
Hier geht es knallhart um den sofortigen Kauf - meist für niedrig- bis mittelpreisige Produkte (z. B. 7-197 € Kurse, E-Books, Tools). Die Seite ist bewusst kurz, zeigt das Angebot, Preis, Garantie, Testimonials und hat einen prominenten „Jetzt kaufen“-Button, der direkt zur Zahlung führt. Perfekt für heiße Traffic-Quellen wie Google Ads, wo der Besucher schon kaufbereit ist. Kein Lead-Magnet, kein Umweg - direkt zum Sale.
In der folgenden Tabellen werden zwei Fragen genannt, die vor der Erstellung der Funnel-Seite beantwortet werden müssen. Die Antwort auf die Frage "Was bewirbst du?", sowie die Antwort auf die Frage "Wie kommen Besucher auf deine Funnel-Seite?" geben beide Auskunft darüber, wie die Funnel-Seite strukturiert werden muss.
Kriterium | Beispiele |
|---|---|
Was bewirbst du? | Lead-Magnet (z. B. Gratis-Checklist für Gründer). / Event (z. B. Webinar zu SEO). / Produkt (z. B. Online-Kurs für Fitness-Coaches). / Dienstleistung (z. B. Beratungstermin). / Bundle (z. B. E-Book + Bonus-Webinar). |
Wie kommen Besucher auf deine Funnel-Seite? | Affiliates (z. B. Partner-Link). / Social Media (z. B. Instagram-Link in Bio oder unter Posts). / Paid Ads (Meta Ads oder Google Ads). / E-Mail-Marketing (Link im Newsletter). / Organisch (SEO für bestimmte Keywords). |
Konkrete Beispiele, wie du Lead-Magneten auf Funnel-Seiten einsetzt
Lass uns in echte Szenarien eintauchen - Lead-Magneten sind das Herzstück vieler Funnels.
Beispiel 1: Affiliate-Partnerschaft für super zielgenaue Leads
Du bist Website-Stratege und hast einen Affiliate-Partner, der Gründungscoach ist. Seine Kunden entsprechen genau deiner Zielgruppe: Gründer.
Du baust eine eigene Funnel-Seite, die ein „Website-Strategie-Papier für Gründer“ bewirbt.
Überschrift: „So baust du als Gründer in 30 Tagen eine profitable Website - komplett kostenlos!“ Auf der Seite baust du Folgendes ein:
Social Proof (Testimonials von Gründern, Logos).
Schritt-für-Schritt-Grafik deines Prozesses.
Starke Argumente, warum genau dieses Papier so wertvoll ist.
Beweise, dass du der richtige Experte bist (Erfahrung, Zahlen, Cases).
Du gibst den Link deinem Partner, er teilt ihn mit seinen Kunden. Die Interessenten füllen das Formular aus, du schickst das Papier raus und rufst oder mailst nach: „Hat das Papier dir geholfen? Brauchst du Unterstützung bei der Umsetzung?“
Ergebnis: Extrem qualifizierte Leads.
Beispiel 2: Social Media + passgenauer Lead-Magnet
Du bist Fitness-Coach und postest auf Instagram Erklärvideos zu Ernährung, Training und Abnehmen. Unter jedem Video verlinkst du deine Funnel-Seite mit dem Lead-Magnet „Kostenlose individuelle Trainingstipps“.
Überschrift: „Ich helfe dir kostenlos weiter - genau auf deine Ziele abgestimmt!“
Die Seite ist kurz und mobilfreundlich.
Folgende Inhalte sind auf der Seite zu finden: Video, kurze Erklärung, dann das Kontakt-Formular mit folgenden Dropdown-Optionen: „Ich interessiere mich für: Ernährung / Trainingsplan / Gewicht verlieren / Muskelaufbau“.
Das Dropdown spiegelt exakt deine Video-Themen wider. Wer „Ernährung“ auswählt, kommt wahrscheinlich von deinem Ernährungs-Video - alles passt perfekt.
Beispiel 3: Funnel-Seiten für Paid Ads - Meta vs. Google
Bei Werbeanzeigen musst du die Seite an den Kanal anpassen. Meta Nutzer (Facebook/Instagram) sind Awareness-orientiert: Der Nutzer scrollt entspannt und klickt aus Neugier. Deshalb brauchst du einen extrem attraktiven Lead-Magnet, sonst springt der Lead wieder ab. Google Nutzer hingegen haben Suchintention - der Nutzer sucht aktiv nach einer Lösung. Hier kannst du oft direkt zur Terminbuchung führen und benötigst keinen Lead-Magneten. Dafür sind Google Ads deutlich teurer.

Ein Beispiel für eine Meta-Bild-Ad
Hier eine Tabelle, aus der hervorgeht, welcher Kanal für dich in Frage kommt:
Dein Unternehmen | Meta Ads (Awareness) | Google Ads (Suchintention) |
|---|---|---|
Lokale Dienstleister (Coach, Friseur) | Ja – günstig, um Bekanntheit aufzubauen | Ja – direkte Buchungen bei konkreten Suchen |
E-Commerce (Mode, Gadgets) | Ja – Impulskäufe durch visuelle Ads | Nur bei suchbasierten Produkten |
B2B-Dienste (Beratung, Software) | Eher nein – zu komplex für spontane Klicks | Ja – hohe Intention bei Suchbegriffen |
Content-Creator (Kurse, Webinare) | Ja – du benötigst: emotionalen Appeal + einen guten Lead-Magneten | Ja – aber teurer |
Startup mit kleinem Budget | Ja – niedrige Klickkosten | Nein – zu teuer am Anfang |
Pro-Tipps für deinen Funnel - damit er richtig abliefert
Hier kommen die besten Tipps, die du direkt umsetzen kannst:
Erster Button direkt sichtbar
Der erste Call-to-Action muss in der ersten Sektion (ohne Scrollen) zu sehen sein.
Der Button-Text darf nicht „Kontakt“ lauten, sondern z. B. „Jetzt Gratis-Papier sichern!“ oder „Deine Tipps anfordern“. Das kann deine Konversion um 20–50 % steigern.
Split-Testing
Teste Creatives (Anzeigenbilder/Videos), die H1-Überschrift und den Lead-Magnet selbst. Kleine Änderungen resultieren oft in großen Conversion-Unterschieden.
Lead-Magnet-Titel, die ziehen
Nutze bewährte Formeln:
Zahl + Ergebnis + Zeit. Z.B.: „5x mehr Gewinn für Dating-Coaches in 6 Wochen“.
„Wie du [Positives] ohne [Negatives], auch wenn du [Unsicherheit]“. Z.B.: „Wie du 10 Kilo abnimmst, ohne viel Training, auch wenn du eine Naschkatze bist“.
„Das [Typ] [Adjektiv], das [Benefit]“. Z.B.: „Das Fettverlierungs-Programm für Faule - mit den besten Ergebnissen“.
„X Fehler“. Z.B.: „5 Umsatz-Fehler, die Dating-Coaches immer machen“.
Design: Kurz, clean und modern
3–5 Abschnitte reichen. Wenig Animationen, aber hochwertiges, modernes Look & Feel. Mobile-first.
Inhalte, die überzeugen
Baue Social Proof ein, erkläre, warum genau du der richtige Partner bist, sprich die Schmerzen und Wünsche deiner Zielgruppe direkt an und zeige klar, welchen Mehrwert dein Lead-Magnet bringt.
Echter Mehrwert ist alles
Dein Lead-Magnet muss richtig gut sein. Am besten erstellst du ihn selbst und individuell - besonders, wenn deine Leads teuer sind (50 €+). Ein hochwertiger Magnet führt zu deutlich mehr Käufen.
Nicht spammen
Maximal eine E-Mail und ein Anruf. Schreib das auch ruhig ins Formular: „Wir versenden nur eine E-Mail - kein Spamming.“ Das nimmt vielen die Angst, ihre Daten rauszugeben.
Thank-You-Page nicht vergessen
Nach dem Absenden leitest du den Lead auf eine Dankesseite weiter: „Vielen Dank! Wir erstellen jetzt den Lead-Magneten individuell für dich und schicken ihn dir persönlich zu.“
Fazit
Funnel-Seiten sind ein absoluter Game-Changer, wenn du mehr und bessere Leads willst. Egal ob über Affiliates, Social Media-Reichweite oder Ads - richtig eingesetzt, skalieren sie dein Business.








