So erstellst du als Gründer eine Webseite, die wirklich funktioniert – nicht nur gut aussieht
Mein Hintergrund
Ich bin Elias Schweizer, Webdesigner und Marketingexperte. Seit 2023 erstelle ich Websites für Unternehmen – ausschließlich mit professionellen Design-Tools wie Figma und Framer. Ich habe einen Master of Science in Marketing-Management und betreue derzeit Websites mit bis zu 43.000 Besuchern pro Monat – rein aus organischem Traffic, ohne bezahlte Werbung (Stand: Mai 2026).
Ich analysiere regelmäßig die besten Websites der Welt, schreibe mir die Erkenntnisse auf und wende sie bei den Websites an, die ich für meine Kunden erstelle. Darunter zählen unter anderem einige der sichtbarsten Einzelpraxen und Dienstleistungsunternehmen in Deutschland.
Was du aus diesem Artikel mitnimmst
Wenn du diesen Artikel zu Ende liest, weißt du genau, wie eine Webseite aufgebaut sein muss, damit sie nicht nur existiert, sondern tatsächlich Anfragen generiert, Vertrauen aufbaut und nach außen hin so wirkt, als würdest du ein etabliertes Unternehmen führen – auch wenn du gerade erst gestartet bist. Du bekommst eine klare Struktur, Abschnitt für Abschnitt, so wie ich sie bei meinen eigenen Projekten und denen meiner Kunden einsetze.
Schnellübersicht: Die wichtigsten Schritte auf einen Blick
Schritt | Was du tust | Warum es wichtig ist |
|---|---|---|
1. Problem benennen | Zeige dem Besucher, dass du sein Problem kennst | Vertrauen und Relevanz schaffen |
2. Angebot aufschlüsseln | Erkläre jeden Baustein deines Angebots | Jeder Aspekt kann kaufentscheidend sein |
3. Testimonials einbinden | Zeige echte Kundenstimmen mit Foto, Bewertung und Kontext | Sozialer Beweis – der stärkste Kaufimpuls |
4. Ablauf erklären | Zeige Schritt für Schritt, wie die Zusammenarbeit funktioniert | Hemmschwelle zur Kontaktaufnahme senken |
5. Über mich – richtig gemacht | Zeige wer du bist, aber mit Verkaufsargument | Vertrauen + Conversion kombinieren |
6. Vergleichstabelle einbauen | Stelle dich der Konkurrenz und der DIY-Lösung gegenüber | Einwände vorwegnehmen |
7. FAQ-Sektion | Beantworte alle offenen Fragen direkt | Restbedenken ausräumen |
8. Hero Section gestalten | Vorteile + Social Proof + Visuals direkt am Anfang | Erster Eindruck entscheidet |
9. Kontaktaufnahme gestalten | Attraktives Angebot + CTA + wenig Reibung | Conversion-Rate maximieren |
10. Footer korrekt aufbauen | Telefon, E-Mail, rechtliche Pflichtangaben | Vertrauen + Erreichbarkeit sichern |
Der häufigste Fehler, den Gründer bei ihrer Website machen
Die meisten Gründer bauen ihre Website so auf, wie sie sich selbst präsentieren möchten – nicht so, wie der Besucher denkt. Sie schreiben über sich selbst, ihre Leistungen, ihre Geschichte. Das Problem: Den Besucher interessiert das herzlich wenig, zumindest nicht am Anfang.
Was ihn wirklich interessiert: Hat diese Person mein Problem verstanden? Kann sie mir helfen? Und warum sollte ich ausgerechnet ihr vertrauen?
Eine Webseite, die funktioniert, beantwortet genau diese drei Fragen – in genau dieser Reihenfolge. Der Aufbau ist dabei kein Zufall, sondern das Ergebnis von gezielter Analyse. Ich habe mir über die Jahre Hunderte von Top-Websites angeschaut und festgestellt, dass die Besten einer sehr ähnlichen Logik folgen. Diese Logik erkläre ich dir jetzt.
Der grundlegende Aufbau einer funktionierenden Website
Bevor wir in die einzelnen Sektionen einsteigen: Du brauchst als Gründer in den meisten Fällen keine komplexe Website mit Dutzenden von Unterseiten. Eine einzige, gut strukturierte Startseite reicht vollkommen aus, um Anfragen zu generieren. Mehr ist hier oft weniger.
Die Seite folgt einem klaren Aufbau:
Hero Section → Problem & Lösung → Angebotsbausteine → Testimonials → Ablauf → Über mich → Vergleich → FAQ → Kontaktaufnahme → Footer
Jede dieser Sektionen hat eine klare Aufgabe. Ich gehe sie jetzt eine nach der anderen durch.

Beispiel für einen Website-Blueprint, wie wir sie kostenlos erstellen. Der Blueprint zeigt den kompletten Aufbau der Startseite.
1. Das Problem deines Besuchers ansprechen – bevor er fragt
Wenn du kein lokales Dienstleistungsunternehmen bist – also kein Friseur, kein Zahnarzt, kein Handwerker – dann weiß dein potenzieller Kunde beim ersten Besuch deiner Website oft noch nicht genau, ob er überhaupt ein Problem hat, oder wie akut dieses Problem ist. Genau hier setzt eine gute Website an.
Du zeigst dem Besucher, dass du sein Problem kennst. Und dann machst du deutlich, was passiert, wenn er dieses Problem nicht löst. Danach präsentierst du die Lösung.
Bei mir sieht das konkret so aus: Ich mache darauf aufmerksam, dass die meisten Websites gravierende Fehler aufweisen. Dann erkläre ich, was es kostet, diese Fehler nicht zu beheben – nämlich täglich Umsatz. Und dann zeige ich, wie ich dieses Problem lösen kann.

Eine Sektion, in der der Website-Besucher auf ein Problem hingewiesen wird.
Für lokale Dienstleister gilt: Der Besucher weiß bereits, warum er auf deiner Seite ist. Er sucht einen Friseur, einen Physiotherapeuten, einen Steuerberater und weiß genau, welche Leistung er erwarten kann. In diesem Fall musst du das Problem nicht erst benennen – du musst sofort Vertrauen aufbauen und zeigen, dass du die beste Wahl bist.
Wie spreche ich das Problem meiner Zielgruppe auf meiner Website an? Benenne das Problem direkt in einem klaren Satz, erkläre die negativen Konsequenzen, wenn es ungelöst bleibt, und präsentiere dann deine Lösung. Diese Abfolge – Problem, Konsequenz, Lösung – ist psychologisch das effektivste Muster, um Vertrauen aufzubauen und zur Handlung zu motivieren.
2. Dein Angebot in seine Grundbausteine zerlegen
Einer der häufigsten Fehler: Das Angebot wird einfach genannt, aber nicht erklärt. "Webdesign" oder "Marketing-Beratung" reicht nicht. Du musst zeigen, aus welchen konkreten Elementen dein Angebot besteht – und vor allem, was jedes einzelne Element dem Kunden bringt.
Jeder Baustein deines Angebots könnte der entscheidende Faktor sein, der jemanden dazu bringt, sich bei dir zu melden. Deshalb erklärst du jeden einzelnen.
Bei mir setzt sich das Angebot zum Beispiel so zusammen:
Baustein 1: Websites, die gefunden werden. Das bedeutet, ich baue nicht nur eine schöne Seite, sondern eine Seite, die in Google sichtbar ist. Außerdem: Ich sage nicht einfach "SEO" – ich erkläre, warum es gut für den Kunden ist.
Baustein 2: Erstellung durch einen Experten mit professionellem Design-Tool, damit deine Leistung professionell wirkt. Ich erkläre hier, dass die Verwendung von professionellen Design-Tools dazu führt, dass die Leistung des Kunden in einem besseren Licht präsentiert wird. Wenn möglich sollten diese Bausteine immer auf diese Weise vorgestellt werden: Es sollte nicht nur erwähnt werden, was du machst (z.B. professionelles Design), sondern auch was der Kunden konkret davon hat (deine Leistung wird positiver wahrgenommen).
Baustein 3: Risikofreies Angebot. Der Kunde kann die Website einen Monat testen, bevor er sich zur Zahlung entscheidet. Das nimmt die größte Hürde weg – die Angst, Geld für etwas auszugeben, das am Ende nicht funktioniert.
Baustein 4: Dauerhafter Betreuung zu günstigen Konditionen. Der Gründer muss sich nicht selbst um Updates, Änderungen oder technische Probleme kümmern. Das ist ein massiver Vorteil, den viele unterschätzen.

3. Testimonials: Der stärkste soziale Beweis, den du haben kannst
Menschen vertrauen anderen Menschen mehr als Unternehmen. Das ist kein Geheimnis – aber die wenigsten Gründer nutzen dieses Prinzip konsequent auf ihrer Website. Testimonials sind kein nettes Extra, sie sind ein zentrales Element jeder funktionierenden Seite.
Ein gutes Testimonial besteht aus mehr als einem netten Satz. Hier ist, was es enthalten sollte:
Sternebewertung: Am besten fünf Sterne, sichtbar und klar dargestellt. Zeige außerdem, wo das Testimonial zu finden ist – Google, Trustpilot, oder eine andere verifizierbare Plattform.
Foto der Dienstleistung: Der Besucher soll sehen können, was der Kunde konkret bekommen hat. Bei Webdesign sind das Screenshots der fertigen Website. Bei anderen Dienstleistungen können es Vorher-Nachher-Bilder oder andere visuelle Belege sein.
Testimonial-Text mit Hervorhebungen: Der eigentliche Text ist wichtig – aber noch wichtiger ist, dass auch jemand, der nur scannt und nicht liest, die wichtigsten Aussagen sofort erkennt. Hebe die stärksten Sätze oder Phrasen visuell hervor.
Foto und vollständiger Name des Testimonialgebers: Ein Testimonial ohne Gesicht wirkt weniger glaubwürdig. Wenn du ein echtes Testimonial hast, zeige auch ein echtes Foto und den echten Namen.
Verifizierungshaken: Ein kleines Detail, das einen großen Unterschied macht. Wenn das Testimonial verifiziert ist – etwa von Google oder einer anderen Plattform – integriere das visuell. Pro-Tipp: Deine Google-Bewertungen wurden bereits öffentlich gegeben - diese auf der Website zu verwenden ist deshalb meist risikolos. Aber achte darauf, dass du sie DSGVO-konform einbindest. Die direkte Einbindung der Google Rezensionen könnte DSGVO-Risiken bergen. Ich erstelle deshalb meist selbst Karten für meine Testimonials, damit es hier zu keinen Komplikationen kommt.
Berufsbezeichnung oder Branche: "Max Mustermann, Unternehmensberater aus München" wirkt sofort glaubwürdiger als nur "Max Mustermann".
Wie sollte ein gutes Testimonial auf meiner Website aufgebaut sein? Ein effektives Testimonial enthält mindestens: eine Sternebewertung mit Quellenangabe, einen Testimonial-Text mit hervorgehobenen Schlüsselaussagen, ein Foto der erbrachten Dienstleistung, ein Bild des Kunden und seinen vollständigen Namen sowie seine Berufsbezeichnung. Optional: ein Verifizierungshaken, der die Echtheit bestätigt.
Laut einer Studie von BrightLocal lesen 98 % der Verbraucher Online-Bewertungen für lokale Unternehmen. Die Qualität deiner Testimonials hat also direkte Auswirkungen auf deine Conversion-Rate.

4. Den Ablauf zeigen – Hemmschwellen abbauen
Viele Menschen zögern, Kontakt aufzunehmen, weil sie nicht wissen, was als Nächstes passiert. Was müssen sie tun? Was kostet es? Wann müssen sie sich festlegen? Diese Unsicherheit ist einer der häufigsten Gründe, warum Besucher eine Website verlassen, ohne etwas zu tun.
Die Lösung ist einfach: Zeige den Ablauf. Erkläre Schritt für Schritt, was passiert, wenn jemand Kontakt aufnimmt. Bei mir sieht das so aus:
Schritt 1: Kostenloses Marketinggespräch. Kein Verkaufsdruck, kein Auftrag, einfach ein offenes Gespräch darüber, was der Kunde braucht.
Schritt 2: Testphase. Der Kunde bekommt die fertige Website und kann sie einen Monat lang in Ruhe testen.
Schritt 3: Erst dann wird gezahlt. Nur wenn der Kunde zufrieden ist, fällt eine Zahlung an.
Dieser Ablauf nimmt das größte Risiko aus der Kaufentscheidung heraus. Der Besucher sieht sofort: Ich riskiere nichts. Ich kann erst schauen, dann entscheiden.
Du musst deinen Ablauf natürlich an dein eigenes Angebot anpassen – aber das Prinzip ist dasselbe. Mach den nächsten Schritt für den Besucher so einfach und risikoarm wie möglich.

5. Die "Über mich"-Sektion – richtig gemacht
Die meisten Gründer schreiben eine Über-mich-Sektion, die niemanden interessiert. Aufzählung des Lebenslaufs, ein paar nette Worte über die eigene Leidenschaft – und der Besucher scrollt weiter.
Das Problem liegt nicht im Inhalt, sondern in der Überschrift und dem Fokus. Eine Überschrift wie "Über mich" ist aus Sicht des Besuchers schlicht irrelevant. Er interessiert sich nicht für dich – er interessiert sich dafür, was du für ihn tun kannst.
Deshalb funktioniert eine Über-mich-Sektion am besten, wenn die Überschrift ein weiteres Verkaufsargument enthält. Bei mir lautet die Überschrift nicht "Über mich" – sondern: "Wie wir Premium-Websites für 1.250 € erstellen, deren Aufbau sich kaum von den besten Websites der Welt unterscheidet."
Das ist eine Aussage, die den Besucher interessiert – weil sie erklärt, wie ich etwas schaffe, das normalerweise viel mehr kostet. Der Kontext ist da, es macht Sinn, das hier zu erwähnen – und gleichzeitig baue ich Vertrauen auf, indem ich zeige, wer hinter dem Angebot steckt.
Folgendes sollte in dieser Sektion enthalten sein: Ein Bild oder Video von dir, eine kurze Erklärung deiner Qualifikationen oder Erfahrungen, und eine Überschrift, die ein konkretes Verkaufsargument transportiert.

6. Die Vergleichstabelle – Einwände vorwegnehmen
Jeder potenzielle Kunde stellt sich die Frage: "Warum sollte ich das bei dir kaufen und nicht woanders? Oder einfach selbst machen?" Die meisten Websites beantworten diese Frage nicht – und überlassen es dem Besucher, selbst zu vergleichen. Das ist häufig ein Fehler.
Eine Vergleichstabelle macht genau das: Sie vergleicht dein Angebot mit den realistischen Alternativen, die dein Interessent hat. Und sie macht das auf eine transparente, nachvollziehbare Weise.
Aber mit wem vergleichst du dich? Das hängt davon ab, wen du verlierst:
Wenn die meisten Interessenten, die "Nein" sagen, zur Konkurrenz gehen: Vergleiche dich mit der Konkurrenz.
Wenn die meisten stattdessen die DIY-Lösung wählen: Vergleiche dich mit der Do-it-yourself-Option.
Wenn beides zutrifft: Zeige alle drei Optionen – dein Angebot, die Konkurrenz und die DIY-Lösung – in einer Tabelle nebeneinander.
Bei mir vergleiche ich mich mit Freelance-Angeboten, Webdesign-Agenturen und der DIY-Lösung über Baukastensysteme wie Wix oder Squarespace. Unter der Tabelle steht außerdem ein kurzer Hinweis, dass es sich hierbei um Verallgemeinerungen handelt – das minimiert rechtliche Risiken.

7. FAQ – die letzten Restbedenken ausräumen
Bevor ein Besucher Kontakt aufnimmt, hat er meistens noch offene Fragen. Manche davon sind offensichtlich, manche überraschend spezifisch. Eine FAQ-Sektion gibt dir die Möglichkeit, diese Fragen vorwegzunehmen und direkt zu beantworten – ohne dass der Besucher extra nachfragen muss.
Meine Empfehlung: Zeige die Antworten direkt, ohne dass man klicken muss, um sie aufzuklappen. Websitebesucher klicken selten – wenn die Antwort erst nach einem Klick sichtbar wird, wird sie von vielen einfach ignoriert. Nur wenn deine FAQ-Sektion sehr lang ist und die Seite dadurch unübersichtlich wird, kann es sinnvoll sein, die Antworten zu verstecken.
Welche Fragen solltest du beantworten? Schreib auf, welche Fragen dir Interessenten im Gespräch immer wieder stellen. Das sind genau die Fragen, die in die FAQ gehören.
Laut Nielsen Norman Group lesen die meisten Website-Besucher Inhalte nicht linear durch, sondern scannen sie. Texthervorhebungen können also bei längeren Antworten Sinn machen.

8. Die Hero Section – der erste Eindruck entscheidet
Die Hero Section ist der erste Bereich, den ein Besucher sieht. Hier entscheidet sich innerhalb von Sekunden, ob jemand bleibt oder die Seite wieder verlässt. Deshalb muss die Hero Section sofort klar machen, was du tust, für wen du es tust und warum das gut ist.
Sie ist im Grunde eine Zusammenfassung aller anderen Sektionen – verdichtet auf das Wichtigste.
Was gehört in die Hero Section?
Eine starke Überschrift: Sie sollte einen oder mehrere konkrete Vorteile für deine Zielgruppe benennen. Nicht: "Ihr verlässlicher Partner für Webdesign." Sondern: "Professionelle Websites für Selbstständige – günstig, risikolos, ohne Vorleistung."
Optionaler Bodytext: Du kannst erklären, wie du diese Vorteile gewährleistest. Ich habe bei meiner eigenen Seite diesen Text weggelassen, weil die Bullet Points das bereits übernehmen – und weil das Design dadurch klarer wirkt.
Social Proof: Zeige direkt in der Hero Section, dass andere Kunden zufrieden waren. Das kann eine durchschnittliche Sternebewertung sein, die Anzahl der betreuten Kunden oder ein einzeiliges Zitat.
Bild/Bilder: Wenn deine Hero-Section so aufgebaut ist, dass ein Bild eingebunden werden sollte, dann verwende ein Bild mit einem Menschen (außer das macht bei dem Produkt/Dienstleistung keinen Sinn). Der Grund: Bilder mit Menschen sind interessanter für deine Website-Besucher. Wenn du eine visuell orientierte Dienstleistung anbietest – wie Webdesign –, zeige direkt Beispiele deiner Arbeit. Der Besucher soll innerhalb von drei Sekunden verstehen, was er bekommt.
Einen klaren Call to Action: Mindestens ein Button, der direkt zur Kontaktaufnahme führt.

9. Die Kontaktaufnahme – das Ziel deiner gesamten Seite
Alles auf deiner Website hat ein Ziel: den Besucher dazu zu bringen, Kontakt aufzunehmen. Deshalb verdient diese Sektion besondere Aufmerksamkeit.
Eine einzige Kontaktaufnahmemöglichkeit reicht. Multiple Call to Actions - z.B. "Abonniere mich hier" - "hol dir mein kostenloses PDF hier", etc. sind nicht zu empfehlen. Das verwirrt. Entscheide dich für einen CTA – in den meisten Fällen entweder ein einfaches Kontaktformular oder eine Terminbuchungs-Software wie Calendly, wo ein Erstgespräch gebucht werden kann – und mache diesen Weg so einfach wie möglich.
Diese Kontaktmöglichkeit sollte am Ende der Seite stehen, direkt über dem Footer. Aber sie sollte nicht die einzige Stelle sein, an der du zur Kontaktaufnahme einlädst. Verteile drei bis vier Buttons über die gesamte Seite, die alle zu dieser einzigen Kontaktmöglichkeit führen.
Pro Tipp: Die CTAs die oft am besten funktionieren haben oft einen Text wie diesen hier: "herausfinden, wie hoch deine Fördersumme betragen kann." Das ist der Text der auf dem Button steht. Das Event ist im Endeffekt trotzdem nur ein Erstgespräch aber das Framing ist anders. Der Button-Text gibt direkt Aufschluss darüber, was im Erstgespräch genau passiert - welche Infos man erhält - und das Commitment für den Website-Besucher ist minimal. Immerhin wird ja das Erstgespräch nur gebucht, um die Fördersumme einschätzen zu lassen.
Der Text über dem Kontaktbereich muss attraktiv sein. Bei mir lautet die Überschrift: "Jetzt eine Premium-Website für 0 € erstellen lassen und einen Monat testen." Das ist ein Angebot, das schwer abzulehnen ist. Es macht klar, was der Besucher bekommt und was es ihn kostet – nämlich erstmal nichts.
Darunter stehen ein kurzer Erklärtext und Bullet Points mit den Vorteilen, die der Besucher bei der Kontaktaufnahme hat. Außerdem: nochmals Social Proof. Ein weiteres Testimonial, ein Trustpilot-Patch, Google-Sterne oder eine Aussage, die das Vertrauen stärkt.
Wichtig: DSGVO-Konformität. Wenn du ein Terminbuchungs-Tool wie Calendly oder ein Kontaktformular einbindest, musst du sicherstellen, dass die Einbindung datenschutzkonform ist. Das bedeutet in der Regel: ein Cookie-Banner, der das Laden des Tools verhindert, bis der Besucher aktiv zugestimmt hat. Andernfalls riskierst du Abmahnungen.

10. Der Footer – unterschätzt, aber wichtig
Der Footer ist nicht der spannendste Teil deiner Website, aber er ist wichtiger als die meisten denken. Gerade bei lokalen Dienstleistern ist der Footer oft die erste Stelle, an der Interessenten nach einer Telefonnummer suchen.
Was gehört in den Footer?
Telefonnummer: Integriere sie so, dass man sie auf dem Smartphone nur antippen muss, um direkt anzurufen. Das erhöht die Kontaktrate erheblich – besonders bei lokalen Unternehmen, bei denen viele Interessenten lieber anrufen als ein Formular auszufüllen.
E-Mail-Adresse: Für alle, die lieber schreiben.
Rechtliche Pflichtangaben: Impressum und Datenschutzerklärung sind in Deutschland Pflicht. Das ist kein optionales Extra.
Google-Maps-Karte (für lokale Unternehmen): Wenn du ein lokales Unternehmen führst, zeige deinen genauen Standort. Achte auch hier auf DSGVO-Konformität bei der Einbindung.
Quicklinks zu Unterseiten: Falls du bereits Unterseiten hast, verlinke sie im Footer. Als Gründer brauchst du am Anfang aber meistens keine Unterseiten – eine einzige, gut strukturierte Startseite ist vollkommen ausreichend.

Welches Tool sollst du verwenden?
Ich werde oft gefragt, welches Website-Tool ich empfehle. Meine ehrliche Antwort: Es kommt darauf an.
Ich selbst arbeite ausschließlich mit Framer. Die Websites, die daraus entstehen, sehen wirklich hochwertig aus – weil Framer einem professionellen Design-Tool deutlich näher ist als ein Baukastensystem. Aber: Framer erfordert Zeit, um es wirklich gut zu beherrschen. Für die meisten Gründer lohnt es sich nicht, diesen Lernaufwand zu betreiben.
Wenn du als Gründer selbst eine Website erstellen möchtest, empfehle ich dir ein einfaches, aber zuverlässiges Baukastensystem wie Wix oder Squarespace. Beide haben ausreichend Tutorials auf YouTube, du kannst schnell loslegen – und eine Website, die gut aufgebaut ist, funktioniert auch ohne das teuerste Tool.
Was auf deiner Seite steht, ist am Ende viel wichtiger als womit sie gebaut wurde.
Das Wichtigste zum Schluss: Design ist nicht alles
Ich erlebe es regelmäßig, dass Gründer zu viel Zeit mit dem Design verbringen und zu wenig mit dem Inhalt. Das ist ein Fehler.
Eine Webseite kann ohne das absolut beste Design funktionieren. Was sie nicht ohne haben kann, ist eine klare Struktur, ein verständliches Angebot und echte Beweise dafür, dass sie Kunden mit ihrer Leistung wirklich helfen können. Wenn du diese drei Dinge auf deiner Seite hast, wirst du Anfragen generieren – egal ob dein Design perfekt ist oder nicht.
Perfektionismus ist der Feind des Fortschritts. Bring deine Seite online, hol dir Feedback, und verbessere sie Schritt für Schritt.
Häufige Fragen zur Website-Erstellung für Gründer
Brauche ich als Gründer eine mehrseitige Website? Nein. Eine einzige, gut strukturierte Startseite ist in den meisten Fällen vollkommen ausreichend, um Anfragen zu generieren. Unterseiten werden erst dann sinnvoll, wenn du deutlich mehr Inhalte hast – zum Beispiel separate Leistungsseiten oder einen Blog.
Wie viele Call-to-Action-Buttons sollte meine Website haben? Verteile drei bis vier Buttons über die gesamte Seite. Alle führen zur gleichen einzigen Kontaktaufnahmemöglichkeit. So kannst du sicherstellen, dass Besucher an jedem Punkt der Seite zum Handeln eingeladen werden. Der CTA sollte kein großes Commitment für den Website-Besucher bedeuten und gleichzeitig etwas Attraktives versprechen.
Was ist wichtiger – gutes Design oder gute Inhalte? Gute Inhalte. Eine Website mit klarer Struktur, überzeugendem Angebot und echten Testimonials wird immer besser performen als eine optisch spektakuläre Seite ohne relevante Inhalte.
Muss ich Wix, Squarespace oder Framer verwenden? Das Tool ist zweitrangig. Für Gründer ohne Vorerfahrung empfehle ich Wix oder Squarespace wegen der einfachen Bedienbarkeit. Professionelle Webdesigner wie ich arbeiten mit Framer, weil es qualitativ hochwertigere Ergebnisse liefert – aber es hat eine deutlich höhere Lernkurve.
Was ist die wichtigste Sektion meiner Website? Die Hero Section, weil sie der erste Eindruck ist. Wenn sie nicht funktioniert, verlässt der Besucher die Seite, bevor er den Rest sieht.
Video
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