Ich bin Elias Schweizer, Webdesigner und Inhaber von Blaq Nexus. Ich habe einen Master in Marketing Management, seit 2023 erstelle ich Websites für Unternehmen und habe in dieser Zeit über 32.000 Websites analysiert. Ich betreue momentan Projekte mit bis zu 744.000 Website-Besuchern pro Jahr.
In diesem Artikel gebe ich dir das gleiche Framework mit, das wir intern verwenden, um zu entscheiden, ob wir mit jemandem zusammenarbeiten oder nicht. Du kannst es 1:1 auf deine eigene Situation anwenden.
Wenn du bis zum Ende liest, weißt du:
Warum wir selbst ein Framework brauchen, um zu entscheiden, mit wem wir arbeiten
Woran du erkennst, ob deine aktuelle Website eigentlich schon gut ist – oder ob sie dich Geld kostet
Warum die Rolle deiner Website in der Kundenakquise, darüber entscheidet, ob du eine neue Seite brauchst oder nicht
Wie du anhand deiner Besucherzahl oder deines Umsatzes einschätzt, ob sich eine Optimierung überhaupt lohnt
Die wichtigsten Erkenntnisse auf einen Blick
Folgende Punkte sprechen für eine Optimierung deiner Website:
Aktuelle Website-Qualität ist schlecht: Generische Überschriften, austauschbare Texte, keine echte Zielgruppenansprache
Übergeordnete Rolle der Website bei der Akquise von Kunden: Manche Kanäle (Google, Ads) hängen stark von der Website ab, andere kaum (Weiterempfehlung, Netzwerk)
Viel Traffic bzw. Umsatz: Kleine Verbesserungen wirken sich bei viel Traffic/Umsatz überproportional aus
Warum wir überhaupt ein Framework brauchen
Bevor ich dir das Framework erkläre, will ich kurz erklären, warum wir es selbst benötigen – das macht auch klar, warum es für dich relevant ist.
Wir arbeiten nicht mit jedem zusammen. Der Grund dafür ist unsere Garantie: Jeder Kunde kann seine neue Website 30 Tage lang testen. Erst danach entscheidet er, ob er die Erstellungsgebühr zahlt und die Website behält.
Das bedeutet: Das größere Risiko liegt bei uns. Wenn sich ein Kunde nach 30 Tagen gegen die Website entscheidet, war unser gesamter Aufwand umsonst – und unser Aufwand ist deutlich höher als der des Kunden. Er gibt uns ein paar Informationen, wir bauen die komplette Website.
Deshalb arbeiten wir nur mit Leuten zusammen, bei denen uns von Anfang an klar ist, dass die Website ihnen einen echten Mehrwert bringt.
Mehrwert bedeutet für uns:
Vorteil − Kosten = Mehrwert, und dieser Vorteil sollte deutlich über 1.250 Euro liegen (weil unsere Websites so viel kosten) – idealerweise ein Vielfaches davon.
Um das im Vorfeld einzuschätzen, nutzen wir drei Konzepte. Diese Konzepte kannst du genauso gut auf deine eigene Situation anwenden, egal ob du mit uns oder mit jemand anderem zusammenarbeiten möchtest – oder die Entscheidung noch offen ist.
Eine Vorbedingung vorweg: Wir arbeiten aus Prinzip nicht mit Leuten zusammen, deren Produkt oder Dienstleistung uns nicht überzeugt. Wenn dein Angebot uns nicht gefällt, kommt keines der drei Konzepte überhaupt zum Tragen.
Konzept 1: Wie gut ist deine Website aktuell wirklich?
Stell dir eine Skala vor, die von "schlechte Website" bis "gute Website" reicht. Wenn deine Website bereits gut ist, bietet dir eine neue Website keinen großen Mehrwert mehr. Wenn sie schlecht ist, sieht die Sache anders aus.
Die Frage ist: Woher weißt du, wo du auf dieser Skala stehst?
Selbst wenn du 12.000 Euro oder mehr für deine aktuelle Website bezahlt hast, ist die Wahrscheinlichkeit nicht gering, dass sie trotzdem schlecht ist. Ich weiß das, weil ich über 32.000 Websites im deutschen Raum analysiert habe – und weil wir immer wieder Kunden haben, die vorher deutlich mehr bezahlt haben und deren neue, günstigere Website trotzdem besser funktioniert.
Ein einfacher Indikator: Deine Überschriften
Schau dir die Überschriften auf deiner Website an. Wenn dort Texte stehen wie "Über mich" oder "Testimonials", ist das bereits ein schlechtes Zeichen.
Ich analysiere regelmäßig die besten Websites der Welt – solche Überschriften findet man dort kaum. Der Grund ist einfach: Der Website-Besucher weiß sowieso schon, dass er gerade die "Über mich"-Sektion oder die Testimonial-Sektion vor sich hat. Das nochmal in der Überschrift zu wiederholen, ist verschenkter Platz.
Besser ist es, in der Überschrift eine Information zu platzieren, die zusätzliches Vertrauen aufbaut. Statt "Testimonials" könnte dort zum Beispiel stehen: "420 Coaches haben ihr Ziel mit uns erreicht" – vorausgesetzt, Coaches sind deine Zielgruppe. In dieser einen Zeile stecken dann zwei wichtige Infos: Erstens die Zahl 420 als Vertrauenssignal, zweitens die explizite Nennung der Zielgruppe "Coaches".
Das ist deshalb so wichtig, weil die meisten Website-Besucher wirklich nur die Überschriften lesen – und sonst nichts. Wenn dort nichts Substanzielles kommuniziert wird, ist das ein Problem.
Ein zweiter Indikator: Generischer Content
Ein weiteres Anzeichen für eine schlechte Website ist, wenn der gesamte textbasierte Inhalt generisch wirkt. Eine wirklich gute Website ist nie generisch – weil im Vorfeld die Arbeit gemacht wurde, sich intensiv mit dem eigenen Produkt und der eigenen Zielgruppe auseinanderzusetzen.
Und zwar mit beidem, nicht nur mit einem der beiden. Bei den meisten Unternehmen ist die Zielgruppe nämlich noch gar nicht perfekt definiert – was in einem frühen Stadium auch völlig normal ist, weil man oft noch nicht zu 100 % weiß, wer die mit Abstand beste Zielgruppe ist.
Beispiel zum Produkt: Wenn du ein Bauunternehmen bist und deine Wände wärmedämmend sind, dann sag das auch so konkret. Etwa: "Unsere Wände sind wärmedämmend, damit du im Winter Heizkosten sparst." Das ist ein Leistungsmerkmal auf das man nur kommt, wenn man sich zuvor intensiv mit den einzelnen Facetten der eigenen Leistung auseinandergesetzt hat – der Kunde bekommt nicht nur ein Haus, sondern spart auch noch Heizkosten. Solche Details gehören prominent auf die Website.
Beispiel zur Zielgruppe: Nehmen wir eine Hypnosepraxis. Das Angebot ist Hypnose. Eine mögliche Zielgruppe sind Raucher, die aufhören möchten. Für diese Zielgruppe lohnt es sich, folgende Fragen zu beantworten:
Hat die Zielgruppe bereits andere Methoden ausprobiert, um mit dem Rauchen aufzuhören? Wenn ja, solltest du erklären, warum diese nicht funktioniert haben und warum deine Methode anders ist.
Was ändert sich konkret, wenn jemand aufhört zu rauchen? Zum Beispiel: keine gelben Zähne mehr, geringeres Krebsrisiko, der Partner findet einen nicht mehr eklig.
Wie funktioniert Hypnose genau, und was ist sie – gerade wenn deine Zielgruppe unsicher ist oder nur "Show-Hypnose" kennt, sollte das erklärt werden.
Wie schnell wird das Ziel erreicht – wie schnell ist man Nichtraucher?
Welche Eigenleistung muss der Kunde selbst erbringen?
Alle diese Informationen gehören auf eine gute Website für eine Hypnosepraxis. Der Website-Besucher fühlt sich dadurch wirklich verstanden und angesprochen. Und wichtig: Diese Überlegungen musst du für jede einzelne Zielgruppe separat durchgehen – sonst sprichst du sie nicht wirklich an.
Kurz zusammengefasst: Wenn deine Website auf der Skala eher bei "gut" liegt, spricht das eher gegen eine komplette Neugestaltung.
Konzept 2: Welche Rolle spielt deine Website in der Kundenakquise?
Dieser Punkt wird oft unterschätzt. Normalerweise googeln Interessenten dich und finden deine Website – unabhängig davon, über welchen Kanal sie ursprünglich zum ersten Mal von dir gehört haben.
Die typischen Akquise-Kanäle lassen sich grob danach einordnen, wie stark die Website dabei eine Rolle spielt:
Wenig Abhängigkeit von der Website: Weiterempfehlung / Word of Mouth, persönliches Netzwerk
Mittlere Abhängigkeit: Affiliate-Partner, Social Media organisch, Social Media bezahlt
Hohe Abhängigkeit: Google Business Profil, Google organisch, Google Ads, kalte Akquise
Je nachdem, welcher Kanal für deine Kundengewinnung am wichtigsten ist, macht eine neue Website mehr oder weniger Sinn. Bei manchen Kanälen spielt die Website eine untergeordnete Rolle, bei anderen eine zentrale.
Mehr zum Thema Marketing-Kanäle und wie du die richtigen für dich auswählst, findest du in meinem Artikel "Die besten Marketing-Methoden für dein Business 2026".
Konzept 3: Wie viel Traffic bzw. Umsatz hast du bereits?
Hier geht es darum, wie viele Website-Besucher du bereits hast – beziehungsweise wie viel Umsatz du erzielst, bei dem die Website vermutlich eine tragende Rolle gespielt hat.
Ein Beispiel: Wenn du 10 Millionen Euro Umsatz pro Jahr machst und deine Website dabei zumindest vermutlich eine wichtige Rolle spielt, dann lohnt sich eine Optimierung fast immer. Der Grund: Selbst kleine Verbesserungen wirken sich bei großen Zahlen überproportional aus. Eine Verbesserung der Conversion-Rate um 2 % kann bei diesem Beispiel schon 200.000 Euro Mehrumsatz bedeuten.
Vielleicht denkst du: Wie soll eine Website, die so wenig kostet wie unsere, für 200.000 Euro Mehrumsatz sorgen? Das funktioniert so: Wir übernehmen alle guten Elemente deiner jetzigen Website und ersetzen ausschließlich die Elemente, die nachweislich schlecht sind – und zeigen dir schwarz auf weiß, warum. Als Referenz nutzen wir Websites, die bis zu 1 Million Euro pro Monat umsetzen und genau das umsetzen, was wir vorschlagen.
Falls du dich fragst, warum wir dafür vergleichsweise wenig verlangen: Unsere Preise sind bewusst auf kleine Unternehmen ausgerichtet, nicht auf große. Wir wollen langfristig kleinen Unternehmen helfen.
Wenn dir eine Umsatzzahl zu ungewiss ist
Dann kannst du stattdessen einfach deine Website-Besucherzahl als Metrik nehmen. Das Prinzip ist identisch: Je mehr Besucher du hast, desto mehr Sinn macht eine Optimierung, weil sich kleine Verbesserungen der Conversion-Rate stärker auswirken.
Wenn du noch in der Planungsphase bist und weder Umsatz- noch Besucherzahlen einschätzen kannst, frag am besten direkt nach.
Als grobe Orientierung: Wenn du in einer kleinen Stadt oder einem kleinen Dorf ansässig bist, tust du dich mit bundesweit skalierbaren Leistungen (z. B. Coaching) über organischen Website-Traffic meist schwerer als mit einem klassischen lokalen Geschäftsmodell – etwa als Friseur, Psychotherapeut, Bauunternehmen, Autowerkstatt oder Elektroinstallateur. Für lokale Unternehmen ist die Ausgangslage in der Regel deutlich einfacher.
Mehr dazu in meinem Artikel "Local SEO Leitfaden 2026: Mehr Kunden aus deiner Region – ohne teure Werbung".

Mit wem arbeiten wir zusammen?
Am liebsten mit jemandem, der bei allen drei Konzepten zu uns passt: eine eher schlechte aktuelle Website, ein Akquise-Kanal, bei dem die Website eine zentrale Rolle spielt (z. B. Google), und bereits nennenswerter Traffic oder Umsatz.
Wir arbeiten aber auch mit Leuten zusammen, die bei zwei von drei Konzepten passen.
Was ist mit nur einem passenden Konzept?
Das kommt vor – und wir prüfen dann den Einzelfall. Ein konkretes Beispiel ist unsere Zusammenarbeit mit Lasse Landeck: Seine alte Website war bereits halbwegs gut (Minus), die meisten seiner Kunden kamen über organische Social-Media-Reichweite und nicht primär über die Website (weiteres Minus - bzw. weder Plus noch Minus), aber er hatte bereits eine relevante Anzahl an Website-Besuchern (Plus).
Wir haben seinen Fall geprüft und sind zum Schluss gekommen, dass eine Zusammenarbeit ihm vermutlich einen Mehrwert bringt. Mittlerweile hat er fast doppelt so viele Website-Besucher und generiert mehr Anfragen – wir lagen also richtig.
In manchen Fällen macht eine Zusammenarbeit also auch dann Sinn, wenn nicht alle drei Konzepte ideal passen – das muss aber im Einzelfall geprüft werden.
Mit wem wir sicher nicht zusammenarbeiten: mit jemandem, der bei allen drei Konzepten im Minus liegt.
Fazit
Wenn du überlegst, deine Website zu erneuern, kannst du dieses Framework direkt für deine eigene Entscheidung nutzen:
Wie gut ist deine aktuelle Website wirklich – schau dir vor allem deine Überschriften und die Tiefe deiner Zielgruppenansprache an.
Welche Rolle spielt die Website in deiner Kundenakquise – hängt dein wichtigster Kanal stark von ihr ab, oder kaum?
Wie viel Traffic oder Umsatz hast du bereits – bei größeren Zahlen wirken sich selbst kleine Verbesserungen stark aus.
Je mehr dieser drei Punkte für eine Optimierung sprechen, desto eindeutiger lohnt sich eine neue Website. Passt nur einer der drei Punkte, lohnt sich zumindest eine genauere Einzelfallprüfung.













