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Elias Schweizer

Elias Schweizer

Marketing Management (M.Sc.)

Marketing Management (M.Sc.)

Letzte Aktualisierung:

Hinweis: Alle Inhalte basieren lediglich auf meiner eigenen Meinung und stellen keine individuelle Beratung (wirtschaftlich, rechtlich, steuerlich, technisch o.ä.) dar. Umsetzung auf eigenes Risiko. Keine Haftung für Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität (soweit gesetzlich zulässig).

Local SEO Leitfaden: Google Business Profil, Website und lokale Links

Local SEO Leitfaden: Mehr Kunden aus deiner Region – ohne teure Werbung

Schritt für Schritt: So richtest du dein Google Business Profil ein, stimmst deine Website darauf ab und sammelst Links aus deiner Region, damit dich Kunden bei Google Maps finden. Ohne Werbebudget.

Standort-Pin auf einer stilisierten Stadtkarte: lokale Sichtbarkeit bei Google Maps

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Elias Schweizer

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Elias

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Local SEO bedeutet: Du sorgst dafür, dass Menschen in deiner Region dich bei Google Maps und in der lokalen Google-Suche finden, wenn sie genau das suchen, was du anbietest. Laut Google hängt das lokale Ranking von drei Dingen ab: Relevanz, Entfernung und Bekanntheit. Zwei davon kannst du selbst beeinflussen. Wie, zeige ich dir in diesem Leitfaden Schritt für Schritt.

Du brauchst dafür kein Werbebudget. Du brauchst ein sauber eingerichtetes Google Business Profil, eine Website, die zu diesem Profil passt, und ein paar gute Links aus deiner Region. Das ist alles. Es kostet vor allem Zeit.

Über mich

Ich bin Elias Schweizer, Gründer von Blaq Nexus, und erstelle seit 2023 Websites für Unternehmen, von Friseuren über Psychotherapeuten bis zu Handwerksbetrieben. Ich habe einen M.Sc. in Marketing Management und über 32.000 Websites im deutschsprachigen Raum analysiert. Heute betreuen wir Websites mit zusammen knapp 1 Mio. Besuchern pro Jahr. Die Website von Dr. Stemper (Psychologie Berlin) hatte zuletzt 68.000 Besucher in 30 Tagen, hochgerechnet über 800.000 im Jahr (Stand September 2026).

Ehrlicherweise kommt ein großer Teil davon über Blogartikel, also über bundesweites SEO. Lokal brauchst du viel kleinere Zahlen. Ein Handwerker, der jede Woche zwei, drei passende Anfragen aus seiner Stadt bekommt, ist oft schon ausgelastet. Genau dafür ist dieser Leitfaden gedacht.

Kurz-Antwort: Was gehört zu Local SEO?

Local SEO besteht aus vier Bausteinen. Erstens ein vollständiges Google Business Profil mit passenden Kategorien, Leistungen, echten Fotos, regelmäßigen Beiträgen und Bewertungen. Zweitens eine Website mit einer eigenen Unterseite für jede wichtige Leistung. Drittens überall identische Firmendaten (Name, Adresse, Telefon). Viertens Links und Einträge von Seiten aus deiner Region.


Baustein

Was du konkret tust

Aufwand

Google Business Profil

Alle Felder ausfüllen, 1 Haupt- und meist 2–4 Nebenkategorien, 20–30 Leistungen mit Beschreibung, echte Fotos, wöchentlich ein Beitrag, jede Bewertung beantworten

Einrichtung 1 Tag, danach ca. 20 Minuten pro Woche

Website

Eine Unterseite pro wichtiger Leistung, Leistung + Ort in Title und H1, LocalBusiness-Schema, Kontaktmöglichkeit auf jeder Seite

Einmalig, bei neuen Leistungen ergänzen

NAP-Daten

Name, Adresse und Telefonnummer überall exakt gleich schreiben

Einmal prüfen, bei Änderungen überall anpassen

Lokale Links

Kammer, Branchenverzeichnisse, Vereine, Sponsoring, lokale Presse

Laufend, ein paar Stunden pro Monat

Bewertungen

Nach jedem Auftrag persönlich fragen, Link per QR-Code oder Nachricht

Fester Teil deines Ablaufs


Wie lange das alles dauert, bis es wirkt, habe ich im Artikel realistischer Zeitplan für Website, lokales und bundesweites SEO aufgeschrieben. Lokal siehst du oft schon nach wenigen Wochen erste Effekte, weil die Konkurrenz kleiner ist als bundesweit.

Für wen lohnt sich Local SEO?

Bevor du loslegst, kläre eine Frage: Kommen deine Kunden aus deiner Region oder aus ganz Deutschland? Die Antwort entscheidet, welche Strategie du brauchst. Ich unterscheide drei Fälle.

Rein lokale Unternehmen: Local SEO ist dein wichtigster Kanal

Wenn deine Kunden aus deiner Stadt oder deiner Umgebung kommen, ist Local SEO für dich der größte Hebel. Das gilt zum Beispiel für diese Branchen:

  • Friseure, Kosmetikstudios und Nagelstudios

  • Psychotherapeuten, Ärzte, Heilpraktiker und Physiotherapeuten

  • Handwerksbetriebe wie Elektriker, Maler, Sanitär- oder Dachdeckerbetriebe

  • Restaurants, Cafés und Bäckereien

  • Anwälte und Steuerberater mit Mandanten aus der Region

  • Fitnessstudios, Yogastudios und andere Dienstleister mit festem Standort

Deine Kunden suchen aktiv nach jemandem in ihrer Nähe. Sie tippen „Elektriker Mainz“ oder „Physiotherapie in der Nähe“ in Google. Wer dann in den drei Einträgen der Karte oben steht, bekommt den Anruf. Branchenspezifische Tipps findest du in meinen Leitfäden für Websites von Friseuren, für Websites von Handwerksbetrieben, für Bauunternehmen, für Autowerkstätten, für Elektro-Unternehmen, für Restaurants und für Psychotherapeuten und Ärzte.

Bundesweite Unternehmen: Hier hilft dir eher Content-SEO

Wenn du nur online arbeitest und Kunden in ganz Deutschland hast, zum Beispiel als Online-Coach, Software-Anbieter oder Shop, bringt dir Local SEO wenig. Bei dir sucht niemand nach „in der Nähe“.

Für dich funktionieren Blogartikel besser. Bundesweit würde ich nicht keywordorientiert schreiben, sondern expertiseorientiert: ein Überthema, darunter Satelliten-Themen, darunter einzelne Artikel. Wie du das aufbaust, erkläre ich in Warum du Blog-Artikel schreiben solltest und in Wie mache ich meine Website sichtbar?.

Lokal und bundesweit: Du brauchst vielleicht beides

Manche Unternehmen haben beides. Ein Coach berät vor Ort und online. Ein Architekt plant in seiner Stadt, aber auch Projekte in anderen Bundesländern. Eine Psychotherapeutin hat eine Praxis in Berlin und schreibt gleichzeitig Artikel, die in ganz Deutschland gelesen werden.

Dann kombinierst du beides. Mit Local SEO gewinnst du die Kunden aus deiner Region. Mit Blogartikeln wirst du überregional sichtbar. Ob sich der zweite Teil für dich lohnt, kannst du mit dem Test in Bundesweites SEO für lokale Unternehmen: Lohnt sich das für dich? prüfen. Und wenn dir SEO allein zu langsam ist, findest du weitere Kanäle in Die besten Marketing-Methoden für dein Business.

Wie Google lokale Ergebnisse sortiert

Viele Ratgeber springen direkt zu den Maßnahmen. Ich finde es hilfreicher, kurz zu verstehen, wonach Google überhaupt entscheidet. Dann weißt du bei jedem Schritt, warum du ihn machst.

Google nennt in seiner Hilfe zum lokalen Ranking drei Faktoren. Relevanz: Wie gut passt dein Profil zur Suchanfrage? Entfernung: Wie weit bist du vom Suchenden entfernt? Bekanntheit: Wie bekannt ist dein Unternehmen? Zur Bekanntheit zählt Google unter anderem, wie viele Websites auf dich verweisen und wie viele Bewertungen du mit welcher Note hast.


Drei Faktoren des lokalen Rankings bei Google: Relevanz und Bekanntheit beeinflussbar, Entfernung nicht

Relevanz und Bekanntheit kannst du beeinflussen, die Entfernung nicht. Quelle: Google-Hilfe zum lokalen Ranking.


Die Entfernung kannst du nicht ändern. Wer in Mainz-Gonsenheim sucht, bekommt eher den Betrieb um die Ecke angezeigt als deinen in Mainz-Laubenheim. Das ist in Ordnung.

Relevanz und Bekanntheit kannst du aber beeinflussen. Relevanz entsteht durch vollständige Angaben, passende Kategorien und Leistungen im Profil und durch eine Website, die genau diese Leistungen erklärt. Bekanntheit entsteht durch Bewertungen und durch Links von anderen Seiten. Google schreibt außerdem: Unternehmen mit vollständigen und korrekten Informationen werden mit größerer Wahrscheinlichkeit in den lokalen Ergebnissen angezeigt.

Und noch eine Sache steht dort, die ich wichtig finde: Ein besseres Ranking kann man bei Google nicht kaufen. Wer dir „garantiert Platz 1 in Google Maps“ verspricht, verspricht etwas, das niemand garantieren kann.

Schritt 1: Das Google Business Profil einrichten und pflegen

Dein Google Business Profil (früher Google My Business) ist das Herzstück von Local SEO. Es ist oft der erste Kontakt, den ein Interessent mit dir hat. Noch bevor er deine Website sieht, sieht er deine Sterne, deine Fotos und deine Öffnungszeiten.

Ein Grundsatz zieht sich durch den ganzen Leitfaden: Profil und Website gehören zusammen. Alles, was du im Profil einträgst, findet sich auf deiner Website wieder. Jede Leistung im Profil bekommt eine eigene Unterseite. Die Telefonnummer ist auf beiden exakt gleich. So erkennt Google, dass Profil und Website zum selben Unternehmen gehören und dasselbe anbieten.

Eine kompakte Prüfliste für dein Profil findest du in der 11-Punkte-Checkliste für dein Google Business Profil. Hier gehe ich die Schritte ausführlicher durch.

Kategorien richtig wählen

Die Kategorie ist der wichtigste Einzelfaktor dafür, bei welchen Suchanfragen dein Profil auftaucht. Google bietet über 3.800 vordefinierte Kategorien an. Eigene kannst du nicht anlegen.

Du wählst eine Hauptkategorie, die dein Kerngeschäft beschreibt. Dazu kommen Nebenkategorien. Technisch sind bis zu neun möglich. Ich würde aber meistens nur 2 bis 4 nehmen. Google selbst schreibt in seinen Richtlinien zur Darstellung von Unternehmen, dass du so wenige Kategorien wie möglich auswählen sollst. Die Kategorie soll beschreiben, was dein Unternehmen ist, nicht alles, was es anbietet.

Zum Beispiel: Eine Psychotherapeutin mit Schwerpunkt Paartherapie nimmt „Psychotherapeut“ als Haupt- und „Paartherapie“ als Nebenkategorie. „Coach“, „Heilpraktiker“ und „Yogalehrer“ dazuzunehmen, weil es vielleicht auch ein bisschen passt, wäre keine gute Idee.

So findest du die passenden Kategorien:

  1. Geh in deinem Profil auf „Profil bearbeiten“ und dann auf „Kategorie“. Tipp deinen Kernbegriff ein und schau dir die Vorschläge an.

  2. Schau dir die Profile der Mitbewerber an, die in deiner Stadt oben in der Karte stehen. Mit einer Chrome-Erweiterung wie GMB Everywhere siehst du auch deren Nebenkategorien.

  3. Nimm nur Kategorien, die ein eigenständiges Angebot von dir abbilden.

  4. Lass die Kategorien danach zwei bis drei Wochen in Ruhe. Prüf erst dann in den Statistiken deines Profils, über welche Suchbegriffe du gefunden wirst.

Du kannst auch eine KI nutzen. Gib ihr deine Leistungen, deine Stadt und die Kategorien deiner drei stärksten Mitbewerber und frag, welche Kategorien für dich passen. Die Vorschläge prüfst du dann aber selbst gegen die Liste in deinem Profil. Die KI kennt nicht immer die aktuellen deutschen Kategorienamen.

Alle Felder vollständig ausfüllen

Ein halb ausgefülltes Profil verschenkt Sichtbarkeit. Diese Felder sollten nie leer bleiben:

  • Unternehmensname, genau so, wie du ihn auch außerhalb von Google verwendest

  • Adresse oder Einzugsgebiet

  • Telefonnummer und Website

  • Öffnungszeiten, inklusive Sonderzeiten an Feiertagen

  • Unternehmensbeschreibung (maximal 750 Zeichen, die ersten rund 250 sind am wichtigsten, weil nur die in der Vorschau erscheinen)

  • Attribute wie barrierefreier Zugang, Parkplätze oder Zahlungsarten

Beim Namen gibt es eine Falle. Viele schreiben „Malerbetrieb Müller – Maler in Köln, günstig und schnell“ als Namen ins Profil, weil sie hoffen, so besser zu ranken. Das verbietet Google ausdrücklich. Slogans, Leistungsbeschreibungen und Ortsangaben gehören laut den Richtlinien nicht in den Namen. Im schlimmsten Fall wird dein Profil gesperrt.

Bei der Beschreibung ist es ähnlich. Sie soll den Tatsachen entsprechen und für Kunden relevant sein. Preise, Rabattaktionen und Links sind dort nicht erlaubt. Schreib also in normalen Sätzen, was du machst, für wen und wo. Die Begriffe, unter denen du gefunden werden willst, kommen dann ganz natürlich vor.

Hast du keinen Laden, in den Kunden kommen, zum Beispiel als Handwerker, der beim Kunden arbeitet? Dann blendest du deine Adresse aus und gibst ein Einzugsgebiet an. Google nennt als Richtwert, dass dieses Gebiet in der Regel nicht weiter als etwa zwei Autostunden reichen sollte.

NAP-Daten: überall exakt gleich

NAP steht für Name, Address, Phone, also Name, Adresse und Telefonnummer. Diese drei Angaben sollten überall exakt gleich geschrieben sein: im Profil, auf deiner Website, in jedem Branchenverzeichnis und auf Social Media.

Klingt banal. In der Praxis sehe ich aber ständig Abweichungen. Auf der Website steht „Musterstraße 5“, im Profil „Musterstr. 5“, bei Gelbe Seiten noch die alte Adresse von vor dem Umzug. Oder die Telefonnummer steht einmal als „0611 123456“ und einmal als „+49 611 123456“.

Das wirkt unordentlich, auf Kunden und auf Suchmaschinen. Lege deshalb eine Schreibweise fest und nutze sie überall. Wenn du umziehst oder eine neue Nummer bekommst, gehst du einmal alle Einträge durch. Ich mache mir dafür eine einfache Liste mit allen Plattformen, auf denen das Unternehmen eingetragen ist.

Leistungen eintragen: 20 bis 30 mit Beschreibung

Neben den Kategorien gibt es im Profil einen eigenen Bereich für Leistungen. Ob du ihn siehst, hängt von deiner Hauptkategorie ab. Wenn er da ist: Nutze ihn. Trag 20 bis 30 konkrete Leistungen ein, jede mit einer kurzen Beschreibung.

Warum so viele? Jede Leistung ist ein weiterer Begriff, für den Google dein Profil als relevant einordnen kann. Ein Sanitärbetrieb, der nur „Sanitär“ einträgt, verschenkt „Badsanierung“, „Rohrreinigung“, „Heizungswartung“, „barrierefreies Bad“ und viele weitere Suchanfragen.


Leistungsbereich eines Google Business Profils: Primärkategorie Webdesigner mit zwölf eingetragenen Leistungen

So sieht der Leistungsbereich im Google Business Profil aus: Unter der Kategorie stehen die einzelnen Leistungen.


Eine gute Beschreibung erklärt die Leistung in zwei, drei Sätzen und nennt den Ort. Zum Beispiel für einen Sanitärbetrieb in Wiesbaden: „Wir reinigen verstopfte Abflüsse, Toiletten und Abwasserleitungen in Wiesbaden und Umgebung. In dringenden Fällen kommen wir noch am selben Tag. Vorher nennen wir dir einen Festpreis.“ Schreib nur, was wirklich stimmt. Wenn du keinen Notdienst anbietest, steht da auch keiner.

Und jetzt der wichtigste Punkt: Jede wichtige Leistung im Profil bekommt auf deiner Website eine eigene Unterseite mit genau diesem Namen. Dazu gleich mehr in Schritt 2.

Fotos: echt, aktuell, regelmäßig

Fotos sind das Erste, was viele Interessenten in deinem Profil anschauen. Sie zeigen, wie es bei dir aussieht, wer bei dir arbeitet und was du machst.

Google schreibt in seiner Hilfe zu Fotos im Unternehmensprofil, dass es auf eine realistische Darstellung ankommt. Fotos sollen scharf und gut ausgeleuchtet sein und nicht stark bearbeitet oder mit vielen Filtern versehen.

Das sind die Fotos, die meiner Erfahrung nach in jedes Profil gehören:

  • Ein Titelbild, das sofort zeigt, was du machst

  • Dein Team oder du selbst, freundlich und echt

  • Deine Räume von innen und der Eingang von außen, damit Kunden dich finden

  • Deine Arbeit: fertige Haarschnitte, renovierte Bäder, Vorher-Nachher-Bilder

Starte mit 20 bis 30 Fotos und lade danach regelmäßig neue hoch, zum Beispiel eines pro Woche. Ein professionelles Fotoshooting lohnt sich fast immer, weil du die Bilder gleichzeitig für Website und Social Media nutzen kannst. Mehr dazu, warum gute Bilder bei Dienstleistungen so viel ausmachen, steht in Komplett ausgebucht als lokales Unternehmen.

Hier muss ich einen Tipp aus einer früheren Version dieses Artikels korrigieren. Dort stand, man könne KI-Bilder hochladen und die Metadaten entfernen, damit Google es nicht merkt. Davon rate ich ab. Ein KI-Bild von einem Team, das es so nicht gibt, oder von einem Bad, das du nie renoviert hast, zeigt Kunden etwas Falsches. Das widerspricht dem Gedanken der realistischen Darstellung. Und wenn ein Kunde beim ersten Termin merkt, dass es bei dir ganz anders aussieht, hast du sein Vertrauen verloren, bevor du angefangen hast.

Beiträge: einmal pro Woche

Mit Beiträgen (Google Posts) kannst du in deinem Profil Neuigkeiten, Angebote und Tipps veröffentlichen. Ich empfehle einen Beitrag pro Woche, also rund 52 im Jahr. Das zeigt Interessenten, dass dein Unternehmen aktiv ist. Und du kannst die Begriffe verwenden, unter denen du gefunden werden willst.

Diese vier Arten von Beiträgen funktionieren gut:

  • Angebote: zum Beispiel ein Frühjahrs-Check für Klimaanlagen oder ein Termin-Kontingent für Neukunden

  • Tipps: zum Beispiel „So beugst du verstopften Abflüssen vor“

  • Einblicke: das Team bei der Arbeit, ein neues Gerät, ein abgeschlossenes Projekt

  • Saisonales: Wintertipps gegen gefrorene Leitungen, Öffnungszeiten an Feiertagen, ein Stand auf dem Stadtfest

Mit einer KI kannst du dir einen Plan für das ganze Jahr vorschreiben lassen. Ein Prompt dafür kann so aussehen: „Erstelle 52 Beiträge für das Google Business Profil von [Name], einem [Branche] in [Stadt]. Je 13 Angebote, Tipps, Einblicke und saisonale Beiträge, passend zu den Jahreszeiten. Jeder Beitrag hat 80 bis 150 Wörter und endet mit einer klaren Handlungsaufforderung.“ Die Texte liest du danach selbst durch und passt sie an. Fotos nimmst du aus deinem eigenen Bestand.

Eine Sache noch: Schreib keine Telefonnummer in den Beitragstext. Google schreibt in den Inhaltsrichtlinien für Beiträge, dass Beiträge mit nicht bestätigten Kontaktdaten unter Umständen entfernt werden. Nutze stattdessen den Button „Jetzt anrufen“. Der verwendet automatisch die bestätigte Nummer aus deinem Profil.

Bewertungen sammeln und jede beantworten

Bewertungen sind laut Google Teil der Bekanntheit. Mehr Bewertungen und bessere Noten können also dein lokales Ranking verbessern. Und sie entscheiden mit, ob ein Interessent dich anruft oder den nächsten Eintrag.

Bewertungen kommen aber nicht von allein. Die meisten zufriedenen Kunden denken einfach nicht daran. Deshalb fragst du aktiv, am besten persönlich, direkt nachdem der Kunde bekommen hat, wofür er gekommen ist. Wie du daraus ein festes System mit Bewertungslink und QR-Code machst, zeige ich in Mehr Google-Bewertungen: Das System. Wie du Bewertungsanfragen automatisch verschickst, steht in Bewertungen und Weiterempfehlungen automatisieren. Dort erkläre ich auch, warum du für Bewertungs-E-Mails eine Einwilligung brauchst und warum alle Kunden denselben Google-Link bekommen sollten, auch die unzufriedenen.

Genauso wichtig: Beantworte jede Bewertung, positive wie negative. Google schreibt, dass hilfreiche Antworten dir helfen können, dich von der Konkurrenz abzuheben. Bei positiven Bewertungen bedankst du dich persönlich und gehst kurz auf das ein, was der Kunde geschrieben hat. Bei negativen Bewertungen bleibst du ruhig, entschuldigst dich für die schlechte Erfahrung und bietest eine Lösung an.

Das ist die eine Aufgabe, die ich nicht abgeben würde. Antworten von dir persönlich wirken anders als Standardtexte einer Agentur. Interessenten lesen die Antworten auf negative Bewertungen oft genauer als die Bewertung selbst.

Schritt 2: Die Website auf dein Profil abstimmen

Deine Website ist die Vertiefung deines Profils. Im Profil sieht der Interessent, dass es dich gibt. Auf der Website entscheidet er, ob er dir vertraut.

Für Local SEO hat die Website zwei Aufgaben. Sie muss Google zeigen, dass du die Leistungen aus deinem Profil wirklich anbietest. Und sie muss Besucher, die über eine dieser Leistungen kommen, zur Anfrage führen. Wie eine Website für lokale Unternehmen Sektion für Sektion aufgebaut ist, habe ich in So sollte die Website deines lokalen Unternehmens aufgebaut sein beschrieben.

Eine Unterseite pro Leistung

Die meisten lokalen Unternehmen haben eine einzige Seite „Leistungen“, auf der alles in einer Liste steht. Das ist für Local SEO ein Fehler.

Warum? Wenn jemand nach „Badsanierung Wiesbaden“ sucht, zeigt Google am liebsten eine Seite, die sich genau mit Badsanierung in Wiesbaden beschäftigt. Eine Seite mit 20 Leistungen in Stichpunkten ist für keine davon die beste Antwort.

Deshalb bekommt jede wichtige Leistung aus deinem Profil eine eigene Unterseite. Der Name der Leistung im Profil und die Überschrift der Unterseite sind identisch. Lokal arbeite ich dabei keywordorientiert, anders als bei bundesweiten Blogartikeln. Oben auf der Seite steht klein die SEO-Überschrift (H1) mit Leistung und Ort, zum Beispiel „Badsanierung in Wiesbaden“. Darunter steht groß die Überschrift für den Menschen, die den Nutzen beschreibt, zum Beispiel „Dein neues Bad in drei Wochen, zum Festpreis“.


Website-Struktur für Local SEO: Startseite, Kategorie-Seiten, Leistungsseiten und Ortsseiten, abgeleitet aus dem Profil

Die Website spiegelt das Profil: Hauptkategorie auf der Startseite, jede Leistung auf einer eigenen Unterseite.


Die Struktur sieht dann so aus: Die Startseite steht für deine Hauptkategorie und deine Stadt. Darunter gibt es, wenn du mehrere Kategorien hast, je eine Seite pro Kategorie. Und darunter die einzelnen Leistungsseiten. Bei Blaq Nexus bauen wir bis zu 20 solcher lokalen Unterseiten ohne Aufpreis, weil sie für lokale Kunden so viel ausmachen.

Ein Beispiel aus einem echten Projekt: Der Footer einer Psychotherapie-Website verlinkt jede Leistung einzeln, sortiert nach Bereichen. Schon an der Zahl der Links siehst du, dass hinter jeder Leistung eine eigene Seite steht.


Footer einer Psychotherapie-Website mit Links zu über 20 Leistungsseiten, gruppiert nach Therapiebereichen

Ein Footer mit über 20 Leistungsseiten: Jede Leistung aus dem Profil hat ihre eigene Unterseite.


Noch ein Punkt, den viele unterschätzen: Auf Unterseiten landen Besucher direkt über Google. Sehr viele von ihnen gehen nie auf die Startseite. Deshalb braucht jede Leistungsseite ihre eigene Kontaktmöglichkeit: einen Button, eine Telefonnummer, ein kurzes Formular. Eine Leistungsseite ohne Kontaktweg ist eine Sackgasse.

Was auf eine gute Leistungsseite gehört

Eine Leistungsseite ist kein Lexikon-Eintrag. Sie beantwortet die Fragen, die ein Kunde vor der Anfrage hat. Meistens gehören diese Bausteine dazu:

  • Was genau ist die Leistung, und für wen ist sie gedacht?

  • Wie läuft sie ab, Schritt für Schritt?

  • Was kostet sie ungefähr, oder wovon hängt der Preis ab?

  • Bewertungen oder Projekte von Kunden, die genau diese Leistung gebucht haben

  • Echte Fotos dieser Leistung

  • Häufige Fragen zu genau dieser Leistung

  • Eine klare Kontaktmöglichkeit

Ortsbezüge machen die Seite stärker, wenn sie echt sind: das Einsatzgebiet mit den Stadtteilen, in denen du arbeitest, typische Gegebenheiten vor Ort (zum Beispiel viele Altbauten mit alten Leitungen), Projekte aus der Gegend. Wie du Fragen und Antworten sinnvoll auf Startseite, Unterseiten und Blog verteilst, steht in FAQ auf der Startseite, im Blogartikel oder auf einer eigenen Seite?. Und wie du die Texte so schreibst, dass sich deine Zielgruppe angesprochen fühlt, zeige ich in Copywriting für deine Website.

Ortsseiten: nur dort, wo du wirklich arbeitest

Darf ich für jeden Nachbarort eine eigene Seite bauen? Das ist eine der häufigsten Fragen. In einer früheren Version dieses Artikels habe ich komplett davon abgeraten. Heute formuliere ich es genauer.

Google beschreibt in seinen Spam-Richtlinien den Missbrauch von Brückenseiten. Ein Beispiel dort sind mehrere Seiten, die auf bestimmte Regionen oder Städte ausgerichtet sind und Nutzer alle zum selben Ziel führen. Also zum Beispiel 30 Seiten „Elektriker in [Ort]“, bei denen nur der Ortsname ausgetauscht wurde. Das ist Spam.

Eine Ortsseite ist dagegen in Ordnung, wenn du in diesem Ort wirklich arbeitest und die Seite dort auch wirklich etwas Eigenes zeigt. Meine Faustregel: Mindestens die Hälfte des Inhalts unterscheidet sich von deinen anderen Ortsseiten. Zum Beispiel Projekte und Bewertungen von Kunden aus diesem Ort, Anfahrt und Einsatzgebiet, Besonderheiten vor Ort. Kannst du das nicht füllen, lass die Ortsseite weg.

Das Gleiche gilt für Stadtteile in großen Städten. Eine Seite „Physiotherapie in Berlin-Pankow“ ist sinnvoll, wenn deine Praxis in Pankow ist oder du dort Hausbesuche machst. Eine Seite für jeden der zwölf Berliner Bezirke, ohne dass du dort tätig bist, ist es nicht.

Title, H1 und Meta-Description

Diese drei Elemente sieht Google zuerst. Für jede Seite gilt:

  • H1: die Hauptüberschrift. Auf der Startseite Hauptkategorie plus Ort, zum Beispiel „Sanitärbetrieb in Wiesbaden“. Auf Leistungsseiten der exakte Name der Leistung aus dem Profil plus Ort.

  • Title: der blaue Titel in den Suchergebnissen. Unter 60 Zeichen, Leistung und Ort vorne, zum Beispiel „Rohrreinigung Wiesbaden | Sanitär Müller“.

  • Meta-Description: der kurze Text darunter, ungefähr 140 bis 155 Zeichen. Er beschreibt, was der Besucher auf der Seite bekommt, zum Beispiel „Verstopfter Abfluss in Wiesbaden? Wir kommen oft noch am selben Tag und nennen vorher einen Festpreis. Jetzt anrufen oder Termin anfragen.“

Eine Sache, die in alten SEO-Ratgebern oft steht: eine Keyword-Dichte von 1 bis 2 Prozent. Darauf würde ich nicht achten. Google nennt in den Spam-Richtlinien „überflüssige Keywords“ ausdrücklich als Spam, und als Beispiel ausgerechnet Textblöcke mit Städten und Regionen, für die eine Seite ranken möchte. Schreib so, dass ein Mensch die Seite gern liest. Die wichtigen Begriffe kommen dann von allein vor.

Schema-Markup: LocalBusiness

Schema-Markup ist ein Stück Code im Hintergrund deiner Website. Es sagt Suchmaschinen in einer festen Form: Das ist ein Unternehmen, so heißt es, hier ist es, so ist es erreichbar.

Google beschreibt in seiner Dokumentation zu LocalBusiness, welche Angaben dazugehören. Pflicht sind Name und Adresse. Empfohlen sind unter anderem die Geo-Koordinaten, die Öffnungszeiten und die Telefonnummer mit Vorwahl. Diese Angaben sind natürlich identisch mit denen in deinem Profil.

So gehst du vor:

  1. Lass dir das Markup von einer KI erstellen. Ein Prompt dafür: „Erstelle mir JSON-LD-Markup vom Typ LocalBusiness für [Name], einen [Branche] in [Adresse]. Telefon: [Nummer], Öffnungszeiten: [Zeiten], Geo-Koordinaten: [Breite, Länge]. Ergänze die Leistungen [Liste] als Angebot.“

  2. Prüf jede Angabe im Ergebnis. Name, Adresse und Telefonnummer müssen exakt so geschrieben sein wie im Profil.

  3. Füge den Code in den Head-Bereich deiner Website ein. In Framer geht das in den Seiteneinstellungen unter „Custom Code“.

  4. Teste die Seite mit dem Test für Rich-Suchergebnisse von Google und behebe kritische Fehler.

Früher stand hier ein Umweg über ein anderes Tool. Den brauchst du nicht mehr. Google verweist selbst auf den Test für Rich-Suchergebnisse.

Kern-Leistungen auf der Startseite

Die Details zu jeder Leistung stehen auf den Unterseiten. Trotzdem sollten deine wichtigsten Leistungen auch auf der Startseite vorkommen, in einer kurzen Sektion mit je einer Überschrift, zwei, drei Sätzen und einem Link zur jeweiligen Unterseite.

Das hat zwei Vorteile. Besucher der Startseite sehen sofort, was du anbietest, und kommen mit einem Klick zur passenden Seite. Und Google erkennt über die Links, welche Unterseiten dir besonders wichtig sind. Wie du die einzelnen Sektionen der Startseite aufbaust, steht in Website-Aufbau für Unternehmen: Sektion für Sektion erklärt.

KI für die Texte der Unterseiten

Bei 20 Unterseiten ist das Schreiben die meiste Arbeit. Eine KI kann dir dabei helfen, einen ersten Entwurf zu erstellen. Damit das Ergebnis brauchbar wird, braucht die KI aber echte Informationen von dir: Wie läuft die Leistung bei dir ab? Was kostet sie? Welche Fragen stellen deine Kunden immer wieder? Was unterscheidet dich von anderen?

Ein Prompt kann so aussehen: „Schreibe den Text für eine Unterseite zur Leistung [Name aus dem Profil] für einen [Branche] in [Stadt]. Die H1 lautet ‚[Leistung] in [Stadt]‘. Nutze diese Informationen: [Ablauf, Preise, Kundenfragen, Besonderheiten]. Schreib einfach und konkret, ohne Werbesprache.“

Den Entwurf überarbeitest du danach selbst. Ohne deine Informationen schreibt eine KI für jeden Sanitärbetrieb ungefähr den gleichen Text. Damit hebst du dich nicht ab. Wo KI beim Website-Bau wirklich hilft und wo nicht, habe ich in 5 sinnvolle Einsatzbereiche für KI beim Website-Bau beschrieben.

Sitemap in der Search Console einreichen

Wenn du neue Unterseiten angelegt hast, reich deine Sitemap in der Google Search Console ein oder prüfe, ob sie schon eingetragen ist. So findet Google die neuen Seiten schneller. Framer erstellt die Sitemap automatisch unter deine-domain.de/sitemap.xml.

Was du vor dem Go-live einer neuen Website sonst noch prüfen solltest, steht in der Website-Launch-Checkliste. Und was du danach regelmäßig aktualisieren solltest, in Website-Pflege: Was du regelmäßig aktualisieren solltest.

Schritt 3: Lokale Links und Einträge aufbauen

Links von anderen Websites auf deine Seite sind laut Google ein Teil der Bekanntheit. Für lokale Unternehmen sind vor allem Links aus der eigenen Region wertvoll. Ein Link von der Website des örtlichen Sportvereins sagt mehr über dein Unternehmen in deiner Stadt als ein Link von einem beliebigen Blog aus Hamburg.

Qualität geht dabei vor Menge. Zehn echte Einträge bei Kammer, Verein und Lokalzeitung sind mehr wert als hundert gekaufte Links von Seiten, die niemand kennt. Gekaufte Links verstoßen außerdem gegen Googles Spam-Richtlinien.


Lokale Link-Quellen nach Aufwand: Verzeichnisse, Kammer, Vereine und Sponsoring, lokale Presse, Hochschulen

Starte mit den einfachen Einträgen und arbeite dich zu den aufwendigeren Quellen vor.


Ich gehe die Quellen jetzt in dieser Reihenfolge durch.

Branchenverzeichnisse und Bing Places

Branchenverzeichnisse sind der einfachste Einstieg. Die Einträge sind meist kostenlos und in einer Stunde erledigt. Diese Plattformen würde ich in Deutschland prüfen:

  • Gelbe Seiten, Das Örtliche und 11880.com

  • meinestadt.de und golocal.de

  • Yelp, Cylex, Hotfrog und kennstdueinen.de

  • Apple Maps über Apple Business Connect

  • Bing Places for Business

Bing Places würde ich nicht vergessen. Microsoft Copilot nutzt für seine Websuche Bing. Microsoft schreibt dazu, dass Copilot aus deiner Frage eine kurze Suchanfrage erstellt und sie an Bing schickt. Wenn du willst, dass KI-Assistenten dich empfehlen, sollten deine Daten also auch dort stimmen. Mehr zur Sichtbarkeit in KI-Antworten steht in meinem Leitfaden zu GEO (Generative Engine Optimization).

Bei allen Einträgen gilt wieder: Name, Adresse und Telefonnummer exakt so wie im Profil.

IHK und Handwerkskammer

Wenn du ein Gewerbe betreibst und gewerbesteuerpflichtig bist, bist du nach § 2 IHK-Gesetz Mitglied deiner IHK. Handwerksbetriebe gehören zur Handwerkskammer, mit nicht handwerklichen Betriebsteilen zusätzlich zur IHK. Freiberufler wie Psychotherapeuten oder Steuerberater sind dagegen meist Mitglied in ihrer jeweiligen Berufskammer.

Viele Kammern führen Online-Verzeichnisse ihrer Mitglieder, zum Beispiel Betriebssuchen oder Therapeutensuchen. Frag bei deiner Kammer nach, ob es ein solches Verzeichnis gibt und wie du dort mit Link zu deiner Website eingetragen wirst. Das kostet meistens nur eine E-Mail.

Vereine, Organisationen und Sponsoring

Lokale Vereine und Organisationen nennen ihre Sponsoren und Partner oft auf ihrer Website. Das gilt für Sportvereine, Fördervereine von Schulen, Serviceclubs wie Rotary oder Lions und lokale Unternehmerverbände.

So gehst du vor:

  1. Schreib eine Liste mit Vereinen und Organisationen in deiner Stadt, die zu deiner Zielgruppe passen. Ein Physiotherapeut passt zum Sportverein, eine Kinderzahnärztin zum Förderverein der Grundschule.

  2. Schau auf deren Websites, ob es eine Seite mit Sponsoren oder Partnern gibt.

  3. Frag nach Möglichkeiten: Trikotsponsoring, Unterstützung eines Turniers, Mitgliedschaft.

  4. Frag ausdrücklich, ob du mit Link auf deine Website genannt wirst.

Das kostet Geld. Ich würde es aber nicht als reinen Link-Kauf sehen. Du lernst Menschen aus deiner Stadt kennen, und viele lokale Unternehmen leben von Empfehlungen. Wie du mit anderen Unternehmen aus deiner Umgebung gegenseitig Kunden gewinnst, beschreibe ich in Affiliate-Partner vor Ort finden.

Lokale Events

Stadtfeste, Weihnachtsmärkte, Laufveranstaltungen und Kulturfestivals suchen oft Sponsoren und nennen sie auf ihrer Website. Frag beim Stadtmarketing oder beim Kulturamt deiner Stadt nach, welche Veranstaltungen Unterstützer suchen.

Wähle Events, auf denen deine Zielgruppe ist. Und nutze das Event gleich doppelt: Ein Beitrag in deinem Google-Profil („Wir sind dieses Jahr Partner beim Stadtlauf“) ist eine gute Gelegenheit für einen Einblick-Beitrag.

Lokale Presse

Ein Artikel in der Lokalzeitung oder auf einem regionalen Nachrichtenportal bringt dir oft einen Link und gleichzeitig Aufmerksamkeit bei Menschen aus deiner Stadt.

Journalisten brauchen dafür eine Geschichte, keine Werbung. Gute Anlässe sind zum Beispiel ein Jubiläum, eine Neueröffnung, ein Ausbildungsplatz, ein ungewöhnliches Projekt oder eine Aktion für die Nachbarschaft. Schau dir vorher an, welche Themen die Wirtschafts- oder Lokalredaktion üblicherweise bringt, und schreib eine kurze, sachliche E-Mail mit dem Kern der Geschichte.

Bezahlte Unternehmensporträts sind auch eine Möglichkeit. Achte dabei darauf, ob der Link auf deine Website wirklich gesetzt wird.

Hochschulen und Schulen

Hochschulen und Schulen haben oft sehr starke Websites. Möglichkeiten für einen Kontakt sind Praktikumsplätze, Vorträge in der Berufsorientierung, Firmenkontaktmessen oder ein Deutschlandstipendium.

Beim Deutschlandstipendium finanzierst du als Förderer 1.800 Euro im Jahr, also 150 Euro im Monat, und der Bund verdoppelt den Betrag. Das beschreibt zum Beispiel die Universität Regensburg auf ihrer Seite für Förderer. Ob und wo die Hochschule ihre Förderer nennt, ist unterschiedlich. Frag vorher nach. Ich würde so etwas ohnehin nur machen, wenn du die Idee dahinter gut findest. Der Link ist dann ein schöner Nebeneffekt.

KI für die Liste deiner Link-Möglichkeiten

Für den Anfang hilft dir eine KI, eine Liste möglicher Quellen in deiner Stadt zu erstellen. Ein Prompt dafür: „Erstelle mir eine Liste mit Möglichkeiten für lokale Backlinks für einen [Branche] in [Stadt]: Vereine, Organisationen, Events, lokale Medien, Bildungseinrichtungen und Branchenverzeichnisse. Nenne für jede Möglichkeit, wie man vorgeht und ob sie kostenlos ist.“

Wichtig: Prüf jeden Eintrag selbst. KI-Modelle erfinden manchmal Vereine oder Websites, die es nicht gibt. Die Liste ist ein Startpunkt, keine fertige Recherche.

Häufige Fehler beim Local SEO

Diese Fehler sehe ich bei Website-Analysen lokaler Unternehmen immer wieder. Die meisten kosten nichts, außer ein bisschen Zeit, um sie zu beheben.

  • Keywords im Unternehmensnamen: „Zahnarzt Müller – Implantate Köln günstig“ verstößt gegen die Google-Richtlinien und kann zur Sperrung führen.

  • Zu viele Kategorien: neun Nebenkategorien, von denen nur zwei wirklich passen.

  • Eine Leistungsseite für alles: 20 Leistungen in einer Liste statt 20 eigener Unterseiten.

  • Unterschiedliche Daten: alte Adresse in Verzeichnissen, verschiedene Schreibweisen der Telefonnummer.

  • Unbeantwortete Bewertungen: Gerade negative Bewertungen ohne Antwort schrecken Interessenten ab.

  • Ortsseiten mit ausgetauschtem Ortsnamen: Das sind Brückenseiten und damit Spam.

  • Unterseiten ohne Kontaktmöglichkeit: Besucher, die über Google direkt auf einer Leistungsseite landen, finden keinen Weg zur Anfrage.

  • Falsche Bilder: KI-Fotos von Teams oder Projekten, die es nicht gibt.

Wie viele Anfragen eine Website mit solchen Fehlern kostet und wie du sie findest, steht ausführlicher in Die 5 häufigsten Website-Fehler, die Anfragen kosten.

Selbst umsetzen oder umsetzen lassen?

Du kannst alles in diesem Leitfaden selbst umsetzen. Das Google Business Profil ist in einem Tag eingerichtet, die laufende Pflege dauert vielleicht 20 Minuten pro Woche. Aufwendiger sind die Website mit den Unterseiten und der Aufbau der Links.

Wenn du einen Dienstleister beauftragst, braucht er von dir:

  • Manager-Zugriff auf dein Google Business Profil. Du bleibst Inhaber, der Dienstleister bekommt nur eine Rolle, die du jederzeit wieder entfernen kannst.

  • Eine schriftliche Beauftragung, was genau er in deinem Namen tun darf.

  • Alle Informationen: Leistungen, Preise, Öffnungszeiten, Einzugsgebiet, Fotos und die Fragen, die Kunden dir immer wieder stellen.

Was ich nie abgeben würde: das Beantworten von Bewertungen. Das sollte von dir kommen. Ob sich eine professionelle Website für dich lohnt oder du sie selbst baust, kannst du mit Website selbst erstellen oder erstellen lassen? abwägen. Was eine Website ungefähr kostet, steht in Was kostet es, eine Website erstellen zu lassen?.

Fazit

Local SEO ist kein Hexenwerk. Es ist eine Reihe von Aufgaben, die du einmal sauber erledigst und dann regelmäßig pflegst.

Das Google Business Profil ist dein wichtigstes Werkzeug: passende Kategorien, 20 bis 30 Leistungen mit Beschreibung, echte Fotos, ein Beitrag pro Woche und eine Antwort auf jede Bewertung. Die Website spiegelt das Profil: eine Unterseite pro Leistung, Leistung und Ort in Title und H1, LocalBusiness-Schema und eine Kontaktmöglichkeit auf jeder Seite. Name, Adresse und Telefonnummer sind überall gleich. Und nach und nach kommen Links aus deiner Region dazu.

Wenn du nur eine Sache aus diesem Artikel heute umsetzt, dann diese: Öffne dein Google Business Profil und vergleiche jede Leistung dort mit deiner Website. Jede Leistung ohne eigene Unterseite ist eine Suchanfrage, bei der du gerade nicht gefunden wirst.

Wenn du dir unsicher bist, wo deine Website gerade steht, schauen wir sie uns gern in einer kostenlosen Website-Analyse an.

FAQ

Was ist der Unterschied zwischen Local SEO und normalem SEO?

Beim normalen SEO geht es darum, für Suchanfragen ohne Ortsbezug gefunden zu werden, zum Beispiel mit Blogartikeln. Beim Local SEO geht es um Suchanfragen mit Ortsbezug, also „Elektriker Mainz“ oder „Friseur in der Nähe“. Dort spielen das Google Business Profil, die Entfernung und lokale Signale eine große Rolle.

Wie lange dauert es, bis Local SEO wirkt?

Einfache Änderungen im Profil wie neue Fotos oder Beiträge wirken oft innerhalb weniger Tage. Bei Kategorien, neuen Unterseiten und Links würde ich mit einigen Wochen rechnen. Lokal geht es meist deutlich schneller als bundesweit, weil die Konkurrenz kleiner ist.

Brauche ich für Local SEO überhaupt eine Website?

Ein gutes Google Business Profil bringt dir auch ohne Website Anfragen. Mit einer Website kannst du aber jede Leistung ausführlich erklären, für deutlich mehr Suchanfragen gefunden werden und Vertrauen aufbauen, bevor der Kunde anruft. Für die meisten lokalen Unternehmen würde ich beides empfehlen.

Wie viele Kategorien sollte ich im Google Business Profil wählen?

Eine Hauptkategorie und meistens 2 bis 4 Nebenkategorien. Google empfiehlt selbst, so wenige Kategorien wie möglich zu wählen. Nimm nur Kategorien, die ein eigenständiges Angebot von dir beschreiben.

Darf ich Unterseiten für Nachbarorte erstellen?

Ja, wenn du dort wirklich arbeitest und die Seite echten, eigenen Inhalt für diesen Ort hat, zum Beispiel Projekte und Bewertungen von Kunden aus dem Ort. Seiten, bei denen nur der Ortsname ausgetauscht wurde, wertet Google als Brückenseiten und damit als Spam.

Darf ich KI-Bilder im Google Business Profil verwenden?

Davon rate ich ab, weil Google Wert auf eine realistische Darstellung legt und Kunden sehen sollen, wie es bei dir wirklich aussieht. Für Fotos von Team, Räumen und Arbeit nimmst du echte Bilder. KI kann dir aber beim Schreiben der Beitragstexte helfen.

Wie oft sollte ich Beiträge im Google Business Profil veröffentlichen?

Ich empfehle einen Beitrag pro Woche. Mit einem Jahresplan, den du einmal vorbereitest, dauert das nur wenige Minuten pro Woche. Schreib keine Telefonnummer in den Text, sondern nutze den Anruf-Button.

Was kostet Local SEO?

Wenn du es selbst machst, kostet es vor allem Zeit. Profil und Verzeichniseinträge sind kostenlos. Kosten entstehen für die Website, für Fotos und eventuell für Sponsoring. Für die meisten lokalen Unternehmen ist Local SEO deshalb einer der günstigsten Wege zu neuen Kunden.

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