Eine Website für Psychotherapeuten und Ärzte muss vor allem eines leisten: Vertrauen schaffen, bevor jemand zum Telefon greift. Dafür braucht sie eine klare erste Sektion mit Ort, Leistung und Kostenübernahme, ein echtes Foto von dir, sachliche Texte ohne Werbesprache und eine datenschutzfreundliche Technik. In diesem Leitfaden zeige ich dir Sektion für Sektion, wie so eine Praxis-Website aufgebaut ist, welche Regeln aus Datenschutz, Heilmittelwerbegesetz und Berufsordnung du kennen solltest und wie du sie sichtbar machst, wenn du Selbstzahler oder Privatversicherte behandelst.
Über mich
Ich bin Elias Schweizer, Gründer von Blaq Nexus. Seit 2023 erstelle ich Websites für Unternehmen, darunter viele Psychotherapeuten, Ärzte, Heilpraktiker und Coaches. Ich habe einen M.Sc. in Marketing Management und über 32.000 Websites im deutschsprachigen Raum analysiert. Heute betreuen wir Websites mit zusammen knapp 1 Mio. Besuchern pro Jahr.
Der bekannteste Fall aus dem Gesundheitsbereich ist die Website von Dr. Stemper (Psychologie Berlin). Sie hatte zuletzt 68.000 Besucher in 30 Tagen, hochgerechnet über 800.000 im Jahr (Stand September 2026). Wie wir diese Website mit über 700 Blogartikeln umgezogen haben, ohne Sichtbarkeit zu verlieren, steht in der Fallstudie Mehr Vertrauen als Psychotherapeut in Berlin gewinnen. Einen zweiten Fall, eine Praxis für Kinder- und Jugendpsychotherapie, findest du in Mehr Vertrauen bei Eltern als Kinder- und Jugendpsychotherapeut in Krefeld.
Die Screenshots in diesem Artikel stammen aus einer Muster-Website für eine Psychotherapie-Praxis, die wir gestaltet haben. Namen, Fotos und Angaben darin sind Platzhalter.
Kurz-Antwort: Was braucht eine Website für Psychotherapeuten und Ärzte?
Eine Praxis-Website braucht eine erste Sektion, die Ort, Leistung, Kostenübernahme und einen Anruf-Button zeigt, dazu ein echtes Foto von dir. Darunter folgen deine Schwerpunkte, die Zielgruppe, der Ablauf, eine Über-mich-Sektion, eine FAQ und ein einfacher Kontaktweg. Technisch gilt: Schriften lokal laden, Karten und Videos erst nach Klick, keine Gesundheitsdaten im Formular abfragen. Inhaltlich gilt: sachlich informieren, nicht anpreisen.
Baustein | Was rein gehört | Warum |
|---|---|---|
Erste Sektion | Stadt, Leistung, Kostenübernahme (Kasse, privat, Selbstzahler), Foto, Anruf-Button | Die wichtigsten Fragen sind beantwortet, bevor jemand scrollt |
Schwerpunkte | 4 bis 8 Leistungen, je 2 bis 3 sachliche Sätze | Besucher sehen sofort, ob sie richtig sind |
Ablauf | Erstgespräch, Sitzungslänge, Wartezeit, Absagen | Nimmt Unsicherheit und spart Telefonate |
Über mich | Werdegang, Approbation, Verfahren, Kammer | Menschen wählen eine Person, nicht „eine Praxis“ |
Datenschutz | lokale Schriften, Zwei-Klick-Lösung für Karten und Videos, HTTPS, schlankes Formular | Gesundheitsdaten sind besonders geschützt (Art. 9 DSGVO) |
Werbung | sachlich, ohne Superlative, Garantien oder Vergleiche | Berufsordnung und Heilmittelwerbegesetz |
Sichtbarkeit | Google-Unternehmensprofil, eine Unterseite pro Leistung, bei Selbstzahlern ein Blog | Wer Patienten gewinnen will, muss gefunden werden |
Warum braucht deine Praxis eine Website, auch wenn du ausgebucht bist?
Viele Kassenpraxen sind voll. Laut einer Auswertung der Bundespsychotherapeutenkammer vergehen von der ersten Anfrage bis zum Beginn einer Psychotherapie rund 20 Wochen (BPtK, Studie „Wartezeiten 2018“). Wer so eine Warteliste hat, fragt sich zu Recht: Wozu eine bessere Website?
Meine Antwort: Die Website ist mehr als ein Werkzeug, um neue Patienten zu gewinnen. Sie ist Teil der Erfahrung, die Menschen mit deiner Praxis machen.
Ich denke dabei in Berührpunkten. Das kommt aus dem Service Blueprint, einer Methode, mit der man eine Dienstleistung Schritt für Schritt aufzeichnet. Zum Beispiel: Jemand sucht deinen Namen. Dann sieht er deine Website. Dann ruft er an. Dann sucht er vor dem Erstgespräch die Anfahrt. Später schaut er nach, ob du im August Urlaub hast.

Die Website begleitet Patient*innen an vielen Stellen, vom ersten Suchergebnis bis zur Urlaubsnotiz.
Bei vier von sechs Schritten landet der Mensch auf deiner Website. Wenn sie dort veraltet, unübersichtlich oder schwer zu bedienen ist, färbt das auf den Gesamteindruck ab. Auch wenn deine Behandlung hervorragend ist.
Außerdem entlastet eine gute Website. Fragen zu Kosten, Ablauf, Wartezeit und Absagen beantwortest du einmal sauber auf der Website statt zehnmal am Telefon. Das ist meine Erfahrung aus vielen Praxis-Projekten, und es ist der Grund, warum ich auch voll ausgelasteten Praxen zu einer guten Website rate.
Kassenpraxis, Privatpraxis oder Selbstzahler: Was ändert sich?
Wie wichtig die Website ist, hängt davon ab, wie du abrechnest.
Kassenpraxis: Die Website muss vor allem informieren und entlasten. Neue Patienten kommen ohnehin. Wichtig sind klare Angaben zu Sprechzeiten, Wartezeit und Ablauf.
Privatpraxis und Selbstzahler: Hier ist die Website oft der wichtigste Weg zu neuen Patienten. Sichtbarkeit bei Google lohnt sich.
Heilpraktiker für Psychotherapie: Ähnlich wie Selbstzahler, nur mit eigenen Regeln bei der Berufsbezeichnung. Die Bezeichnung „Psychotherapeut“ ist approbierten Behandlern vorbehalten.
Was die vier Abrechnungsmodelle für Texte und Aufbau bedeuten, habe ich im Fall Dr. Stemper ausführlich mit Quellen erklärt. Wie ein Gesundheitsunternehmen ohne bezahlte Werbung ausgelastet wird, steht in Komplett ausgebucht als Unternehmen in der Gesundheitsbranche.
Welche Regeln gelten für eine Praxis-Website?
Bevor es um Design geht, kommen die Regeln. Eine Praxis-Website unterliegt mehr Vorgaben als die Website eines Handwerkers. Wichtig vorab: Ich bin kein Anwalt. Das Folgende fasst öffentlich zugängliche Quellen und meine Erfahrung zusammen und ist keine Rechtsberatung. Verbindlich sind die Gesetze und die Berufsordnung deiner Kammer.
Datenschutz: Warum Gesundheitsdaten besonders geschützt sind
Gesundheitsdaten gehören zu den besonderen Kategorien personenbezogener Daten. Ihre Verarbeitung ist grundsätzlich untersagt, außer eine der Ausnahmen in Art. 9 DSGVO greift, zum Beispiel eine ausdrückliche Einwilligung.
Verstöße gegen diese Regeln gehören zu den teuersten Datenschutzverstößen. Art. 83 Abs. 5 DSGVO sieht dafür Geldbußen von bis zu 20 Mio. Euro oder 4 % des weltweiten Jahresumsatzes vor, je nachdem, was höher ist (Art. 83 DSGVO). Eine kleine Praxis wird so eine Summe kaum treffen. Aber es zeigt, wie ernst der Gesetzgeber das Thema nimmt.
Für deine Website heißt das: Je weniger sensible Daten über die Website laufen, desto besser.
Die häufigsten Datenschutzfehler auf Praxis-Websites
Diese Fehler sehe ich bei Praxis-Websites immer wieder. Fast alle lassen sich in einer Stunde beheben.
Google Fonts werden von Google-Servern geladen. Dabei wird die IP-Adresse des Besuchers an Google übertragen. Das Landgericht München I hat einem Website-Besucher deshalb 100 Euro Schadensersatz zugesprochen, weil Google Fonts auch ohne Verbindung zu Google-Servern genutzt werden können (LG München I, Urteil vom 20.01.2022, 3 O 17493/20). Lösung: Schriften lokal auf deinem Server oder in deinem Website-Baukasten hosten.
Google Maps lädt sofort. Lösung: eine Zwei-Klick-Lösung. Die Karte erscheint erst, wenn der Besucher auf einen Hinweis klickt.
YouTube-Videos sind direkt eingebettet. Gleiches Problem, gleiche Lösung. Oder du verlinkst das Video nur.
Buchungs- und Bewertungs-Widgets (zum Beispiel von Arztportalen) laden beim Seitenaufruf Daten nach. Lösung: Schutzscreen davor oder nur ein Link auf das Portal.
Keine HTTPS-Verschlüsselung. Erkennbar am fehlenden Schloss in der Adresszeile. Bei den meisten Anbietern lässt sich das kostenlos aktivieren.
Kein Datenschutz-Hinweis am Formular. Lösung: ein kurzer Hinweis mit Link auf die Datenschutzerklärung, bei Bedarf eine Checkbox zur Einwilligung.
Das Formular fragt nach Diagnosen oder Symptomen. Lösung: nur Name, Kontaktweg, Versicherungsart und eine freie Nachricht. Gesundheitliches gehört ins persönliche Gespräch.
Formularanfragen landen unverschlüsselt in einem Gratis-Postfach. Lösung: einen datenschutzfreundlichen E-Mail-Anbieter nutzen und das Thema mit deinem Datenschutzbeauftragten klären.
Wie du die einzelnen Punkte prüfst, zeige ich mit Screenshots in Website für Psychotherapeuten und Ärzte: der A-Z-Plan zur Optimierung. Eine allgemeine Prüfliste vor dem Livegang findest du in der Website-Launch-Checkliste.
Impressum: Was das Digitale-Dienste-Gesetz verlangt
Ältere Ratgeber nennen für das Impressum noch das Telemediengesetz. Heute steht die Pflicht in § 5 DDG. Für Praxen ist ein Punkt besonders wichtig: Bei reglementierten Berufen gehören die zuständige Kammer, die gesetzliche Berufsbezeichnung und die berufsrechtlichen Regelungen ins Impressum, und zwar leicht erkennbar und unmittelbar erreichbar. Auch die Muster-Berufsordnung der Psychotherapeuten verweist ausdrücklich darauf, dass eine Internetpräsenz das Digitale-Dienste-Gesetz einhalten muss (§ 23 Abs. 4).
Heilmittelwerbegesetz: Was du über Behandlungen sagen darfst
Das Heilmittelwerbegesetz (HWG) gilt für Medikamente und auch für Werbung für Behandlungen. Zwei Regeln sind für deine Website besonders wichtig.
Erstens: keine Erfolgsversprechen. Nach § 3 HWG ist Werbung irreführend, wenn sie fälschlich den Eindruck erweckt, ein Erfolg könne mit Sicherheit erwartet werden. Sätze wie „Garantierte Besserung in 10 Sitzungen“ oder „98 % unserer Patienten sind beschwerdefrei“ gehören deshalb nicht auf deine Website.
Zweitens: Vorsicht mit Äußerungen Dritter. § 11 Abs. 1 Nr. 11 HWG verbietet außerhalb der Fachkreise Werbung mit Dank-, Anerkennungs- oder Empfehlungsschreiben, wenn sie missbräuchlich, abstoßend oder irreführend erfolgt. Nr. 3 derselben Vorschrift betrifft die Wiedergabe von Krankengeschichten unter ähnlichen Voraussetzungen.
Eine Korrektur zu einer früheren Fassung dieses Artikels: Hier stand, § 11 HWG verbiete grundsätzlich Werbung mit Gutachten, Dankschreiben und Vorher-Nachher-Bildern. Das stimmt so nicht mehr. Die Nummern zu Gutachten und Berufskleidung sind weggefallen, und Dankschreiben sind nur noch in den genannten Fällen verboten. Ein ausdrückliches Verbot von Vorher-Nachher-Darstellungen gibt es für operative plastisch-chirurgische Eingriffe. Für eine psychotherapeutische Praxis bleibt die Grundregel trotzdem gleich: sachlich bleiben.
Berufsordnung: Sachlich informieren statt anpreisen
Zusätzlich gilt die Berufsordnung deiner Kammer. Die Muster-Berufsordnung der Bundespsychotherapeutenkammer erlaubt es, auf die eigene Tätigkeit werbend hinzuweisen. Die Werbung muss sich aber in Form und Inhalt auf die sachliche Vermittlung des Angebots beschränken. Anpreisende, irreführende oder vergleichende Werbung ist unzulässig (§ 23 Abs. 3 Muster-Berufsordnung der BPtK). Für Ärzte steht dasselbe Prinzip in § 27 der Muster-Berufsordnung der Bundesärztekammer.
Was „anpreisend“ heißt, erklärt die Psychotherapeutenkammer NRW. Als Beispiele nennt sie Superlative, eine marktschreierische Art, Eigenlob, die Bezugnahme auf Empfehlungsschreiben und Danksagungen sowie „Eyecatcher“. Als Richtschnur gilt: Werbung ist anpreisend, wenn ihre Aufmachung nichts mehr mit der Sachinformation zu tun hat (PTK NRW, Leitfaden zur Außendarstellung).

Superlative, Garantien, Vergleiche und Verknappung wirken anpreisend. Sachliche Angaben sind unproblematisch.
Der Leitfaden nennt außerdem Referenzen und Sonderangebote unter den Maßnahmen, die in der Regel als verboten gelten. Er sagt aber auch offen, dass viele dieser Punkte umstritten sind und die Bewertung tendenziell liberaler wird. Prüfe die Berufsordnung deiner Landeskammer. Sie ist online abrufbar, und die Kammern beantworten Fragen dazu.
Patientenstimmen und Google-Bewertungen
Patientenstimmen sind bei Coaches oder Handwerkern ein starkes Mittel. In Gesundheitsberufen ist die Lage heikler. Die Berufsordnung verbietet anpreisende Werbung, und das HWG regelt Äußerungen Dritter.
Mein Rat deshalb: Baue Patientenzitate erst ein, wenn deine Kammer oder eine Anwältin bzw. ein Anwalt das für deinen Fall bestätigt hat. Wenn du Zitate nutzt, dann nur echte, mit Einwilligung, ohne Heilversprechen und mit Blick auf den Ablauf statt auf das Ergebnis.
Google-Bewertungen sammeln ist etwas anderes. Sie stehen in deinem Google-Unternehmensprofil, nicht in deiner Werbung. Wie du ein einfaches System dafür aufbaust, ohne gegen die Google-Richtlinien zu verstoßen, steht in Mehr Google-Bewertungen: das System. Wichtig für Gesundheitsberufe: Schicke allen denselben Bewertungslink und frage nicht vorher, ob jemand zufrieden war. Warum, erkläre ich in Automatisierung für dein Unternehmen.
Welches Website-Tool eignet sich für Psychotherapeuten?
Für eine Praxis-Website brauchst du kein exotisches System. Wichtiger sind ein paar Anforderungen: Schriften lassen sich lokal einbinden, Karten und Videos lassen sich mit Zwei-Klick-Lösung einbauen, die Seiten laden schnell und funktionieren auf dem Handy. Laut StatCounter kamen im September 2026 in Deutschland rund 60 % der Seitenaufrufe von Mobilgeräten (StatCounter). Deine Website muss also zuerst auf dem Smartphone gut aussehen.
Wir bauen unsere Websites mit Framer. Das Design ist hochwertig, die Seiten sind schnell, und Schriften lassen sich lokal einbinden. WordPress ist ebenfalls eine solide Wahl, verlangt aber mehr Pflege bei Plugins und Updates. Wenn du selbst bauen willst, hilft dir Professionelles Webdesign ohne Design-Talent. Ob sich Selbermachen lohnt, vergleiche ich in Website selbst erstellen oder erstellen lassen. Die typischen Probleme selbst gebauter Seiten stehen in 5 Gründe, warum deine selbst erstellte Website dein Business sabotiert.
Mein Rat zum Design: Starte mit einem hochwertigen Template statt bei null. Gute Templates haben Weißraum, saubere Abstände und eine klare Struktur. Achte darauf, dass genug Platz für Text da ist. Therapeuten erklären viel, und das ist gut so. Auf KI-Website-Generatoren würde ich mich bei einer Praxis-Website nicht verlassen, die Gründe stehen in Warum KI (noch) keine guten Websites erstellt.
Aufbau der Startseite: Sektion für Sektion
Die Reihenfolge der Sektionen folgt einer einfachen Logik: Zuerst die Fragen, die jeder Besucher hat. Dann die Details. Den allgemeinen Aufbau, den wir für alle Branchen nutzen, erkläre ich in Website-Aufbau für Unternehmen: Sektion für Sektion erklärt. Für Praxen sieht er so aus:
Erste Sektion (Hero) mit Ort, Leistung, Kostenübernahme, Foto und Anruf-Button
Schwerpunkte
Zielgruppe
Was Patienten erwarten können
Über mich, gerne mit einem kurzen Vorstellungsvideo
Praxisräume
FAQ
Kontakt
Footer
Die erste Sektion: Ort, Leistung, Kostenübernahme
Die erste Sektion entscheidet, ob jemand weiterliest. Wenn ich eine Praxis hätte, würde ich dort vier Dinge unterbringen. Erstens: in welcher Stadt die Praxis ist. Zweitens: was genau ich anbiete. Drittens: wie abgerechnet wird, also Kasse, privat oder Selbstzahler. Viertens: ein Foto von mir.
Dazu kommt ein Button, der auf dem Handy direkt die Telefonnummer wählt. Viele Menschen rufen lieber an, als ein Formular auszufüllen. Wenn du keine Telefonzeiten anbieten kannst, nenne sie klar und biete den Anrufbeantworter an.

Die erste Sektion der Muster-Website: Überschrift, kurzer Text, Foto und ein Button zum Kontakt.
Für die Überschrift gilt: einladend, nicht werbend. Drei Beispiele, die du anpassen kannst:
„Psychotherapie in München: Unterstützung bei Ängsten, Depressionen und Lebenskrisen“
„Praxis für Psychotherapie in Köln: Erwachsene, Privatversicherte und Selbstzahler“
„Ein ruhiger Ort für Ihre Themen: Verhaltenstherapie in Hamburg-Altona“
Nicht passend sind Formulierungen wie „Die beste Therapie in München“ oder „Schnelle Heilung garantiert“. Beides ist anpreisend, das zweite zusätzlich ein Erfolgsversprechen.
Darunter folgen zwei bis drei Sätze, die den Rahmen beschreiben. Zum Beispiel: „Ich begleite Erwachsene, die sich gerade Unterstützung wünschen. Im ersten Gespräch klären wir gemeinsam, ob und wie ich Ihnen helfen kann.“
Ob du auf deine Google-Sterne hinweist, frag am besten bei deiner Kammer nach. Ein Hinweis auf die Gesamtbewertung ohne einzelne Zitate ist zurückhaltender als eingebettete Bewertungen. Eine eindeutige Regel dazu habe ich nicht gefunden.
Zum Foto: Lass ein professionelles Porträt machen. Freundlich, offener Blick, ruhiger Hintergrund oder deine Praxis. Stockfotos anderer Menschen oder Handy-Selfies wirken hier fehl am Platz. Menschen wollen sehen, mit wem sie es zu tun haben. Warum eine gute Überschrift so viel ausmacht, zeige ich an einem echten Beispiel in Website-Optimierung in 19 Minuten.
Schwerpunkte: Wofür du die richtige Ansprechperson bist
Hier zeigst du deine Leistungen als Karten. Vier bis acht reichen. Jede Karte bekommt einen Titel, zwei bis drei sachliche Sätze und einen Link zur passenden Unterseite.
Zum Beispiel:
Einzeltherapie: Unterstützung bei Depressionen, Ängsten, Lebenskrisen und anhaltender Erschöpfung.
Paartherapie: Begleitung bei Konflikten, Kommunikationsproblemen und nach Vertrauensbrüchen.
Traumatherapie: Behandlung nach belastenden Erlebnissen, mit den Verfahren, in denen du qualifiziert bist.
Wichtig ist der Ton. „Unterstützung bei …“ ist informativ. „Endlich frei von …“ verspricht ein Ergebnis. Für Bilder auf den Karten eignen sich ruhige Icons oder Farbflächen. Stockfotos „glücklicher Menschen“ wirken in diesem Umfeld schnell unecht.
Für wen dein Angebot gedacht ist
Diese Sektion spricht die Zielgruppe direkt an. Sie hilft Menschen, sich wiederzuerkennen, ohne dass du werben musst.
Ein Beispieltext: „Meine Praxis richtet sich an Erwachsene, die eine Diagnose erhalten haben oder vermuten, dass sie psychisch stark belastet sind, etwa durch Ängste, depressive Phasen, Burnout, Lebenskrisen oder Beziehungsprobleme. Ich behandle Privatversicherte und Selbstzahler. Gesetzlich Versicherte können unter bestimmten Voraussetzungen eine Kostenerstattung beantragen.“
Die Worte, mit denen Patienten ihr Anliegen beschreiben, findest du übrigens oft in Bewertungen und Foren. Wie du sie systematisch auswertest, steht in Die richtigen Worte für deine Zielgruppe finden. Allgemeine Regeln für Website-Texte findest du in Copywriting für deine Website.
Was Patienten erwarten können
Diese Sektion nimmt Unsicherheit. Hier beschreibst du sachlich, wie die Behandlung bei dir abläuft.

Zielgruppe und Ablauf in der Muster-Website: zwei kurze Sektionen, die viele Fragen vorab beantworten.
Typische Punkte sind das Erstgespräch (Dauer, Kosten), die Länge einer Sitzung, die übliche Frequenz, die aktuelle Wartezeit, Regeln für Absagen und der Hinweis auf die Schweigepflicht. Verzichte auf Zusagen wie „auch kurzfristig möglich“, wenn du sie nicht einhalten kannst. Ehrliche Angaben zur Wartezeit wirken vertrauenswürdiger als vage Formulierungen.
Über mich: Warum Menschen eine Person wählen
In kaum einer Branche ist die Person so wichtig wie in der Psychotherapie. Bevor sich jemand öffnet, will er wissen, ob die Person zu ihm passt.

Die Über-mich-Sektion der Muster-Website: Porträt, Werdegang und Haltung in wenigen Sätzen.
Eine gute Über-mich-Sektion hat vier Teile. Ein persönlicher Einstieg: Warum hast du diesen Beruf gewählt? Dein Werdegang: Studium, Approbation, Verfahren, Zusatzqualifikationen, Kammer. Deine Arbeitsweise: Wie läuft eine Sitzung bei dir? Und ein ruhiger Hinweis auf das Erstgespräch.
Was ich zusätzlich empfehle und in Deutschland kaum eine Praxis macht: ein kurzes Vorstellungsvideo. Eine bis drei Minuten, in denen du sagst, wer du bist, wie du arbeitest und für wen du da bist. Meiner Meinung nach ist das bei den meisten Praxis-Websites die wirksamste einzelne Verbesserung, weil Interessenten deine Stimme und Art erleben, bevor sie anrufen. Das Video sollte mit Zwei-Klick-Lösung eingebunden oder selbst gehostet werden.
Praxisräume
Fotos deiner Praxis nehmen eine weitere Unsicherheit: Wo gehe ich hin, und wie sieht es dort aus? Vier bis sechs Bilder reichen, zum Beispiel Eingang, Wartebereich und Therapieraum. Dazu ein Satz zur Erreichbarkeit mit Bus, Bahn oder Auto und ob die Praxis barrierefrei ist.
Nutze echte Fotos deiner Räume. Ein Bild aus einer fremden Praxis oder ein KI-Bild würde einen falschen Eindruck erwecken.
FAQ: Häufige Fragen vorab klären
Eine FAQ auf der Startseite spart dir Telefonate. Gute Fragen für Praxen sind: Wie läuft das Erstgespräch ab? Was kostet eine Sitzung? Übernimmt meine Krankenkasse die Kosten? Wie lange muss ich warten? Wie oft finden Sitzungen statt? Kann ich Termine absagen? Bieten Sie Videosprechstunden an? Wie wird meine Vertraulichkeit geschützt?
Beantworte jede Frage in zwei bis vier Sätzen. Bei Kosten keine pauschalen Zusagen: Ob eine private Versicherung zahlt, hängt vom Tarif ab. Und bei der Dauer einer Behandlung lieber „das ist sehr unterschiedlich, wir besprechen es im Erstgespräch“ als eine feste Zahl. Ob die FAQ auf die Startseite, in einen Blogartikel oder auf eine eigene Seite gehört, erkläre ich in FAQ: Startseite, Blogartikel oder eigene FAQ-Seite?.
Kontakt: Das Erstgespräch richtig einladen
Die meisten Praxis-Websites enden mit „Buchen Sie hier Ihr kostenloses Erstgespräch“. Das ist nicht falsch. Aber es holt einen Teil der Menschen nicht ab: die, die gar nicht wissen, ob Psychotherapie für sie das Richtige ist.
Ich würde es so formulieren: „Im Erstgespräch klären wir gemeinsam, in welcher Situation Sie gerade sind, ob eine Psychotherapie für Sie sinnvoll ist, wie ich Sie unterstützen könnte und wie lange eine Begleitung voraussichtlich dauern würde.“
Damit passiert Folgendes: Wer unsicher ist, fühlt sich eingeladen, sich trotzdem zu melden. Und jeder weiß vorher, welche Fragen im Gespräch beantwortet werden. Genau das sind die Fragen, die Interessenten am meisten beschäftigen.

Kontakt in der Muster-Website: schlankes Formular, Datenschutz-Hinweis und eine Karte, die erst nach Klick lädt.
Für die Technik gilt: Das Formular bleibt schlank: Kontaktdaten, Versicherungsart, Nachricht. Darunter steht ein Hinweis, keine Gesundheitsdaten in die Nachricht zu schreiben. Wenn du Termine online vergibst, lagere die Buchung zu einem spezialisierten Anbieter aus, der einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung anbietet. WhatsApp kann eine zusätzliche Kontaktmöglichkeit für allgemeine Fragen sein, mit dem klaren Hinweis, dort keine sensiblen Daten zu teilen.
Warum ein Kontaktweg auf jede Seite gehört und nicht bloß ans Seitenende: Viele Besucher kommen über eine Unterseite oder einen Artikel und sehen die Startseite nie. Mehr dazu in Mehr Anfragen: So optimierst du deine Website für mehr Leads.
Footer: Pflichtangaben und Orientierung
Der Footer enthält Impressum und Datenschutzerklärung, deine Kontaktdaten, die wichtigsten Seiten und deine Leistungen. Bei Praxen gehört auch ein Link zur Berufsordnung deiner Kammer dazu, falls du ihn nicht im Impressum führst.

Der Footer der Muster-Website listet alle Leistungen auf und führt so zu den Unterseiten.
Ein Tipp: Liste im Footer deine Leistungen mit Links zu den Unterseiten auf. So findet jeder Besucher von jeder Seite aus zu deinem Angebot.
Navigation: Wenige Punkte, klare Namen
Die Navigation sollte höchstens fünf bis sechs Punkte haben: Startseite, Über mich, Leistungen, Praxis, Kontakt und, bei Selbstzahler-Praxen, ein Blog oder Ratgeber. Dazu ein hervorgehobener Button wie „Erstgespräch anfragen“ oder „Anrufen“.
Benenne die Punkte so, wie Patienten denken. „Leistungen“ versteht jeder. „Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie“ gehört auf die Unterseite, nicht in das Menü. Bei vielen Schwerpunkten hilft ein Untermenü unter „Leistungen“, aber nicht mehr als eine Ebene.
Design: Farben, Schriften und Bilder für Praxis-Websites
Webdesign ist weniger Geschmackssache, als viele denken. Es gibt Prinzipien, die fast immer funktionieren: genug Weißraum, klare Hierarchie, eine Akzentfarbe. Diese Prinzipien erkläre ich in Ist Webdesign wirklich Geschmackssache?.
Farben
Für Praxen haben sich ruhige Farben bewährt. Eine Primärfarbe, eine hellere Abstufung als Akzent und ein heller Hintergrund. Grelle Farben wie Rot oder Orange wirken in diesem Umfeld schnell unruhig. Drei Beispielpaletten:

Drei ruhige Paletten als Ausgangspunkt. Wichtiger als die Farbe ist, dass nur eine davon als Akzent dient.
Nutze die Akzentfarbe sparsam, zum Beispiel nur für Buttons und Links. So weiß der Besucher immer, wo er klicken kann. Achte auf genug Kontrast zwischen Text und Hintergrund, damit auch ältere Menschen alles gut lesen können.
Schriften
Zwei Schriften reichen: eine für Überschriften, eine für den Text. Eine Serifenschrift für Überschriften wirkt warm und seriös, eine serifenlose Schrift für den Fließtext ist gut lesbar. Bewährte Kombinationen sind etwa Merriweather mit Lato oder Playfair Display mit Source Sans. Wichtig ist nicht die Wahl, sondern dass die Schriften lokal geladen werden.
Bilder
Am besten wirken eigene Fotos: du, deine Praxis, deine Räume. Dazu ruhige Flächen, Verläufe oder Naturmotive als Hintergrund. Was nicht funktioniert: Stockfotos lachender Menschen, Klischees wie Couch und Notizblock und zu viele Bilder auf einer Seite. Lieber ein starkes Porträt und viel Weißraum.
SEO für Praxen: So wirst du gefunden
Ob sich Sichtbarkeit lohnt, hängt von deiner Praxis ab. Eine volle Kassenpraxis braucht vor allem ein gepflegtes Google-Unternehmensprofil, damit Patienten Adresse, Telefonnummer und Zeiten finden. Eine Selbstzahler-Praxis profitiert von mehr Aufwand. Bei Psychotherapie suchen viele Menschen in ihrer Stadt nach Hilfe, deshalb ist das Google-Unternehmensprofil hier ein großer Hebel.
Das Google-Unternehmensprofil
Wähle „Psychotherapeut“ (oder deine Fachrichtung) als Primärkategorie. Ergänze passende Sekundärkategorien, zum Beispiel Paartherapie. Schreib eine Beschreibung mit den Wörtern, nach denen Patienten suchen, lade echte Fotos hoch und lege deine Leistungen an. Alle Schritte stehen in der 11-Punkte-Checkliste für dein Google-Unternehmensprofil.
Eine Unterseite pro Leistung
Lege für jede Leistung aus deinem Google-Unternehmensprofil eine eigene Unterseite an, mit Leistung und Stadt im Titel. Hast du im Profil die Leistung „Psychotherapie für Kinder“ definiert, heißt die Unterseite zum Beispiel „Psychotherapie für Kinder in München“. So passen Profil und Website zusammen.
Jede Unterseite erklärt sachlich, worum es geht, für wen das Angebot ist, wie es abläuft und was es kostet. Und jede Unterseite hat einen eigenen Kontaktweg. Wie lokale Sichtbarkeit insgesamt funktioniert, steht im Local-SEO-Leitfaden.
Ein Blog für Selbstzahler-Praxen
Für Selbstzahler-Praxen ist ein Blog oder Ratgeber einer der stärksten Wege zu neuen Patienten. Du hast Fachwissen, das viele Menschen suchen. Und wer deine Artikel liest, lernt dich kennen, bevor er anruft.
Die Website von Dr. Stemper ist das beste Beispiel, das ich kenne: Über 700 Fachartikel bringen inzwischen über 800.000 Besucher im Jahr. Das ist kein Ergebnis von Keyword-Tricks, sondern von Expertise, die über Jahre aufgeschrieben wurde. Ich empfehle bundesweit deshalb keine reine Keyword-Strategie, sondern eine Expertise-Strategie: ein Überthema, darunter Satelliten-Themen und viele Unterartikel. So erkennt Google dich als Experten für dein Gebiet.
Mögliche Themen sind etwa „Wie finde ich einen Therapieplatz?“, „Was passiert im Erstgespräch?“ oder „Was ist der Unterschied zwischen Verhaltenstherapie und tiefenpsychologisch fundierter Therapie?“. Auch für Ratgeberartikel gilt: Heilversprechen und Ferndiagnosen haben dort nichts zu suchen.
Warum sich Bloggen auch neben dem Praxisalltag lohnt, steht in Warum du Blog-Artikel schreiben solltest. Wie ein guter Artikel aufgebaut ist, zeige ich in Der ideale Aufbau eines Blogartikels. Ob du genug Material für einen Blog hast, prüfst du mit dem Selbsttest für Content-Marketing. Ob bundesweites SEO für deine Praxis überhaupt Sinn macht, klärt Bundesweites SEO für lokale Unternehmen. Und wie lange es dauert, bis es wirkt, steht im realistischen Zeitplan für lokales und bundesweites SEO.
Häufige Fehler auf Praxis-Websites
Diese Fehler sehe ich bei Praxis-Websites am häufigsten. Einige davon sind rechtlich riskant, andere kosten nur Vertrauen.
Schriften, Karten oder Videos laden ohne Zustimmung. Das ist der häufigste Datenschutzfehler, und er ist schnell behoben.
Werbender Ton. Superlative, Garantien und „nur noch wenige Plätze“ passen nicht zu einem Gesundheitsberuf.
Formulare fragen nach Symptomen. Kontaktdaten reichen, alles andere gehört ins Gespräch.
Kein Foto. Ohne Gesicht wirkt eine Praxis anonym.
Die erste Sektion beantwortet die wichtigsten Fragen nicht. Ort, Leistung und Kostenübernahme fehlen oder stehen weit unten.
Veraltetes Design. Eine Website, die zuletzt vor zehn Jahren überarbeitet wurde, sieht man das an. Ich empfehle, das Design etwa alle drei Jahre zu prüfen.
Kontakt nur auf der Kontaktseite. Wer über eine Unterseite kommt, muss lange suchen.
Mehr Fehler, die Branchen übergreifend Anfragen kosten, findest du in Die 5 häufigsten Website-Fehler. Was du regelmäßig aktualisieren solltest, steht in Website-Pflege: Was du regelmäßig aktualisieren solltest.
Checkliste: In sechs Schritten zur Praxis-Website
Diese Reihenfolge hat sich bei unseren Praxis-Projekten bewährt. Was du vor dem Start klären solltest, steht ausführlicher in Was du vor der Website-Erstellung klären solltest.
Regeln klären: Berufsordnung der Landeskammer lesen, Impressum nach § 5 DDG vorbereiten, Datenschutzerklärung erstellen lassen.
Technik aufsetzen: Tool und Template wählen, HTTPS aktivieren, Schriften lokal einbinden, Zwei-Klick-Lösung für Karten und Videos.
Inhalte erstellen: Porträt und Praxisfotos, Texte für alle Sektionen, FAQ mit acht bis zehn Fragen, eventuell ein Vorstellungsvideo.
Unterseiten anlegen: eine Seite pro Leistung, jeweils mit Kontaktweg.
Testen: Formular abschicken, auf dem Handy prüfen, Links testen, Schriften-Scanner laufen lassen.
Sichtbar werden: Google-Unternehmensprofil vervollständigen, bei Selbstzahler-Praxen einen Blog starten.
Was kostet eine Website für Psychotherapeuten?
Die Kosten hängen davon ab, ob du selbst baust oder bauen lässt. Wenn du selbst baust, zahlst du vor allem für Website-Tool, Template, Fotos und Rechtstexte, dazu kommt viel eigene Zeit. Lässt du bauen, schwanken die Preise sehr stark. Woran du erkennst, ob ein Preis fair ist, erkläre ich in Gute vs. schlechte Websites. Warum ein hoher Preis kein Qualitätsmerkmal ist, steht in Website für 1.000 Euro vs. 10.000 Euro. Und woran du eine gute Agentur erkennst, in 6 Kriterien für eine gute Webdesign-Agentur.
Bei Blaq Nexus kostet die Website einmalig 360 Euro, fällig erst nach der 30-tägigen Testphase. Dazu kommen 100 Euro im Monat plus Erfolgsbeteiligung, die erst nach sechs bis neun Monaten greift. Alle Details stehen in Was kostet es, eine Website erstellen zu lassen?, unseren Ablauf beschreibt Web-Entwicklung bei Blaq Nexus.
Ob sich das für eine Selbstzahler-Praxis rechnet, zeigt eine einfache Beispielrechnung mit angenommenen Werten. Angenommen, eine Behandlung umfasst 15 Sitzungen à 100 €. Dann bringt ein zusätzlicher Patient 1.500 € Umsatz. Kommt durch die neue Website nur ein Patient im Jahr mehr, ist die Website bereits bezahlt. Das sind Beispielwerte, keine Garantie. Ob eine neue Website in deiner Lage Sinn macht, kannst du mit diesem Entscheidungs-Framework prüfen.
Fazit
Eine gute Praxis-Website ist kein Werbeprospekt. Sie ist ein ruhiger, sachlicher Ort, an dem Menschen in einer schwierigen Lage die wichtigsten Antworten finden: Wo bist du, was bietest du an, wer bist du, wie wird abgerechnet, und wie geht es weiter.
Die Regeln sind klar genug, um sie einzuhalten. Datenschutzfreundliche Technik, ein vollständiges Impressum und sachliche Texte ohne Garantien und Superlative. Wer zusätzlich Selbstzahler oder Privatversicherte gewinnen will, ergänzt ein gepflegtes Google-Profil, Leistungsseiten und einen Blog mit echtem Fachwissen.
Und auch wenn deine Praxis voll ist: Die Website begleitet deine Patienten an vielen Stellen. Sie sollte zu der Qualität passen, die sie in deiner Praxis erleben. Wenn du deine Website prüfen lassen willst, nutze das Formular unter diesem Artikel.
Häufige Fragen zur Praxis-Website
Braucht eine ausgebuchte Kassenpraxis überhaupt eine Website?
Auch eine volle Praxis profitiert davon, nur aus anderen Gründen als eine Selbstzahler-Praxis. Die Website beantwortet Fragen zu Ablauf, Wartezeit und Erreichbarkeit und spart so Telefonate. Außerdem prägt sie den Eindruck, den Patienten von deiner Praxis haben, vom ersten Suchergebnis bis zur Urlaubsnotiz.
Darf ich als Psychotherapeut auf meiner Website werben?
Die Muster-Berufsordnung erlaubt werbende Hinweise auf deine Tätigkeit. Sie müssen aber sachlich sein. Anpreisende, irreführende und vergleichende Werbung ist unzulässig. Verbindlich ist die Berufsordnung deiner Landeskammer.
Darf ich Patientenstimmen auf meiner Praxis-Website zeigen?
Das ist rechtlich heikel. Die Berufsordnung verbietet anpreisende Werbung, und das Heilmittelwerbegesetz regelt Äußerungen Dritter wie Dankschreiben. Kläre das vorher mit deiner Kammer oder einer Anwältin bzw. einem Anwalt. Google-Bewertungen in deinem Unternehmensprofil sind davon getrennt zu sehen.
Welche Angaben gehören ins Impressum einer Praxis?
Neben Name, Anschrift und Kontaktdaten verlangt § 5 DDG bei reglementierten Berufen die zuständige Kammer, die gesetzliche Berufsbezeichnung mit dem Staat, in dem sie verliehen wurde, und die berufsrechtlichen Regelungen samt Zugang. Lass dein Impressum im Zweifel von einem Anwalt oder deiner Kammer prüfen.
Darf mein Kontaktformular nach Symptomen fragen?
Ich rate davon ab. Symptome und Diagnosen sind Gesundheitsdaten und besonders geschützt. Frag im Formular nur Kontaktdaten, Versicherungsart und ein freies Nachrichtenfeld ab, und weise darauf hin, dass Gesundheitliches ins persönliche Gespräch gehört.
Wie viele Unterseiten braucht eine Praxis-Website?
So viele, wie du Leistungen hast, die Menschen gezielt suchen. Für eine Kassenpraxis reichen oft Startseite, Über mich, Leistungen, Praxis und Kontakt. Eine Selbstzahler-Praxis profitiert von einer eigenen Seite pro Leistung, passend zu den Leistungen im Google-Unternehmensprofil.
Lohnt sich ein Blog für eine psychotherapeutische Praxis?
Bei Selbstzahler- und Privatpraxen lohnt er sich oft. Ein Blog zeigt dein Fachwissen, bringt Besucher über Google und baut Vertrauen auf, bevor jemand anruft. Für eine volle Kassenpraxis ist er meist nicht nötig. Auch im Blog gilt das Verbot von Heilversprechen.
Wie lange dauert es, eine Praxis-Website zu erstellen?
Das hängt vor allem davon ab, wie schnell Texte und Fotos fertig sind. Mit einem Template und vorbereiteten Inhalten ist eine Website in wenigen Wochen umsetzbar. Bei uns bekommst du über das Kontaktformular einen kostenlosen, unverbindlichen Erstentwurf in drei Tagen.
*Hinweis: Dieser Artikel ersetzt keine Rechtsberatung. Verbindlich sind die geltenden Gesetze und die Berufsordnung deiner Landeskammer.*


























