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Elias Schweizer

Elias Schweizer

Marketing Management (M.Sc.)

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Letzte Aktualisierung:

Hinweis: Alle Inhalte basieren lediglich auf meiner eigenen Meinung und stellen keine individuelle Beratung (wirtschaftlich, rechtlich, steuerlich, technisch o.ä.) dar. Umsetzung auf eigenes Risiko. Keine Haftung für Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität (soweit gesetzlich zulässig).

Als Praxis ohne Werbung ausgebucht: Google-Profil, Unterseiten und Blog

Komplett ausgebucht als Unternehmen in der Gesundheitsbranche – ohne bezahlte Werbung: So geht's

Wie eine Praxis ohne bezahlte Werbung ausgebucht wird: vollständiges Google-Profil, eine Unterseite pro Leistung, die richtige erste Sektion und ein Blog, wenn du auch per Video behandelst. Mit dem Beispiel Dr. Stemper und den Regeln aus dem Heilmittelwerbegesetz.

Grafik: ausgebuchter Wochenkalender einer Praxis neben einem Gesundheitssymbol

Ki-generiertes Bild

Website für Gesundheitsunternehmen erstellen – nach dem Vorbild der weltbesten Websites

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Elias Schweizer

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Praxen und Gesundheitsunternehmen können ohne bezahlte Werbung ausgebucht sein. Die Website von Dr. Stemper (Psychologie Berlin) hatte zuletzt 136.000 Besucher in zwei Monaten. Er ist nach unserem Stand drei Monate im Voraus ausgebucht und zahlt nichts für Anzeigen. In diesem Artikel zeige ich dir, wie so etwas aufgebaut wird. Schritt für Schritt und mit den Regeln, die in der Gesundheitsbranche gelten.

Über mich

Ich bin Elias Schweizer, Gründer von Blaq Nexus, und habe einen M.Sc. in Marketing Management. Ich habe über 32.000 Websites im deutschsprachigen Raum analysiert. Heute betreuen wir Websites mit zusammen knapp einer Million Besuchern im Jahr.

Die bekannteste davon ist die Website von Dr. Stemper. Sie hat heute 8,2-mal so viele Besucher wie vorher. Hochgerechnet sind das rund 820.000 Besucher im Jahr. In zwölf Monaten kam die Seite auf 18,6 Millionen Impressionen bei Google. Und sie steht bei über 150 Suchbegriffen auf Platz 1.

Außerdem betreuen wir weitere Praxen und Gesundheitsanbieter. Zum Beispiel eine Neurofeedback-Praxis in Berlin, eine Hypnose-Praxis in Konstanz und mehrere Psychotherapeuten. An ihren Websites erkläre ich manche Punkte in diesem Artikel.

Was du aus diesem Artikel mitnimmst

Du erfährst, welche Bausteine eine Praxis braucht, um ohne Werbebudget ausgebucht zu sein. Was in die erste Sektion deiner Website gehört. Wie du dein Google-Unternehmensprofil und deine Unterseiten aufeinander abstimmst. Und wann sich ein Blog für dich lohnt und wann nicht.

Außerdem zeige ich dir, was du als Gesundheitsanbieter in deiner Werbung nicht sagen darfst. Das wird oft vergessen. Und es kann teuer werden.

Kurz-Antwort: Wie wird eine Praxis ohne Werbung ausgebucht?

Mit einem vollständigen Google-Unternehmensprofil, einer Unterseite pro Leistung und einer Website, die in der ersten Sektion die wichtigsten Fragen beantwortet. Bietest du auch Termine per Video an, kommt ein Blog mit ausführlichen Fachartikeln dazu. Alles sachlich, ohne Heilversprechen.


Baustein

Was du tust

Warum es wirkt

Design

Hochwertige, ruhige Website

Patienten schließen vom Auftritt auf deine Arbeit

Erste Sektion

Stadt, Leistung, Abrechnung, Bewertungen, Foto, Anruf-Button

Die wichtigsten Fragen sind sofort beantwortet

Sprache

Die Worte deiner Patienten verwenden

Besucher fühlen sich verstanden

Video

Kurzes Vorstellungsvideo auf der Startseite

Besucher lernen dich kennen, bevor sie anrufen

Google-Profil

Vollständig, mit passenden Kategorien und Bewertungen

Lokale Patienten finden dich

Unterseiten

Eine Seite pro Leistung im Google-Profil

Google zeigt die passende Seite zur Suche

Kontakt

Erstgespräch klar beschreiben, WhatsApp für allgemeine Fragen

Auch Unsichere melden sich

Blog

Ausführliche Fachartikel, wenn du online behandeln kannst

Sichtbarkeit in ganz Deutschland

Recht

HWG und Berufsordnung beachten

Keine Abmahnung, mehr Vertrauen


Die Tabelle fasst den Artikel zusammen. Weiter unten gehe ich jeden Baustein einzeln durch.

Baustein 1: Professionelles Design wirkt auch nach der Behandlung

Wenn ich eine Praxis hätte, würde ich als Erstes in eine professionelle Website investieren. Nicht weil sie schick aussehen soll. Sondern weil Gesundheit eine Dienstleistung ist.

Und bei Dienstleistungen gilt: Der Patient kann vorher kaum beurteilen, wie gut du bist. Also schließt er von dem, was er sieht, auf das, was er nicht sieht. Das ist oft zuerst deine Website.

Das zeigt auch eine Studie von Consumer WebWatch aus dem Jahr 2002. 2.684 Personen bewerteten die Glaubwürdigkeit von Websites, darunter auch Gesundheitsseiten. Das Design wurde in 46,1 Prozent der Kommentare genannt. Häufiger als jeder andere Punkt.

Jeder Berührungspunkt zählt

Ein Patient erlebt deine Praxis lange, bevor er im Behandlungszimmer sitzt. Zuerst sieht er dein Google-Profil. Danach deine Website. Er ruft an oder bucht einen Termin. Es folgen das Erstgespräch und irgendwann die Behandlung. Jeder dieser Momente ist ein Berührungspunkt.

Große Dienstleister zeichnen diese Berührungspunkte in einem sogenannten Service Blueprint auf. Das kannst du auch. Schreib auf ein Blatt Papier, an welchen Stellen ein Patient mit dir in Kontakt kommt. Und frag dich bei jedem Punkt: Wirkt das hier so gut wie meine Arbeit?


Grafik: Berührungspunkte einer Praxis vom Google-Profil über Website und Erstgespräch bis zur Bewertung

Die Website ist einer von vielen Berührungspunkten. Aber oft der erste.


Meine Erfahrung ist: Eine schlechte Website lässt selbst eine gute Behandlung etwas schlechter wirken. Eine gute Website lässt sie etwas besser wirken. Auch im Nachhinein, wenn der Patient die Website noch im Kopf hat.

Ein Beispiel aus unserer Arbeit. Eveline H. betreibt eine Neurofeedback-Praxis in Berlin. Sie hat uns Folgendes berichtet: „Ein Interessent (eine Mutter) kam in meine Neurofeedbackpraxis, weil sie das Webdesign so gut fand.“ Hier kannst du dir die Website ansehen. Wie wir ihre Websites für verschiedene Zielgruppen aufgebaut haben, zeige ich in Mehr Anfragen als Neurofeedback-Anbieter in Berlin.

Warum Design nicht reine Geschmackssache ist, erkläre ich in Ist Webdesign wirklich Geschmackssache?. Die Grundlagen findest du in Die Facetten des Webdesigns. Und woran du eine gute Website erkennst, steht in Gute vs. schlechte Websites.

Baustein 2: Was in die erste Sektion deiner Praxis-Website gehört

Die erste Sektion ist das, was ein Besucher sieht, bevor er scrollt. Viele Praxis-Websites zeigen dort ein Bild vom Wartezimmer und den Satz „Herzlich willkommen“. Das hilft niemandem.

Ein Besucher hat in diesem Moment ein paar ganz konkrete Fragen. Die würde ich alle direkt beantworten:

  • Wo bist du? Die Stadt, am besten auch der Stadtteil.

  • Was bietest du an? Deine Leistung in einem klaren Satz.

  • Wie wird abgerechnet? Kasse, privat versichert oder Selbstzahler.

  • Was sagen andere? Ein Hinweis auf deine Google-Sterne oder Bewertungen auf Arztportalen.

  • Wer bist du? Ein echtes Foto von dir.

  • Wie erreiche ich dich? Ein Anruf-Button, den man auf dem Handy nur antippen muss.

So sieht das vereinfacht aus:


Wireframe der ersten Sektion einer Praxis-Website mit Stadt, Leistung, Abrechnung, Bewertungen, Foto und Anruf-Button

Sechs Fragen, die ein Besucher sofort beantwortet haben will.


Gerade der Anruf-Button wird oft vergessen. Dabei sind die meisten Besucher mobil unterwegs. Laut StatCounter liefen im September 2026 in Deutschland rund 60 Prozent der Seitenaufrufe über Mobilgeräte.

Wie die übrigen Sektionen aussehen, zeige ich in Website-Aufbau für Unternehmen, Sektion für Sektion. Speziell für Praxen gibt es einen eigenen Leitfaden: Die ideale Website für Psychotherapeuten und Ärzte. Eine kürzere Übersicht findest du in Website für Psychotherapeuten und Ärzte.

Baustein 3: Sprich die Sprache deiner Patienten

Fachleute schreiben oft so, wie sie unter Kollegen sprechen. Patienten suchen aber mit ihren eigenen Worten. Niemand googelt „Theta-Wellen-Modulation“. Viele googeln „Kind kann sich nicht konzentrieren“.

Deshalb entwickeln wir die Texte mit drei Methoden:

  1. Review-Mining: Wir lesen Bewertungen in deiner Branche. Welche Wörter benutzen Patienten? Welche Sorgen beschreiben sie?

  2. Konkurrenzanalyse: Wir schauen, wie gute Praxen ihre Zielgruppe ansprechen. Und machen es besser.

  3. Fragebogen: Wir fragen dich gezielt nach deinen Patienten. Du kennst sie besser als jeder Texter.

Das Ziel ist, dass ein Besucher denkt: „Das ist genau für mich.“

Ein Hinweis dazu. Die Sprache der Patienten zu verwenden heißt nicht, ihnen Ergebnisse zu versprechen. „Wenn sich dein Kind schwer konzentrieren kann, erkläre ich dir, wie Neurofeedback abläuft“ ist sachlich. „Bessere Konzentration ohne Medikamente“ klingt dagegen nach einem Erfolgsversprechen. Mehr dazu weiter unten im Abschnitt zum Heilmittelwerbegesetz.

Wie du Bewertungen mit KI auswertest, zeige ich in Die richtigen Worte für deine Zielgruppe finden. Wie du deine Zielgruppe ohne Daten findest, steht in diesem Artikel. Und allgemein zum Schreiben von Website-Texten in Copywriting für deine Website.

Zwei Beispiele aus unserer Arbeit: Für einen Kinder- und Jugendpsychotherapeuten haben wir die Website auf die Eltern ausgerichtet, nicht auf die Kinder. Nachlesen kannst du das in Mehr Vertrauen bei Eltern als Kinder- und Jugendpsychotherapeut. Und für eine Praxis mit internationalen Patienten in Mehr Vertrauen als Psychotherapeut in Berlin.

Baustein 4: Ein Video, in dem du dich vorstellst

Das macht in der Gesundheitsbranche in Deutschland kaum jemand. Meiner Meinung nach ist es aber eine der wirksamsten Maßnahmen für fast jede Praxis-Website.

Nimm ein kurzes Video auf. Du stellst dich vor. Du erklärst, was du machst und für wen. Mehr nicht.

Der Grund ist einfach. Viele Menschen haben Hemmungen, eine Praxis anzurufen. Vor allem bei psychischen Themen. Ein Video nimmt einen Teil dieser Hemmung weg. Der Besucher hat dich gesehen und gehört, bevor er zum Telefon greift.

Zwei Dinge würde ich dabei beachten:

  • Sachlich bleiben. Erzähl, wie du arbeitest. Nicht, was der Patient garantiert erreicht.

  • Datenschutz. Ein eingebettetes YouTube-Video lädt Daten von Google nach. Lade es erst nach einem Klick oder verlinke es nur. Wie das geht, steht in der Website-Launch-Checkliste.

Ein Video ist außerdem der Anfang einer Personenmarke. Und eine Personenmarke ist in der Gesundheitsbranche der einfachste Weg zu einem Alleinstellungsmerkmal. Du bist als Mensch einzigartig. Wer dich in Videos erlebt hat, vergleicht dich nicht mehr nur über den Preis oder die Entfernung.

Baustein 5: Das Google-Unternehmensprofil

Die meisten Patienten suchen eine Praxis in ihrer Nähe. Deshalb ist das Google-Unternehmensprofil für die meisten Gesundheitsanbieter der wichtigste einzelne Baustein.

Google bewertet laut eigener Aussage beim lokalen Ranking vor allem drei Dinge: wie gut dein Profil zur Suche passt, wie nah du am Suchenden bist und wie bekannt du bist. Die Entfernung kannst du nicht ändern. Die anderen beiden schon.

So würde ich vorgehen:

  1. Profil vollständig ausfüllen. Öffnungszeiten, Telefonnummer, Website, Fotos, Beschreibung.

  2. Wenige, präzise Kategorien wählen. Google selbst rät in seinen Richtlinien, so wenige Kategorien wie möglich zu nehmen.

  3. Leistungen anlegen. Jede Leistung, die du anbietest, mit eigenem Namen.

  4. Bewertungen sammeln. Frag zufriedene Patienten. Ohne Gegenleistung, denn Google verbietet in seinen Richtlinien für Beiträge Anreize für Bewertungen.

  5. Auf Bewertungen antworten. Kurz, freundlich und ohne Details zur Behandlung. Die Schweigepflicht gilt auch hier.

Es sind ungefähr 30 kleine Dinge, die nicht schwer sind. Sie müssen nur einmal gemacht werden. Die ganze Liste steht in der 11-Punkte-Checkliste für das Google-Unternehmensprofil. Wie du systematisch an Bewertungen kommst, zeige ich in Mehr Google-Bewertungen: das System. Und den großen Überblick gibt der Local-SEO-Leitfaden.

Baustein 6: Eine Unterseite für jede Leistung

Hier liegt der Hebel, den die meisten Praxen nicht nutzen. Jede Leistung aus deinem Google-Profil bekommt eine eigene Unterseite auf deiner Website. Mit genau demselben Namen und deiner Stadt.

Zum Beispiel: Du hast im Google-Profil die Leistung „Psychotherapie für Kinder“ angelegt. Dann gibt es auf deiner Website eine Seite mit der Überschrift „Psychotherapie für Kinder in München“. Darauf erklärst du ausführlich, wie die Behandlung abläuft, für wen sie gedacht ist, wie abgerechnet wird und was Eltern oft fragen.

Das hat einen einfachen Grund. Google zeigt für eine konkrete Suche gern eine konkrete Seite. Sucht jemand nach „Paartherapie Köln“, passt eine Seite genau zu diesem Thema besser als eine allgemeine Seite „Leistungen“.


Grafik: Jede Leistung aus dem Google-Profil bekommt eine eigene Unterseite mit Leistung und Stadt in der Überschrift

Leistung im Google-Profil und Überschrift der Unterseite passen genau zusammen.


Drei Regeln dazu:

  • Jede Seite mit eigenem Inhalt. Kein Text, der auf allen Seiten fast gleich ist.

  • Nur echte Leistungen. Leg keine Seiten für Leistungen an, die du nicht anbietest.

  • Keine Ortsseiten ohne Standort. Viele fast gleiche Seiten für Städte, in denen du keine Praxis hast, wertet Google als Brückenseiten. Das kann dein Ranking kosten.

Wie viele Unterseiten sinnvoll sind, hängt von deinem Angebot ab. Bei unseren Kunden sind es meist zwischen fünf und 20. Wie wir das bei einer Hypnose-Praxis gemacht haben, steht in Mehr passende Anfragen als Hypnosetherapeut in Konstanz und im Erstgespräch mit der Hypnose-Unternehmerin aus Konstanz.

Baustein 7: Die Kontaktaufnahme so formulieren, dass sich auch Unsichere melden

Fast jede Praxis-Website endet mit demselben Satz: „Buchen Sie hier Ihr kostenloses Erstgespräch.“ Das ist nicht falsch. Aber es holt nur die ab, die schon sicher sind.

Viele Menschen wissen gar nicht, ob sie überhaupt Hilfe brauchen. Oder welche. Die würde ich mit einem anderen Text abholen. Zum Beispiel so:

„Im Erstgespräch klären wir gemeinsam, ob eine Behandlung für Sie sinnvoll ist. Wenn ja, besprechen wir, wie ich Sie unterstützen kann und wie lange das voraussichtlich dauert.“

Damit passiert Folgendes. Wer unsicher ist, merkt: Ich darf mich trotzdem melden. Und wer wissen will, wie lange es dauert, weiß, dass diese Frage im Gespräch beantwortet wird. Der Besucher weiß also, was ihn erwartet. Und das passt zu dem, was er wissen will.

Zwei technische Hinweise:

  • Terminbuchung extern. Ein Klick auf den Button führt zu einem Buchungsanbieter. So landen weniger Daten auf deiner eigenen Website.

  • WhatsApp als zusätzlicher Weg. Aber mit dem klaren Hinweis, dass WhatsApp nur für allgemeine Anfragen gedacht ist. Gesundheitsdaten gehören nicht in einen Messenger. Sie zählen nach Art. 9 DSGVO zu den besonders geschützten Daten.

Wie du die Überschrift über dem Kontaktformular formulierst, erkläre ich in Mehr Anfragen: so optimierst du deine Website. Und welche Fehler Anfragen kosten, steht in Die 5 häufigsten Website-Fehler, die Anfragen kosten.

Baustein 8: Ein Blog lohnt sich vor allem mit Online-Angebot

Ein Blog mit ausführlichen Fachartikeln bringt dir Besucher aus ganz Deutschland. Das ist der Teil, mit dem Dr. Stemper so viele Besucher bekommen hat.

Aber er lohnt sich nicht für jede Praxis. Die Frage ist einfach: Kannst du Patienten helfen, die nicht in deiner Nähe wohnen?

  • Ja, zum Beispiel per Video. Dann ist ein Blog sehr wertvoll. Leser aus ganz Deutschland können deine Patienten werden.

  • Nein, nur vor Ort. Dann erreichst du mit einem Blog viele Menschen, die deine Leistung gar nicht nutzen können. Konzentriere dich dann lieber auf das Google-Profil und die Unterseiten.

Als einfache Entscheidungshilfe:


Entscheidungsbaum: Mit Online-Angebot lohnt sich ein Blog, ohne Online-Angebot zuerst Google-Profil und Unterseiten

Ob sich ein Blog lohnt, entscheidet vor allem dein Angebot.


In der Psychotherapie ist Video heute weit verbreitet. Laut der Kassenärztlichen Bundesvereinigung können Psychotherapeuten fast alle Leistungen der Psychotherapie-Richtlinie per Video anbieten, wenn aus therapeutischer Sicht nichts dagegen spricht. Die erste Sprechstunde und die erste probatorische Sitzung sollen aber möglichst in der Praxis stattfinden. Manchen Patienten ist die Behandlung von zu Hause sogar lieber, weil sie sich dort sicherer fühlen.

So baust du den Blog auf

Wenn du dich für einen Blog entscheidest, würde ich in dieser Reihenfolge vorgehen:

  1. Blog technisch sauber einrichten. Mit eigenen Seitentiteln, Beschreibungen und Autorenangaben.

  2. Themen planen. Ein Überthema, darunter Unterthemen, darunter einzelne Artikel. So zeigst du Google, dass du in deinem Gebiet der Experte bist.

  3. Selbst schreiben oder diktieren. Dein Fachwissen ist der Kern. Ein Texter ohne Ausbildung in deinem Fach kann das nicht ersetzen.

  4. Regelmäßig veröffentlichen. Zum Beispiel zwei Artikel pro Woche, über einen langen Zeitraum.

  5. Jeden Artikel gründlich aufbauen. Mit klarer Überschrift, Einleitung, Erklärung der Fachbegriffe, internen Links und Autorenbox.

Google beschreibt in seinen Hinweisen zu hilfreichen Inhalten, worauf es ankommt. Eigene, originelle Informationen. Erfahrung aus erster Hand. Und Vertrauenswürdigkeit. Bei Gesundheitsthemen achtet Google laut diesen Hinweisen besonders darauf, weil Fehler hier Menschen schaden können.

Dr. Stemper schreibt seine Artikel selbst. Laut ihm braucht er dafür etwa vier Stunden pro Woche. Den Rest übernehmen wir: Einbau ins CMS, technische Optimierung, Verlinkung und Veröffentlichung.

Realistisch bleiben: Bis erste SEO-Ergebnisse sichtbar sind, vergehen bei unseren Kunden meist sechs bis neun Monate. Wie so ein Zeitplan aussieht, steht in Realistischer Zeitplan für Website und SEO.

Ein Blog hat für dich noch weitere Vorteile. Du lernst beim Schreiben selbst dazu, weil du dein Thema von vielen Seiten betrachtest. Aus einem Artikel werden Posts oder ein Videoskript. Und wenn du alle Artikel einer KI gibst, hilft sie dir beim Verlinken und beim Finden von Lücken.

Warum sich Blog-Artikel lohnen, erkläre ich in Warum du Blog-Artikel schreiben solltest. Wie du dauerhaft genug Themen findest, steht in So wirst du zum Blog-Artikel-Profi. Wie ein guter Artikel aufgebaut ist, zeige ich in Der ideale Aufbau eines Blog-Artikels. Ob du genug Wissen dafür hast, prüfst du mit dem Selbsttest für Content-Marketing. Und ob sich bundesweites SEO für ein lokales Unternehmen lohnt, steht in Bundesweites SEO für lokale Unternehmen.

Was du als Gesundheitsanbieter in deiner Werbung nicht sagen darfst

Für Werbung rund um Behandlungen gilt das Heilmittelwerbegesetz (HWG). Und eine Website, die auf deine Leistung hinführt, ist Werbung. Auch ein Blog-Artikel kann dazu gehören. Die wichtigsten Regeln:

  • Keine Erfolgsversprechen. Nach § 3 HWG ist Werbung irreführend, wenn sie fälschlich den Eindruck erweckt, ein Erfolg könne mit Sicherheit erwartet werden. Oder wenn einer Behandlung Wirkungen zugeschrieben werden, die sie nicht hat.

  • Keine irreführenden Patientenstimmen. Nach § 11 HWG ist Werbung mit Äußerungen Dritter unzulässig, wenn sie missbräuchlich, abstoßend oder irreführend erfolgt. Echte, sachliche Bewertungen sind also möglich. Ausgedachte oder geschönte nicht.

  • Keine Angst machen. Ebenfalls nach § 11 HWG sind Aussagen verboten, die nahelegen, dass die Gesundheit leidet, wenn man die Behandlung nicht macht.

  • Fernbehandlung nur bewerben, wenn sie fachlich anerkannt ist. § 9 HWG verbietet Werbung für Fernbehandlung. Ausgenommen ist sie, wenn nach anerkannten fachlichen Standards kein persönlicher Kontakt nötig ist.

Für Psychotherapeuten kommt die Berufsordnung dazu. Die Muster-Berufsordnung der Bundespsychotherapeutenkammer verbietet zum Beispiel vergleichende Werbung. Ein Satz wie „besser als andere Praxen“ hat auf deiner Website also nichts zu suchen.


So lieber nicht

So geht es sachlich

„Nach 10 Sitzungen angstfrei“

„Wie viele Sitzungen sinnvoll sind, besprechen wir im Erstgespräch.“

„Bessere Konzentration ohne Medikamente“

„Ich erkläre dir, wie Neurofeedback abläuft und was Studien dazu zeigen.“

„Wer jetzt nicht handelt, riskiert seine Gesundheit“

„Wenn du unsicher bist, ob du Hilfe brauchst, klären wir das gemeinsam.“

„Die beste Praxis in Köln“

„Psychotherapie für Erwachsene in Köln-Ehrenfeld“


Das ist keine Rechtsberatung. Im Zweifel frag deine Kammer oder einen Anwalt. Meine Erfahrung ist aber: Sachliche Texte wirken in der Gesundheitsbranche ohnehin besser. Patienten wollen verstehen, nicht überredet werden.

Warum ich bezahlte Werbung für Praxen selten empfehle

Bezahlte Werbung kann funktionieren. Für die meisten Praxen würde ich sie aber nicht als Hauptweg wählen.

  • Werbung kostet jeden Monat. Sobald du aufhörst, kommen keine Besucher mehr.

  • Testen kostet zusätzlich. Bis eine Anzeige funktioniert, brauchst du meist mehrere Versuche.

  • Gesundheitswerbung ist eingeschränkt. Die HWG-Regeln gelten auch für Anzeigen.

Ein gepflegtes Google-Profil, gute Unterseiten und Fachartikel funktionieren anders. Du baust etwas auf, das bleibt. Ein Artikel, der heute gut rankt, bringt dir oft noch in Jahren Besucher. Und die Zeit, die du ins Schreiben steckst, macht dich auch fachlich besser.

Für wen sich bezahlte Werbung trotzdem lohnt, erkläre ich in Warum eine gute Website oft die lukrativste Marketing-Investition ist. Welche Methoden ohne Werbebudget funktionieren, steht in Website-Besucher gewinnen ohne teure Werbung und in Die besten Marketing-Methoden für dein Business.

Was du abgeben kannst und was nicht

Eine Sache kannst du nicht abgeben: dein Fachwissen. Alles andere schon.


Aufgabe

Wer sie übernimmt

Fachwissen, Fälle, Haltung

Du

Themen und Keyword-Recherche

Ein SEO-Partner, mit dir abgestimmt

Artikel ins CMS einbauen und veröffentlichen

Ein SEO-Partner

Seitentitel, Beschreibungen, interne Links

Ein SEO-Partner

Hosting und kleine Änderungen an der Website

Ein Webdesigner

Gegenlesen auf Aufbau und Verständlichkeit

Ein Marketing-Experte


Wichtig ist nur: Der Text muss am Ende deine Expertise zeigen. Ein Standard-KI-Text ohne dein Wissen bringt dir bei Gesundheitsthemen wenig. Wie du KI trotzdem sinnvoll nutzt, zeige ich in KI für Blog-Artikel nutzen.

Und noch ein Rat, falls du mit einer Agentur arbeitest: Achte auf eine Absicherung. Zum Beispiel eine Testphase, bevor du den vollen Preis zahlst. Als Unternehmer hast du kein gesetzliches Widerrufsrecht wie ein Verbraucher. Warum ich Garantien für fair halte, steht in Warum jede Webdesign-Agentur eine Geld-zurück-Garantie anbieten sollte. Woran du eine gute Agentur erkennst, zeige ich in 6 Kriterien, an denen du eine gute Webdesign-Agentur erkennst.

Häufige Fehler auf Praxis-Websites

Diese Fehler sehe ich auf Praxis-Websites immer wieder:

  • Keine Abrechnung genannt. Der Besucher weiß nicht, ob du seine Kasse annimmst. Also ruft er nicht an.

  • Kein Anruf-Button auf dem Handy. Die Nummer steht nur klein im Footer.

  • Eine Seite für alle Leistungen. Google findet keine passende Seite zur Suche.

  • Erfolgsversprechen im Text. Das kann gegen das HWG verstoßen und wirkt unseriös.

  • Gesundheitsdaten im Kontaktformular. Das Formular fragt nach Diagnosen, obwohl ein Rückrufwunsch reichen würde.

  • Google-Profil halb ausgefüllt. Es fehlen Leistungen und Fotos, Bewertungen bleiben unbeantwortet.

Welche Fehler Websites allgemein teuer machen, steht in 5 häufige Fehler, die deine Website teuer zu stehen kommen. Und welche Inhalte du regelmäßig pflegen solltest, in Website-Pflege: was du regelmäßig aktualisieren solltest.

Fazit: Ausgebucht als Praxis ist kein Zufall

Der Weg zur ausgebuchten Praxis ohne Werbung besteht aus wenigen Bausteinen:

  1. Design: hochwertig, weil Patienten vom Auftritt auf deine Arbeit schließen.

  2. Erste Sektion: Stadt, Leistung, Abrechnung, Bewertungen, Foto, Anruf-Button.

  3. Sprache: die Worte deiner Patienten, ohne Versprechen.

  4. Video: du stellst dich kurz vor.

  5. Google-Profil: vollständig, mit passenden Kategorien und echten Bewertungen.

  6. Unterseiten: eine pro Leistung, mit deiner Stadt.

  7. Kontakt: ein Erstgespräch, das auch Unsichere abholt.

  8. Blog: wenn du Patienten auch per Video betreuen kannst.

Das alles kostet dich vor allem Zeit und kaum Geld. Bei Dr. Stemper hat genau diese Kombination dazu geführt, dass er heute drei Monate im Voraus ausgebucht ist. Das ist alles.

Wie das für Coaches aussieht, zeige ich in Komplett ausgebucht als Coach oder Berater. Für lokale Unternehmen gibt es Komplett ausgebucht als lokales Unternehmen. Und für Gründer 6 Monate nach der Gründung voll ausgebucht.

Was eine Praxis-Website bei uns kostet

Bei Blaq Nexus kostet die Website einmalig 360 Euro. Die werden erst nach der 30-tägigen Testphase fällig. Dazu kommen 100 Euro im Monat plus eine Erfolgsbeteiligung, die erst nach sechs bis neun Monaten greift. Darin stecken Hosting, 10 neue Inhalte pro Monat und Änderungen, die wir in der Regel innerhalb von 12 bis 24 Stunden umsetzen.

Bei der Einrichtung sind bis zu 20 Leistungsunterseiten passend zu deinem Google-Profil enthalten. Außerdem helfen wir dir beim Google-Profil und beim Einholen von Bewertungen. Für Selbstzahler-Praxen, die keine Erfolgsbeteiligung möchten, gibt es einen festen Monatsbetrag, den wir im Gespräch festlegen.

Über das Formular auf der Startseite bekommst du eine kostenlose Einschätzung deines SEO-Potenzials. Wenn Potenzial da ist, folgt ein kostenloser, unverbindlicher Erstentwurf. Wie der Ablauf aussieht, steht in Web-Entwicklung bei Blaq Nexus. Was eine Website allgemein kostet, findest du in dem Artikel zu den Website-Kosten.

Häufige Fragen von Praxen und Gesundheitsanbietern

Wie bekomme ich als Praxis neue Patienten ohne Werbung?

Mit einem vollständigen Google-Unternehmensprofil, einer Unterseite pro Leistung und einer Website, die in der ersten Sektion Stadt, Leistung und Abrechnung nennt. Hast du ein Online-Angebot, lohnt sich zusätzlich ein Blog mit Fachartikeln.

Lohnt sich ein Blog für eine Arztpraxis oder Therapiepraxis?

Vor allem dann, wenn du Patienten auch online helfen kannst. Behandelst du nur vor Ort, bringt dir ein bundesweiter Blog viele Leser, die nicht zu dir kommen können. Dann haben Google-Profil und Unterseiten Vorrang.

Darf ich Patientenbewertungen auf meiner Website zeigen?

Echte, sachliche Bewertungen sind grundsätzlich möglich. Das HWG verbietet Äußerungen Dritter nur, wenn sie missbräuchlich, abstoßend oder irreführend eingesetzt werden. Ausgedachte, geschönte oder als Heilversprechen formulierte Stimmen gehören nicht auf die Website.

Was darf ich in Praxis-Texten nicht versprechen?

Einen sicheren Behandlungserfolg darfst du nicht versprechen. Auch Wirkungen, die nicht belegt sind, verbietet § 3 HWG. Beschreibe stattdessen sachlich, wie du arbeitest und was im Erstgespräch passiert.

Wie viele Unterseiten braucht eine Praxis-Website?

Eine pro Leistung, die du wirklich anbietest und die auch in deinem Google-Profil steht. Bei unseren Kunden sind das meist fünf bis 20. Jede Seite braucht eigenen Inhalt.

Darf ich WhatsApp als Kontaktweg für meine Praxis anbieten?

Als zusätzlicher Weg für allgemeine Anfragen ja. Weise aber deutlich darauf hin, dass keine Gesundheitsdaten über WhatsApp geschickt werden sollen. Diese Daten sind nach Art. 9 DSGVO besonders geschützt.

Wie lange dauert es, bis meine Praxis bei Google gefunden wird?

Ein gut gepflegtes Google-Profil kann schneller wirken als ein Blog. Bis erste SEO-Ergebnisse über die Website sichtbar sind, rechnen wir mit sechs bis neun Monaten.

Brauche ich als Psychotherapeut eine eigene Website, wenn ich auf Arztportalen bin?

Meiner Erfahrung nach ja. Auf Portalen stehst du direkt neben anderen Praxen. Auf deiner Website kannst du zeigen, wie du arbeitest, mit Video, Unterseiten und Fachartikeln. Und nur dort kannst du Google zeigen, dass du in deinem Gebiet Experte bist.

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