Elias Schweizer

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M.Sc. in Marketing Management

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Letzte Aktualisierung:

Hinweis: Alle Inhalte basieren lediglich auf meiner eigenen Meinung und stellen keine individuelle Beratung (wirtschaftlich, rechtlich, steuerlich, technisch o.ä.) dar. Umsetzung auf eigenes Risiko. Keine Haftung für Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität (soweit gesetzlich zulässig).

Website Amortisation: So rechnest du, wann sie sich lohnt

Wann sich eine neue Website amortisiert hat: Eine Rechnung

taschenrechner, symbolbild fuer die berechnung der amortisationszeit einer website

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Elias Schweizer

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Wann sich eine neue Website amortisiert hat: Eine Rechnung

"Lohnt sich eine neue Website überhaupt für mich?" Das ist eine der häufigsten Fragen, die sich potenzielle Website-Kunden stellen.

Statt einer pauschalen Antwort zeige ich dir in diesem Artikel eine konkrete Rechnung. Mit ihr schätzt du selbst ab, wann sich die Kosten einer neuen Website für dich amortisiert haben.

Ich bin Elias, M.Sc. in Marketing Management, und betreue bei Blaq Nexus Websites mit knapp einer Million Besuchern im Jahr. Zum Beispiel die von Dr. Stemper, die inzwischen über 800.000 Besucher pro Jahr hat. Und die von Lasse L., der auf Social Media bis zu 11 Millionen Aufrufe im Monat erreicht.

Kurzübersicht


Effekt

Wirkung auf deinen Umsatz

Direkter Effekt (Besucher fragt direkt über die Website an)

Ca. 40 % mehr Anfragen, nachdem deine Website optimiert wurde

Indirekter Effekt (Kunde war vorher auf der Website, meldet sich anders)

Ca. 20 % zusätzlicher Einfluss, nachdem deine Website optimiert wurde


Die Grundvoraussetzung: Deine neue Website muss tatsächlich besser sein

Eine Amortisation setzt logischerweise voraus, dass die neue Website deine bestehende Seite in der Praxis übertrifft. Sonst gibt es schlicht keinen Effekt, den man berechnen könnte.

Meine Einschätzung im Folgenden basiert auf drei Dingen. Erstens: jahrelange Auseinandersetzung mit dem Thema Website-Aufbau. Zweitens: konkrete Erfahrungswerte aus vielen Kundenprojekten. Drittens: der konsequente Einsatz professioneller Design-Werkzeuge.

Ob eine neue Website für dich tatsächlich eine spürbare Verbesserung bedeutet, muss aber immer im Einzelfall geprüft werden. Eine pauschale Garantie dafür gibt es nicht.

Der direkte Effekt: Mehr Anfragen über die Website selbst

Nach interner, bewusst konservativ geschätzter Erfahrung führt eine grundlegend überarbeitete Website im Schnitt zu einer rund 40 % höheren Conversion-Rate. Das heißt: mehr Anfragen aus derselben Menge an Website-Besuchern.

Fragen bei dir aktuell 100 Interessenten pro Monat über die Website an? Dann wären es nach der Umstellung rechnerisch rund 140.

Dieser direkte Effekt ist der am leichtesten messbare Teil der Rechnung. Aber bei Weitem nicht der einzige.

Der indirekte Effekt: Unsichtbar, aber real

Wie viele deiner Kunden waren vorher auf deiner Website? Antwort: Fast alle, zu irgendeinem Zeitpunkt. Egal, wie er letztlich Kontakt aufnimmt. Selbst wenn die eigentliche Anfrage dann per Telefon oder persönlich erfolgt.

Nach unserer Erfahrung trifft das auf etwa 70 % aller Kunden zu. Ausnahme sind Unternehmen, deren Kunden praktisch ausschließlich über persönliche Weiterempfehlungen kommen.

Der Einfluss der neuen Website ist am stärksten, wenn der Website-Besuch unmittelbar vor der Kontaktaufnahme liegt. Und er wird schwächer, je länger der Besuch zurückliegt.

Über den gesamten Kundenstamm gemittelt schätzen wir diesen indirekten Effekt konservativ auf etwa 20 %. Also halb so stark wie der direkte Effekt. Aber genauso real, auch wenn er sich in keiner Analytics-Statistik sauber isolieren lässt.


direkter und indirekter effekt einer neuen website: 40 prozent mehr anfragen direkt ueber die website und 20 prozent zusaetzlicher einfluss bei anders eingehenden kunden

Ein Großteil des Effekts einer neuen Website bleibt in klassischen Statistiken unsichtbar.


Ein konkretes Rechenbeispiel

Nehmen wir an, dein Unternehmen erzielt aktuell 8.000 € Umsatz pro Monat. 20 % deiner Kunden melden sich direkt über die Website (1.600 €). Die restlichen 80 % (6.400 €) kommen auf anderem Weg. Telefonisch, per Empfehlung oder persönlich.

Direkter Effekt: Die Conversion-Rate der Website steigt um 40 %. Aus 1.600 € werden rechnerisch 2.240 €. Das ist ein Plus von 640 €.

Indirekter Effekt: 70 % der 6.400 € (also 4.480 €) stammen von Kunden, die vorher auf der Website waren. Darauf wenden wir den geschätzten 20-%-Einfluss an. Das ergibt zusätzliche 896 €.

Nochmal: Der indirekte Effekt existiert, weil Interessenten auch von der neuen Website überzeugt wurden, aber sich nicht direkt über die Website gemeldet haben, sondern z.B. angerufen haben. Wir wissen, dass ca. 70% aller Kunden sich vor dem Kauf die Website des Anbieters anschauen - daher die 70%.

Wir gehen davon aus, dass auf diese 70% ein abgeschwächter Effekt wirkt - also ein Bruchteil des 40%-Effekts. Wir nehmen an, dass der Effekt abgeschwächt ist, weil der Interessent sich nicht direkt über die Website gemeldet hat.

Basierend auf Statistiken ist aber davon auszugehen, dass der Interessent sich beim Unternehmen meldet, kurz nachdem er sich die Website angeschaut hat. Deshalb ist davon auszugehen, dass sogar fast die volle Höhe des 40%-Effektes auch auf die Leute wirkt, die sich nicht direkt über die Website melden. Aber um konservativ zu bleiben rechnen wir nur mit 20%.

In Summe generiert die neue Website in diesem Beispiel rund 1.536 € zusätzlichen Umsatz pro Monat. Ein Großteil davon ist unsichtbar in klassischen Analytics-Zahlen. Aber wirtschaftlich real.


rechenbeispiel: 8000 euro monatsumsatz, direkter effekt plus 640 euro, indirekter effekt plus 896 euro, insgesamt 1536 euro zusaetzlicher umsatz pro monat

Ein Rechenbeispiel auf Basis von 8.000 € Ausgangsumsatz.


Wie du die Amortisationszeit für dich selbst berechnest

Teile die Kosten deiner neuen Website durch den geschätzten zusätzlichen monatlichen Umsatz. Das ist die Amortisationszeit.

Bei unserer Erstellungsgebühr von 360 € und den 1.536 € zusätzlichem Umsatz aus dem Beispiel oben wäre die Investition bereits innerhalb des ersten Monats wieder hereingeholt, auch wenn du die erste Monatsgebühr von 100 € dazurechnest.

Fazit

Ob sich eine neue Website für dich amortisiert, lässt sich mit ein paar realistischen Annahmen konkret durchrechnen. Vorausgesetzt, die neue Website ist tatsächlich eine echte Verbesserung.

Der direkte Effekt über mehr Anfragen ist dabei nur die halbe Wahrheit. Ein mindestens genauso relevanter, aber unsichtbarer indirekter Effekt wirkt bei fast jedem Unternehmen mit.

Mehr dazu, für wen sich eine Investition in eine neue Website grundsätzlich lohnt, findest du in unserem Artikel Solltest du in eine neue Website investieren?


Auf unserer Homepage findest du übrigens einen Rechner mit dem du deine eigene Amortisationszeit bestimmen kannst.

Häufig gestellte Fragen zur Amortisation einer Website

Woher stammt die Schätzung von 40 % höherer Conversion-Rate?

Aus unseren internen, bewusst konservativ angesetzten Erfahrungswerten über viele Kundenprojekte hinweg. Die tatsächliche Verbesserung kann im Einzelfall höher oder niedriger ausfallen.

Gilt diese Rechnung auch für sehr kleine Unternehmen?

Grundsätzlich ja. Allerdings mit größeren Unsicherheiten, da bei wenigen Kunden pro Monat einzelne Ausreißer die Zahlen stärker verzerren können.

Was, wenn meine Kunden fast nur über Weiterempfehlungen kommen?

Dann fällt der indirekte Effekt geringer aus. Bei Weiterempfehlungen waren nämlich typischerweise viele Kunden nie auf deiner Website, bevor sie sich gemeldet haben.

Ab wann amortisiert sich eine Website normalerweise?

Das hängt vollständig von deinem Ausgangsumsatz und dem Anteil website-bezogener Anfragen ab. In unserem Rechenbeispiel war es unter einem Monat. Das ist aber nicht pauschal übertragbar.

Zum Weiterlesen:

Solltest du in eine neue Website investieren?

Lohnt sich eine Website-Optimierung wirklich?

Inwiefern sorgt eine gute Website für mehr Umsatz?

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