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Elias Schweizer

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Marketing Management (M.Sc.)

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Warum KI (noch) keine guten Websites erstellt – und wie du sie trotzdem sinnvoll nutzt

KI kann inzwischen erstaunliche Dinge – aber gute, professionelle Websites? Noch nicht. In diesem Artikel zeige ich dir die 5 entscheidenden Gründe, warum KI (Stand 2026) keine guten Websites erstellen kann: DSGVO-Probleme, fehlende Individualität, nervige Änderungen, schlechte SEO-Optimierung und generische Texte. Noch wichtiger: Du lernst, wie du KI trotzdem sinnvoll nutzen kannst – für Bilder, Recherche, Textkorrektur und mehr. Mit konkreten Tools und praktischen Beispielen.

ein roboter sitzt an einem tisch an einem laptop
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Über mich

Ich bin Elias Schweizer, Webdesigner und Inhaber von Blaq Nexus. Seit 2023 erstelle ich Websites für Unternehmen und habe in dieser Zeit über 32.000 Websites analysiert. Ich betreue heute Projekte mit bis zu 62.000 monatlichen Besuchern aus rein organischem Traffic, darunter Websites von Coaches mit bis zu 11 Millionen Social-Media-Aufrufen pro Monat.

Ich habe einen Master in Marketing-Management und arbeite ausschließlich mit professionellen Tools wie Figma und Framer. In den letzten Jahren habe ich die Entwicklung von KI-Tools im Webdesign-Bereich intensiv verfolgt und selbst zahlreiche Experimente durchgeführt. Meine Erfahrung: KI kann vieles – aber gute, professionelle Websites kann sie (noch) nicht erstellen. Warum das so ist und wie du KI trotzdem sinnvoll nutzen kannst, zeige ich dir in diesem Artikel.


Was du aus diesem Artikel mitnimmst

Nach diesem Artikel weißt du, warum KI im Jahr 2026 noch keine professionellen Websites erstellen kann – und warum das auch in absehbarer Zukunft so bleiben wird. Du lernst die entscheidenden Schwachstellen kennen: DSGVO-Konformität, individuelle Anpassungen, fehlende Marketing-Optimierung und technische SEO-Limitationen.

Noch wichtiger: Du bekommst konkrete, sinnvolle Einsatzmöglichkeiten für KI, die deine Website-Erstellung trotzdem beschleunigen und verbessern können. Von Textgenerierung über Bild-Erstellung bis zur Konkurrenz-Recherche – du erfährst, wo KI wirklich hilft und wo sie scheitert.

Kurz gesagt: Du verlässt diesen Artikel mit einem klaren Verständnis der aktuellen Grenzen von KI im Webdesign – und mit praktischen Tipps, wie du KI trotzdem gewinnbringend einsetzen kannst.

Die wichtigsten Erkenntnisse auf einen Blick


Problem

Warum es KI schwerfällt

Was du stattdessen tun kannst

DSGVO-Konformität

KI versteht deutsche Rechtslage schlecht, setzt Schutzscreens nicht korrekt um

Selbst prüfen oder Experten beauftragen

Individueller Website-Aufbau

KI kennt keine branchenspezifischen Unterschiede (z.B. Neurofeedback vs. Friseur)

Wissen selbst einbringen oder KI mit eigenem Fachwissen trainieren

Design-Änderungen

Prompt-basierte Anpassungen sind umständlich und ungenau

Visuelle Editoren nutzen (Framer, Webflow); KI nur für erste Entwürfe

SEO-Optimierung

KI hat oft keinen Einblick in Meta-Tags, Schema-Daten etc.

Technisches SEO selbst prüfen; KI nur für Keyword-Recherche

Marketing-Optimierte Texte

KI liefert generische Texte

Texte selbst überarbeiten; KI nur für Grammatik und Struktur, außer de KI ist wirklich gut trainiert


KI-Websites sind (noch) nicht die Zukunft des professionellen Webdesigns

KI kann im Jahr 2026 noch keine Websites erstellen, die mit manuell erstellten Premium-Websites mithalten können.

Das ist übrigens nicht meine Meinung, weil ich als Webdesigner betroffen wäre. Es sprechen einfach sehr viele handfeste Gründe dagegen.

v0.dev by Vercel – Hier ein KI-gestützter Website-Generator, der zeigt, was aktuell möglich ist – und welche Grenzen es noch gibt.

Das Design sieht gut aus - besser als das Design viele Premium-Websites auf dem deutschen Markt. Aber KI bringt andere Probleme mit sich, die im Folgenden aufgezählt werden.

Grund 1: DSGVO-Konformität ist schwer umzusetzen

In Deutschland hast du strenge DSGVO-Regeln. Deine Website muss:

  • Google Fonts lokal hosten

  • Schutzscreens für Google Maps, YouTube und andere Drittanbieter-Integrationen einbauen

  • Einwilligungen für Cookies und Tracking einholen

  • etc.

Und der KI einfach zu sagen: "Baue einen Schutzscreen über die Google Maps Karte" – funktioniert nicht gut. Zumindest meiner Erfahrung nach.

Die KI versteht die deutsche Rechtslage nicht wirklich. Sie setzt die Anforderungen oft falsch oder gar nicht um. Das Ergebnis: Deine Website ist abmahngefährdet.

Bedeutet: KI-Websites sind häufig nicht DSGVO-konform. Und das bedeutet Abmahngefahr – mit potenziellen Kosten von mehreren hundert bis tausend Euro.

Mehr zum Thema DSGVO findest du in meinem Artikel 5 häufige Website-Fehler, die dich Umsatz kosten.

Grund 2: Individuelle Website-Aufbauten werden nicht berücksichtigt

Das Design, das von der KI erstellt wird, berücksichtigt keine individuellen Sachverhalte.

Ein Beispiel: Ein Neurofeedback-Unternehmen braucht einen völlig anderen Website-Aufbau als ein Friseur.

Warum? Weil Neurofeedback weniger Leute kennen. Man muss den Besuchern erstmal erklären, was Neurofeedback überhaupt ist, wie es funktioniert, wie eine Sitzung abläuft, ob es wehtut, etc. Sonst werden diese Leute keine Kunden. Bei einem Friseur brauchst du das nicht – jeder weiß, was ein Friseur macht.

Die KI checkt das nicht. Sie produziert eher "0815-Lösungen", die für alle gleich sind. Eine gute Website enthält aber ganz viele individuelle Elemente, die nur bei diesem speziellen Unternehmen Sinn machen.

Die Ausnahme: Wenn du die KI mit deinem eigenen Wissen trainierst – zum Beispiel indem du ihr hunderte Seiten mit deinen Erkenntnissen zu Website-Aufbauten fütterst. Das machen wir übrigens. Wir haben Claude mit über 116 Seiten unseres Wissens trainiert.

Aber selbst dann: Die Outputs müssen immer noch manuell angepasst werden. Sie sind zwar besser, aber nicht perfekt.

Pro-Tipp:

Wir haben eine KI auch mit 755 Seiten von unseren Blog-Artikeln trainiert. Das ist sehr empfehlenswert. Die trainierte KI kann jetzt bei neuen Blog-Artikeln leicht Verknüpfungen zu alten Blog-Artikel finden, sie kann Lücken im Blog-System erkennen (z.B. Themen, die noch nicht abgedeckt werden), sie kann Inkonsistenzen finden, ec.

Grund 3: Änderungen vornehmen ist nervig und zeitaufwendig

Das ist ein Punkt, den viele unterschätzen.

Bei den meisten KI-Website-Buildern kannst du Änderungen nur über weitere Prompts vornehmen. Zum Beispiel:

"Diese Karte gefällt mir noch nicht so gut. Kannst du ihr eine andere Farbe geben?"

Das klingt erstmal einfach. Aber meine Erfahrung zeigt: Das ist aufwendiger, als es einfach kurz selbst zu machen.

Die Probleme:

  1. Du bist oft limitiert, was die Optionen zur Bearbeitung in Eigenregie angeht. Bei vielen KI-Tools kannst du nicht einfach per Mausklick eine Farbe ändern – du musst die KI beauftragen.

  2. Die KI schafft es oft nicht, deinen Wunsch akkurat umzusetzen. Du beschreibst, was du willst, und die KI macht etwas anderes. Das nervt und dauert länger.

  3. Bei einem normalen Website-Builder (wie Framer oder Webflow) ziehst du einfach mit der Maus – fertig in 2 Sekunden. Über Prompts brauchst du dafür 2 Minuten.


Grund 4: SEO-Optimierung ist kaum kontrollierbar

Eine professionelle Website muss SEO-optimiert sein. Dazu gehören:

  • Meta-Descriptions für jede Seite

  • Site-Titles (unter 60 Zeichen)

  • Schema-Markup (strukturierte Daten)

  • Saubere URL-Struktur

  • Interne Verlinkung

  • etc.

Bei KI-Website-Buildern ist oft nicht einmal klar, wie das Backend dafür geregelt ist. Oft ist es nicht einfach, selbst eine Meta-Description oder Site-Titles für bestimmte Unterseiten zu definieren.

Und was ist mit Schema-Meta-Daten? Wie kontrollierst du, dass die KI sie für dich richtig umsetzt? Oft sind Dinge wie Schema-Meta-Daten nicht direkt über den KI-Website-Builder einsehbar.

Das ist ein massives Problem für SEO.

Mehr zum Thema SEO findest du in meinem Artikel "Mehr Website-Besucher: Strategien für nachhaltigen Traffic-Wachstum".

Grund 5: Marketing-optimierte Texte sind nicht die Stärke von LLMs

Das ist vielleicht der überraschendste Punkt. Denn eigentlich sollten Large Language Models (LLMs) wie ChatGPT oder Claude am besten Texte schreiben können.

Aber meine Erfahrung zeigt: Selbst mit 116 Seiten Training muss ich die Texte händisch nachbessern. Die KI liefert generische, austauschbare Texte ohne verkaufspsychologische Basis.

Ein Beispiel:

KI-Text: "Wir bieten hochwertige Webdesign-Dienstleistungen für kleine und mittelständische Unternehmen an."

Guter Marketing-Text: "Wir helfen dir in 21 Tagen messbar mehr Anfragen zu generieren oder du zahlst 0€."

Die KI weiß oft nicht, wie gute Website-Texte lauten müssen. Man muss die KI also mit speziellen Frame-Works füttern, die klar darlegen, mit welchem System z.B. Überschriften entwickelt werden müssen.

Wenn man die KI nicht trainiert sind die Ergebnisse nicht gut.

Ich glaube das liegt daran, dass die KI mit zu vielen schlechten Daten trainiert worden ist. Immerhin ist ja fast jede Website relativ schlecht optimiert. Die KI hat vermutlich von schlechten Websites gelernt und liefert deshalb nicht die besten Ergebnisse von selbst.

Mehr zum Thema gute Texte findest du in meinem Artikel Copywriting für deine Website: So sprichst du deine Zielgruppe richtig an.

In diesem Artikel zeige ich dir auch konkrete Prompts für jede K, die du nutzen kannst um gute Texte zu erstellen.

Aber selbst dieses Vorgehen hat eine Schwäche: Es gibt immer Ausnahmen - diese Prompts funktionieren nicht in jeder Situation, sondern in den meisten.

Die besseren Use Cases: So kannst du KI heute sinnvoll nutzen

Nur weil KI keine kompletten Websites erstellen kann, heißt das nicht, dass du sie nicht nutzen solltest. Hier sind die Use Cases, die wirklich funktionieren:

1. Text-Generierung (für Grammatik und Struktur)

KI ist hervorragend, um Texte zu korrigieren, umzustrukturieren oder erste Entwürfe zu liefern. Aber: Du musst die Texte immer selbst überarbeiten. Die KI liefert die Basis – du machst daraus etwas Gutes.

2. Bild-Generierung (z.B. mit Midjourney)

Für hochwertige, individuelle Bilder ist KI großartig. Du kannst Icons, Hintergründe, Illustrationen oder sogar komplexe Szenen generieren. Das spart Zeit und Geld. Wichtig: Die Bilder müssen zum Kontext deiner Website passen.

3. PNG to SVG Transformation (z.B. mit app.recraft)

Icons sind ein zentraler Bestandteil moderner Websites. Mit KI-Tools kannst du einfache PNGs in skalierbare SVGs umwandeln oder du kannst SVGs komplett neu erstellen – perfekt für konsistente Icon-Sets auf deiner ganzen Website.

4. Framer-Workshop zur Erstellung von individuellen Komponenten

Framer bietet KI-gestützte Tools, um individuelle Komponenten zu erstellen. Wichtig: Du musst die Grundlagen von Framer verstehen, sonst hilft dir auch die KI nicht.

5. Konkurrenz-Recherche und andere Recherche-Arbeiten

Das ist vielleicht der stärkste Use Case. KI kann dir helfen, die Websites deiner Konkurrenz zu analysieren, Strukturen zu erkennen und Ideen für deine eigene Website zu sammeln. Dazu würde ich einfach mit ChatGPT brainstormen, um Konkurrenten zu finden und deren Websites dann von ChatGPT analysieren lassen.


Was diese Use Cases gemeinsam haben

Alle diese Use Cases haben eines gemeinsam: Sie machen die Erstellung deiner Website entweder einfacher oder deine Website besser – aber sie ersetzen nicht den Menschen.

  • Hochwertige Bilder (z.B. von Midjourney) sind eines der drei Hauptkriterien, neben der Wahl geeigneter Fonts und der Etablierung einer visuellen Hierarchie, die dafür sorgen, dass deine Website professionell aussieht.

  • Recherche und Textstrukturierung sparen Zeit, aber die finale Anpassung musst du selbst machen.

  • Komponenten-Erstellung in Framer beschleunigt den Prozess, setzt aber Grundwissen voraus.

Die goldene Regel: Nutze KI als Assistenten, nicht als Ersatz.

Mehr zum Thema professionelles Design findest du in meinem Artikel "Die Facetten des Webdesigns: Grundlagen einfach erklärt".

Fazit: KI ist kein Ersatz für gute Webdesigner

Mein Fazit ist klar: KI wird (erstmal) Webdesigner in Deutschland nicht ersetzen.

Die Gründe zusammengefasst:

  1. KI-Websites sind schwer DSGVO-konform zu machen → Abmahngefahr

  2. KI berücksichtigt keine individuellen Sachverhalte → 0815-Lösungen

  3. Änderungen über Prompts sind nervig und ungenau → Zeitverschwendung

  4. SEO-Optimierung ist kaum kontrollierbar → schlechte Rankings

  5. Marketing-Texte sind generisch und nicht überzeugend → geringe Conversion

Die Aussage, dass Webdesigner bald von KI-Instrumenten ersetzt werden, höre ich eigentlich immer nur von Leuten, die keine Ahnung haben, worauf es bei der Website-Erstellung ankommt.

Die gute Nachricht: Du kannst KI trotzdem sinnvoll nutzen – für Textkorrektur, Bildgenerierung, Recherche und Komponenten-Erstellung. Aber die Verantwortung für DSGVO, Design, SEO und Marketing-Texte liegt immer noch bei dir.

Wenn du eine wirklich gute, professionelle Website haben möchtest, die DSGVO-konform ist, SEO-optimiert und auf deine Zielgruppe zugeschnitten – dann kommst du an einem erfahrenen Webdesigner nicht vorbei.

Deine nächsten Schritte:

  1. Nutze KI für Recherche: Analysiere deine Konkurrenz, sammle Ideen.

  2. Nutze KI für erste Textentwürfe – aber überarbeite sie gründlich.

  3. Nutze KI für Bilder und Icons (Midjourney, Recraft).


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