Elias Schweizer

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M.Sc. in Marketing Management

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Letzte Aktualisierung:

Hinweis: Alle Inhalte basieren lediglich auf meiner eigenen Meinung und stellen keine individuelle Beratung (wirtschaftlich, rechtlich, steuerlich, technisch o.ä.) dar. Umsetzung auf eigenes Risiko. Keine Haftung für Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität (soweit gesetzlich zulässig).

Call-to-Action-Button: Warum weniger mehr Anfragen bringt

Warum mehrere Call-to-Action-Buttons auf deiner Startseite eher schaden als helfen

minimalistische schalter und buttons, symbolbild fuer call-to-action-platzierung auf der website

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ein bild von elias schweizer, webdesigner mit master in marketing

Elias Schweizer

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Warum mehrere Call-to-Action-Buttons auf deiner Startseite eher schaden als helfen

Viele Unternehmer denken: Je mehr Buttons auf der Startseite, desto mehr Gelegenheiten für Besucher, sich zu melden. In unserer Erfahrung ist genau das Gegenteil meistens der Fall.

In diesem Artikel zeige ich dir, warum weniger Call-to-Action-Buttons in der Regel zu mehr Anfragen führen. Und wo eine Ausnahme sinnvoll ist.

Ich bin Elias, M.Sc. in Marketing Management, und betreue bei Blaq Nexus Websites mit knapp einer Million Besuchern im Jahr. Zum Beispiel die von Dr. Stemper, die inzwischen über 800.000 Besucher pro Jahr hat. Und die von Lasse L., der auf Social Media bis zu 11 Millionen Aufrufe im Monat erreicht.

Kurzübersicht


Ansatz

Typische Wirkung

Viele CTA-Buttons über die ganze Seite verteilt

Wirkt needy, unterbricht den Lesefluss, seltener mehr Anfragen

Ein CTA in der Hero-Section + einer am Seitenende

Besucher lesen erst alle Infos, entscheiden sich informierter


Das Problem: Warum mehr Buttons intuitiv richtig, aber meistens falsch ist

Die Logik hinter vielen Buttons scheint auf den ersten Blick einleuchtend. Mehr Gelegenheiten zum Klicken sollten zu mehr Klicks führen.

Das Problem dabei: Ein Klick auf einen Button ist nicht das eigentliche Ziel. Das Ziel ist eine qualifizierte Anfrage. Und die entsteht meistens erst, wenn ein Besucher genug Kontext hat, um eine informierte Entscheidung zu treffen.

Warum ein Button in der Mitte der Seite selten hilft

Das Kontaktformular sitzt bei den meisten gut aufgebauten Websites bewusst am Ende der Seite. Das hat einen Grund.

Der Besucher soll zuerst alle relevanten Informationen lesen. Was genau bietest du an, für wen, zu welchem Preis, mit welcher Sicherheit? Erst danach soll er sich entscheiden, ob er Kontakt aufnimmt.

Und was macht ein Button in der Mitte der Seite? Antwort: Er lädt genau dazu ein, diesen Prozess zu überspringen. Der Besucher scrollt direkt zum Formular. Ohne die Informationen gelesen zu haben, die ihn eigentlich überzeugen sollten.

Das Ergebnis: Auch wenn der Button in der Mitte geklickt wird, ist die Wahrscheinlichkeit, dass daraus eine wirklich passende, gut informierte Anfrage wird, in der Praxis oft geringer. Nicht höher.


warum ein cta-button in der mitte der seite den besucher zu frueh zum formular fuehrt, bevor er die ueberzeugenden informationen gelesen hat

Ein Button in der Mitte der Seite verkürzt den Weg zum Formular - aber oft auf Kosten der Überzeugungsarbeit davor.


Warum viele Buttons zusätzlich bedürftig wirken

Neben dem inhaltlichen Problem gibt es noch einen psychologischen Effekt. Websites, die an jeder Ecke zum Handeln aufrufen, wirken auf viele Besucher unbewusst wie ein Verkäufer, der zu offensiv auftritt.

Das kann dem Vertrauen in dein Unternehmen sogar schaden, statt es zu stärken. Besonders bei Premium-Dienstleistungen. Dort überzeugen Zurückhaltung und Souveränität eher als Dringlichkeit.

Wie wir das in der Praxis stattdessen umsetzen

Bei den Websites, die wir betreuen, reduzieren wir Call-to-Action-Buttons in der Regel auf zwei Stellen.

Erstens: ein Button in der Hero-Section direkt oben auf der Seite. Er ist vor allem für Besucher relevant, die schon vorher von dir überzeugt waren. Eine sogenannte "warme" Zielgruppe, die z. B. über eine persönliche Empfehlung kommt. Zweitens: das eigentliche Kontaktformular am Ende der Seite. Dann hat der Besucher alle relevanten Informationen gelesen.

Diesen Ansatz haben wir über viele Kundenprojekte hinweg wiederholt getestet. Ergebnisse aus solchen Tests sind aber nur dann wirklich aussagekräftig, wenn genug Website-Besucher vorhanden sind, um statistisch signifikante Unterschiede festzustellen.

Deshalb sind entsprechende Tests eher etwas für Websites mit größerem Traffic. Nicht für jede kleine Unternehmensseite einzeln.


empfohlene cta-platzierung: ein button in der hero-section fuer warme zielgruppen und das kontaktformular am ende der seite nach der ueberzeugungsarbeit

Zwei bewusst platzierte CTAs schlagen in unserer Erfahrung viele verteilte Buttons.


Wann mehr CTAs trotzdem Sinn ergeben können

"Mehr erfahren"-Buttons können an bestimmten Stellen der Website Sinn machen. Vor allem in der Leistungssektion.

Hast du zu jeder Leistung eine eigene Unterseite erstellt? Dann kannst du diese Unterseiten durchaus mit deiner Leistungssektion auf deiner Startseite durch "mehr erfahren"-Buttons verknüpfen.

Fazit

Mehr Buttons bedeuten nicht automatisch mehr Anfragen. In der Praxis ist häufig das Gegenteil der Fall.

Ein bewusst platzierter Button in der Hero-Section für bereits überzeugte Besucher und ein Kontaktformular am Ende der Seite reichen für die meisten Unternehmenswebsites aus. Mehr zum grundlegenden Aufbau einer überzeugenden Unternehmensseite findest du in unserem Artikel So sollte die Website deines lokalen Unternehmens aufgebaut sein.

Häufig gestellte Fragen zu Call-to-Action-Buttons

Wie kann ich selbst testen, ob weniger Buttons bei mir besser funktionieren?

Dafür brauchst du ausreichend Website-Besucher, damit die Unterschiede statistisch aussagekräftig sind. Bei wenig Traffic lässt sich das kaum verlässlich messen.

Warum wirken viele Buttons "needy"?

Weil sie unbewusst wie ein zu offensiver Verkäufer wirken. Das kann besonders bei Premium-Leistungen dem Vertrauen schaden.

Wo sollte das Kontaktformular idealerweise stehen?

In der Regel am Ende der Seite. Dann hat der Besucher alle relevanten Informationen gelesen, die ihn zu einer informierten Entscheidung führen.

Zum Weiterlesen:

5 häufige Fehler, die deine Website teuer zu stehen kommen

So sollte die Website deines lokalen Unternehmens aufgebaut sein

Ist Webdesign wirklich Geschmackssache?

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