Die Website eines lokalen Unternehmens braucht keine komplizierte Struktur. Sie braucht die richtige Reihenfolge der Sektionen, Social Proof an zwei bestimmten Stellen und Texte, die Mehrwert und Glaubwürdigkeit zeigen. In diesem Artikel bekommst du den kompletten Aufbau, mit dem du deine Website neu erstellen oder gezielt verbessern kannst. Das Ganze kostet dich keinen Cent.
Über mich
Ich bin Elias Schweizer, Gründer von Blaq Nexus, und habe einen M.Sc. in Marketing Management. Ich habe über 32.000 Websites im deutschsprachigen Raum analysiert. Heute betreuen wir Websites mit zusammen knapp einer Million Besuchern im Jahr. Zum Beispiel die Website von Dr. Stemper (Psychologie Berlin). Sie hatte zuletzt 136.000 Besucher in zwei Monaten. Hochgerechnet sind das rund 820.000 Besucher im Jahr.
Zu unseren Kunden gehören auch lokale Unternehmen. Zum Beispiel ein Restaurant in Mainburg und ein Entrümpelungsunternehmen in Dortmund. Den Aufbau in diesem Artikel verwenden wir für fast alle diese Websites.
Was du aus diesem Artikel mitnimmst
Wenn du bis zum Ende liest, kennst du den Sektionsaufbau, den fast jede lokale Unternehmens-Website braucht. Danach weißt du außerdem Folgendes:
Nach welcher Formel jeder Text auf deiner Website aufgebaut sein sollte.
Wo du Social Proof platzieren solltest und wo er kaum etwas bringt.
Warum eine Absicherung wie eine Testphase oder Garantie so gut Vertrauen aufbaut.
Wie du deinen USP so formulierst, dass er glaubwürdig wirkt.
Wie Unterseiten und Google-Profil zusammenspielen.
Ein praktischer Tipp vorweg: Du kannst diesen Artikel auch kopieren und einer KI geben. Zusammen mit dem Text deiner eigenen Website. Frag die KI dann, was nach diesen Prinzipien an deiner Seite verbessert werden sollte und welche Sektionen noch fehlen. Ich habe das selbst mit einem Bauunternehmen getestet und es hat gut funktioniert.
Kurz-Antwort: Wie sollte die Website eines lokalen Unternehmens aufgebaut sein?
In dieser Reihenfolge: Hero-Section, Leistungsmerkmale, Testimonials, Ablauf, Preise, Über uns, FAQ, Kontakt und Footer. Social Proof gehört vor allem in die Hero-Section und in die Kontaktaufnahme. Jeder Text zeigt Mehrwert, Glaubwürdigkeit oder beides. Und jede Leistung aus deinem Google-Profil bekommt eine eigene Unterseite.
Prinzip | Was du tust | Warum es wirkt |
|---|---|---|
Reihenfolge | Hero, Leistungsmerkmale, Testimonials, Ablauf, Preise, Über uns, FAQ, Kontakt, Footer | Der Besucher bekommt die Antworten in der Reihenfolge, in der er fragt |
Social Proof | Bewertungen und Logos in Hero und Kontaktaufnahme | Genau dort entscheidet der Besucher |
Text-Formel | Jeder Text zeigt Mehrwert oder Glaubwürdigkeit | Keine austauschbaren Texte mehr |
Absicherung | Garantie oder Testphase anbieten | Das gefühlte Risiko einer Kontaktaufnahme sinkt |
USP | Nie nur „günstig“ behaupten, immer den Mechanismus erklären | Eine Begründung macht die Behauptung glaubwürdig |
Unterseiten | Eine Seite pro Leistung im Google-Profil | Google zeigt die passende Seite zur Suche |
Einen allgemeinen Sektionsaufbau für alle Unternehmen findest du in Website-Aufbau für Unternehmen, Sektion für Sektion. In diesem Artikel geht es speziell um lokale Unternehmen.
Der Standard-Aufbau jeder Sektion
In den meisten Fällen reicht ein einfacher Aufbau pro Sektion. Oben eine Überschrift. Darunter ein kurzer Text. Daneben oder darunter ein Bild oder Video.
Das Bild sollte immer zur Überschrift passen. Lautet die Überschrift „Deine Immobilie besenrein und übergabefähig in nur 24 Stunden“, dann zeigt das Bild oder Video genau diesen Vorgang.
Bilder und Videos sind wichtiger, als die meisten denken. Du kannst eine strukturell mittelmäßige Website haben. Wenn die Bilder hochwertig sind, wirkt trotzdem fast alles professionell. Deshalb lohnt sich für viele lokale Unternehmen ein professionelles Fotoshooting, eventuell sogar mit Drohnenaufnahmen. Bei kürzeren Inhalten können auch Icons statt Bilder gute Dienste leisten.
Warum gutes Design trotzdem nicht reine Geschmackssache ist, erkläre ich in Ist Webdesign wirklich Geschmackssache?.
Social Proof richtig einsetzen
Was ist Social Proof überhaupt?
Social Proof beschreibt ein bekanntes Phänomen: Menschen orientieren sich vor allem in unklaren Situationen daran, was andere tun oder gut finden. So beschreibt es auch die Wikipedia zu Social Proof. Sieht ein Besucher, dass schon viele Kunden zufrieden waren, muss er nicht mehr allein einschätzen, ob dein Angebot gut ist.
Auf einer Website sind das zum Beispiel Google-Sterne, Bewertungen, Kundenzahlen oder Logos bekannter Partner. Und Bewertungen werden gelesen. In der Local Consumer Review Survey 2026 von BrightLocal gaben 97 Prozent der befragten Verbraucher an, Bewertungen von lokalen Unternehmen zu lesen.
Der Fehler, den viele lokale Unternehmen machen: Sie platzieren diese Elemente irgendwo auf der Seite. Oder gar nicht. Dabei wirkt Social Proof nicht überall gleich stark. Er gehört dorthin, wo der Besucher kurz vor einer Entscheidung steht. Und dafür gibt es auf einer typischen Website zwei Stellen.
Die erste Entscheidung: die Hero-Section
Der Besucher landet auf deiner Seite. In diesem Moment entscheidet sich, ob er weiterscrollt oder abspringt. Nach meiner Erfahrung scrollt nur etwa die Hälfte der Besucher weiter.
Deshalb muss die Hero-Section sofort Vertrauen ausstrahlen. Durch Partner-Logos, Sterne-Bewertungen oder eine konkrete Kundenzahl. Fehlt dieses Signal, hat der Besucher keinen Grund, der restlichen Seite eine Chance zu geben.
Die zweite Entscheidung: die Kontaktaufnahme-Sektion
Hier soll der Besucher handeln. Anrufen, ein Formular ausfüllen oder einen Termin buchen. Auch das ist eine Entscheidung mit Unsicherheit: Lohnt sich der Aufwand? Ist der Anbieter seriös?
Deshalb setzen die besten Websites, die ich analysiert habe, an dieser Stelle noch einmal Social Proof ein. So räumen sie die letzten Zweifel aus. Im Englischen spricht man oft von FUDs, also fears, uncertainties and doubts.
Warum die Sektionen dazwischen weniger wichtig sind
Zwischen Hero und Kontaktaufnahme scrollen die meisten Besucher einfach nach unten. Sie klicken nicht und wägen wenig ab. Wer einmal angefangen hat zu scrollen, springt pro Sektion deutlich seltener ab als im allerersten Moment.
Deshalb lohnt es sich, die begrenzte Aufmerksamkeit des Besuchers auf genau diese zwei Stellen zu lenken.

Zwei Stellen entscheiden: der erste Eindruck und der Moment vor der Kontaktaufnahme.
Ein wichtiger Zusatz für lokale Unternehmen: Viele Besucher kommen gar nicht über die Startseite. Sie kommen über eine Unterseite, zum Beispiel „Badsanierung in Regensburg“. Für diese Besucher ist die Unterseite die erste Seite. Deshalb gehören Social Proof und eine Kontaktmöglichkeit auch auf jede Unterseite. Wie Überschriften auf der Startseite konkret aussehen, zeige ich in Website-Optimierung in 19 Minuten.
Die Formel hinter jedem guten Website-Text
Social Proof liefert Vertrauen von außen. Der Text liefert Vertrauen von innen, durch das, was du selbst über dein Angebot sagst. Und hier passiert der zweithäufigste Fehler auf lokalen Websites: Die Texte sind austauschbar. Sie könnten genauso gut auf der Website des Wettbewerbers stehen.
Das vermeidest du, wenn jeder Text eine von zwei Aufgaben erfüllt. Im Idealfall beide:
Er zeigt, welchen Mehrwert dein Kunde von deiner Leistung hat.
Er zeigt, warum man gerade dir vertrauen sollte.
Alles andere ist verschenkter Platz.
Das gilt besonders für Überschriften. Die meisten Besucher lesen nur die Überschriften und kaum Fließtext. Das zeigen auch Blickverlaufsstudien der Nielsen Norman Group: Nutzer überfliegen Webseiten oft im F-Muster und lesen vor allem die ersten Zeilen und Wörter.
Eine Überschrift wie „Über mich“ transportiert weder Mehrwert noch Glaubwürdigkeit. Besser wäre zum Beispiel: „Unser Team in Regensburg hat bereits 528 Kunden geholfen.“ Hier steckt das vertrauensstiftende Element direkt in der Überschrift. Der Besucher muss den Text darunter gar nicht lesen.
Wichtig dabei: Du darfst nicht übertreiben oder erfinden. Unwahre Angaben können nach § 5 UWG irreführend sein und abgemahnt werden. Die Zahl 528 ist nur ein Beispiel. Nimm deine echte Zahl.
Wie du solche Überschriften formulierst, zeige ich in Copywriting für deine Website und in So erstellst du als Gründer eine Website, die wirklich Anfragen generiert.
Was steckt eigentlich hinter Vertrauen?
Um zu verstehen, warum Social Proof und die Text-Formel funktionieren, lohnt sich ein Blick darauf, was Vertrauen aus Sicht des Besuchers ist. Vertrauen heißt: Der Besucher hält es für wahrscheinlich, dass du ihn zu seinem gewünschten Ergebnis führst.
Im B2B-Bereich ist dieses Ergebnis fast immer Geld. Ein Unternehmen investiert, um am Ende mehr zu verdienen. Der Kunde stellt also unbewusst eine Rechnung auf. Zum Beispiel diese:
Investition: z. B. 3.000 Euro für eine neue Website, einmalig.
Zielergebnis: z. B. durchschnittlich 1.000 Euro mehr Umsatz pro Monat durch mehr Anfragen, dauerhaft.
Wie hoch das Zielergebnis wirklich ist, hängt vom Unternehmen ab. Und von der Rolle, die die Website bei der Kundengewinnung spielt. Diese Rolle wird meiner Erfahrung nach oft unterschätzt. Viele Interessenten sehen sich die Website zumindest einmal an, auch wenn sie über einen anderen Kanal auf dich aufmerksam wurden. Zum Beispiel über Instagram oder eine Empfehlung.
Was in dieser Rechnung noch fehlt, ist die Erfolgswahrscheinlichkeit. Wie sicher ist der Besucher, dass das Ergebnis eintritt? An dieser Stelle helfen Social Proof und die Text-Formel, weil beide die gefühlte Erfolgswahrscheinlichkeit erhöhen.

Rechenbeispiel: Die Zahlen sind ausgedacht. Entscheidend ist der dritte Faktor.
Wie du so eine Rechnung für dein eigenes Unternehmen aufstellst, erkläre ich in Inwiefern sorgt eine gute Website für Mehrumsatz? und in Warum eine gute Website oft die lukrativste Marketing-Investition ist. Es gibt aber noch ein drittes Werkzeug, das oft noch stärker wirkt.
Warum eine Garantie oder Testphase so gut wirkt
Kaum etwas erhöht die gefühlte Erfolgswahrscheinlichkeit so stark wie eine Absicherung. Mit einer Garantie trägt der Kunde kaum noch ein Risiko. Im schlechtesten Fall verliert er etwas Zeit.
Wir machen das bei Blaq Nexus mit einer Testphase. Die Website kostet einmalig 360 Euro. Die werden erst nach der 30-tägigen Testphase fällig. Wer nach der Testphase nicht weitermachen will, zahlt sie einfach nicht. Dazu kommen 100 Euro im Monat plus eine Erfolgsbeteiligung, die erst nach sechs bis neun Monaten greift. Den ganzen Ablauf beschreibe ich in Web-Entwicklung bei Blaq Nexus.
Eine kleine Randinfo dazu. In rund 30 Prozent unserer Erstgespräche sagen wir selbst, dass eine Zusammenarbeit gerade keinen Sinn ergibt. Der Grund ist einfach. Wir wollen weder unsere Zeit verschwenden noch riskieren, dass am Ende der Testphase niemand zufrieden ist.
Für dein eigenes Unternehmen kann so eine Absicherung ganz unterschiedlich aussehen. Ein Festpreis, der nicht nachverhandelt wird. Eine kostenlose Nachbesserung. Oder eine Zufriedenheitsgarantie. Wichtig ist nur, dass du sie auch einhältst. Warum ich Garantien für fair halte, steht in Warum jede Webdesign-Agentur eine Geld-zurück-Garantie anbieten sollte.
Ein Nebengedanke: Done for you oder done with you
Das gefühlte Risiko hängt auch davon ab, wie viel der Kunde selbst noch tun muss. Bei Leistungen, die man „done with you“ nennt, wie klassischem Consulting, muss der Kunde nach dem Kauf selbst aktiv werden. Das Risiko ist aus seiner Sicht höher. Bei „done for you“-Leistungen wie einer kompletten Website-Erstellung übernimmst du fast alles. Das Risiko für den Kunden sinkt.
Das erklärt meiner Meinung nach auch, warum große Consulting-Anbieter oft sehr hohe Preise verlangen und gleichzeitig mit besonders eindrucksvollen Fallstudien arbeiten. Der mögliche Gewinn ist groß. Die Erfolgswahrscheinlichkeit ist aus Kundensicht aber geringer, weil der Erfolg von der eigenen Umsetzung abhängt. Solche Angebote passen eher zu Menschen, die weniger Angst vor Risiko haben.
Die meisten lokalen Dienstleistungen sind übrigens „done for you“. Der Maler streicht, der Elektriker installiert, das Entrümpelungsteam räumt. Das ist ein Vorteil, den du auf deiner Website ruhig zeigen kannst. Mehr dazu, warum manche Leistungen einfacher zu verkaufen sind, steht in Binäre Dienstleistungen und die 2-Minuten-Regel.
Die einzelnen Sektionen im Detail
Mit diesen Prinzipien im Hinterkopf lässt sich jede Sektion der Website konkret gestalten. Social Proof an den richtigen Stellen, die Formel aus Mehrwert und Glaubwürdigkeit in jedem Text und eine Absicherung gegen das Risiko.
Hero-Section
Hier kommt der wichtigste Vorteil für deinen Kunden hinein. Direkt in die Überschrift. Im Text darunter erklärst du, wie du diesen Vorteil erreichst. Dazu kommen Social Proof und ein Button zur Kontaktaufnahme.
Zwei Beispiele für Hero-Überschriften:
„Entrümpelung in Unna: Besenreine Übergabe in 24 Stunden“
„Entrümpelung in Unna: Besenreine Übergabe zum Festpreis in 24 Stunden“
Mehrere Vorteile in einer Überschrift zu kombinieren, ist möglich. Hier sind es Geschwindigkeit und Festpreis. Wenn du aber einen wirklich herausragenden USP hast, würde ich mich auf diesen einen konzentrieren.
Als lokales Unternehmen solltest du außerdem immer deinen Ort in der Überschrift nennen. Das ist auch für SEO sinnvoll. Ein Trick, den wir oft nutzen: Über der großen Nutzen-Überschrift steht eine kleine Überschrift mit dem Suchbegriff, zum Beispiel „Entrümpelung in Unna“. Wie das bei einem echten Kunden aussieht, siehst du in Mehr Anfragen als Entrümpelungsunternehmen in Dortmund.
Leistungsmerkmal-Sektion
Hier gibt es zwei Wege, je nachdem wie viele Einzelleistungen du anbietest:
Viele Einzelleistungen: Zum Beispiel ein Elektrounternehmen mit 20 verschiedenen Leistungen. Dann listest du die Leistungen auf, am besten mit Icons. Ein Klick führt auf eine eigene Unterseite mit mehr Details. Darunter folgt trotzdem noch eine klassische Leistungsmerkmal-Sektion.
Eine oder wenige Leistungen: Dann lässt du die Auflistung weg und gehst direkt zur Leistungsmerkmal-Sektion.
Die Leistungsmerkmal-Sektion besteht meist aus etwa vier Abschnitten. Sie beschreiben alle Facetten deines Angebots, verbunden mit deinen USPs oder dem Mehrwert für den Kunden.
Ein Beispiel für eine Überschrift: „Büro aufräumen lassen, um wieder betriebsbereit zu sein. In 24 Stunden.“
Eine Überschrift in dieser Sektion kann diese Elemente enthalten. Aber nie alle gleichzeitig, weil sie sonst zu lang wird:
die Zielgruppe,
einen Mehrwert, meist verbunden mit etwas Konkretem, das der Kunde bekommt,
ein vertrauensstiftendes Element, zum Beispiel „bereits 500 Kunden geholfen“,
die Geschwindigkeit, mit der der Vorteil eintritt.
So sieht das als Übersicht aus:

Zwei bis drei Elemente reichen. Alle vier machen die Überschrift zu lang.
Die meisten dieser Überschriften sind kurz. Die Hero-Überschrift darf etwas mehr transportieren als die anderen, weil sie die einzige ist, die jeder Besucher sieht.
Testimonial-Sektion
Hier kommen Fallbeispiele oder Kundenstimmen hin. Am besten mit Bild, denn Testimonials sind die konkreteste Form von Social Proof. Eine Testimonial-Karte sollte idealerweise diese vier Bausteine enthalten:
das Testimonial selbst,
ein Bild der Person, natürlich mit ihrer Zustimmung,
die Sternebewertung,
ein Bild der erbrachten Leistung, zum Beispiel das gebaute Haus.
Im Bild sieht so eine Karte etwa so aus:

Vier Bausteine machen aus einer Kundenstimme einen echten Beleg.
Ideal sind acht oder mehr solcher Karten, die den Bildschirm füllen. In den USA nennt man das „Wall of Love“. Alternativ eignet sich ein Vorher-nachher-Slider, der zum Beispiel zeigt, wie ein Bad vor und nach der Sanierung aussah. Diese Form von Beweis wirkt oft stärker als reiner Text.
Woher du die Bewertungen bekommst, zeige ich in Mehr Google-Bewertungen: das System. Und wie du aus Bewertungen die richtigen Worte für deine Texte ziehst, in Die richtigen Worte für deine Zielgruppe finden.
Ablauf-Sektion
Zeig den Ablauf vom Ausgangspunkt bis zum Ziel deines Kunden. Auch hier gilt die Formel aus Mehrwert und Glaubwürdigkeit. Die Texte zeigen den Mehrwert jedes Schritts und erklären, warum gerade du ihn liefern kannst. Zum Beispiel durch ein eigenes Verfahren oder besondere Qualifikationen.
Ein klarer Ablauf senkt außerdem die Unsicherheit. Der Besucher weiß genau, was ihn erwartet, wenn er Kontakt aufnimmt.
Preise-Sektion
Nenne Preise, wenn das in deiner Branche üblich ist. Sonst lass die Sektion weg. Vage Preisangaben wie „ab 49 Euro“ ohne Bezug haben keine Aussagekraft.
Über-uns-Sektion
Stell dein Team vor. Zeig so viele echte Bilder und Videos wie möglich. Von deinem Büro, deiner Werkstatt, deinen Mitarbeitern. Der Besucher sieht dann, dass hinter dem Unternehmen echte Menschen stehen. Wie du dich als Person sichtbar machst, beschreibe ich auch in Komplett ausgebucht als lokales Unternehmen.
FAQ-Sektion
Beantworte hier die Fragen, die dir Kunden im Gespräch am häufigsten stellen. Eine gute FAQ nimmt dem Besucher die letzten offenen Fragen, bevor er zur Kontaktaufnahme kommt. Wo eine FAQ am meisten bringt, erkläre ich in FAQ auf der Startseite, im Blogartikel oder auf einer eigenen Seite.
Kontaktaufnahme-Sektion
Wie oben erklärt, ist das die zweite Stelle, an der Social Proof besonders wichtig ist. Zeig ihn hier noch einmal.
Gib außerdem deine Telefonnummer an. Viele lokale Kunden rufen lieber an, als ein Formular auszufüllen. Im B2C-Bereich würde ich zusätzlich WhatsApp anbieten. Aber Telefon und WhatsApp nicht zu auffällig gestalten. Der Besucher soll wissen, was die eine Hauptaktion ist: anrufen, Formular ausfüllen oder einen Termin buchen.
Warum eine Hauptaktion besser ist als viele gleich wichtige? Je mehr gleichwertige Möglichkeiten es gibt, desto länger braucht man für die Entscheidung. Das beschreibt Hick's Law.
Beim Kontaktformular gilt: So wenig abfragen wie möglich. Die Nielsen Norman Group rät bei Formularen, sie so kurz wie möglich zu halten. Frag keine Adresse ab, wenn du sie nicht brauchst. Und dem Besucher muss klar sein, was er bekommt. Zum Beispiel: „Füll das aus und erhalte innerhalb von 24 Stunden eine kostenlose Preiseinschätzung.“
Am besten verlangt die Kontaktaufnahme wenig Verbindlichkeit oder bringt dem Besucher sogar einen kostenlosen Vorteil. Ein Beispiel: „Wir checken dein Auto kostenlos auf Probleme. Du entscheidest danach selbst, wo du reparieren lässt.“ Das senkt die Hemmschwelle zusätzlich. Mehr zu solchen Einstiegsangeboten steht in meinem Leitfaden für hochqualifizierte Leads und in Mehr Anfragen: so optimierst du deine Website.
Footer
Hier kommen Telefonnummer, E-Mail, Adresse, Impressum, Datenschutzerklärung und Links zu den wichtigsten Unterseiten hinein. Eine Google-Maps-Karte ist praktisch. Sie lädt aber Daten von Google nach. Lade sie deshalb erst nach einem Klick oder verlinke nur auf dein Profil. Was sonst vor dem Livegang geprüft werden sollte, steht in der Website-Launch-Checkliste.
Unterseiten und Google-Profil: das Gerüst für lokales SEO
Die Startseite ist nur ein Teil. Für lokale Unternehmen sind die Unterseiten oft genauso wichtig. Denn Kunden suchen nicht nach deinem Namen. Sie suchen nach deiner Leistung und ihrer Stadt.
So würde ich vorgehen:
Leistungen im Google-Unternehmensprofil anlegen. Jede Leistung, die du anbietest.
Für jede Leistung eine Unterseite erstellen. Mit einer Überschrift wie „Badsanierung in Regensburg“.
Jede Unterseite mit eigenem Inhalt füllen. Ablauf, Preise, typische Fragen, Bilder von echten Projekten.
Unterseiten untereinander und mit der Startseite verlinken.
Google bewertet laut eigener Aussage beim lokalen Ranking vor allem, wie gut ein Eintrag zur Suche passt, wie nah er am Suchenden ist und wie bekannt das Unternehmen ist. Unterseiten, die zu deinen Leistungen passen, helfen bei der Relevanz. Bewertungen bei der Bekanntheit.
Eine Warnung dazu: Viele fast gleiche Seiten für Städte, in denen du gar nicht arbeitest, wertet Google als Brückenseiten. Leg Seiten nur für Orte an, die du tatsächlich bedienst. Und gib jeder Seite eigenen Inhalt.
Die ganze Anleitung steht im Local-SEO-Leitfaden und in der 11-Punkte-Checkliste für das Google-Unternehmensprofil.
Was du zusätzlich zur Struktur brauchst
Der Sektionsaufbau ist nur das Gerüst. Was fehlt, sind die Informationen zu deinem Unternehmen, die Mehrwert und Glaubwürdigkeit mit echtem Inhalt füllen. Ohne diese Infos bleiben Website-Texte austauschbar.
Dein USP: nie die Behauptung, immer der Mechanismus
Die meisten Unternehmen würden sagen: „Wir sind günstig, schnell und professionell.“ Das reicht nicht. Eine reine Behauptung erhöht die gefühlte Erfolgswahrscheinlichkeit nicht, weil sie durch nichts gestützt wird. Wenn du sagst, du bist günstig, muss klar werden, warum. Sonst glaubt es dir niemand.
Ein Beispiel: Du bist günstig, weil du Leistungen zu einem knapp kalkulierten Festpreis anbietest, den eine spezielle Software für dich genau berechnet. In der Überschrift steht dann nicht einfach „günstig“, sondern „günstig dank moderner Software“. Das macht neugierig. Der Leser spürt, dass dahinter ein echter Grund steckt.
Bevor du oder eine KI Website-Texte schreibt, solltest du Folgendes aufschreiben:
Was dich im Kern einzigartig macht. Zum Beispiel: „Familienbetrieb seit 30 Jahren in Rottenburg, wir kennen fast jeden hier persönlich.“
Deine Motivation und Herkunft. Zum Beispiel: „Ich habe mit 16 Jahren als Maurer angefangen.“
Alles, was sonst noch wichtig sein könnte. So genau wie möglich.
Wie du ein Alleinstellungsmerkmal entwickelst, wenn du noch keins hast, erkläre ich in Als Gründer etablierte Konkurrenten im Marketing schlagen.
Mehrwert: die Zielgruppe wirklich verstehen
Der Mehrwert ist der schwierigste Teil. Er setzt voraus, dass du deine Zielgruppe wirklich kennst. Ihre Lebenssituation. Und ihre konkreten Sorgen und Prioritäten.
Nehmen wir ein Entrümpelungsunternehmen. Was ist diesen Kunden wichtig?
Ein günstiger Preis. Die Qualität ist hier binär: weggeräumt oder nicht. Es gibt keine Qualitätsstufen wie beim Hausbau.
Sorgfalt. Nichts darf zu Bruch gehen.
Geschwindigkeit. Am besten mit Expressservice.
Preistransparenz vorab. Kein Risiko, über den Tisch gezogen zu werden.
Was würde man also auf der Website kommunizieren? Zum Beispiel einen Expressservice, Antwort innerhalb von 24 Stunden, Festpreis, eine effiziente Organisation und Pakete, die man selbst zusammenstellt. So zahlt der Kunde nur für das, was er braucht. Fensterreinigung oder Möbeltransport bucht er bei Bedarf dazu. Genau diese Punkte werden übrigens auch deine Leistungsmerkmale.
Wie wir das bei einer Entrümpelungs-Gründerin konkret erarbeitet haben, zeige ich im Erstgespräch mit einer Entrümpelungs-Gründerin. Und wie du deine Zielgruppe ohne Daten findest, steht in diesem Artikel.
Glaubwürdigkeit: die Fakten
Zusätzlich zu den USPs brauchst du Informationen zu diesen Punkten:
Anzahl der Mitarbeiter,
Qualifikationen der Mitarbeiter, zum Beispiel ein Meistertitel,
Partnerunternehmen und Kooperationen,
Patente, falls vorhanden,
bekannte Kunden oder Partner.
Auch diese Infos gehören auf die Website. Sie stärken die Glaubwürdigkeit zusätzlich zu Testimonials und Social Proof. Wie du Partner vor Ort findest, die dich weiterempfehlen, steht in Affiliate-Partner vor Ort finden.
So nutzt du dieses Wissen konkret
Sobald du all diese Informationen aufgeschrieben hast, gibst du sie zusammen mit diesem Artikel und dem Text deiner aktuellen Website einer KI. Die KI macht dir dann konkrete Vorschläge, was du ändern solltest. Von der Reihenfolge der Sektionen über die Platzierung von Social Proof bis zu einzelnen Überschriften.
Prüf die Vorschläge aber selbst. Eine KI kennt deine Kunden nicht so gut wie du. Wo KI beim Website-Bau hilft, erkläre ich in 5 sinnvolle Einsatzbereiche für KI beim Website-Bau. Und wo sie an Grenzen stößt, in Warum KI (noch) keine guten Websites erstellt.
Branchenbeispiele für diesen Aufbau findest du in meinen Leitfäden für Bauunternehmen, Elektrounternehmen, Autowerkstätten, Restaurants und Friseure. Speziell für Handwerker gibt es außerdem den A-Z-Plan für Handwerksunternehmen. Und wie das bei einem echten Restaurant aussieht, zeige ich in Mehr Online-Bestellungen als Restaurant in Mainburg.
Häufige Fehler auf Websites lokaler Unternehmen
Diese Fehler sehe ich immer wieder:
Kein Ort in der Überschrift. Google und Besucher wissen nicht sofort, wo du arbeitest.
Social Proof ganz unten oder gar nicht. Die Sterne stehen im Footer, wo sie kaum jemand sieht.
Austauschbare Texte. „Qualität, Service, Zuverlässigkeit“ steht auf jeder zweiten Website.
Telefonnummer schwer zu finden. Auf dem Handy muss sie mit einem Tippen anrufbar sein.
Lange Formulare. Jede unnötige Frage kostet Anfragen.
Eine Seite für alle Leistungen. Google findet keine passende Seite zur Suche.
Stockfotos statt echter Bilder. Der Besucher sieht nicht dein Team und nicht deine Arbeit.
Welche Fehler eine Website teuer machen, steht in 5 häufige Fehler, die deine Website teuer zu stehen kommen und in Die 5 häufigsten Website-Fehler, die Anfragen kosten. Welche Art Website du überhaupt brauchst, zeigt 4 Website-Typen im Vergleich.
Bonus: schnelle Tipps für dein lokales Unternehmen
Neben der Website gibt es ein paar einfache Dinge, die viel bringen:
Frag jeden Kunden nach einer Google-Bewertung. Ohne Gegenleistung, denn Google verbietet in seinen Richtlinien für Beiträge Anreize für Bewertungen.
Reagiere auf jede Bewertung. Positiv wie negativ.
Pflege dein Google-Profil regelmäßig. Lade Bilder hoch, zum Beispiel vom Fotoshooting.
Leg für jede Leistung im Google-Profil eine eigene Unterseite an.
Konzentrier dich auf die beste Leistung. Im lokalen Umfeld funktioniert Mundpropaganda meist sehr gut. Und dafür brauchst du vor allem eine sehr gute Leistung.
Fazit: Die richtige Struktur macht aus Besuchern Anfragen
Eine Website für ein lokales Unternehmen braucht keine komplizierte Struktur. Sie braucht die richtige Reihenfolge der Sektionen. Social Proof an den zwei Stellen, an denen der Besucher entscheidet. Texte, die Mehrwert und Glaubwürdigkeit zeigen statt Floskeln wie „günstig“ oder „professionell“. Eine Absicherung, die das gefühlte Risiko senkt. Und eine Unterseite für jede Leistung.
Wenn du magst, gib diesen Artikel jetzt zusammen mit den Infos zu deinem Unternehmen einer KI und hol dir konkrete Vorschläge für deine Website. Das ist alles.
Wenn du die Website lieber machen lassen willst: Über das Formular auf der Startseite bekommst du eine kostenlose Einschätzung deines SEO-Potenzials. Wenn Potenzial da ist, folgt ein kostenloser, unverbindlicher Erstentwurf. Was eine Website kostet, findest du in dem Artikel zu den Website-Kosten. Warum der Preis allein nichts über die Qualität sagt, steht in Website für 1.000 Euro vs. 10.000 Euro.
Häufige Fragen zum Aufbau einer lokalen Website
Welche Sektionen braucht die Website eines lokalen Unternehmens?
Meist diese: Hero-Section, Leistungsmerkmale, Testimonials, Ablauf, Preise, Über uns, FAQ, Kontaktaufnahme und Footer. Die Preise-Sektion lässt du weg, wenn Preise in deiner Branche unüblich sind.
Wo platziere ich Bewertungen auf meiner Website?
Vor allem in der Hero-Section und in der Kontaktaufnahme-Sektion. Dort entscheidet der Besucher, ob er bleibt und ob er sich meldet. Dazu kommt eine eigene Testimonial-Sektion mit ausführlichen Kundenstimmen.
Sollte ich meine Stadt in die Überschrift schreiben?
Ja. Besucher sehen sofort, dass du in ihrer Nähe bist. Und Google versteht besser, für welche Suchen deine Seite passt. Viele Unternehmen nutzen dafür eine kleine Überschrift mit Leistung und Ort über der großen Nutzen-Überschrift.
Brauche ich für jede Leistung eine eigene Unterseite?
Für jede Leistung, die du anbietest und nach der Menschen suchen, lohnt es sich meist. Am besten passend zu den Leistungen in deinem Google-Profil. Jede Seite braucht eigenen Inhalt.
Wie viele Felder sollte mein Kontaktformular haben?
So wenige wie möglich. Name, Kontaktweg und eine kurze Nachricht reichen oft. Frag nur ab, was du für die erste Antwort brauchst.
Darf ich auf meiner Website Kundenzahlen oder Erfolge nennen?
Ja, wenn sie stimmen. Unwahre oder irreführende Angaben können gegen § 5 UWG verstoßen. Nimm deine echten Zahlen und echte Kundenstimmen mit Zustimmung der Kunden.
Kann ich meine Website mit KI verbessern?
Ja, als Hilfe. Gib einer KI diesen Artikel, deinen Website-Text und die Infos zu deinem Unternehmen. Die Vorschläge solltest du aber selbst prüfen, weil die KI deine Kunden nicht kennt.


























