Elias Schweizer

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M.Sc. in Marketing Management

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Letzte Aktualisierung:

Hinweis: Alle Inhalte basieren lediglich auf meiner eigenen Meinung und stellen keine individuelle Beratung (wirtschaftlich, rechtlich, steuerlich, technisch o.ä.) dar. Umsetzung auf eigenes Risiko. Keine Haftung für Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität (soweit gesetzlich zulässig).

Content erstellen: Unterhaltung oder Bildung?

Wie du über deine Content-Erstellung nachdenken solltest: Das Unterhaltung/Bildung-Spektrum

gluehbirne in der hand, symbolbild fuer aha-momente bei der content-erstellung

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ein bild von elias schweizer, webdesigner mit master in marketing

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Wie du über deine Content-Erstellung nachdenken solltest: Das Unterhaltung/Bildung-Spektrum

Ich bin Elias, M.Sc. in Marketing Management, und betreue bei Blaq Nexus Websites mit knapp einer Million Besuchern im Jahr. Zum Beispiel die von Dr. Stemper, die inzwischen über 800.000 Besucher pro Jahr hat. Und die von Lasse L., der auf Social Media bis zu 11 Millionen Aufrufe im Monat erreicht.

Der Unterschied zwischen Unterhaltung und Bildung (Education)


Content-Typ

Woran du wächst

Unterhaltung

Kurzfristiger Mehrwert während des Konsumierens

Education (Wissensvermittlung)

Konstante neue "Aha-Momente" für dein Publikum


Das Spektrum: Unterhaltung vs. Education

Jeder Content lässt sich grob auf einem Spektrum zwischen zwei Polen einordnen. Auf der einen Seite steht die Unterhaltung. Auf der anderen die Wissensvermittlung (Education).

Bei Unterhaltungs-Content ist der Mehrwert kurzfristig. Dein Publikum fühlt sich während des Konsumierens gut unterhalten. Das Wissen selbst bleibt zweitrangig.

Bei Education-Content vermittelst du dagegen tatsächliches, bleibendes Wissen. Es bringt dein Publikum über den Moment des Konsumierens hinaus weiter.

Die meisten Unternehmer, die Content zu ihrem eigenen Fachgebiet erstellen und andere Unternehmen ansprechen möchten, bewegen sich naturgemäß eher auf der Education-Seite dieses Spektrums.

Warum Education-Content anspruchsvoller ist, als er aussieht

Wenn du dich auf der Education-Seite des Spektrums befindest, gilt ein zentraler Grundsatz. Du musst deinem Publikum konstant neue "Aha-Momente" liefern. Momente, in denen jemand etwas wirklich Neues für sich lernt.

Warum konsumieren Leute deine Inhalte? Antwort: Genau wegen dieser wiederkehrenden Lernmomente.

Das bedeutet auch: Du kannst denselben Inhalt nicht beliebig oft wiederholen, ohne dass deine bestehenden Follower den Reiz verlieren. Sie haben den Inhalt bereits gesehen. Ein "Aha-Moment", der schon einmal stattgefunden hat, wirkt beim zweiten Mal deutlich schwächer.

Das erfordert von dir als Ersteller ein kontinuierliches Wachstum an eigenem Wissen. Damit dir der Stoff für neue Inhalte nicht ausgeht.


das spektrum von unterhaltung bis education: unterhaltung liefert kurzfristigen mehrwert, education liefert bleibendes wissen durch konstante aha-momente

Fast jeder Content lässt sich auf diesem Spektrum einordnen - die meisten Unternehmer sind eher auf der Education-Seite unterwegs.

Warum Wiederholung trotzdem einen Wert hat

Interessanterweise ist eine gewisse Wiederholung bereits bekannter Konzepte nicht grundsätzlich schlecht. Für die meisten Menschen ist es sogar wichtiger, an eine bereits gehörte, wichtige Information erneut erinnert zu werden, als sie zum allerersten Mal zu hören.

Beim ersten Kontakt mit einer Information ist die Wahrscheinlichkeit gering, dass sie wirklich langfristig umgesetzt wird.

Ein bewährter Kompromiss: Platziere zu Beginn eines neuen Beitrags einen wirklich neuen "Aha-Moment". Dort entscheiden die meisten Zuschauer, ob sie weiterschauen. Später im Beitrag darfst du ruhig bereits bekannte Konzepte in etwas anderer Form wieder aufgreifen.


idealer aufbau von education-content: zuerst ein neuer aha-moment am anfang, dann warum vertrauen, dann mehrwert und ein wenig verkaeuferischer cta am ende

Ein bewährter struktureller Aufbau für Education-Content.


Der grundlegende Aufbau, den wir empfehlen

Unabhängig vom konkreten Thema hat sich für uns ein grober Aufbau bewährt. Erstens: ein klarer neuer Mehrwert oder Aha-Moment gleich zu Beginn. Zweitens: kurz die Frage beantworten, warum dir das Publikum überhaupt vertrauen sollte. Drittens: der eigentliche, ausführliche Mehrwert. Viertens: am Ende ein zurückhaltender, wenig verkäuferischer Call-to-Action.

Ein zu offensiver Abschluss kann den vorher aufgebauten Mehrwert des Beitrags in der Wahrnehmung deines Publikums wieder entwerten.

Es ist aber auch komplett in Ordnung keinen CTA am Ende des Videos zu haben, weil CTAs den wahrgenommenen Wert des Videos schmälern können ("er sagt das alles nur, weil er mir was verkaufen möchte.")

Der detaillierte Aufbau

Der eben beschriebene Aufbau ist sehr oberflächlich. Wenn du jedes Detail richtig machen möchtest - hier die Schritte:

Mehrwert ankündigen.

Erklären, warum man dir überhaupt zuhören sollte (z.B. Qualifizierungen zeigen).

Erklären, warum der Mehrwert, der in diesem Video präsentiert wird, wirklich ein Mehrwert ist (z.B. Pain Points deiner Zielgruppe benennen + Lösungen dazu aufzeigen (=Mehrwert)).

CTA am Ende.

Fazit

Bevor du mit regelmäßiger Content-Erstellung startest, lohnt es sich, dir bewusst zu machen, wo dein Content auf dem Spektrum zwischen Unterhaltung und Education liegt.

Für die meisten Fachexperten bedeutet das: eine dauerhafte Verpflichtung zum eigenen Weiterlernen. Damit dir die "Aha-Momente" für dein Publikum nicht ausgehen.

Wie du systematisch einschätzt, ob du dafür bereits genug Fachwissen mitbringst, erfährst du in unserem Artikel Bist du Experte genug für Content-Marketing?

Häufig gestellte Fragen zur Content-Erstellung

Muss mein Content immer eindeutig auf einer Seite des Spektrums liegen?

Nein. Viele erfolgreiche Formate mischen beide Elemente. Unterhaltsame Verpackung mit echtem Wissenskern.

Wie oft darf ich denselben Inhalt in abgewandelter Form wiederholen?

Das hängt von deiner Followerzahl und Reichweite ab. Als Richtwert sollte der neue Einstieg immer einen frischen "Aha-Moment" bieten, auch wenn der Kerninhalt ähnlich bleibt.

Warum sollte der Call-to-Action am Ende zurückhaltend sein?

Weil ein zu offensiver Abschluss den zuvor vermittelten kostenlosen Mehrwert in der Wahrnehmung deines Publikums entwerten kann.

Was mache ich, wenn mir die Ideen für neue Aha-Momente ausgehen?

Das ist ein Zeichen, konsequent weiter in dein eigenes Fachwissen zu investieren. Kontinuierliches Lernen ist bei Education-Content kaum verzichtbar.

Ist Wiederholung von bereits bekanntem Wissen wirklich sinnvoll?

Ja, in Maßen. Erinnerung erhöht oft die Wahrscheinlichkeit, dass ein Konzept tatsächlich angewendet wird, mehr als der einmalige Erstkontakt.

Zum Weiterlesen:

Bist du Experte genug für Content-Marketing?

Wie du dich im umkämpften Markt im KI-Zeitalter abhebst

Content-Marketing-Plan: Format, Spektrum und Empfehlungsmarketing

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