Endlich im Map-Pack auftauchen, statt online unsichtbar zu bleiben: Die 11-Punkte-Checkliste für dein Google Business Profil
Elf Kriterien entscheiden darüber, ob dein Google Business Profil bei den richtigen Suchanfragen erscheint. Ich zeige dir jedes einzelne Kriterium, zwei kostenlose Tools zur Selbstprüfung – und einen echten Audit, bei dem selbst ein Profil mit 4,9 Sternen bei fünf von elf Punkten durchfiel.
Ich bin Elias Schweizer, M.Sc. in Marketing Management und Gründer von Blaq Nexus. Wir betreuen viele lokale Unternehmen und Praxen und haben dabei unzählige Google Business Profile analysiert. Genau aus diesen Audits stammt die Checkliste, die du gleich bekommst – inklusive eines echten Beispiels, bei dem trotz guter Bewertung fünf von elf Kriterien durchfielen, obwohl die Behebung nichts gekostet hätte.
Für lokale Unternehmen ist das Google Business Profil oft der wichtigste Anfrage-Kanal überhaupt – wichtiger als die eigene Website. Wenn du zusätzlich prüfen willst, ob deine Website selbst sauber für die lokale Auffindbarkeit aufgebaut ist, findest du das in unserem Artikel So sollte die Website deines lokalen Unternehmens aufgebaut sein. In diesem Artikel geht es aber erstmal ausschließlich um dein Profil.
Bevor wir in die Details gehen, hier die Kurzversion aller elf Kriterien zum schnellen Selbst-Check:
Kriterium | Soll-Zustand |
Unternehmensbeschreibung | Enthält deine wichtigsten Keywords |
Bewertungs-Frequenz | Mindestens 1 neue Bewertung pro Woche |
Durchschnittliche Bewertung | 4,6 Sterne oder besser |
Antworten auf Bewertungen | Wirklich jede Bewertung beantwortet |
Anzahl Bilder | Mindestens 8, besser 20+ |
Post-Frequenz | Mindestens 1 Beitrag alle 5 Tage |
Keywords in den Posts | Deine Ziel-Keywords tauchen in den Posts auf |
Leistungsliste | 20 bis 30 Leistungen eingetragen |
Leistungsbeschreibungen | Jede Leistung mit eigener, Keyword-optimierter Beschreibung |
Einzugsgebiet | Nur maximal eine Stunde Fahrtzeit |
Social-Media-Verknüpfung | Profile sind mit dem GBP verbunden |
Geh diese Liste einmal komplett durch und notier bei jedem Punkt "bestanden" oder "nicht bestanden". Die Punkte, bei denen du durchfällst, sind deine Prioritäten für die nächsten Wochen. Wie du die wichtigsten davon konkret angehst, zeige ich dir jetzt der Reihe nach.
Warum ein nicht optimiertes Profil nicht reicht
Die meisten lokalen Unternehmen haben ihr Google Business Profil irgendwann angelegt, ein paar Basisangaben eingetragen – und es seitdem nicht mehr angefasst. Das Problem dabei: Google bewertet dein Profil nicht danach, ob es existiert, sondern danach, wie vollständig, aktuell und keyword-relevant es ist. Ein Profil, das seit zwei Jahren unverändert ist, verliert gegenüber Wettbewerbern, die ihres aktiv pflegen, kontinuierlich an Sichtbarkeit.
Bleibt das so, passiert Folgendes: Interessenten, die genau nach deiner Leistung in deiner Stadt suchen, sehen zuerst die Konkurrenz im Map-Pack – den Kasten mit den drei hervorgehobenen Ergebnissen direkt unter der Karte.

Du bekommst diese Anfragen schlicht nicht, ohne es überhaupt zu merken, weil du ja nie erfährst, wie oft nach dir gesucht wurde, ohne dass du gefunden wurdest.
Ein gut gepflegtes Profil zahlt inzwischen auf mehr als nur die klassische Google-Suche ein: Die Wahrscheinlichkeit, dass dich auch KI-Tools als Antwort vorschlagen, steigt spürbar, wenn dein Google Business Profil vollständig und aktuell ist. Sichtbarkeit bei Google und Sichtbarkeit bei KI-Antworten hängen also enger zusammen, als die meisten denken.
Die gute Nachricht: Die meisten der elf Kriterien lassen sich in wenigen Stunden beheben, und keines davon kostet Geld. Der laufende Pflegeaufwand danach liegt bei etwa 30 Minuten pro Woche – für den Zugewinn an Sichtbarkeit ein sehr gutes Verhältnis. Fangen wir mit dem größten Hebel an.
Der größte Hebel: Kategorien und Leistungen
Die Kategorie ist der wichtigste Einzelfaktor dafür, bei welchen Suchanfragen dein Profil überhaupt auftaucht. Google bietet über 3.800 vordefinierte Kategorien an – eigene lassen sich nicht anlegen. Drei Regeln dazu:
Wähl deine Primärkategorie so spezifisch wie möglich. "Heilpraktiker für Psychotherapie" ist deutlich besser als "Gesundheitsdienstleistung".
Ergänze 2 bis 4 Sekundärkategorien – aber nur, wenn sie ein wirklich eigenständiges Angebot von dir abbilden. Bist du zum Beispiel Psychotherapeut mit Schwerpunkt Paartherapie, wäre "Psychotherapeut" deine Primär- und "Paartherapie" eine sinnvolle Sekundärkategorie. Nicht alle neun möglichen Sekundärkategorien mitzunehmen ist keine gute Idee: zu viele oder unpassende Kategorien gelten inzwischen als Spam-Signal, im schlimmsten Fall wird dein Profil dafür eingeschränkt.
Trag 20 bis 30 Leistungen ein, die für dich relevante Keywords targetieren und gib jeder Leistung eine eigene Beschreibung mit maximal 300 Zeichen. Diese Beschreibung sollte den lokalen Bezug, die Leistung selbst, deine Zielgruppe, gängige Suchvarianten und das Problem bzw. den Anlass abdecken. Nenn dabei keine Preise, Telefonnummern oder sonstigen personenbezogenen Daten – solche Einträge lehnt Google automatisch ab.

Drei Stellschrauben, ein Ergebnis: besseres Ranking im Map-Pack
Ändere sensible Felder wie Hauptkategorie, Name oder Adresse nie an einem Tag zusammen mit mehreren anderen Anpassungen – Google bewertet solche Häufungen misstrauisch. Lieber eine Änderung nach der anderen, mit ein paar Tagen Abstand dazwischen.
Sind deine Keywords überhaupt noch aktuell?
Bevor du Kategorien und Leistungen final festlegst, lohnt sich ein kostenloser Check: Alle Keywords, die für dich relevant sind, sollten an zwei Stellen auftauchen – als Leistung oder Kategorie in deinem Google Business Profil und als eigene Unterseite auf deiner Website. Fehlt ein Keyword an einer der beiden Stellen, verschenkst du Sichtbarkeit.
So gehst du vor:
Such dein eigenes Google Business Profil bei Google. Rechts erscheint dein Profil – kopier den Namen, der dort steht.
Füg diesen Namen in den Local SEO Keyword Generator ein – ein kostenloses Tool, das dir bis zu 100 passende lokale Keywords vorschlägt.
Gleich die Vorschläge mit deinem Profil ab: Ist jedes relevante Keyword schon als Kategorie oder Leistung hinterlegt?
Gleich sie zusätzlich mit deiner Website ab: Gibt es zu jedem relevanten Keyword eine eigene Unterseite?
Nicht jedes vorgeschlagene Keyword ist relevant. Interessant sind nur die, zu denen du wirklich einzigartige Inhalte anbieten kannst. Keywords mit einer Bedeutung, die einem bereits targetierten Keyword sehr ähnelt, bringen dir wenig zusätzlichen Wert.
NAP-Konsistenz
NAP steht für Name, Address, Phone. Diese drei Angaben müssen überall im Netz exakt identisch geschrieben sein: im Google Business Profil, auf deiner Website, in jedem Verzeichnis, auf Social Media. Google erkennt daran, ob unterschiedliche Einträge im Netz zum selben Unternehmen gehören – und je konsistenter, desto mehr vertraut Google deinen Angaben.

Typische Fehler, die die Konsistenz zerstören: "Str." an einer Stelle, "Straße" an einer anderen. Die Hauptnummer auf der Website, aber eine Durchwahl im Profil. Oder "GmbH" bzw. "e. K." mal angegeben, mal weggelassen. Jede dieser Kleinigkeiten für sich wirkt harmlos – in Summe verwässern sie aber, wie sicher sich Google bei der Zuordnung deines Unternehmens ist.
Diese Felder dürfen außerdem nie leer bleiben: Name, Adresse, Telefonnummer, Website, Kategorien, Öffnungszeiten inklusive Sonderzeiten an Feiertagen, eine Unternehmensbeschreibung (maximal 750 Zeichen – die ersten 250 sind die wichtigsten, weil nur die in der Vorschau erscheinen), ein Titelbild mit mindestens 1.200 × 675 Pixeln, deine Leistungen mit Beschreibung, sowie Attribute wie barrierefreier Zugang, Zahlungsarten und Parkmöglichkeiten.
Prüf außerdem vorher, ob für dein Unternehmen nicht längst ein unbestätigter Eintrag existiert – das passiert öfter, als man denkt. Beanspruche diesen Eintrag, statt einen zweiten anzulegen. Zwei Profile für dasselbe Unternehmen verwirren Google mehr, als sie helfen.
Fotos, die Vertrauen aufbauen
Profile mit ausreichend Fotos bekommen messbar mehr Anfragen – Bilder sind also kein Deko-Thema. Diese Aufnahmen gehören ins Profil:
Ein professionelles Titelbild – das wichtigste Foto überhaupt
Dein Logo
Eine Außenansicht, damit Interessenten dich vor Ort auf Anhieb wiedererkennen
Eine Innenansicht deiner Praxis- oder Betriebsräume
Fotos von dir und deinem Team – gerade in der Gesundheitsbranche entscheidet das Foto von dir mit über das Vertrauen, weil Patienten keine anonyme Leistung buchen, sondern dich
Technisch gilt: Fotos werden erst nach der Verifizierung deines Profils sichtbar, und nach dem Hochladen dauert es 24 bis 48 Stunden bis zur Freischaltung. Achte außerdem auf ein Seitenverhältnis von 4:3, oder platzier zumindest das Hauptmotiv mittig – Google beschneidet die Ränder gerne. Wenn du ohnehin ein Fotoshooting für deine Website planst: Nutz die Bilder direkt doppelt, ein Shooting für zwei Verwendungszwecke.
Bewertungen und Posts: kurz angerissen
Zwei der elf Kriterien – Bewertungs-Frequenz und Post-Frequenz – hängen von einem laufenden System ab, das so umfangreich ist, dass es einen eigenen Artikel verdient. Nur kurz vorweg: Wenn sich bei dir 50 oder 70 unbeantwortete Bewertungen angesammelt haben, ist das Abarbeiten dieses Rückstands eine der günstigsten Ranking-Verbesserungen, die du überhaupt vornehmen kannst – jede Bewertung wird beantwortet, die guten genauso wie die schlechten.
Der 11-Punkte-Realitäts-Check: ein echtes Beispiel
Um zu zeigen, wie wenig Sterne allein über die tatsächliche Profil-Qualität aussagen, hier ein realer Audit aus unserer Praxis: 4,9 Sterne, 26 Bilder, 27 Leistungen mit Beschreibung – auf den ersten Blick sieht alles gut aus. Durchgefallen ist das Profil trotzdem bei fünf der elf Punkte.

4,9 Sterne reichen nicht: Der reale Audit zeigte fünf offene Baustellen
Konkret durchgefallen ist das Profil bei: 0,19 Bewertungen pro Woche statt der angestrebten 1, 73 unbeantworteten Bewertungen, null Posts im letzten Monat, sowie zu wenigen Keywords sowohl in der Profilbeschreibung als auch in den Posts. Genau da lag das gesamte ungenutzte Potenzial – bei fünf Punkten, deren Behebung nichts gekostet hätte außer Zeit.
Willst du diesen Check für dein eigenes Profil automatisiert durchführen lassen, kannst du dafür den kostenlosen Merchynt GBP Audit nutzen. Er prüft dieselben Kriterien wie die Liste oben – von der Social-Media-Verknüpfung über die Keyword-Dichte in deiner Beschreibung bis zur Zahl unbeantworteter Bewertungen – und zeigt dir sofort, welche Punkte bei dir durchfallen. Genau diese Punkte sind dann deine Prioritätenliste für die nächsten Wochen.
Fazit
Ein Google Business Profil ist nie "fertig eingerichtet" – es ist ein laufendes System, das mit jeder neuen Bewertung, jedem neuen Post und jeder Änderung an deinem Angebot mitwachsen sollte. Die elf Kriterien aus diesem Artikel geben dir eine klare, kostenlose Checkliste an die Hand: Geh sie einmal komplett durch, notier ehrlich, wo du durchfällst, und behebe zuerst die Punkte mit dem größten Hebel – Kategorien, Leistungen und NAP-Konsistenz. Danach ist dein Profil in der Verfassung, tatsächlich das zu leisten, wofür es gedacht ist: dich bei den Suchanfragen sichtbar zu machen, die dir wirklich Anfragen bringen.
FAQ
Wie lange dauert es, bis Änderungen am Google Business Profil wirken?
Einfache Änderungen wie neue Fotos oder Posts wirken oft innerhalb weniger Tage. Bei sensiblen Feldern wie Kategorie, Name oder Adresse würde ich zwei bis drei Wochen abwarten, bevor du in den Insights prüfst, über welche Suchbegriffe du tatsächlich gefunden wirst.
Wie viele Sekundärkategorien sollte ich wählen?
2 bis 4 und wirklich nur solche, die ein eigenständiges Angebot von dir abbilden. Alle neun theoretisch möglichen Kategorien zu nutzen, gilt inzwischen eher als Spam-Signal als als Vorteil.
Was mache ich, wenn für mein Unternehmen schon ein Profil existiert, das nicht mir gehört?
Beanspruche diesen bestehenden Eintrag, statt einen zweiten anzulegen. Zwei Profile für dasselbe Unternehmen verwirren Google mehr, als sie dir nutzen.
Wie groß sollte mein Einzugsgebiet im Profil sein?
Als Faustregel: nicht größer, als du in einer Stunde Fahrtzeit abdecken kannst. Ein zu groß gewähltes Einzugsgebiet ist einer der häufigsten Fehler und kostet dich Relevanz bei den Suchanfragen, die wirklich zählen.
Muss ich wirklich jede Bewertung beantworten, auch schlechte?
Ja. Unbeantwortete Bewertungen sind gleich zwei verschenkte Chancen: Google fehlt ein Aktivitätssignal, und Interessenten bekommen den Eindruck, dass du nicht besonders engagiert bist. Antworte individuell statt mit Copy-Paste-Bausteinen.
Kann ich eine eigene Kategorie anlegen, wenn keine der 3.800 passt?
Nein, eigene Kategorien lassen sich bei Google nicht anlegen. Wähl stattdessen die spezifischste vordefinierte Kategorie, die dein Kerngeschäft am ehesten trifft.
Wie finde ich heraus, welche Keywords für mein Google Business Profil relevant sind?
Nutz dafür den kostenlosen Local SEO Keyword Generator, den ich weiter oben verlinkt habe. Er schlägt dir anhand deines Profilnamens bis zu 100 passende lokale Keywords vor, die du dann mit deinen Kategorien, Leistungen und Unterseiten abgleichst.
Zum Weiterlesen:
Local SEO Leitfaden 2026: Mehr Kunden aus deiner Region - ohne teure Werbung
So sollte die Website deines lokalen Unternehmens aufgebaut sein
Komplett ausgebucht als lokales Unternehmen – ohne bezahlte Werbung
Cold-Outreach für Gründer: 0-Euro-Marketing, das rechtlich sauber bleibt
Auszug aus meinem Buch: Profil ausfüllen, NAP, Kategorien, Servicegebiet und Leistungen
Hier ein Auszug zu diesem Thema aus meinem Buch „Komplett ausgebucht mit 0 € Marketing-Ausgaben – als kleines Dienstleistungsunternehmen im KI-Zeitalter“. Er ergänzt den Artikel um weitere Details.
Das Profil wirklich komplett ausfüllen
Sobald dein Profil verifiziert ist, zeigt dir Google im Dashboard einen Vollständigkeits-Balken. Das Ziel: 100 Prozent. Vollständige Profile werden nachweislich häufiger angezeigt, weil Google schlicht mehr Signale hat, um die Relevanz für eine Suchanfrage einzuschätzen.
Diese Felder gehören dazu, und keins davon sollte leer bleiben:
Unternehmensname, Adresse, Telefonnummer, Website Kategorien (dazu gleich mehr in einem eigenen Abschnitt) Öffnungszeiten, inklusive Sonderzeiten an Feiertagen Unternehmensbeschreibung, Fotos, allen voran ein Titelbild, Leistungen mit Beschreibung (auch dazu gleich mehr in einem eigenen Abschnitt), Attribute – zum Beispiel barrierefreier Zugang, akzeptierte Zahlungsarten, Parkmöglichkeiten.
Ändere sensible Felder wie Hauptkategorie, Unternehmensname oder Adresse nie an einem einzigen Tag zusammen mit mehreren anderen Anpassungen. Google bewertet solche Häufungen von Änderungen mitunter misstrauisch. Lieber eine Änderung nach der anderen, mit ein paar Tagen Abstand dazwischen.
Die Unternehmensbeschreibung darf maximal 750 Zeichen lang sein. Die ersten 250 Zeichen sind dabei die wichtigsten, weil genau die in der Vorschau angezeigt werden, bevor jemand überhaupt auf „Mehr anzeigen“ klickt. Bau außerdem die Keywords ein, für die du gefunden werden willst, am besten dieselben, die du auch schon bei deinen Leistungen verwendest.
Beim Titelbild achte auf eine Mindestgröße von 1200 mal 675 Pixeln, damit es auf allen Geräten scharf aussieht. Ein professionelles Foto von dir, deinem Team oder deinem Standort wirkt hier deutlich glaubwürdiger als ein generisches Bild oder dein Logo allein.
Noch ein praktischer Tipp, bevor du überhaupt loslegst: Prüfe zuerst, ob für dein Unternehmen nicht schon automatisch ein unbestätigter Eintrag entworfen wurde– das passiert bei Google öfter, als man denkt. Falls ja, beanspruche diesen Eintrag, statt einen komplett neuen anzulegen. Zwei Profile für dasselbe Unternehmen verwirren Google eher, als dass sie helfen.
Wie findest du heraus, ob schon ein unbestätigter Eintrag existiert? Gib bei Google einfach deinen Unternehmensnamen zusammen mit deinem Ort ein, zum Beispiel „Mustermann GmbH Dortmund“. Taucht rechts neben den Suchergebnissen eine Profilkarte mit Adresse, Öffnungszeiten oder Bewertungen auf, existiert bereits ein Eintrag, auch wenn er noch nicht bestätigt ist.
Kategorien: Dein wichtigster Ranking-Hebel
Die Vergabe einer perfekten Primärkategorie und idealer Sekundärkategorien ist besonders wichtig. Google bietet über 3.800 vordefinierte Kategorien an – eine eigene, neue Kategorie kannst du nicht erstellen, du wählst immer aus dieser Liste.
Es gibt eine Primärkategorie und optional mehrere Sekundärkategorien. Beide erfüllen einen unterschiedlichen Zweck.
Die Primärkategorie beschreibt dein Kerngeschäft – also das, womit du den größten Teil deines Umsatzes machst oder was für deine Zielgruppe am wichtigsten ist. Sie hat den größten Einfluss auf dein Ranking, deshalb verdient sie die meiste Sorgfalt. Die wichtigste Regel dabei: Sei so spezifisch wie möglich. Wenn du Dachdecker bist, wähl „Dachdeckerei“, nicht „Bauunternehmen“. Wenn du ein Nagelstudio betreibst, wähl „Nagelstudio“, nicht einfach „Studio“.
Die Sekundärkategorien ergänzen das Bild um weitere, tatsächlich zutreffende Leistungen. Ein Beispiel: Ein Rechtsanwalt mit Schwerpunkt Arbeitsrecht könnte als Primärkategorie „Rechtsanwalt“ wählen und als Sekundärkategorien „Arbeitsrechtlicher Dienst“ und „Anwaltskanzlei“ ergänzen.

Die Primärkategorie beeinflusst dein Ranking am stärksten, Sekundärkategorien ergänzen nur wirklich zutreffende Leistungen.
Technisch erlaubt Google bis zu 9 Sekundärkategorien. Ich würde aber nur in seltenen Fällen so viele definieren. Jede Kategorie, die nicht wirklich zutrifft, verwässert die Relevanz deines Profils
insgesamt – und zu viele oder unpassende Kategorien gelten bei Google inzwischen als Spam-Signal, was im schlimmsten Fall zu Einschränkungen deines Profils führen kann. Nimm nur die Kategorien dazu, die wirklich ein eigenständiges Angebot von dir abbilden. In der Praxis sind das meistens 2 bis 4.
So findest du die passenden Kategorien: Geh in deinem Profil auf „Profil bearbeiten“ und dann auf „Kategorie“. Tipp deinen Kernbegriff ein, Google schlägt dir daraufhin passende Kategorien vor. Wähl den spezifischsten Vorschlag, der wirklich zutrifft.
Nachdem du deine Kategorien gewählt hast: Lass sie erstmal in Ruhe. Google braucht einige Wochen, um dein Profil in den Suchergebnissen zu stabilisieren, und ständiges Hin-und-her-Ändern hilft dabei nicht. Schau dir nach 2 bis 3 Wochen in den Insights deines Profils an, über welche Suchbegriffe Leute dich tatsächlich finden – falls die Ergebnisse nicht zu deinen Erwartungen passen, kannst du nachjustieren. Danach reicht es, die Kategorien etwa alle 6 Monate auf Aktualität zu überprüfen, zum Beispiel wenn sich dein Leistungsangebot erweitert hat.
Servicegebiet: Nicht zu groß wählen
Bietest du deine Leistung nicht an einer festen Adresse an, sondern kommst zu deinen Kunden, zum Beispiel als Handwerker oder mobiler Dienstleister, kannst du in deinem Profil statt oder zusätzlich zu einer Adresse ein Servicegebiet festlegen.
Das Servicegebiet sollte nicht zu groß gewählt werden. Als Faustregel gilt, dass du jeden Punkt innerhalb dieses Gebiets innerhalb von etwa einer Stunde Fahrzeit erreichen können solltest. Wählst du das Gebiet größer, verwässert das deine Relevanz für lokale Suchanfragen, und Google stuft dein Profil entsprechend schwächer ein.
Leistungen mit Beschreibung eintragen
Neben den Kategorien gibt es im Profil einen eigenen Bereich für einzelne Leistungen – und den solltest du unbedingt nutzen, falls er dir zur Verfügung steht. Ob du diese Funktion siehst, hängt von deiner Primärkategorie ab: Nicht jede Branche bekommt sie automatisch freigeschaltet.
Die Leistungen werden unterhalb deiner gewählten Kategorien gruppiert angezeigt. Google schlägt dir dabei passend zu jeder Kategorie schon vordefinierte Leistungen vor – ein Klempner sieht zum Beispiel Vorschläge wie „Installation von Armaturen“ oder „Toilettenreparatur“. Findest du deine konkrete Leistung nicht in den Vorschlägen, kannst du sie auch frei als eigenen, benutzerdefinierten Eintrag hinzufügen.
Zu jeder Leistung kannst du eine kurze Beschreibung hinterlegen, maximal 300 Zeichen. Ein paar Dinge solltest du dabei vermeiden: keine Preise, keine Telefonnummern und keine anderen personenbezogenen Daten nennen. Google lehnt solche Einträge automatisch ab.
Wie viele Leistungen solltest du eintragen? Aus meiner Erfahrung sind 20 bis 30 ein guter Richtwert.

Richtwert für das Leistungen-Feld im Google Business Profil.
Wie kommt man auf 20 bis 30 sinnvolle Leistungen? Ich verwende dafür Tools zur Keyword-Recherche für lokales SEO. Die relevantesten und generellsten Keywords nutze ich für die Primär- und Sekundärkategorien, die spezielleren und weniger gesuchten für die einzelnen Leistungen.
Noch ein praktischer Hinweis: Google fügt deinem Profil unter Umständen automatisch Leistungen hinzu, die es von deiner Website übernommen hat. Schau dein Profil deshalb regelmäßig durch. Passen die automatisch vorgeschlagenen Leistungen, übernimm sie einfach. Passen sie nicht, wirf sie wieder raus, statt sie stehen zu lassen.













