Eine Website lohnt sich für die meisten Friseure, weil Neukunden bei akutem Bedarf über Google suchen und vor dem Termin mehr sehen wollen als ein paar Fotos im Google-Profil. In diesem Artikel geht es deshalb um mehr als das Aussehen einer Salon-Website. Vor allem geht es um die grundlegende Frage: Ist es überhaupt sinnvoll, als Friseur in eine eigene Website zu investieren?
Viele Friseursalons verzichten bewusst auf eine eigene Website. Sie setzen stattdessen auf ihr Google Business Profil (früher Google My Business) und auf Social Media wie Facebook, Instagram und TikTok. Die Argumentation: „Das reicht doch völlig aus.“ Aber stimmt das wirklich? Genau das schauen wir uns heute an.
Über mich
Ich bin Elias Schweizer, Gründer von Blaq Nexus, und erstelle seit 2023 Websites für Unternehmen. Ich habe einen M.Sc. in Marketing Management mit Schwerpunkt Dienstleistungsmarketing und über 32.000 Websites im deutschsprachigen Raum analysiert. Heute betreuen wir Websites mit zusammen knapp 1 Mio. Besuchern pro Jahr. Die Website von Dr. Stemper (Psychologie Berlin) hatte zuletzt 68.000 Besucher in 30 Tagen, hochgerechnet über 800.000 im Jahr (Stand September 2026).
Ein Schwerpunkt sind Websites für lokale Unternehmen wie Friseure, die wir mit professioneller Design-Software umsetzen. Die Screenshots in diesem Artikel stammen aus einer Muster-Website für einen Salon, die wir gestaltet haben.

Der Startbereich einer Salon-Website: klare Überschrift, ein Button, Bilder echter Haarschnitte.
Kurz-Antwort: Braucht ein Friseur eine Website?
Ja, in den meisten Fällen. Social Media sorgt dafür, dass Menschen von dir erfahren. Wer aber akut einen Termin braucht, sucht über Google, landet im Google-Profil und will dann mehr wissen. Eine Website zeigt Leistungen, Preise, Team und Zielgruppe und hilft dir, über E-Mail-Adressen an mehr Google-Bewertungen zu kommen.
Feature | Wichtigkeit | Zweck |
|---|---|---|
Klare Zielgruppenansprache | Sehr hoch | Zeigt sofort, für wen deine Leistungen gedacht sind |
Hochwertiges Design | Sehr hoch | Vermittelt Kompetenz und ästhetisches Gespür |
Leistungsübersicht mit Preisen | Sehr hoch | Informiert transparent über Angebote und Kosten |
Bilder von Haarschnitten | Sehr hoch | Zeigt deine Arbeit und inspiriert |
Telefonnummer (klickbar) | Hoch | Ermöglicht schnelle Kontaktaufnahme |
Kontaktformular | Mittel | Sammelt E-Mail-Adressen für spätere Bewertungsanfragen |
Fotos vom Team | Mittel | Schafft Vertrauen und Sympathie |
Bilder oder Videos vom Salon | Mittel | Gibt Einblick in die Atmosphäre |
Google-Maps-Karte | Mittel | Erleichtert die Anfahrt (datenschutzkonform einbinden) |
Online-Buchungssystem | Niedrig | Oft kompliziert in der Umsetzung |
Warum ich die Punkte so gewichte, erkläre ich in den folgenden Abschnitten.
Warum gerade Friseure von hochwertigen Websites profitieren
Friseure gehören zu den Unternehmen, die besonders von einer ansprechenden Website profitieren. Der Grund ist einfach: Dein gesamtes Geschäft dreht sich um Attraktivität, Design und Ästhetik.
Eine hochwertig gestaltete Website ist mehr als eine digitale Visitenkarte. Sie sagt leise, aber deutlich: „Ich habe ein Auge für Details, Stil und Design.“ Wenn Interessenten von der Gestaltung beeindruckt sind, übertragen sie diesen Eindruck auf deine Dienstleistung.
Wie eine bessere Website zu mehr Umsatz führt, habe ich in „Inwiefern sorgt eine gute Website für Mehrumsatz?“ genauer erklärt. Und warum Design keine reine Geschmackssache ist, steht in „Ist Webdesign wirklich Geschmackssache?“.
In diesem Leitfaden kläre ich vier Fragen. Macht eine eigene Website für einen Salon Sinn, oder reichen Social Media und Google-Profil? Ab wann rechnet sich die Investition? Welche Funktionen braucht eine Friseur-Website wirklich? Und wie wirkt sie auf Stammkunden und auf Neukunden?
Welche Zielgruppe sollte ein Friseur ansprechen?
Theoretisch könnte man sagen: Jeder muss zum Friseur, also kannst du jede Zielgruppe ansprechen. In der Praxis ist das ein Fehler.
Wenn du versuchst, alle anzusprechen, sprichst du am Ende niemanden richtig an. Ein Salon, der gleichzeitig Trend-Schnitte, klassische Herrenfrisuren, moderne Damenschnitte und Kinderhaarschnitte perfekt beherrschen will, wirkt unglaubwürdig. In der Praxis funktioniert es trotzdem, wenn die Konkurrenz klein ist oder sich die anderen Friseure in deinem Umfeld auch nicht spezialisieren.
Besser ist trotzdem ein Fokus. Kommuniziere klar, wen du ansprechen möchtest. Zum Beispiel moderne Damenfrisuren, Herrenschnitte im Barbershop-Stil oder hochwertige Colorationen. Wie du deine Zielgruppe findest, wenn du noch keine Daten hast, zeige ich in „Wie du deine Zielgruppe findest“.
Warum eine Website für die Zielgruppenansprache so wichtig ist
Die beste Art, deine Zielgruppe anzusprechen, ist eine Website, auf der genau diese Zielgruppe durch passende Angebote, Bilder und Texte angesprochen wird.
„Aber das geht doch auch über Instagram, Facebook oder TikTok?“
Stimmt. Aber diese Plattformen erfüllen eine andere Aufgabe. Social Media ist gut dafür, dass Menschen überhaupt von dir erfahren. Aber was passiert, wenn jemand akut einen neuen Schnitt braucht? Nach meiner Erfahrung sucht er dann über Google nach einem Friseur in seiner Nähe und nicht über Instagram.

Aus dieser Sektion einer Salon-Website wird sofort klar: Das Angebot richtet sich vor allem an Frauen.
Wie du Texte schreibst, die deine Zielgruppe in ihrer eigenen Sprache ansprechen, erkläre ich in „Copywriting für deine Website“. Einen einfachen Weg, die richtigen Worte aus Kundenbewertungen abzuleiten, zeige ich in „Die richtigen Worte für deine Zielgruppe finden“.
Die Customer Journey bei der Friseursuche
So läuft es in der Realität meistens ab:
Der Kunde hat einen akuten Bedarf, zum Beispiel „Ich brauche dringend einen neuen Schnitt“.
Er googelt nach „Friseur“ und seinem Stadtnamen, nicht nach deinem Instagram-Account.
Er findet dein Google Business Profil und sieht dort ein paar Bilder.
Er will mehr wissen und klickt auf deine Website.
Wenn du keine Website hast, kann der Interessent nur anhand der wenigen Bilder im Google-Profil erahnen, welche Leistungen du anbietest und für wen. Das führt oft dazu, dass er weiterscrollt.
Wenn du eine Website hast, findet er dort alle Angebote, Bilder, Preise und Informationen übersichtlich aufbereitet. Gehört er zu deiner Zielgruppe und sprichst du diese klar an, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass er einen Termin ausmacht.
Ob du im Google-Profil überhaupt weit oben erscheinst, hängt laut Google von Relevanz, Entfernung und Bekanntheit ab. Zur Bekanntheit zählen auch die Anzahl der Rezensionen und die Bewertungen. Die Website und das Google-Profil arbeiten also zusammen. Wie du dein Profil vollständig aufstellst, zeige ich in der Checkliste mit 11 Punkten für dein Google Business Profil, das ganze lokale Vorgehen im Local-SEO-Leitfaden.
Hilft die Website bei der Terminvereinbarung?
Hier wird es interessant und vielleicht überraschend: nicht in besonderem Maße.
Auf der Website kannst du verschiedene Kontaktmöglichkeiten anbieten. Jede hat Vor- und Nachteile.
Option 1: Klickbare Telefonnummer
Die einfachste Lösung. Du zeigst deine Telefonnummer so, dass sie am Computer angeklickt oder am Handy angetippt werden kann und direkt gewählt wird.
Option 2: Kontaktformular
Du baust ein Formular ein, über das Interessenten ihren Wunschtermin angeben können. Wichtig: Schreib dazu, dass du dich noch einmal meldest, falls der Termin nicht frei ist. Das Kontaktformular ist keine Buchungssoftware. Es sammelt nur Anfragen.
Option 3: Online-Buchungssoftware
Eine Buchungssoftware wie Calendly klingt modern und praktisch. In der Realität ist sie aber oft problematisch.
Die meisten Interessenten rufen beim Friseursalon an. Wer den Anruf annimmt, trägt den Termin von Hand in das Terminsystem ein. Nutzt du zusätzlich eine Buchungssoftware auf der Website, hast du zwei Systeme:
System 1: dein bestehendes Terminsystem, oft ein Kalender oder eine Tabelle
System 2: die Online-Buchungssoftware
Diese Systeme sprechen nicht miteinander. Es kann also passieren, dass jemand über die Website einen Termin bucht, der telefonisch schon vergeben wurde.
Theoretisch könntest du alle Termine zusätzlich in der Buchungssoftware eintragen lassen. Aber die meisten Salons haben schon ein eingespieltes System. Das komplett zu wechseln, nur um Online-Buchungen zu ermöglichen, ist meist unverhältnismäßig. Arbeitet dein Salon dagegen schon mit einer Kassen- oder Terminsoftware, die eine Online-Buchung mitbringt, sieht die Sache anders aus. Dann kannst du diese direkt auf der Website verlinken.
Der versteckte Nutzen: E-Mail-Adressen für Google-Bewertungen
Die Kontaktmöglichkeiten über die Website sind also nicht besonders stark. Mit einer wichtigen Ausnahme: dem Kontaktformular. Über das Formular sammelst du E-Mail-Adressen. Und genau hier liegt der eigentliche Wert.

Ein Kontaktformular auf einer Salon-Website. Für spätere Bewertungsanfragen gehört eine eigene Checkbox für die Einwilligung dazu.
Nach dem Termin kannst du den Kunden anschreiben und fragen, ob ihm die Leistung gefallen hat. Und du kannst ihn bitten, dich bei Google zu bewerten. Wir bei Blaq Nexus richten solche E-Mails auf Wunsch automatisch ein. Wie das funktioniert, erkläre ich in „Automatisierung für dein Unternehmen: Bewertungen und Weiterempfehlungen“.
Wichtig dabei: Der Bundesgerichtshof hat 2018 entschieden, dass eine Bitte um eine Bewertung per E-Mail als Werbung gilt (Az. VI ZR 225/17). Eine Zusammenfassung des Urteils hat die IT-Recht Kanzlei veröffentlicht. Hol dir deshalb im Formular die Einwilligung dafür, zum Beispiel mit einer eigenen Checkbox. Ich bin kein Anwalt, im Zweifel lass dich beraten.
Google-Bewertungen sind für lokale Unternehmen wie Friseursalons sehr wichtig. Sie beeinflussen, ob Interessenten auf dein Profil klicken oder zum nächsten Salon scrollen. In der Local Consumer Review Survey 2026 von BrightLocal gaben 97 % der befragten Verbraucher an, Online-Bewertungen zu lesen. Befragt wurden allerdings Verbraucher in den USA.
So funktioniert die Bewertungsanfrage konkret: Du schreibst dem Kunden eine kurze E-Mail, manuell oder automatisch, und fragst freundlich, ob er dich bewerten möchte. Füge den direkten Bewertungslink aus deinem Google Business Profil ein. So muss der Kunde nur auf den Link klicken und kann sofort bewerten.
Zwei Regeln von Google solltest du kennen. Du darfst keine Anreize für Bewertungen geben. Kostenlose oder vergünstigte Leistungen als Gegenleistung gelten laut Googles Hilfe zu Rezensionen als gefälschte Interaktionen. Und du darfst nicht gezielt nur zufriedene Kunden um Bewertungen bitten. Frag also alle.
Alternative: QR-Code für Google-Bewertungen
Du kannst auch einen QR-Code erstellen, der direkt zu deiner Bewertungsseite führt. Druck kleine Karten mit dem QR-Code aus und gib sie deinen Kunden nach dem Termin. Sag kurz, dass sie dich darüber bewerten können und dass du dich sehr darüber freuen würdest.
Das funktioniert ohne E-Mail-Adresse und ohne Einwilligung, weil du persönlich fragst. Am besten direkt nach dem Föhnen, wenn der Kunde sich im Spiegel gefällt. Das ganze System dahinter beschreibe ich in „Mehr Google-Bewertungen: das System“.
Fazit zu den Kontaktmöglichkeiten
Das Kontaktformular ist eine gute Option auf der Website, vor allem wegen der E-Mail-Adressen für spätere Bewertungsanfragen.
Ein zusätzliches Buchungssystem ist eher problematisch und in den meisten Fällen nicht zu empfehlen, außer es ist Teil deiner bestehenden Salon-Software.
Die klickbare Telefonnummer ist ebenfalls sinnvoll. Auch wenn die Nummer schon in deinem Google-Profil steht, schadet es nicht, sie mehrmals auf der Website zu zeigen. Das senkt die Hürde, dich direkt anzurufen. Warum weniger Hürden fast immer mehr Anfragen bringen, erkläre ich in „Die 5 häufigsten Website-Fehler, die Anfragen kosten“.
Ab wann lohnt sich eine Website für einen Friseursalon?
Viele Salons arbeiten mit begrenztem Budget. Deshalb hier ein konkreter Orientierungswert. Die Frage ist nicht, wie viel Umsatz dein Salon insgesamt macht. Die Frage ist: Wie viele zusätzliche Stammkunden muss dir die Website bringen, damit sie sich bezahlt macht?
Ein Rechenbeispiel mit Beispielwerten. Eine Website kostet bei uns 1.250 € einmalig und 50 € im Monat für Betreuung und Hosting. Im ersten Jahr sind das 1.850 €. Angenommen, eine Neukundin kommt sechsmal im Jahr und zahlt jeweils 60 €. Dann bringt sie dir 360 € im Jahr.
Das heißt: Bringt dir die Website im ersten Jahr etwa sechs neue Stammkunden, hat sie sich bezahlt. Ab dem zweiten Jahr kostet sie nur noch 600 € im Jahr. Dann reichen schon zwei neue Stammkunden.

Beispielwerte, keine Messwerte. Setz deine eigenen Preise und Besuchsfrequenzen ein.
Rechne das mit deinen eigenen Zahlen nach. Bei einem teureren Angebot, etwa Colorationen oder Extensions, reichen noch weniger Kunden. Bei einer Agentur für 5.000 € oder mehr brauchst du entsprechend mehr. Was Websites üblicherweise kosten, habe ich in „Was kostet es, eine Website erstellen zu lassen?“ aufgeschlüsselt.
Weniger lohnend ist eine Website, wenn dein Salon auf Monate ausgebucht ist und du gar keine neuen Kunden aufnehmen kannst. Oder wenn fast alle Kunden über Empfehlungen kommen und sich die Website nie ansehen. Wie du das für dich einschätzt, zeige ich mit dem Framework in „Solltest du in eine neue Website investieren?“. Warum die Website trotzdem fast immer die Grundlage bleibt, erkläre ich in „Lohnt sich eine Website-Optimierung wirklich?“.
Stammkunden und Neukunden: Für wen wirkt die Website?
Die meisten Kunden eines Friseursalons sind Stammkunden, würde ich sagen. Aber die Zahl der Neukunden und Gelegenheitskunden ist nicht zu unterschätzen.
Für Neukunden und Gelegenheitskunden ist eine Website besonders wichtig. Sie wollen sich vorher über deine Leistungen informieren. Und eine Website ist dafür das beste Medium.
Der psychologische Effekt auf Stammkunden
Auch auf deine Stammkunden hat die Website eine leise, aber wichtige Wirkung.
Stil und Ästhetik sind subjektiv. Und Dienstleistungen sind generell sensibel: Ob ein Haarschnitt als gut oder schlecht wahrgenommen wird, hängt auch von anderen Dingen ab als vom Haarschnitt selbst. Die Gesamtwahrnehmung setzt sich aus mehreren Dingen zusammen:
wie kompetent der Kunde dich einschätzt
das Interieur deines Salons
deine Kleidung und Ausstrahlung
deine Website, die er vor dem Termin gesehen hat
Das Ergebnis: Ein Kunde bewertet den Schnitt eher als „okay“, auch wenn er ihm nicht perfekt gefällt, weil ihn alles drumherum schon überzeugt hat. Er denkt dann eher: „Vielleicht liegt es an mir. Dieser Friseur weiß sicher, was er tut.“
Diesen Gedanken, dass jeder Berührungspunkt das Gesamterlebnis prägt, habe ich in „5 häufige Fehler, die deine Website teuer zu stehen kommen“ ausführlicher beschrieben. Auch deshalb ist eine Website für einen Friseur wichtig.
Wie sollte die ideale Friseur-Website aufgebaut sein?
Jetzt wird es konkret. Diese sieben Elemente gehören auf eine gute Friseur-Website. Wie eine Website für lokale Unternehmen insgesamt Sektion für Sektion aufgebaut wird, zeige ich in „So sollte die Website deines lokalen Unternehmens aufgebaut sein“.
1. Gezielte Zielgruppenansprache
Deine Website sollte eine bestimmte Zielgruppe gezielt ansprechen, zum Beispiel Frauen, Männer oder Familien. Das geht über passende Texte, Design und Bilder.
2. Hochwertiges Design
Das Design sollte professionell sein. Am besten nicht mit einem einfachen Baukasten erstellt, weil man das meistens sieht. Wie du auch ohne Design-Talent zu einem guten Ergebnis kommst, erkläre ich in „Professionelles Webdesign ohne Design-Talent“.
Aber Achtung: Wenn deine Website top aussieht, dein Salon aber dunkel und ungepflegt wirkt, passt das nicht zusammen. Die Website muss zur Realität passen. Wenn dein Salon selbst nicht hochwertig wirkt, investiere lieber zuerst in deinen Raum.
3. Kontaktformular mit Einwilligung
Auch wenn es vermutlich selten für Termine genutzt wird: Es lohnt sich, um E-Mail-Adressen einzusammeln und später nach Google-Bewertungen zu fragen. Denk an die Checkbox für die Einwilligung.
4. Ausführliche Leistungsbeschreibungen
Beschreibe deine Leistungen genau. Das hilft Interessenten bei der Entscheidung und beantwortet Fragen, bevor sie gestellt werden:
Was wird gemacht?
Warum wird das gemacht?
Was bringt es für die Haare, zum Beispiel bei einer Pflege- oder Reparaturbehandlung?
Was kostet es? Nenne die Preise transparent.
Wie sieht das Ergebnis aus? Zeig Bilder von Haarschnitten.
5. Bilder vom Team
Interessenten möchten wissen, wer ihnen die Haare schneidet. Das ist menschlich und schafft Vertrauen.

Beispiel für eine Team-Sektion eines Friseursalons.
6. Bilder und Videos vom Salon
Zeig deinen Salon mit hochwertigen Bildern und Videos. So kann sich der Interessent genau vorstellen, was ihn erwartet.
7. Google-Maps-Karte
Damit der Interessent den Weg zu dir findet. Achte darauf, die Karte datenschutzkonform einzubinden, am besten so, dass sie erst nach Zustimmung lädt. Was vor dem Livegang sonst noch geprüft werden sollte, steht in der Website-Launch-Checkliste.
Häufige Fehler bei Friseur-Websites
Diese Fehler sehe ich bei Salon-Websites immer wieder:
Keine Preise. Nach meiner Erfahrung melden sich Interessenten dann eher beim nächsten Salon, der seine Preise zeigt.
Nur Stockfotos statt echter Bilder von deinen Haarschnitten, deinem Team und deinem Salon.
Eine Ansprache für alle, statt einer klaren Zielgruppe.
Eine Buchungssoftware, die nicht mit dem echten Terminkalender verbunden ist.
Die Telefonnummer nur im Impressum statt gut sichtbar und klickbar.
Ein Kontaktformular ohne Einwilligung für spätere Bewertungsanfragen.
Eine Website, die einmal gebaut und nie wieder aktualisiert wird. Was regelmäßig gepflegt werden sollte, erkläre ich in „Website-Pflege: was du regelmäßig aktualisieren solltest“.
Fazit: Selbst erstellen oder professionell erstellen lassen?
Eine Website lohnt sich für die meisten Friseure. Weniger für die Terminbuchung, sondern weil Neukunden sich vor dem ersten Termin informieren wollen, weil sie deine Zielgruppe klar anspricht und weil sie dir hilft, mehr Google-Bewertungen zu bekommen.
Wenn du alle Punkte aus diesem Artikel selbst umsetzen kannst, technisch, gestalterisch und inhaltlich, musst du die Website nicht professionell erstellen lassen.
Wenn du dir unsicher bist, ist es vermutlich besser, einen Profi zu beauftragen. Denn eine halbherzig umgesetzte Website kann mehr schaden als nutzen. Sie vermittelt genau das Gegenteil von dem, was du zeigen willst: Professionalität und ästhetisches Gespür.
Mehr zum Thema findest du in „Website selbst erstellen oder professionell erstellen lassen?“ und in „5 Gründe, warum deine selbst erstellte Website dein Business sabotiert“. Wenn du überlegst, die Website mit KI zu erstellen, lies vorher „Werden Websites in der Zukunft von einer KI erstellt?“. Und wenn du jemanden beauftragen willst, helfen dir die 6 Kriterien, an denen du eine gute Webdesign-Agentur erkennst.
Häufig gestellte Fragen zu Websites für Friseure
Reicht ein Google Business Profil statt einer Website?
Für die Sichtbarkeit in Google Maps ist das Profil am wichtigsten. Aber es zeigt nur wenige Bilder und Informationen. Wer mehr über Leistungen, Preise und Team wissen will, braucht eine Website. Beides zusammen funktioniert am besten.
Reicht Instagram als Website-Ersatz?
Instagram ist gut dafür, dass Menschen von dir erfahren und deine Arbeit sehen. Wer akut einen Termin sucht, sucht nach meiner Erfahrung aber über Google. Dort hilft dir Instagram wenig.
Was kostet eine Website für einen Friseur?
Das hängt stark vom Anbieter ab. Bei uns kostet eine Website 1.250 € einmalig plus 50 € im Monat für Betreuung und Hosting. Agenturen verlangen oft mehrere Tausend Euro. Wichtiger als der Preis ist, ob die Website deine Zielgruppe klar anspricht.
Brauche ich ein Online-Buchungssystem?
Meistens nicht. Ein zusätzliches System, das nicht mit deinem Terminkalender verbunden ist, führt schnell zu Doppelbuchungen. Hat deine Salon-Software schon eine Online-Buchung, kannst du sie verlinken.
Darf ich Kunden per E-Mail um eine Google-Bewertung bitten?
Nur mit Einwilligung. Laut Bundesgerichtshof ist eine Bewertungsanfrage per E-Mail Werbung. Hol die Einwilligung am besten direkt im Kontaktformular ein, zum Beispiel mit einer eigenen Checkbox.
Sollte ich Preise auf meiner Website zeigen?
Ja. Transparente Preise beantworten die häufigste Frage, bevor sie gestellt wird. Interessenten, denen deine Preise nicht passen, rufen gar nicht erst an. Das spart dir Zeit.
Welche Bilder gehören auf eine Friseur-Website?
Echte Bilder deiner Haarschnitte, deines Teams und deines Salons. Stockfotos wirken austauschbar. Achte darauf, dass du die Einwilligung der Personen hast, die auf den Bildern zu sehen sind.

























