Die Website einer Psychotherapie-Praxis bringt Anfragen, wenn die Startseite in den ersten Sekunden zeigt, bei wem Besucher gelandet sind, womit die Therapeutin arbeitet und wie der erste Kontakt abläuft. Am Beispiel der Praxis von Aileen S. in Dresden gehe ich sechs Punkte durch: was die alte Seite an Anfragen verliert und was eine neu gebaute Startseite anders macht. Dazu kommen vier Hebel für mehr Besucher.
Ich bin Elias Schweizer, Gründer von Blaq Nexus. Ich habe einen M.Sc. in Marketing Management und über 32.000 Websites analysiert. Ich betreue Websites mit knapp einer Million Besuchern im Jahr, zum Beispiel die von Dr. Stemper (Psychologie, Berlin) mit hochgerechnet über 800.000 Besuchern im Jahr. Bei ihm kommen fast alle Besucher über seinen Blog.
Aileen S. ist Diplom-Psychologin und Psychologische Psychotherapeutin und arbeitet in Dresden und online mit bindungsorientierter Körperpsychotherapie. Sie hat meiner Bewertung zugestimmt. Im Clip oben siehst du links ihre alte Website und rechts eine neue Startseite, die ich als Demo gebaut habe. Die Demo zeigt nur die Startseite, ohne Unterseiten, Blog und Google-Profil. Bei jedem Punkt kennzeichne ich, was die Demo umsetzt und was nur meine Empfehlung bleibt.
Alles in diesem Artikel ist meine eigene Meinung. Es gibt keine Garantie, dass du mit diesen Änderungen mehr Anfragen bekommst oder mehr Geld verdienst. Psychotherapie ist ein Gesundheitsthema, deshalb gelten für Praxis-Websites zusätzliche Regeln, zum Beispiel aus dem Heilmittelwerbegesetz. Ich bin kein Anwalt. Lass Texte zu Wirkung und Behandlung von einem Fachanwalt oder von deiner Kammer prüfen, bevor du sie veröffentlichst.
Frage | Antwort |
|---|---|
Wofür ist die Website da? | Anfragen für bindungsorientierte Körperpsychotherapie in Dresden und online |
Was ist der größte Fehler der alten Startseite? | Lange Fließtexte und eine schwammige Zielgruppe, dazu kein Bild der Therapeutin im ersten Bildschirm |
Was ist die wichtigste Änderung in der neuen Startseite? | Porträt, Nutzen-Überschrift und ein Anfrage-Button gleich oben, danach kurze Abschnitte mit Überschrift |
Was fehlt der neuen Startseite noch? | Ein echtes Video, ein Lead-Magnet, Leistungsunterseiten, Blog und Google-Profil, sie sind bisher nur Empfehlungen |
Worum geht es bei der Psychotherapie-Praxis-Website von Aileen S.?
Aileen S. führt eine Praxis für bindungsorientierte Körperpsychotherapie in Dresden. Im Impressum ihrer Seite steht, dass sie Diplom-Psychologin und Psychologische Psychotherapeutin ist. Nach ihren eigenen Angaben arbeitet sie vor allem mit der Somatischen Emotionalen Integration (SEI®) und der Integralen Somatischen Psychologie (ISP®). Beide Ansätze beschreibt sie auf ihrer Startseite so, dass es darum geht, über Kontakt und den Körper bei sich selbst anzukommen.
Ihre Angebote laufen auf Selbstzahlerbasis, in der Praxis in Dresden oder online per Video. Sie bietet drei Dinge an: die Körperpsychotherapie, eine einmalige Online-Beratung zur Standortbestimmung und Information und Selbsthilfe über Blog und Empfehlungen. Den Einstieg macht ein 30-minütiges Vorgespräch per Video, das nach ihrer FAQ 50 Euro kostet.
Der Fokus der Website liegt nach meiner Einschätzung auf Anfragen für die Körperpsychotherapie. Die Seite soll mehr Besucher bringen und mehr Anfragen. Dresden ist eine große Stadt und ich vermute, dass die Praxis ohne zusätzliche Sichtbarkeit bei Google untergeht. Das ist eine Annahme von mir. Zahlen kenne ich nicht.
Daraus ergeben sich zwei Aufgaben. Erstens müssen aus Besuchern Anfragen werden. Zweitens müssen überhaupt mehr Besucher auf die Seite kommen. Beides hängt zusammen: Mehr Besucher helfen wenig, wenn die Startseite keinen leichten Weg zur Anfrage anbietet. Eine gute Startseite hilft wenig, wenn sie niemand findet. Deshalb ist der Artikel in zwei Teile gegliedert.
Ich hatte für die Bewertung weder Besucherzahlen noch die Zahl der Anfragen. Alles, was ich bewerte, habe ich im Browser gesehen und die Bewertung bezieht sich auf die Startseite. Im Menü stehen außerdem Seiten wie „Psychotherapie“ und „Beratung“. Wie gut diese Unterseiten aufgebaut sind, habe ich im Video nicht gezeigt. Ob die alte Seite viele oder wenige Anfragen bringt, kann ich deshalb nicht sagen. Ich vergleiche das, was ich sehe, mit meiner Checkliste.
Noch ein Hinweis zum Thema. Wer als Psychotherapeutin oder Psychotherapeut eine Website baut, sollte Datenschutz, Berufsordnung und Heilmittelwerbegesetz im Blick behalten. Das behandle ich hier nur an den Stellen, an denen es die Bewertung berührt. Einen Überblick über Aufbau, Recht und Design einer Praxis-Website gibt Die ideale Website für Psychotherapeuten und Ärzte. Eine kürzere Übersicht steht in Website für Psychotherapeuten und Ärzte.
Was macht die alte Website schon gut und wo verliert sie Anfragen?
Zuerst zu dem, was die alte Seite gut macht. Weiter unten zeigt sie ein Porträt der Therapeutin. Die Texte sprechen mit „du“ und klingen persönlich. Die Liste „Du bist hier richtig, wenn …“ beschreibt neun Situationen so konkret, dass sich Leser darin wiedererkennen können, zum Beispiel wenn jemand nach Therapien alles verstanden hat und sich im Leben trotzdem nichts verändert. Darunter steht eine FAQ mit sieben Fragen zu Kosten, Dauer, Voraussetzungen, Online-Sitzungen und möglichen Nebenwirkungen. Sie nennt Preise, den Ablauf mit vier bis fünf Vorgesprächen und sagt offen, dass die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten nicht übernehmen. Das sind Fragen, die Interessenten vor dem ersten Schritt haben. Das Formular liegt auf einer eigenen Kontaktseite.
Verloren gehen Anfragen an anderen Stellen. Ich sehe sechs Probleme.
Das erste ist der Einstieg. Ganz oben steht ein Strandfoto mit der Überschrift „Nach Hause kommen“ in blauen Großbuchstaben. Das klingt schön, sagt aber nicht, was die Praxis anbietet und für wen sie da ist. Das kleine „Körperpsychotherapie in Dresden und Online“ darüber ist die einzige Stelle, an der der Ort und das Angebot im ersten Bildschirm vorkommen. Ein Foto der Therapeutin fehlt oben. Es taucht erst weit unten auf, als kleiner Kreis.
Das zweite Problem sind die langen Textblöcke. Unter der Überschrift „Wie ich dich unterstütze …“ steht ein dichter Absatz in kleiner, heller Schrift. Darunter folgt der nächste mit den Methoden SEI und ISP. Wer nur überfliegt, erfährt wenig.
Drittens ist die Zielgruppe schwammig. „Wenn du dich verloren, allein oder abgetrennt fühlst“ trifft viele Menschen und damit niemanden genau. Das ist für mich die größte inhaltliche Schwäche. Viertens liegt die lange Liste als Aufzählung auf der Seite. Eine Liste mit zehn Zeilen in Grau lädt für mich nicht zum Lesen ein. Fünftens wirkt ein Foto auf mich wie ein Stockfoto: zwei Hände im blauen Block mit einem Zitat. Und sechstens steht am unteren Rand eine orange Cookie-Leiste, die den Blick vom Angebot wegzieht.
Das sind sachliche Beobachtungen und kein Urteil über die Praxis. Aileen S. hat eine ehrliche, inhaltsreiche Seite. Aber Inhalt allein bringt keine Anfragen. Er muss geordnet sein, für eine klar benannte Zielgruppe geschrieben und mit einem leichten Weg zum ersten Kontakt verbunden. Dafür habe ich eine Checkliste.
Wie bekommt eine Psychotherapie-Praxis-Website mehr Anfragen?
Meine Checkliste für mehr Anfragen hat sechs Punkte. Sie basiert auf meiner Analyse von über 2.000 der besten Websites der Welt und über 32.000 Websites. Zu jedem Punkt schreibe ich, wie es vorher aussah und wie es in der Demo aussieht. Setzt die Demo einen Punkt nicht um, nenne ich ihn eine Empfehlung.

Die sechs Punkte, nach denen ich die Seite bewertet habe.
Design und professionelles Aussehen
Gutes Design bringt mehr Anfragen, weil Besucher von der Optik auf die Leistung schließen. Sieht eine Seite professionell aus, gehen sie eher davon aus, dass auch die Leistung professionell ist. Bei einer Praxis gehe ich davon aus, dass Besucher ihre Therapeutin schon vor dem ersten Kontakt einschätzen wollen. Ein gutes Foto der Person zählt dabei für mich mehr als ein schönes Hintergrundbild.
„Keine Stockbilder verwenden, sondern lieber irgendwelche Zeichnungen in einem bestimmten konstanten Stil, der zur Webseite passt.“
– Elias Schweizer im Video zur Bewertung
So sah es vorher aus: Die Seite beginnt mit einer weißen Navigationsleiste und einem Strandfoto im Sonnenuntergang. Darauf steht „Nach Hause kommen“, darunter folgen zwei kurze Absätze und danach lange Textblöcke. Ein Foto der Therapeutin kommt erst weiter unten. Im Video nenne ich die Schriften Raleway, Avenir und Arial. Ich würde statt dieser Standardschriften Schriften nehmen, die einzigartiger aussehen. Du kannst sie kostenlos bei Google Fonts herunterladen und danach lokal hosten.
Dazu kommen drei weitere Punkte aus dem Video. Erstens: Statt Stockbildern würde ich Zeichnungen in einem festen Stil verwenden, der zur Seite passt. Die kannst du auch mit einer KI erstellen, ohne dass sie wie Stockbilder aussehen. Zweitens: Auch Animationen lassen sich mit KI erstellen, die komplexe Punkte visualisieren. Sie müssen gut aussehen. Danach machst du sie kurz und komprimierst sie. Auf der Website bindest du sie mit Lazy Load ein, damit sie die Ladezeit nicht verschlechtern. Die Ladezeit ist ein wichtiger Faktor. Drittens: Ich würde subtile Animationen einbauen, zum Beispiel einen Text, der leicht von oben nach unten einfliegt. Das wirkt hochwertig. Je stärker die Animationen sind, desto weniger hochwertig wirkt die Seite. Es sollte also bei subtilen Effekten bleiben.
So sieht es nachher aus: Die Demo startet mit einem großen Porträt von Aileen S. auf dunkelblauem Grund. Links steht eine Überschrift mit Nutzen, darunter ein kurzer Text und der Button „Unverbindlich anfragen“. Über der Überschrift stehen Praxisart, Ort und die Berufsbezeichnung. Als Schriften habe ich eine Serifenschrift für Überschriften und eine schlichte Textschrift gewählt. Farben und Signet stammen aus ihrem Logo und ihren Grafiken. Das Foto ist das große Element, die Überschrift das mittlere, der Button das kleine. Der Blick weiß, wo er anfangen soll.

Startseite oben, vorher oben und nachher darunter.
Meine Empfehlung geht über die Demo hinaus. Statt Stockfotos würde ich Zeichnungen in einem festen Stil nutzen oder echte Fotos aus der Praxis. In der Demo habe ich nur Bilder verwendet, die schon auf ihrer Seite lagen: das Porträt, ein Strandfoto, ein Foto mit Gräsern und eine Zeichnung aus ihrem Blog. Ein durchgehender Zeichenstil ist deshalb nicht umgesetzt und Fotos von den Praxisräumen fehlen ganz. Dazu würde ich subtile Animationen einbauen. Das lässt sich auf Screenshots nicht zeigen. Animierte Icons habe ich in der Demo bewusst weggelassen, weil sie nicht zur ruhigen Art der Praxis passen. Wie du Design nach festen Prinzipien beurteilst, steht in Ist Webdesign wirklich Geschmackssache?.
Handyansicht: Warum die mobile Startseite zählt
Die mobile Version ist keine Nebensache. Google schreibt in der Dokumentation zur Mobile-First-Indexierung: „Google uses the mobile version of a site's content, crawled with the smartphone agent, for indexing and ranking.“ Und weiter: „Only the content shown on the mobile site is used for indexing.“ (Google Search Central). Was am Handy fehlt, kann Google also nicht für die Suche verwenden.
Am Handy zeigt die alte Seite oben das Logo mit einem Menü-Symbol, darunter das Strandfoto mit der blauen Überschrift. Danach folgt der Text in großer Schrift auf hellblauem Grund. Das Angebot und der Weg zur Anfrage sind auf dem ersten Bildschirm nicht zu sehen.
In der Demo liegt oben der Name der Praxis mit einem Menü-Symbol, darunter das Porträt und die Überschrift. Wer mit dem Smartphone auf die Seite kommt, sieht also zuerst die Person und das Versprechen der Seite. Die Handyansicht der Demo ist noch in Arbeit.

Handyansicht im Vergleich.
Mein Tipp: Öffne deine Startseite am Handy und scrolle nicht. Wenn du nach drei Sekunden nicht weißt, was angeboten wird und wie du anfragst, ist das die erste Baustelle.
Die richtige Zielgruppe wählen
Eine Website, die alle ansprechen will, überzeugt selten jemanden. Die alte Seite nennt ihre Zielgruppe in Situationen, zum Beispiel „wenn du dich verloren fühlst“. Das hört sich für mich zu schwammig an, denn es passt auf sehr viele Menschen.
„Wenn das der Fall ist, kannst du diese Zielgruppe dann auch ganz klar so auf der Webseite benennen. Dann musst du nicht schwammig formulieren.“
– Elias Schweizer
Ein Avatar ist ein Steckbrief für eine Gruppe von Klientinnen und Klienten mit einem gemeinsamen Anliegen. Ich würde bei den Menschen anfangen, mit denen die Praxis schon arbeitet und fragen: Was haben sie gemeinsam, was hat sie zur Therapie geführt? Ein Beispiel aus dem Video: Menschen, die vom Arbeitsalltag ausgebrannt sind. Diese Gruppe würde ich auf der Website so klar benennen. Welche Avatare es bei Aileen S. wirklich gibt, weiß nur sie.
Die alte Seite: Die Liste „Du bist hier richtig, wenn …“ hat neun Punkte und endet mit „u.v.m.“. Sie steht als graue Aufzählung mitten auf der Seite. Jeder Punkt ist für sich konkret, aber die Liste zeigt keine Gruppen.
In der Demo: Die Seite greift dieselben Situationen auf, kürzt sie und fasst sie zu sechs Karten mit Icon zusammen, zum Beispiel „Alles verstanden, nichts verändert“, „Immer unter Druck“ oder „Nähe macht Angst“. Darüber steht eine Überschrift, die das Bild beschreibt: „Nach außen läuft alles, und trotzdem fühlst du dich innerlich getrieben, allein oder nirgends richtig angekommen?“ Die Karten sind visualisiert, damit Leser die Stellen wirklich wahrnehmen. Neue Avatare habe ich nicht erfunden. Das wäre ohne Gespräch mit der Therapeutin unseriös. Hier bleibt als Empfehlung, die Gruppen aus den echten Klienten abzuleiten.

Zielgruppe im Vergleich: Liste gegen Karten.
Wenn du nicht sicher bist, wer deine Zielgruppe ist, hilft dir der Artikel Wie du deine Zielgruppe findest, wenn du noch keine Daten hast. Auch in der Gesundheitsbranche gilt: Je genauer du jemanden beschreibst, desto eher sagt er „das bin ich“. Ferndiagnosen gehören dabei nicht auf die Seite. Du beschreibst Situationen und stellst keine Diagnosen.
Texte, die deine Zielgruppe ansprechen
Ein guter Text sagt, was die Zielgruppe belastet, welche Folgen das hat und mit welcher Methode du damit arbeitest. Ich arbeite dafür mit drei Bausteinen: die Probleme, die Ripple-Effekte dieser Probleme und die Methoden, die du einsetzt, zum Beispiel SEI oder ISP. Mit Ripple-Effekten meine ich die Folgen, die ein Problem in anderen Lebensbereichen nach sich zieht. Die Texte richtest du auf jeden Avatar aus. Im Video nenne ich dazu ein Beispiel: Statt „wenn du dich verloren fühlst“ stünde dort zum Beispiel „Für Menschen, die sich im Arbeitsalltag ausgebrannt fühlen“, darunter eine sachliche Beschreibung, wie die Arbeit mit SEI oder ISP abläuft. Auf diese Weise sollen die Besucher merken, dass es um ihr eigenes Anliegen geht. Patientenstimmen würde ich bei einer Praxis nur nach Prüfung durch einen Anwalt oder die Kammer zeigen.

So baue ich Texte auf, die eine Zielgruppe ansprechen.
Die alte Seite beschreibt ihren Ansatz in langen Sätzen. Der erste Satz sagt, dass sie Psychotherapie als Wegbegleitung für bestimmte Lebensprozesse versteht, und läuft über mehrere Zeilen. Es ist eine ehrliche Beschreibung, aber sie beginnt bei der Therapeutin und nicht bei der Frage des Klienten.
„Ich würde alle langen Textkörper, die ich momentan auf der Webseite habe, radikal kürzen. Oder zumindest eine richtig aussagekräftige, gute Überschrift darüber packen, damit die Wahrscheinlichkeit höher ist, dass der lange Text gelesen wird.“
– Elias Schweizer, Gründer von Blaq Nexus
Das habe ich in der Demo umgesetzt. Jede Sektion hat eine längere Überschrift, die den Nutzen für die Leser nennt. Im Hero steht: „Mehr Ruhe, Halt und echte Nähe spüren, statt alles nur zu verstehen: mit Körperpsychotherapie in deinem Leben ankommen“. Die Überschrift greift einen Satz der alten Seite auf, nämlich dass Menschen nach Therapien alles verstanden haben und sich trotzdem nichts ändert. Der Text darunter besteht nur noch aus zwei Sätzen. Er nennt die Methoden SEI und ISP und sagt, dass Sicherheit und Verbundenheit „nicht nur gedacht, sondern erlebt werden“ sollen.
Beachte bei Überschriften in Gesundheitsberufen zwei Dinge. Formuliere das, was Leser spüren oder erleben sollen, als Beschreibung deines Angebots und nicht als Versprechen. Und prüfe Sätze wie „du wirst“ oder „danach bist du frei von“ besonders streng. Das Heilmittelwerbegesetz nennt als irreführend unter anderem, einem Verfahren oder einer Behandlung eine therapeutische Wirksamkeit zuzuschreiben, die sie nicht hat, oder den Eindruck zu erwecken, ein Behandlungserfolg sei sicher zu erwarten (§ 3 HWG). Ich bin kein Anwalt, aber ich halte mich bei Wirkaussagen an Formulierungen mit „kann“.
Wie du die richtigen Worte für deine Zielgruppe findest, zeigt So findest du die richtigen Worte für deine Zielgruppe. Eine Einführung in das Schreiben für Websites gibt Copywriting für deine Website.
Gutes Angebot, leichter Einstieg und Kontaktaufnahme
Ein gutes Angebot gehört auf die Startseite. Dazu gehört eine attraktive Kontaktaufnahme-Sektion. Ich würde mir überlegen, wie sich der erste Kontakt so angenehm wie möglich gestalten lässt.
Bei Aileen S. ist der erste Kontakt nicht kostenlos. Sie startet mit einem 30-minütigen Vorgespräch per Video für 50 Euro, danach folgen vier bis fünf Vorgespräche, die sogenannte Probatorik. Im Video rate ich von einem bloßen „kostenlosen Erstgespräch“ ab. Ich würde dem Interessenten etwas geben, das ihm wirklich nützt. Ich würde stattdessen sagen: „In einem kostenlosen 30-Minuten-Gespräch klären wir, ob mein Angebot zu Ihrem Anliegen passt und welcher nächste Schritt sinnvoll sein kann.“ So hilfst du der Person erst weiter und der Kauf ergibt sich aus der Hilfe. Im Video nenne ich als Beispiel für eine Kontaktaufnahme-Sektion einen Satz in dieser Richtung. Das ist nach meiner Einschätzung attraktiver als ein bloßes kostenloses Erstgespräch.
Das ist ein Textbeispiel und keine Vorgabe. Ob ein kostenloser Einstieg berufsrechtlich und nach der Gebührenordnung zulässig ist, klärst du vorher mit deiner Kammer. Ob das für die Praxis passt, entscheidet Aileen S. Sie bietet das heute so nicht an und ein kostenloser Einstieg ist auf ihrer Seite nicht belegt. Deshalb steht er nicht in der Demo. Die Demo zeigt ihr echtes Angebot: Vorgespräch per Video, 30 Minuten, 50 Euro.
Vorher endet die Startseite so: Am Ende steht ein oranger Button „Anfrage stellen“ und darunter der Link „Mehr über meine Angebote erfahren“. Danach folgt die Fußzeile. Ein Formular steht auf der Startseite nicht, es liegt auf der Unterseite „Kontakt“. Dort sollen Interessenten ihr Anliegen, ihre E-Mail-Adresse und Telefonnummer hinterlassen.
Nachher steht dort ein eigener Abschnitt. Er hat die Überschrift „Im Vorgespräch per Video finden wir gemeinsam heraus, ob mein Ansatz zu dir passt und welcher Schritt jetzt passt“. Daneben steht ein Formular mit Name, E-Mail, Telefon, Anliegen und einer Datenschutz-Checkbox. Drei Häkchen nennen den Nutzen: bequem von zu Hause per Video, Klarheit darüber, ob Therapie oder eine einmalige Beratung passt und danach in Ruhe entscheiden. Der Button „Unverbindlich anfragen“ steht außerdem in der Kopfzeile und im Hero. Über das Formular sollen keine ausführlichen Gesundheitsdaten verschickt werden. Das steht direkt unter der Checkbox.

Kontaktaufnahme im Vergleich.
Der Hinweis „unverbindlich“ nimmt Besuchern die Angst vor einer Verpflichtung. Das Formular fragt nur Name, E-Mail, Telefon und das Anliegen ab. Typische Fehler auf Startseiten sammelt Die 5 häufigsten Website-Fehler, die Anfragen kosten.
Lead-Magnet: Ein Beispiel pro Zielgruppe
Ein Lead-Magnet ist ein kostenloser Inhalt, den Besucher gegen ihre E-Mail-Adresse bekommen. Er gehört für mich auf die Leistungsunterseiten und auf die Blogartikel. Er fängt Besucher auf, die noch nicht anfragen wollen. Das Angebot auf der Startseite ersetzt er nicht.
Mein Vorschlag im Video: mehrere Lead-Magneten für die Leistungsunterseiten und die Blogartikel, für jeden Avatar einen eigenen oder einen speziellen Einstieg ins Angebot. Ein Beispiel für den Einstieg bei Menschen, die sich im Arbeitsalltag ausgebrannt fühlen: „In 30 Minuten schauen wir kostenlos auf deine Situation im Arbeitsalltag und klären, welches Angebot passen kann.“ Die Antwort auf eine Frage, die die Gruppe wirklich beschäftigt, löst im Idealfall den nächsten logischen Schritt aus, nämlich deine Leistung zu buchen. Der zweite Weg ist ein kostenloser Lead-Magnet. Für die Gruppe der Menschen, die vom Arbeitsalltag ausgebrannt sind, könnte es ein kostenloser PDF-Download sein, zum Beispiel „10 Wege, wie du weniger gestresst am Arbeitsplatz sein kannst, auch wenn dein Arbeitsplatz voll nervig ist“. Wer das PDF will, hinterlässt dafür seine Kontaktdaten. Das Beispiel habe ich spontan ausgedacht. Es zeigt das Prinzip: ein konkretes Ergebnis, ein klares Format und eine Zielgruppe.
Der Lead-Magnet steht weder auf der alten Seite noch in der Demo. Er bleibt eine Empfehlung. Bei Gesundheitsthemen gilt für den Inhalt dasselbe wie für jeden Text: Er darf weder Diagnosen stellen noch Heilung versprechen. Ein Guide mit allgemeinen Alltagstipps ist aus meiner Sicht weniger heikel, sollte aber trotzdem geprüft werden. Ein Guide, der verspricht, ein Leiden zu beseitigen, ist es nicht. Prüfe vor dem Einsatz mit deinem Datenschutzbeauftragten oder einem Anwalt, wie du E-Mail-Adressen erheben darfst.
Video-Sales-Letter: Das Video, in dem du dich vorstellst
Als weiteren Conversion-Mechanismus würde ich ein Video einbauen, einen Video-Sales-Letter, kurz VSL. Aileen S. spricht in die Kamera und erklärt, wer sie ist und was sie macht. Bei einer Praxis hat das einen besonderen Vorteil: Interessenten können sich ein Bild von der Person machen, bevor sie sich melden.
Auf der alten Startseite gibt es kein Video. Die Demo hat einen Platz dafür. Er liegt direkt unter dem Hero und trägt die Überschrift „Lerne mich in einem kurzen Video kennen, bevor du dich meldest: wie ich arbeite und ob die Chemie zwischen uns stimmt“. Zu sehen ist ein Standbild mit dem Hinweis „Vorstellungsvideo folgt“. Das echte Video fehlt also noch. Es bleibt eine Empfehlung, die die Praxis selbst aufnehmen müsste.
Wichtig ist, dass das Video einen Zweck hat und zu dem passt, was die Praxis anbietet. Wirkaussagen im Video unterliegen denselben Regeln wie die Texte.
Leistungsmerkmale: Was bedeutet jede Methode für dich?
In der Leistungsmerkmale-Sektion würde ich alle Facetten der Leistung aufzählen und dazu sagen, was die Zielgruppe davon hat. Gibt es viele Avatare, würde ich allgemein bleiben. Bei höchstens fünf Avataren würde ich für jeden eine eigene Sektion bauen und erklären, welche Methoden zum Einsatz kommen. Bei mehr als fünf Avataren würde ich die Facetten erklären, die bei jedem immer zum Einsatz kommen, zum Beispiel die Somatische Emotionale Integration mit dem, was in diesem Baustein passiert.
Vorher stand es so da: Unter „Wie ich dich unterstütze, mehr Lebendigkeit, Verbundenheit und Erfüllung zu finden“ stand ein langer Fließtext. Darunter folgte „6 Elemente meines Ansatzes“ mit einer Grafik aus sechs Sechsecken. Sie nennt zum Beispiel den Körper wahrnehmen, in Verbindung sein, Trauma und alten Schmerz integrieren. Die Inhalte stehen in der Grafik und nicht als Text. Danach kam noch einmal ein Absatz zu den Methoden.
Die Demo setzt die sechs Elemente als Text. Links steht eine dunkle Karte mit der Überschrift „Sechs Bausteine meines Ansatzes, damit sich dein Körper wieder sicher und lebendig anfühlt“. Rechts daneben stehen sechs helle Karten, jede mit einer Überschrift und einem kurzen Satz. Die Inhalte habe ich aus ihrer Grafik übernommen, damit nichts erfunden ist. Der Vorteil: Der Text lässt sich lesen und von Suchmaschinen erfassen.
Ein offener Punkt: Einige der kurzen Sätze beschreiben, wie sich etwas für den Klienten anfühlen soll. Das sind Aussagen über Wirkung. Sie stammen aus ihrer eigenen Grafik und ich habe sie nicht bewertet. Wie bei jeder Gesundheitsseite sollte sie jeden dieser Sätze juristisch prüfen lassen. Ich würde sie vorsichtig mit „kann“ formulieren.

Leistungsmerkmale im Vergleich: Grafik gegen Text.
Eine Anleitung, wie du ganze Sektionen aufbaust, zeigt Website-Aufbau für Unternehmen, Sektion für Sektion erklärt.
Über mich: Alle Qualifikationen groß zeigen
Eine Über-mich-Sektion sollte groß alle Qualifikationen zeigen und vielleicht auch die Praxisräume und die Person selbst. Bei einer Praxis halte ich das für einen der wichtigsten Vertrauensbausteine, denn Besucher wollen wissen, wer sie später begleitet.
Auf der alten Startseite gibt es nur einen kleinen Kreis mit einem Porträt, einen kurzen Einladungstext („Ich möchte dich einladen, mich kennen zu lernen“) und einen Button „Über mich“. Den Werdegang sieht nur, wer auf die Unterseite klickt.
In der Demo steht das Porträt groß neben dem Text. Die Überschrift nennt die Berufsbezeichnungen: „Diplom-Psychologin, Psychologische Psychotherapeutin und ISP Practitioner“. Darunter steht der berufliche Weg Zeile für Zeile, vom Diplom über die Approbation bis zu den Weiterbildungen und der Mitgliedschaft in der Kammer. Drei Karten mit den Jahren 2012, 2017 und 2024 fassen die Meilensteine zusammen. Alle Angaben stammen von ihrer alten Seite. Nicht umgesetzt ist der Teil mit den Praxisräumen, denn ihre Seite hat keine Fotos davon.

Über mich im Vergleich.
Namen von Dritten, die in ihrem Werdegang vorkommen, habe ich im Bild unkenntlich gemacht. Das gilt auch für Kontaktdaten.
FAQ auf der Startseite
Eine FAQ-Sektion beantwortet die Fragen, die Interessenten vor dem ersten Schritt haben. Die alte Seite hat schon eine, sie liegt am Ende der Startseite und enthält sieben Fragen als aufklappbare Zeilen. Das ist gut. Ich würde ihr eine Überschrift geben, die den Nutzen nennt, damit sie nicht wie ein Anhang wirkt.
Die Demo übernimmt die sieben Fragen und setzt darüber die Überschrift „Kosten, Dauer, online oder vor Ort: Antworten auf die Fragen, die dich vor dem ersten Schritt beschäftigen“. Die Antworten sind gekürzt. Im Video empfehle ich, eine FAQ auf der Startseite einzubinden. Bei dieser Seite gab es sie schon, ich habe sie also vor allem überarbeitet. Wann eine FAQ auf die Startseite gehört und wann auf eine eigene Seite, erkläre ich in FAQ auf der Startseite, im Blogartikel oder als eigene Seite.
Wie bekommt die Website mehr Besucher?
Anfragen entstehen erst, wenn genug passende Besucher auf die Seite kommen. Für den zweiten Teil der Checkliste habe ich vier Hebel. Keiner davon ist in der Demo enthalten, denn sie besteht nur aus der Startseite. Alles hier ist also eine Empfehlung.
Bundesweites SEO: Blogartikel und Inhalte
Mit bundesweitem SEO meine ich Artikel, die nicht an den Ort der Suchenden gebunden sind. Bei einer Praxis ist das ein Sonderfall. Therapie vor Ort ist an Dresden gebunden. Bundesweit passt nur das, was die Praxis online anbietet, zum Beispiel die Online-Beratung. Ihre Seite schreibt, dass sie immer per Video stattfindet. Ich würde mit der Kammer klären, was für Online-Angebote gilt, bevor ich bundesweit werbe.
„Ich würde zuerst bundesweites SEO machen. Das heißt, ich würde meine Leistungen auch bundesweit anbieten. Also Online-Angebote anbieten.“
– Elias Schweizer im Video
Dafür würde ich zuerst Social-Media-Content erstellen und diese Inhalte dann in Blogartikel umwandeln. Ich schreibe zum Beispiel ein Videoskript für YouTube und lasse daraus mit einer KI einen Blogartikel machen. Dabei muss ich ehrlich sagen: Damit habe ich selbst wenig Erfahrung. Ich fange gerade erst mit YouTube an und habe dort kaum Abonnenten. Meine eigenen Kunden kommen über Affiliate-Partner, Weiterempfehlungen und ein bisschen Cold Outreach. Social-Media-Content ist hier also eher meine beste Vermutung. Ich halte ihn für diese Branche aber für sehr lohnend, weil die Gesundheitsbranche überlastet ist und viele Menschen händeringend nach Tipps suchen, wie sie ihre Probleme besser in den Griff bekommen.
Blogartikel sind auch der Ort, an dem die Lead-Magneten stehen. Bei Dr. Stemper kommen fast alle Besucher über den Blog. Ob es für solche Themen genug Nachfrage gibt, weiß ich nicht. Für Begriffe wie „Körperpsychotherapie“ zeigt mein Keyword-Tool kein Suchvolumen an. Das sagt nichts darüber, ob jemand sucht. Bei Gesundheitsthemen erlebe ich das öfter. Ich würde die Nachfrage vor dem Schreiben mit Bing-Daten und den Suchvorschlägen testen. Wie sich bundesweites SEO für lokale Anbieter rechnet, steht in Bundesweites SEO für lokale Unternehmen.
Lokales SEO: Dresden ist eine große Stadt
Lokales SEO würde ich auf jeden Fall machen. Dresden ist relativ groß und ohne lokales SEO wird man vermutlich nicht gut gefunden. Mit gutem lokalem SEO bekommt eine Praxis in einer Stadt dieser Größe vermutlich sehr viele Anfragen.
Was würde ich konkret machen? Die Leistungsunterseiten müssen zum Google-Unternehmensprofil passen. Im Profil legst du hoffentlich eine einzige Primärkategorie, mehrere Sekundärkategorien und deine Leistungen fest. Diese Leistungen müssen zu den Unterseiten passen. Steht im Profil zum Beispiel die Leistung „Paartherapie“, brauchst du eine Unterseite, die genau darum geht. Dazu würde ich Blog-Inhalte mit lokal relevanten Inhalten schreiben, nicht mit bundesweiten. Selbst bei einem allgemeinen Thema wie „10 Tipps, wie du deine Beziehung noch retten kannst“ würde ich versuchen, es auf den Ort zu beziehen. Zum Beispiel könntest du Freizeitaktivitäten auflisten, die Paare in Dresden zusammen unternehmen können, vom Kino bis zu etwas Romantischem wie einem Autokino. So versteht Google, dass der Inhalt einen lokalen Bezug hat. Bei den Leistungsunterseiten gilt: eine pro Leistung. Bei Aileen S. wären das die Körperpsychotherapie und die Online-Beratung. Die alte Seite hat im Menü schon Seiten zu diesen Themen. Ich würde jede davon als eigene Leistungsunterseite mit einem klaren Suchbegriff aufbauen. Dazu würde ich das Google-Unternehmensprofil anlegen oder pflegen.
Bei den Unterseiten ist mir ein Punkt wichtig: Jede braucht originellen Inhalt. Nimm nicht denselben Text und tausche nur den Ort aus. Google zählt es zu den Spam-Praktiken, wenn Seiten nur gebaut werden, um für ähnliche Suchanfragen zu ranken. In den Richtlinien heißt es: „Doorway abuse is when sites or pages are created to rank for specific, similar search queries.“ Als Beispiel nennt Google unter anderem „Creating substantially similar pages that are closer to search results than a clearly defined, browseable hierarchy“ (Google Search Central).
Ob eine Praxis ein Unternehmensprofil bekommt, prüfst du in den Richtlinien von Google. Das habe ich für Aileen S. nicht geprüft. Wie ein Profil sauber aufgebaut wird, steht in Die 11-Punkte-Checkliste für dein Google-Profil. Das Grundprinzip beschreibt der Local-SEO-Leitfaden. Wie viel Zeit lokales und bundesweites SEO brauchen, zeigt Der realistische Zeitplan.
Verzeichnisse, Backlinks und Bewertungen
Danach würde ich mich um Verzeichniseinträge und Backlink-Möglichkeiten kümmern. Backlinks sind Links von anderen Seiten auf deine Website. Ich würde ChatGPT oder Claude fragen, welche Möglichkeiten ich dort habe. Gib dazu einfach deine Internetadresse an und frage, welche Backlink-Möglichkeiten und welche Verzeichniseinträge für dich möglich sind. Die arbeitest du dann ab. Nutze in jedem Eintrag dieselben Angaben wie auf deiner Website, damit Besucher überall dasselbe finden.
KI-Auffindbarkeit: Google-Bewertungen einholen
Bei der Auffindbarkeit in KI-Antworten ist nach meiner Meinung das Wichtigste, Google-Bewertungen einzuholen, zumindest in deiner Situation momentan. So würde ich vorgehen: Öffne dein Google-Unternehmensprofil und klicke auf die Option zum Einholen von Bewertungen. Scrolle nach unten. Dort findest du einen QR-Code. Mit Rechtsklick lädst du ihn als JPEG herunter und druckst ihn aus. Den Ausdruck würde ich in der Praxis immer bereithalten. Ob du Patienten um Bewertungen bitten darfst, klärst du zuerst mit deiner Kammer, denn das ist berufsrechtlich heikel. Wenn ja, kann der ausgedruckte QR-Code helfen, weil die Bewertung dann mit wenigen Klicks möglich ist. So bekommst du mehr Google-Bewertungen. Das ist meine Einschätzung und kein Ergebnis einer Messung.
Google beschreibt in seiner Dokumentation zu KI-Funktionen in der Suche: „There are no additional requirements to appear in AI Overviews or AI Mode, nor other special optimizations necessary.“ Und: „The best practices for SEO remain relevant for AI features in Google Search“ (Google Search Central). Das passt zu meinem Rat, den größten Fokus auf bundesweites und lokales SEO zu legen. Mehr zum Thema steht in GEO verständlich erklärt: So taucht dein Unternehmen in ChatGPT, Perplexity und Co. auf.
Bei Gesundheitsberufen gilt für Bewertungen eine Besonderheit. Das Heilmittelwerbegesetz regelt in § 11 die Werbung mit Äußerungen Dritter, etwa Dank- oder Empfehlungsschreiben. Verboten ist sie nach dem Gesetz, wenn sie missbräuchlich, abstoßend oder irreführend erfolgt (§ 11 HWG). Ob und wie du Patienten um Bewertungen bittest und ob du Stimmen auf deiner eigenen Website zeigst, klärst du deshalb vorher mit einem Anwalt oder deiner Kammer. Die alte Seite von Aileen S. zeigt keine Bewertungen, die Demo deshalb auch nicht. Auf der Empfehlungsseite stehen nur Links zu Kolleginnen, Tools und Material.
Wie Bewertungen systematisch dazukommen, erkläre ich in Mehr Bewertungen, statt auf Zufall zu hoffen.
Wie sieht der Vorher-Nachher-Vergleich im Überblick aus?
Die Tabelle fasst meine Checkliste zusammen und zeigt für jeden Punkt den Status. In der letzten Spalte steht, ob die Demo den Punkt umsetzt oder ob er eine Empfehlung bleibt. Die Demo ist nur die Startseite, deshalb sind die Hebel für mehr Besucher darin nicht enthalten.
Punkt | Vorher (alte Website) | Nachher (Demo oder Empfehlung) | Status |
|---|---|---|---|
Design und Aussehen | Strandfoto, blaue Überschrift, kleine helle Schrift, Foto der Therapeutin erst weit unten | Großes Porträt, Nutzen-Überschrift, Button, einheitliche Farben | umgesetzt |
Handyansicht | Strandfoto und langer Text, kein Angebot im ersten Bildschirm | Porträt, Berufsbezeichnung und Überschrift | umgesetzt, wird noch überarbeitet |
Zielgruppe | Liste mit neun Situationen und „u.v.m.“ | Sechs Karten mit Icon, Avatare nicht erfunden | teils umgesetzt, Avatare sind Empfehlung |
Texte für die Zielgruppe | Lange Sätze aus Sicht der Therapeutin | Längere Überschriften mit Nutzen, gekürzte Texte | umgesetzt |
Angebot und Einstieg | Button Anfrage stellen, Formular auf Unterseite | Vorgespräch per Video mit Preis, Formular auf der Startseite | umgesetzt, kostenloser Einstieg ist Empfehlung |
Lead-Magnet | Keiner | PDF für ausgebrannte Berufstätige als ausgedachtes Beispiel | Empfehlung |
Video-Sales-Letter | Kein Video | Platz für ein Vorstellungsvideo mit Standbild | Empfehlung, Video fehlt |
Leistungsmerkmale | Fließtext und Sechseck-Grafik | Sechs Karten mit Text | umgesetzt, Wirkaussagen sind zu prüfen |
Über mich | Kleiner Kreis, Werdegang auf Unterseite | Porträt groß, kompletter Werdegang, drei Meilensteine | umgesetzt, Praxisfotos fehlen |
FAQ | Sieben Fragen ohne Nutzen-Überschrift | Sieben Fragen mit Überschrift und gekürzten Antworten | umgesetzt |
Mehr Besucher | Nicht geprüft | Blog, lokale Seiten, Google-Profil, Verzeichnisse | Empfehlung |
Was sich auf der Startseite lösen lässt, steckt schon in der Demo: Porträt, Überschriften, Zielgruppe, Leistungsmerkmale, Über mich, FAQ und Anfrage. Was mehr Aufwand braucht, fehlt noch: ein echtes Video, ein Lead-Magnet, Leistungsunterseiten und Blog. Ich empfehle, mit der Startseite anzufangen und die Inhalte danach aufzubauen.
Ob die neue Startseite wirklich mehr Anfragen bringt, kann ich nicht sagen. Die Demo ist nicht live, deshalb gibt es keine Zahlen.
Was nimmst du für deine eigene Psychotherapie-Praxis-Website mit?
Du kannst die Checkliste auf deine eigene Seite anwenden, ohne etwas zu bauen. Öffne dazu deine Startseite am Handy und am Rechner und gehe die Punkte durch. Wo du mit Nein antwortest, hast du eine Aufgabe.
Design: Gibt es auf dem ersten Bildschirm ein gutes Foto von dir, eine Überschrift und einen Button? Sind deine Schriften eher Standard oder haben sie einen eigenen Charakter?
Zielgruppe: Kannst du in einem Satz sagen, für wen deine Seite geschrieben ist? Hast du Gruppen aus deinen bisherigen Klientinnen und Klienten abgeleitet?
Texte: Beginnen deine Überschriften bei deinem Angebot oder bei dem, was deine Besucher belastet? Hat jeder lange Text eine Überschrift, die ihn lohnend macht?
Angebot: Gibt es einen leichten ersten Schritt, der klar sagt, was Besucher davon haben? Steht der Preis des Vorgesprächs dort, wo man ihn erwartet?
Lead-Magnet und Video: Gibt es einen kostenlosen Inhalt für Besucher, die noch nicht anfragen wollen und ein Video, in dem du dich vorstellst?
Leistungsmerkmale: Steht hinter jeder Methode, was sie für Klientinnen und Klienten bedeutet? Ist es als Text auf der Seite lesbar?
Zum Video gibt es bei YouTube ein Transkript. Du findest den Button unter dem Video. Kopiere es und gib es einer KI. Sie kann dir helfen, die Punkte bei deiner eigenen Seite umzusetzen. Wenn du wenig Zeit hast, beginne mit Punkt 1 und Punkt 4. Prüfe danach, ob jeder lange Text eine Überschrift hat, die den Nutzen nennt. Das kostet wenig und lässt sich schnell ändern. Gehe zuletzt alle Texte mit Blick auf das Heilmittelwerbegesetz durch: Wo steht ein Versprechen, wo eine Beschreibung?
Für den zweiten Teil, mehr Besucher, brauchst du mehr Zeit. Plane regelmäßig Blogartikel, baue Leistungsunterseiten auf, lege ein Google-Profil an und sammle Bewertungen im Rahmen deiner Berufsregeln. Trage dich außerdem in passende Verzeichnisse ein. Eine Anleitung für den Aufbau des gesamten Sektionsplans bietet Website-Aufbau für Unternehmen. Vor dem Start hilft die Website-Launch-Checkliste. Wie das Ganze bei einem anderen Betrieb aussieht, zeige ich im Vorher-Nachher-Vergleich zu einer Ferienwohnungs-Website.
Fazit
Die alte Seite von Aileen S. hat ehrliche, inhaltsreiche Texte, aber keinen schnellen Weg vom Einstieg zur Anfrage. In der Demo übernimmt die Startseite diese Aufgabe: Porträt, Überschrift mit Nutzen, Button, kurze Abschnitte und ein Formular mit Vorgespräch. Die weiteren Hebel, Lead-Magnet, Video, Leistungsunterseiten, Blog, Google-Profil und Verzeichnisse, sind Empfehlungen und nicht umgesetzt.
Noch einmal zur Einordnung: Alles in diesem Artikel ist meine eigene Meinung. Es gibt keine Garantie, dass dich diese Änderungen mehr Anfragen oder mehr Geld bringen. Er ersetzt keine rechtliche Beratung. Prüfe jeden Punkt an deiner eigenen Seite und entscheide selbst.
Wenn du wissen willst, wie viel SEO-Potenzial in deiner Praxis steckt, bekommst du über das Formular auf der Startseite von Blaq Nexus eine kostenlose Einschätzung. Eine Website kostet bei uns einmalig 360 Euro, die erst nach der 30-tägigen Testphase fällig werden. Dazu kommen 100 Euro im Monat plus Erfolgsbeteiligung.
Häufige Fragen zur Website für Psychotherapie-Praxen
Was gehört auf die Startseite einer Psychotherapie-Praxis-Website?
Auf die Startseite gehören ein Foto der Therapeutin, eine Überschrift mit Nutzen für die Zielgruppe, Ort und Berufsbezeichnung, ein Weg zur Anfrage, ein kurzer Überblick über das Angebot, der Werdegang, häufige Fragen und ein Formular. Die Demo für Aileen S. enthält diese Bausteine.
Muss ich als Psychotherapeut oder Psychotherapeutin auf Werbung achten?
Ja. Für Heilberufe gelten neben dem Datenschutz auch das Heilmittelwerbegesetz und die Berufsordnung. Das Gesetz nennt zum Beispiel irreführende Wirkversprechen und einen sicher erwarteten Behandlungserfolg als unzulässig. Ich bin kein Anwalt. Lass Texte vor der Veröffentlichung von einem Fachanwalt oder deiner Kammer prüfen.
Wie viele Anfragen bringt eine neue Praxis-Website?
Wie viele Anfragen eine neue Website bringt, lässt sich nicht vorhersagen. Für die Praxis von Aileen S. gibt es dazu keine Zahlen, weil die Demo nicht live ist. Ich garantiere nicht, dass du mehr Anfragen oder mehr Geld bekommst.
Sollte ich auf meiner Website ein kostenloses Erstgespräch anbieten?
Im Video rate ich von einem bloßen „kostenlosen Erstgespräch“ ab. Ich würde dem Interessenten etwas geben, das ihm wirklich nützt. Ob du das Vorgespräch kostenlos anbietest oder berechnest, entscheidest du. Aileen S. nennt den Preis von 50 Euro offen und die Demo bleibt dabei.
Brauche ich ein Video auf der Startseite?
Ein Video ist eine Empfehlung und kein Muss. Mit einem Vorstellungsvideo können Interessenten sich ein Bild von dir machen, bevor sie anfragen. Wirkaussagen im Video unterliegen denselben Regeln wie die Texte.
Lohnt sich lokales SEO für eine Praxis in einer großen Stadt?
Ich halte es für sinnvoll, weil man in einer großen Stadt wie Dresden ohne lokales SEO vermutlich untergeht. Lokale Leistungsunterseiten, ein Google-Unternehmensprofil und lokale Blog-Inhalte sind meine Empfehlung. Das ist meine Einschätzung und keine Garantie.
Darf ich Bewertungen von Patienten auf meiner Website zeigen?
Das ist heikel. Das Heilmittelwerbegesetz regelt die Werbung mit Äußerungen Dritter. Ob und wie du Bewertungen nutzen darfst, klärst du mit einem Anwalt oder deiner Kammer. Google-Bewertungen auf deinem Unternehmensprofil einzuholen, ist davon getrennt zu sehen.
Wie wichtig ist die Handyansicht?
Die Handyansicht ist sehr wichtig, denn Google nutzt die mobile Version für Indexierung und Ranking. Was am Handy nicht angezeigt wird, kann Google nicht verwenden.
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