Eine Website für Weiterbildungsanbieter bringt Anmeldungen, wenn die Startseite in den ersten Sekunden zeigt, für wen die Weiterbildung gedacht ist, was sie bringt und wie man sich meldet. Am Beispiel eines Anbieters zertifizierter Weiterbildungen in der Marte-Meo-Methode gehe ich acht Punkte durch: was die alte Seite an Anfragen verliert und was eine neu gebaute Startseite anders macht. Dazu kommen drei Hebel, mit denen mehr Besucher auf die Seite kommen.
Ich bin Elias Schweizer, Gründer von Blaq Nexus. Ich habe einen M.Sc. in Marketing Management und über 32.000 Websites analysiert. Ich betreue Websites mit knapp einer Million Besuchern im Jahr, zum Beispiel die von Dr. Stemper mit hochgerechnet über 800.000 Besuchern im Jahr. Bei ihm kommen fast alle Besucher über seinen Blog. Ein Teil meiner Vergütung ist erfolgsbasiert: Funktionieren meine Websites nicht, verdiene ich deutlich weniger.
Die Person hinter der Website hat meiner Bewertung zugestimmt. Im Clip oben siehst du links die alte Website und rechts eine neue Startseite, die ich als Demo gebaut habe. Die Demo zeigt nur die Startseite, ohne Unterseiten, Blog und Google-Profil. Sie beruht auf den Inhalten einer zweiten Website derselben Anbieterin und ist deshalb keine 1:1-Neuauflage der alten Seite. Ort, Zusatzangebote und einzelne Texte unterscheiden sich. Verglichen werden darum vor allem Aufbau, Hierarchie und Textlogik. Was die Demo umsetzt und was nur meine Empfehlung bleibt, kennzeichne ich bei jedem Punkt.
Alles in diesem Artikel ist meine eigene Meinung. Es gibt keine Garantie, dass du mit diesen Änderungen mehr Anfragen bekommst oder mehr Geld verdienst. Du bekommst einen konkreten Vergleich und eine Checkliste, die du an deiner eigenen Seite durchgehen kannst.
Frage | Antwort |
|---|---|
Wofür ist die Website da? | Zertifizierte Marte-Meo-Weiterbildungen im Münchner Raum bekannt machen und Fachkräfte zur Anmeldung führen |
Was ist der größte Fehler der alten Startseite? | Ein langer Fließtext ohne Button: Wer eine Weiterbildung sucht, findet die Info nicht auf den ersten Blick |
Was ist die wichtigste Änderung in der neuen Startseite? | Foto und Überschrift mit Nutzen, zwei Buttons, ein Bereich für jede Zielgruppe und fünf statt acht Menüpunkte |
Was fehlt der neuen Startseite noch? | Lead-Magnet, Video, eine eigene Sektion für die Methode, eine rechtlich geprüfte Risikoumkehr, lokale Unterseiten und Google-Profil, sie sind bisher nur Empfehlungen |
Worum geht es bei der Website des Weiterbildungsanbieters?
Der Anbieter bietet nach den Angaben auf der Startseite zertifizierte Weiterbildungen in der Marte-Meo-Methode an, vor allem im Münchner Raum und teils online. Marte Meo kommt aus den Niederlanden. Die Seite erklärt die Methode so: Eine kurze Alltagssituation von höchstens fünf Minuten wird mit Smartphone oder Kamera gefilmt. Eine geschulte Person analysiert die Aufnahme und bespricht mit den Beteiligten, was schon gelingt. Der Name bedeutet „aus eigener Kraft“. Als Einsatzfelder nennt die Seite Krippen, Kitas, Schulen, Jugendhilfe, Behindertenhilfe und Pflege, dazu Supervision und Coaching.
Der Fokus der Website liegt nach meiner Einschätzung darauf, Fachkräfte für die Weiterbildungen zu gewinnen. Ich gehe davon aus, dass die Website bei der Kundengewinnung keine große Priorität hat. Die Startseite besteht im Wesentlichen aus Fließtext. Vermutlich kommen Fachkräfte aus Kitas, Krippen und Schulen über Weiterempfehlungen und Netzwerke. Oder es gibt feste Partnerschaften mit Einrichtungen und neue Kunden werden gar nicht dringend gebraucht. Das sind Annahmen von mir, die Zahlen kenne ich nicht.
Trotzdem würde ich die Seite überarbeiten. Fast jeder Interessent schaut vor einer Anmeldung kurz auf die Website, egal wie er auf den Anbieter gekommen ist. Eine Empfehlung öffnet die Tür, aber ob aus ihr eine Anmeldung wird, entscheidet oft der erste Eindruck der Seite. Warum eine gute Website dafür so viel ausmacht, erkläre ich in Warum eine gute Website oft die lukrativste Marketing-Investition ist.
Daraus ergeben sich zwei Aufgaben. Erstens muss die Startseite Besucher, die schon da sind, zu einer Anfrage führen. Zweitens müssen mehr Besucher auf die Seite kommen. Beides hängt zusammen, deshalb ist der Artikel in diese zwei Teile gegliedert.
Ich hatte für die Bewertung keine Zahlen zur Seite. Besucherzahlen und die Zahl der Anmeldungen kenne ich nicht. Alles, was ich bewerte, habe ich im Browser gesehen: die Startseite am Rechner und am Handy, das Menü und den Quelltext der Startseite. Die Texte auf den Unterseiten habe ich nicht bewertet. Ob die alte Seite viele oder wenige Anmeldungen bringt, kann ich deshalb nicht sagen. Ich vergleiche das, was ich sehe, mit meiner Checkliste.
Was macht die alte Website schon gut und wo verliert sie Besucher?
Zuerst zu dem, was die alte Seite gut macht. Der Seitentitel nennt die Leistung und den Ort: Fortbildung in München. Die Startseite sagt klar, was Marte Meo ist, aus welchem Land es kommt und wer die Methode entwickelt hat, nämlich Maria Aarts Ende der Siebzigerjahre. Sie nennt über 50 Länder, in denen die Methode eingesetzt wird und viele Einsatzfelder. Es gibt eine Terminübersicht mit Datum und Ort, Hinweise auf Online-Kurse und Downloads für Ausschreibung und Anmeldeformular. Die fachliche Tiefe ist sichtbar. Wer sich in der Marte-Meo-Welt auskennt, findet vieles auf einer Seite.
Verloren gehen Besucher an anderen Stellen. Ich sehe sechs Probleme.
Das erste ist die Textwand. Unter der Überschrift stehen vier lange Absätze in dünner grauer Schrift, daneben eine graue Seitenleiste mit noch mehr Text. Gliederung, Zwischenüberschriften und Bilder, die die Methode zeigen, fehlen. Das zweite ist das Menü. Es hat acht Einträge, drei davon mit Untermenü, zusammen 14 weitere Punkte. Das dritte Problem ist der fehlende Button. Auf der Startseite fehlt eine hervorgehobene Handlung wie „Jetzt anfragen“ oder „Termine ansehen“. Kontakt steht als Satz in der Seitenleiste ganz unten, mit E-Mail-Adresse und Telefonnummer.
Viertens sind die Termine schwer zu lesen. Die Seitenleiste heißt „Termine bis Ende 2026“ und nennt München, Online, Kurse und Daten im Fließtext. Bei meiner Prüfung am 27. Oktober 2026 standen dort noch Starttermine im Juni und Juli, also Daten, die schon vorbei waren. Fünftens ist die Handyansicht schwer zu lesen, dazu später mehr. Sechstens habe ich im Quelltext der Startseite keine Meta-Beschreibung gefunden. Die Google-Vorschau muss sich dann aus dem Text der Seite bedienen und der beginnt mit der langen Überschrift über die Methode.
Das sind sachliche Beobachtungen und kein Urteil über die Anbieterin. Die Seite hat viel Fachwissen und echte Inhalte. Aber Inhalt allein bringt keine Anmeldungen. Er muss geordnet sein, für eine Zielgruppe geschrieben und mit einem leichten Weg zur Anfrage verbunden. Genau dafür habe ich eine Checkliste.
Wie bekommt eine Weiterbildungs-Website mehr Anfragen?
Meine Checkliste für mehr Anfragen hat acht Punkte. Sie basiert auf meiner Analyse von über 2.000 der besten Websites der Welt und über 32.000 Websites. Zu jedem Punkt schreibe ich, wie es vorher aussah und wie es in der Demo aussieht. Setzt die Demo einen Punkt nicht um, nenne ich ihn eine Empfehlung.

Die acht Punkte, nach denen ich die Seite bewertet habe.
Fokus, Design und visuelle Hierarchie
Gutes Design bringt mehr Anfragen, weil Besucher von der Optik auf die Leistung schließen. Sieht eine Seite professionell aus, gehen sie eher davon aus, dass auch die Weiterbildung professionell ist. Dazu gehören gute Bilder, gute Schriften und eine klare visuelle Hierarchie. Das ist für mich die halbe Miete. Der alten Seite fehlen mir drei Dinge, die ich im Video nenne: eine gute visuelle Hierarchie, weniger Standardschriften und mehr visuelle Elemente, die beim Verstehen helfen.
„Die Hero-Section ist die Sektion, die der Website-Besucher zuerst sieht und wenn er dort überfordert wird, dann ist es schlecht, weil er scrollt nicht weiter, sondern verlässt die Website direkt wieder.“
– Elias Schweizer, Video zur Bewertung
Konkret heißt das: Eine Sektion darf nicht überladen sein. Am besten gibt es ein großes Element, ein mittelgroßes und ein kleines. Der Blick geht dann von selbst vom großen zum mittleren und zum kleinen.
So sieht es vorher aus: Oben liegt eine dunkle Navigationsleiste mit acht Einträgen, darunter das Logo, ein Foto von zwei Personen und ein Streifen in Schwarz, Rot und Gold. Danach folgt die lange Methoden-Überschrift. Keine dieser Flächen ist deutlich größer oder wichtiger als die andere. Die Schrift ist eine Standardschrift und es gibt keine visuelle Hierarchie. Auch der Text, der die Methode erklären soll, hat kein Bild, das den Alltag zeigt, um den es bei Marte Meo geht.
So sieht es nachher aus: Die Demo beginnt mit einem Landschaftsfoto über die ganze Breite. Darauf liegt eine Überschrift mit Nutzen, darunter ein kurzer Text und zwei Buttons: „Unverbindlich entdecken“ und „Methoden ansehen“. Das Foto ist das große Element, die Überschrift das mittlere, die Buttons sind das kleine. Der Blick weiß, wo er anfangen soll. Das Foto stammt aus einer freien Bilddatenbank und ist ein Platzhalter. Für die echte Seite würde ich Fotos aus den Weiterbildungen selbst nehmen, am besten mit Zustimmung der Teilnehmer.

Startseite oben, vorher oben und nachher darunter.
Wie du Design nach festen Prinzipien beurteilst, steht in Ist Webdesign wirklich Geschmackssache? 3 objektive Prinzipien. Was auf den Seiten typischer Anbieter regelmäßig schiefgeht, sammelt Die 5 häufigsten Website-Fehler, die Anfragen kosten.
Navigation: Warum acht Menüpunkte zu viel sind
In der Navigationsleiste der alten Seite stehen acht Einträge: Startseite, Fortbildung, Anwendungsfelder, Marte Meo München, Kontakt, Downloads, Marte Meo Tools und Impressum. Unter Fortbildung liegen fünf Kurse, unter Anwendungsfelder sechs Bereiche, unter Marte Meo München drei Seiten. Das sind 14 Untermenüpunkte zusätzlich.
Das absolute Maximum liegt selbst bei großen Unternehmen mit viel mehr Unterseiten bei ungefähr sieben Einträgen. Die alte Seite hat acht. Ein umfangreiches Menü sorgt für ein Entscheidungsdilemma: Welche Option soll ich wählen? Ein Besucher, der eine Weiterbildung sucht, muss erst raten, ob er sie unter „Fortbildung“, unter „Anwendungsfelder“ oder unter „Marte Meo München“ findet.
„Ich würde vermutlich gar nichts in der Navigationsleiste platzieren, außer vielleicht einen CTA und einen Button, über den man zur Startseite kommt.“
– Elias Schweizer
Alle Unterseiten würde ich stattdessen im Footer auflisten. Der Grund ist die Hero-Section: Sie muss übersichtlicher sein. Ist der Footer etwas unübersichtlicher, ist das in Ordnung. Alternativ kannst du die acht Optionen hinter einem Burger-Menü verstecken. Dann ist auf den ersten Blick nur das Symbol zu sehen und die Seite wirkt aufgeräumter. Die Demo geht den halben Weg. Sie hat fünf Einträge, die auf Bereiche der Startseite springen: Methoden, Angebote, Über mich, Shop und Kontakt. Das ist deutlich weniger als acht. Nach meiner Empfehlung geht es noch weiter, aber für eine Startseite ohne Unterseiten ist es ein sinnvoller Zwischenstand.

Alte Navigation gegen meine Empfehlung.
Handyansicht: Warum die mobile Startseite zählt
Die mobile Version ist keine Nebensache. Google schreibt in der Dokumentation zur Mobile-First-Indexierung: „Google uses the mobile version of a site's content, crawled with the smartphone agent, for indexing and ranking.“ An anderer Stelle heißt es: „Only the content shown on the mobile site is used for indexing.“ (Google Search Central). Was am Handy fehlt, kann Google also nicht für die Suche verwenden.
Auf der alten Seite zeigt der erste Bildschirm am Handy eine schwarze Leiste mit Menü-Symbol, darunter das kleine Logo und das Foto. Danach folgt die Überschrift in sehr großer Schrift. Sie füllt den ganzen restlichen Bildschirm. Wer mit dem Smartphone auf der Seite landet, liest zuerst eine Methoden-Überschrift und weiß noch nicht, welche Weiterbildung er hier findet. Einen Button gibt es auch am Handy nicht.
In der Demo steht oben ein Balken mit Logo und Menü-Symbol. Darunter folgen die Überschrift, der erste Text und zwei Buttons untereinander. Der erste Bildschirm zeigt damit, worum es geht und wie man weiterkommt, ohne dass jemand scrollen oder zoomen muss.

Handyansicht im Vergleich.
Mein Tipp: Öffne deine Startseite am Handy und scrolle nicht. Wenn du nach drei Sekunden nicht weißt, was angeboten wird und wie du dich meldest, ist das die erste Baustelle.
Lange Texte: Der Urwald, durch den sich keiner kämpft
Das größte Problem der alten Seite ist für mich der Fließtext. Das Muster kennt man von vielen Seiten mit viel Fachwissen: Alles steht da, aber nichts ist so aufbereitet, dass man es in fünf Sekunden findet. Nichts wird visualisiert und um an die Informationen zu kommen, muss man den ganzen Fließtext lesen. Die Zielgruppe findet deshalb nicht auf den ersten Blick, was sie sucht. Im Video sage ich dazu:
„Lange Texte funktionieren sowieso nur, wenn der Website-Besucher eine große Motivation dazu hat, sich durch den Urwald an Texten zu kämpfen, um die gesuchte Information zu finden. Aber ich glaube nicht, dass die meisten eine große Motivation haben, das zu tun.“
– Elias Schweizer, Gründer von Blaq Nexus
Das deckt sich mit dem, was die Usability-Forschung seit Langem zeigt. Der Usability-Forscher Jakob Nielsen schrieb schon 1997: „People rarely read Web pages word by word; instead, they scan the page, picking out individual words and sentences.“ (Nielsen Norman Group). Wer scannt, braucht Überschriften, kurze Absätze und hervorgehobene Stichworte. Er sucht eine bestimmte Antwort und liest nicht die ganze Seite.
Selbst wenn alle Besucher sehr motiviert wären, würde ich die Texte anders darstellen. Mich würde es als Besucher persönlich extrem nerven, dass mir die Infos so schwer zugänglich gemacht werden. Ich weiß ja, dass man solche Infos auch anders präsentieren kann und zwar so, dass sie leichter verdaulich sind.
So sah es vorher aus: Die Startseite beginnt mit einer Überschrift über drei Zeilen, danach folgen vier lange Absätze Fließtext, am Ende zwei rote Links zu einem PDF und zu den Weiterbildungen. Die wichtigsten Infos für Interessierte, also welche Kurse es gibt und wann sie starten, stehen in der grauen Seitenleiste daneben, ebenfalls als Text.
So sieht es nachher aus: Die Demo teilt den Inhalt in Bereiche. Nach dem Hero folgt eine große Zeile mit dem Kernproblem, danach ein Bereich „Vier Methoden, ein Ziel“ mit aufklappbaren Karten, dann ein Bereich für die Zielgruppen, ein Ablauf, Rückmeldungen, häufige Fragen und das Kontaktformular. Jede Sektion hat eine Überschrift und wenig Text. Wer nur die Überschriften liest, versteht, worum es geht und was er tun kann.

Fließtext gegen gegliederte Sektionen.
Wie du aus einem langen Text eine Seite machst, die sich scannen lässt, zeigt Website-Aufbau für Unternehmen, Sektion für Sektion erklärt.
Die richtige Zielgruppe wählen
Eine Website, die alle ansprechen will, überzeugt selten jemanden. Bei Marte Meo gibt die Methode die Zielgruppe schon vor: Fachkräfte, Eltern und Einrichtungen, die mit Kindern, Jugendlichen oder Erwachsenen arbeiten. Da kann man nicht mehr viel ändern.
Im Rahmen der Methode würde ich aber überlegen, ob eine Spezialisierung möglich ist. Wer Fachkräfte für Kitas ausbildet, Supervision macht und Paarberatung anbietet, muss wissen: Die Konkurrenten machen teilweise nur eine dieser Sachen. Ein Konkurrent, der nur Paarberatung anbietet, richtet seine ganze Website auf Paarberatung aus. Der Interessent fragt dort an, wo er den Experten vermutet. Eine Seite, die Paarberatung irgendwo im Kleingedruckten erwähnt, wirkt daneben wie eine Nebenleistung.
Die alte Startseite nennt die Zielgruppen im Fließtext: Eltern, Kinder ab etwa vier Jahren, Jugendliche, Fachleute und viele Arbeitsfelder. Die Anwendungsfelder stehen im Menü, aber auf der Startseite selbst bekommt keine Zielgruppe einen eigenen Platz. Ein Besucher aus der Kita sieht keinen Bereich, der erkennbar für ihn gedacht ist.
Mein Vorschlag aus dem Video: Ich würde keine Zielgruppe auslassen. Für jede einzelne würde ich aber eine eigene Website bauen, oder zumindest eine ausführliche, auf Marketing ausgerichtete Unterseite mit allen Infos, die diese Zielgruppe sucht. Auf der Startseite würde ich alle Zielgruppen übersichtlich auflisten, damit sich jede angesprochen fühlt. Über die Navigationsleiste würde ich sie nicht ansprechen, denn die ist dafür zu unübersichtlich. Stattdessen richte ich eine eigene Sektion auf der Startseite ein, vermutlich mit Icons, damit man sich die Gruppen besser vorstellen kann.
Die Demo setzt das teilweise um. Sie hat einen Bereich mit drei Karten: „Familien und Einzelne“, „Fachkräfte und Fortbildung“ und „Teams und Organisationen“. Unter jeder Karte steht in kurzen Stichpunkten, was die Gruppe bekommt und ein Button. Eigene Unterseiten für die Zielgruppen gibt es nicht, denn die Demo besteht nur aus der Startseite. Das ist deshalb eine halbe Umsetzung.

Zielgruppen im Vergleich.
Wenn du nicht sicher bist, wer deine Zielgruppe ist, hilft dir der Artikel Wie du deine Zielgruppe findest, wenn du noch keine Daten hast.
Texte, die deine Zielgruppe ansprechen
Wenn die Zielgruppe feststeht, schreibst du zielgruppenspezifische Texte. Ich muss zuerst verstehen, weshalb die Zielgruppe überhaupt anfragen könnte. Was sind die Schmerzpunkte, was treibt sie an, was erhofft sie sich von den Leistungen? In diesem Fall erkläre ich dann, inwiefern diese Methode besonders gut zur Zielgruppe passt.
Die alte Seite widmet sich ganz der Methode. Sie beantwortet die Frage „Was ist Marte Meo?“ sehr ausführlich und beginnt mit dem Namen, der Herkunft und dem Ablauf einer Videoanalyse. Eine Fachkraft in der Kita, die vor einer schwierigen Gruppe steht, sucht aber zuerst eine Antwort auf ihr Problem. Die Methode ist die Antwort, nicht der Einstieg.
Die Demo beginnt beim Problem. Direkt nach dem Hero steht eine große Zeile: „Sie geben jeden Tag Ihr Bestes, und doch kippen dieselben Situationen immer wieder.“ Der Text im Hero führt von dort zur Methode: Mit kurzen Videobildern wird sichtbar, was schon gelingt und daraus entstehen kleine, konkrete Schritte. Die Demo spricht die Besucher mit Sie an. Wie du Texte für deine Zielgruppe findest, zeigt So findest du die richtigen Worte für deine Zielgruppe. Wie du eine Seite schreibst, die deine Leser anspricht, steht in Copywriting für deine Website.
Angebot mit leichtem Einstieg: Gespräch statt Anmeldeformular
Ein gutes Angebot gehört auf die Startseite. Dazu braucht es einen guten Einstieg ins Angebot, einen ersten Schritt, der leichter ist als die Anmeldung für eine ganze Weiterbildung.
„Meiner Meinung nach benötigen wir einen guten Einstieg ins Angebot, ein gutes Angebot und gute Lead-Magneten.“
– Elias Schweizer im Video
Das gilt für mich für jede Zielgruppe: ein eigener Lead-Magnet oder sogar ein eigener Einstieg ins Angebot.
Ein Beispiel aus dem Video: ein erstes kostenloses Gespräch, in dem ich zeige, wie die Marte-Meo-Methode im Familienalltag eingesetzt werden kann. Das Beispiel richtet sich an Privatpersonen und ist ein Muster für die Form, kein Textvorschlag für eine Weiterbildung. Für Fachkräfte würde der Einstieg anders aussehen, zum Beispiel ein erstes Kennenlernen, in dem man das Anliegen schildert und die passende Weiterbildung klärt.
Zum Angebot gehört auch das Risiko. Im Video habe ich dazu ein Beispiel für ein Angebot mit Garantie gebracht: Wer sein Privatleben mit der Methode nicht in kurzer Zeit spürbar verbessern kann, dem biete ich an, ihn bis zu einem vorher vereinbarten Umfang kostenlos weiter zu begleiten. Ich sage im Video selbst, dass das nur ein Beispiel ist und ich nicht weiß, ob es für dich relevant ist. Im Beratungs- und Gesundheitsumfeld lässt sich ein Erfolg nicht zusichern. Das Heilmittelwerbegesetz nennt es irreführend, wenn der Eindruck entsteht, dass „ein Erfolg mit Sicherheit erwartet werden kann“ (§ 3 HWG). Ob das Gesetz für ein Angebot gilt, hängt vom Angebot ab. Hole dir rechtlichen Rat, bevor du eine Garantie oder Wirkaussage auf die Seite schreibst.
Auf der alten Seite sieht der Einstieg so aus: Interessierte klicken auf ein Datum, laden die Ausschreibung und das Anmeldeformular herunter und füllen es aus. Wer erst klären will, ob die Weiterbildung zu ihm passt, muss den Kontakt selbst suchen. Er steht als Satz in der Seitenleiste, mit E-Mail und Telefon. Der Einzeltermin, der laut Seite vor einem Einstieg in die Trainer-Kurse möglich ist, wird in einem langen Absatz beschrieben.
Die Demo bietet einen leichteren Einstieg. Der Button im Hero heißt „Unverbindlich entdecken“, der erste Schritt im Ablauf ist ein kostenloses Kennenlernen und das Kontaktformular fragt Name, E-Mail, Thema und Ort der Begleitung ab. Eine Beschreibung des Anliegens ist freiwillig. Das kostenlose Kennenlernen stammt aus dem Angebot der zweiten Website der Anbieterin. Ob der Anbieter so etwas anbietet, weiß ich nicht. Ein Preis, eine Garantie oder ein Termin steht in der Demo nicht. Das sind Empfehlungen und nichts, was ich umgesetzt habe.

Einstieg und Kontakt im Vergleich.
Wie eine Garantie in einem anderen Geschäft aufgebaut sein kann, zeigt Warum jede Webdesign-Agentur eine Geld-zurück-Garantie anbieten sollte.
Lead-Magnet: Ein ausgedachtes Beispiel für Beziehungen
Ein Lead-Magnet ist ein kostenloser Inhalt, den Besucher gegen ihre Kontaktdaten bekommen. Ich würde für jede Zielgruppe einen entwickeln. Er gehört für mich unter die Blogartikel und auf die Leistungsunterseiten. Die meisten Interessenten wollen nicht sofort kaufen. Sie schauen sich erst um und holen sich eher etwas ohne Verpflichtung. Mit den Kontaktdaten kann ich sie später noch einmal ansprechen und nach und nach eine Verbindung aufbauen. Das Angebot auf der Startseite ersetzt er nicht.
Mein Beispiel im Video war für den Bereich Paarberatung: „10 Dinge, wie du deine Beziehung vielleicht noch retten kannst, die viele Leute übersehen.“ Es ist ausgedacht und kein Entwurf für den Anbieter. Im Titel steht „vielleicht“. Das finde ich hier passend: Ein Lead-Magnet darf neugierig machen, aber er darf nichts versprechen, was sich nicht halten lässt. Für Fachkräfte wäre ein anderer Magnet sinnvoll, zum Beispiel eine Checkliste für den Alltag in der Gruppe, die zum Weiterbildungsangebot hinführt. Welche Inhalte passen, entscheiden die Anbieter, nicht ich.
Einen Lead-Magneten gibt es auf der alten Seite nicht. Sie bietet einen längeren Text über Marte Meo als PDF an. Der Link im Fließtext führt direkt zur PDF-Datei, ohne dass Kontaktdaten abgefragt werden. Die Demo hat ebenfalls keinen Lead-Magneten. Deshalb bleibt das eine Empfehlung. Für das Formular gilt: Prüfe vor dem Einsatz mit einem Datenschutzbeauftragten oder einem Anwalt, wie du Kontaktdaten erheben darfst. Wie du aus Besuchern Anfragen machst, steht in Mehr Anfragen: So optimierst du deine Website für mehr Leads.
Video-Sales-Letter: Das Video erklärt die Methode
Als weiteren Conversion-Mechanismus würde ich ein Video einbauen, einen Video-Sales-Letter, kurz VSL. Darin spreche ich in die Kamera und erkläre, was ich mache, für wen ich es mache und welchen Mehrwert es gibt. Ich erkläre auch, warum die Methode einzigartig ist. Außerdem gehe ich schon im Voraus auf Einwände ein, zum Beispiel: Was passiert, wenn die Methode bei mir nicht funktioniert?
Gerade bei einer Methode, die mit Videobildern arbeitet, passt ein Video gut. Ein Besucher sieht in einer Minute, wie so eine Aufnahme aussieht und wie die Besprechung abläuft. Das schafft mehr Verständnis als ein Absatz Text. Wenn du Aufnahmen aus echten Situationen zeigst, brauchst du dafür die Einwilligung der gefilmten Personen, bei Kindern von den Eltern.
Ein Video fehlt auf der alten Seite und in der Demo. Der VSL ist eine Empfehlung. Wie Video und Funnel zusammenspielen, steht in Dein ultimativer Guide zu Funnel-Seiten.
Einzigartiger Mechanismus: Die Methode als eigene Sektion
Ein einzigartiger Mechanismus beantwortet die Frage, warum man gerade hier buchen soll. Bei diesem Anbieter ist die Methode der Mechanismus: die Arbeit mit Videobildern aus dem Alltag, aus der Beteiligte erkennen, was schon gelingt. Ich würde dieser Methode eine eigene Sektion auf der Startseite widmen und erklären, inwiefern sie einzigartig ist, welchen Mehrwert sie für die einzelnen Zielgruppen stiftet und wie sie arbeitet und was Beteiligte daraus mitnehmen können.
Die alte Seite erklärt die Methode ausführlich, aber im Fließtext. Das Besondere steht in einem Absatz neben vielen anderen. Die Demo hat Marte Meo als Karte im Bereich „Vier Methoden, ein Ziel“, neben LEGO Serious Play, Malen und Coaching. Die Karte erklärt in drei Sätzen, was die Methode macht und nennt Maria Aarts und die über 50 Länder. Eine eigene Sektion nur für die Methode gibt es in der Demo nicht. Die Demo beruht auf der zweiten Website der Anbieterin, auf der mehrere Methoden gleichwertig auftauchen. Für diesen Anbieter würde ich es anders machen und die Methode in den Mittelpunkt stellen.

Methode im Vergleich.
Leistungsmerkmale mit Mehrwert
In der Leistungsmerkmal-Sektion würde ich alle Facetten der Methode im Einzelnen benennen und zeigen, welche Vorteile jede hat. Eine Liste von Facetten sagt, was da ist. Ein Vorteil sagt, was der Besucher davon hat.
„Ich würde alle Facetten der Marte-Meo-Methode nochmal im Rahmen einer Leistungsmerkmalsektion im Einzelnen benennen und zeigen, inwiefern welche Vorteile jede einzelne Facette hat.“
– Elias Schweizer, aus dem Video
Ein Beispiel aus dem Video: das Aufnehmen von Videos. So wie ich die Methode verstanden habe, nimmt man dabei kurze Videos von sich selbst auf. Der Vorteil: Man kann objektiver vorgehen. Man muss nicht mehr nur nach der eigenen Erinnerung arbeiten. Subjektive Wahrnehmung verliert an Gewicht und man kann anfangen, sich selbst mit mehr Bezug zur Realität zu verändern. Bei jeder Facette erkläre ich, welchen Mehrwert sie hat, warum sie wichtig ist und wie sie funktioniert. Das ist mein Beispiel und eine Formulierungsidee. Ob die Aussage fachlich so zur Methode passt, prüft die Anbieterin.
Die alte Seite nennt die Facetten im Fließtext: Aufnahme, Videoanalyse, Review-Gespräch, Ressourcen. Ein Nutzen wie „leicht verständlich und sofort im Alltag anwendbar“ steht im Fließtext, aber nicht als eigener Punkt. Die Demo zählt Leistungen als kurze Stichpunkte in den Karten auf, zum Beispiel „Abend- und Wochenendtermine möglich“ oder „München, Köln, Bielefeld, Luxemburg und online“. Der Nutzen jeder einzelnen Facette der Methode, etwa „objektiv durch Videobilder“, steht dort nicht. Er ist eine Empfehlung.
Wie bekommt die Website mehr Besucher?
Anmeldungen entstehen erst, wenn genug Besucher auf die Seite kommen. Für den zweiten Teil der Checkliste habe ich drei Hebel. Keiner davon ist in der Demo enthalten, denn sie besteht nur aus der Startseite. Alles hier ist also eine Empfehlung. Wie lange es dauert, bis SEO wirkt, beschreibt Der realistische Zeitplan für Website, lokales und bundesweites SEO. Einen Überblick über Wege zu mehr Besuchern gibt Qualifizierte Website-Besucher gewinnen, ohne ein Vermögen für Werbung auszugeben.
Bundesweites SEO: Warum ich es hier vermutlich weglassen würde
Mit bundesweitem SEO meine ich Blogartikel, die nicht an den Ort des Suchenden gebunden sind. Für diesen Anbieter würde ich das vermutlich nicht machen, weil der Fokus meiner Meinung nach auf der Stadt München liegen sollte. Die Weiterbildungen finden laut Seite vor allem im Münchner Raum und online statt. Wer sich für eine Präsenzweiterbildung interessiert, sucht meist nach einem Ort in der Nähe.
Eine Ergänzung, die nicht im Video steht: Ich habe die Nachfrage mit DataForSEO geprüft. Das Keyword „marte meo“ hat in Deutschland je nach Monat zwischen 4.400 und 8.100 Suchen, im Schnitt der letzten zwölf Monate etwa 6.000. „Marte meo weiterbildung“ kommt auf etwa 30 Suchen im Monat, „marte meo münchen“ auf etwa 10 (Stand Oktober 2026). Viele Menschen suchen also nach der Methode und sehr wenige nach einer Weiterbildung am Ort. Das spricht dafür, die lokale Seite eng auf die Weiterbildung in München auszurichten. Es spricht auch dafür zu prüfen, ob Fragen zur Methode über Artikel erreichbar sind, zum Beispiel für die Online-Kurse. Wer hinter diesen Suchen steckt und wie viele davon eine Weiterbildung suchen, zeigt die Zahl nicht. Das müsste man mit einem Keyword-Tool genauer testen. Wie sich bundesweites SEO rechnet, steht in Bundesweites SEO durch Blogartikel: Der Test, ob sich SEO für dich lohnt.
Lokales SEO: Leistungsunterseiten, lokale Blogartikel und Bewertungen
Beim lokalen SEO würde ich ansetzen. Ich würde Leistungsunterseiten erstellen, die zum Google-Unternehmensprofil passen. Die Angaben im Profil müssen zu den Unterseiten passen, die du angelegt hast. Hier könnten die Leistungen aus dem Menü die Vorlage sein, zum Beispiel eine Seite je Kursart: Einführung, Kompaktkurs, Anwenderkurs, Aufbaukurs. Das ist ein Beispiel von mir. Welche Seiten das Profil später braucht, klärt die Keyword-Analyse.
Auch bei Blogartikeln würde ich auf einen lokalen Bezug achten, selbst wenn das Thema bundesweit ist. Mein Beispiel aus dem Video: „10 Tipps, wie du deine Beziehung verbessern kannst“. Die Tipps würde ich im Kontext von München beschreiben, zum Beispiel mit den Freizeitaktivitäten, die es im Münchner Raum für Paare gibt. Ich spreche also auch bundesweite Themen in Blogartikeln an, aber immer mit lokalem Bezug. Ortsspezifische Unterseiten gehören für mich zusätzlich dazu. Das ist eine Ergänzung von mir und steht nicht im Video.
Bei den Unterseiten ist mir ein Punkt wichtig: Jede braucht originellen Inhalt. Nimm nicht denselben Text und tausche nur den Ort aus. Google zählt es zu den Spam-Praktiken, wenn Seiten nur gebaut werden, um für ähnliche Suchanfragen zu ranken. In den Richtlinien heißt es: „Doorway abuse is when sites or pages are created to rank for specific, similar search queries.“ Als Beispiel nennt Google „Having multiple domain names or pages targeted at specific regions or cities that funnel users to one page“ (Google Search Central).
Ob ein Weiterbildungsanbieter ein Unternehmensprofil bekommt, prüfst du in den Richtlinien von Google. Das habe ich hier nicht geprüft. Wie ein Profil sauber aufgebaut wird, steht in Die 11-Punkte-Checkliste für dein Google-Profil. Das Grundprinzip beschreibt der Local-SEO-Leitfaden.
Zum Profil gehören Bewertungen. Google nennt als Faktoren für lokale Treffer: „Local results are mainly based on relevance, distance, and popularity.“ Und weiter: „More reviews and positive ratings can help your business's local ranking.“ (Google Business Profile Hilfe). Mein Rat im Video: Bewertungen am besten in Person einholen.
„Außerdem würde ich Bewertungen einholen, am besten in Person, also QR-Code ausdrucken, mit dem man direkt auf deine Bewertungsseite von Google kommt und dann muss die Person nur mit dem Handy kurz einscannen und kann dich direkt bewerten.“
– Elias Schweizer, aus der Bewertung
Dann ist die Wahrscheinlichkeit viel höher, dass die Person es auch wirklich macht. Am Ende der Weiterbildung kannst du kurz fragen, ob die Teilnehmerin oder der Teilnehmer dich bewerten möchte. Das ist mein Vorschlag und steht so nicht im Video. Google schreibt dazu: „To leave reviews, you can ask customers to visit a Google link or scan a QR code.“ (Google Business Profile Hilfe). Anreize wie Rabatte oder Gratisleistungen für eine Bewertung sind laut derselben Seite verboten. Wie du ein System aufbaust, das jede Woche neue Bewertungen bringt, beschreibt Mehr Bewertungen, statt auf Zufall zu hoffen.

Ausgedachtes Beispiel: von der Bitte zur Bewertung.
KI-Auffindbarkeit: Steckt im SEO schon mit drin
Auch die Auffindbarkeit in KI-Antworten ist ein Thema. Meine Einschätzung im Video: Ich würde sie nicht gesondert angehen.
„Also KI-Auffindbarkeit würde ich jetzt nicht im Speziellen machen, das ist bei SEO sowieso mit dabei.“
– Elias Schweizer im Video
In den Tipps zu lokalem und bundesweitem SEO steckt sie schon ein Stück weit drin, zum Beispiel beim Einholen von Google-Bewertungen.
Das passt zu dem, was Google über seine KI-Funktionen schreibt: „There are no additional requirements to appear in AI Overviews or AI Mode, nor other special optimizations necessary.“ Und: „The best practices for SEO remain relevant for AI features in Google Search (such as AI Overviews and AI Mode).“ (Google Search Central). Ich würde mich auf lokales SEO und gute Seiten konzentrieren. Mehr zum Thema steht in GEO verständlich erklärt: So taucht dein Unternehmen in ChatGPT, Perplexity und Co. auf.
Wie setzt du die Punkte um?
Für die Umsetzung habe ich im Video einen Tipp: Klicke bei YouTube auf den Button, der das Transkript anzeigt. Kopiere den Text. Dann fügst du ihn in Claude oder eine andere KI ein. Frage dann, wie du auf dieser Basis deine eigene Website verbessern kannst. So würde ich es machen. Das ersetzt keine Beratung, gibt dir aber einen ersten Plan für deine eigene Seite.
Wie sieht der Vorher-Nachher-Vergleich im Überblick aus?
Die Tabelle fasst meine Checkliste zusammen und zeigt für jeden Punkt den Status. In der letzten Spalte steht, ob die Demo den Punkt umsetzt oder ob er eine Empfehlung bleibt. Die Demo ist nur die Startseite, deshalb sind die Hebel für mehr Besucher darin nicht enthalten.
Punkt | Vorher (alte Website) | Nachher (Demo oder Empfehlung) | Status |
|---|---|---|---|
Fokus, Design, Hierarchie | Dunkle Navigation, Logo, Foto, Streifen und lange Überschrift ohne Gewichtung | Landschaftsfoto, Nutzen-Überschrift, zwei Buttons | umgesetzt |
Navigation | Acht Einträge, 14 Untermenüpunkte, kein Button | Fünf Einträge, die auf Bereiche der Startseite springen | teils umgesetzt, weniger ist Empfehlung |
Handyansicht | Große Überschrift füllt den ersten Bildschirm, kein Button | Hero mit Foto, Überschrift und Buttons | umgesetzt |
Lange Texte | Vier lange Absätze Fließtext plus Seitenleiste | Gegliederte Sektionen mit kurzen Texten | umgesetzt |
Zielgruppe | Zielgruppen im Fließtext und im Menü | Bereich „Für wen“ mit drei Karten | teils umgesetzt, eigene Unterseiten sind Empfehlung |
Texte für die Zielgruppe | Erklärt die Methode, beginnt mit dem Namen | Beginnt beim Problem der Zielgruppe | umgesetzt |
Angebot und Einstieg | Termine, Download der Anmeldung, Kontakt als Satz | Kostenloses Kennenlernen, Buttons im Hero, Formular | teils umgesetzt, Garantie nur als Beispiel, vorher rechtlich prüfen |
Lead-Magnet | PDF-Text über die Methode ohne Abfrage von Kontaktdaten | Keiner | Empfehlung |
Video-Sales-Letter | Kein Video | Kein Video | Empfehlung |
Einzigartiger Mechanismus | Methode im Fließtext | Karte zu Marte Meo unter vier Methoden | teils umgesetzt, eigene Sektion ist Empfehlung |
Leistungsmerkmale mit Mehrwert | Facetten im Fließtext | Stichpunkte in Karten, Nutzen je Facette fehlt | teils umgesetzt |
Mehr Besucher | Seitentitel mit Fortbildung und München, keine Meta-Beschreibung | Lokales SEO, Google-Profil, Bewertungen | Empfehlung |
Was sich auf der Startseite lösen lässt, steckt schon in der Demo: Hero, Navigation, Gliederung, Zielgruppen und Kontakt. Was mehr Aufwand braucht, fehlt noch: Lead-Magnet, Video, eigene Methoden-Sektion und die lokalen Seiten. Ich empfehle, mit der Startseite anzufangen und die Inhalte danach aufzubauen.
Ob die neue Startseite wirklich mehr Anmeldungen bringt, kann ich nicht sagen. Die Demo ist nicht live, deshalb gibt es keine Zahlen.
Was nimmst du für deine eigene Website mit?
Du kannst die Checkliste auf deine eigene Seite anwenden, ohne etwas zu bauen. Öffne dazu deine Startseite am Handy und am Rechner und gehe die Punkte durch. Wo du mit Nein antwortest, hast du eine Aufgabe.
Design und Hierarchie: Gibt es auf dem ersten Bildschirm ein großes Foto, eine Überschrift und einen Button? Hat die Navigation höchstens sieben Einträge?
Zielgruppe: Findet jede Gruppe, die du ansprichst, einen Bereich auf der Startseite, der erkennbar für sie gedacht ist?
Texte: Beginnen die Texte beim Problem deiner Zielgruppe oder bei deiner Methode?
Angebot: Gibt es einen leichten ersten Schritt, der weniger verlangt als die Anmeldung?
Lead-Magnet: Gibt es einen kostenlosen Inhalt für Besucher, die noch nicht anfragen wollen?
Video: Erklärt ein kurzes Video, wer du bist und was Teilnehmer bei dir lernen?
Einzigartiger Mechanismus: Hat deine Methode oder dein Vorgehen einen eigenen Platz auf der Startseite?
Leistungsmerkmale: Steht hinter jeder Facette, was der Besucher davon hat?
Wenn du wenig Zeit hast, beginne mit Punkt 1 und kürze dein Menü. Dann prüfe, ob jede deiner Unterseiten eine eigene Meta-Beschreibung hat und ob die Termine auf der Seite noch stimmen. Das kostet wenig und lässt sich schnell ändern.
Für den zweiten Teil, mehr Besucher, brauchst du mehr Zeit. Plane regelmäßig Inhalte, lege ein Google-Profil an, sofern du dafür in Frage kommst und sammle Bewertungen am besten gleich am Ende der Weiterbildung. Eine Anleitung für den Aufbau des gesamten Sektionsplans bietet Website-Aufbau für Unternehmen. Vor dem Start hilft die Website-Launch-Checkliste. Wenn du als Coach oder Berater arbeitest, findest du Vorschläge für deine Seite in Die ideale Website für Coaches und Berater.
Fazit
Die alte Seite hat viel Fachwissen, aber keinen Weg von der Startseite zur Anfrage. In der Demo übernimmt die Startseite diese Aufgabe: Foto, Überschrift mit Nutzen, zwei Buttons, ein Bereich pro Zielgruppe und weniger Menüpunkte. Die weiteren Hebel, Lead-Magnet, Video, eigene Methoden-Sektion, lokale Seiten und Bewertungen, sind Empfehlungen und nicht umgesetzt. Im Vergleich zu meiner Bewertung der Ferienwohnungs-Seite von Bauernhof Lisa ist das Muster ähnlich: gute Inhalte, aber kein geordneter Weg zur Anfrage. Wie ich dort vorgegangen bin, steht in Mehr Anfragen für deine Ferienwohnung: Eine echte Hof-Website im Vorher-Nachher-Vergleich.
Noch einmal zur Einordnung: Alles in diesem Artikel ist meine eigene Meinung. Es gibt keine Garantie, dass dich diese Änderungen mehr Anfragen oder mehr Geld bringen. Prüfe jeden Punkt an deiner eigenen Seite und entscheide selbst.
Wenn du wissen willst, wie viel SEO-Potenzial in deinem Betrieb steckt, bekommst du über das Formular auf der Startseite von Blaq Nexus eine kostenlose Einschätzung. Eine Website kostet bei uns einmalig 360 Euro, die erst nach der 30-tägigen Testphase fällig werden. Dazu kommen 100 Euro im Monat plus Erfolgsbeteiligung. Wie sich die Kosten zusammensetzen, steht in Kosten für eine Website.
Häufige Fragen zur Website für Weiterbildungsanbieter
Was gehört auf die Startseite eines Weiterbildungsanbieters?
Auf die Startseite gehören ein Foto, eine Überschrift mit Nutzen für die Zielgruppe, ein Weg zur Anfrage, ein Bereich für jede Zielgruppe, die Termine in übersichtlicher Form, Stimmen von Teilnehmern, häufige Fragen und ein Formular. Die Demo enthält die meisten dieser Bausteine, nur die Termine habe ich nicht aufbereitet.
Wie viele Menüpunkte darf die Navigation haben?
Ich nenne im Video etwa sieben Einträge als absolutes Maximum, selbst für große Unternehmen. Für Weiterbildungsanbieter würde ich noch weniger nehmen: die Startseite, einen Button zum Kontakt und alle Unterseiten im Footer.
Wie viele Anfragen bringt eine neue Website?
Wie viele Anfragen eine neue Website bringt, lässt sich nicht vorhersagen. Dazu gibt es keine Zahlen, weil die Demo nicht live ist. Ich garantiere nicht, dass du mehr Anfragen oder mehr Geld bekommst.
Sind lange Texte auf der Startseite schlecht?
Lange Texte funktionieren nur bei sehr motivierten Lesern. Die meisten Besucher scannen eine Seite und suchen eine bestimmte Antwort. Gliedere den Text deshalb mit Überschriften, kurzen Absätzen und Sektionen.
Brauche ich lokales oder bundesweites SEO für meine Weiterbildungen?
Wenn deine Weiterbildungen an einem Ort stattfinden, würde ich mit lokalem SEO anfangen: Leistungsunterseiten, die zum Google-Profil passen, Ortsseiten mit eigenem Inhalt und Bewertungen. Bundesweites SEO würde ich bei einem Anbieter mit Fokus auf eine Stadt vermutlich weglassen.
Wie bekomme ich Google-Bewertungen von Teilnehmern?
Frage am Ende der Weiterbildung kurz in Person und gib den QR-Code mit, der direkt zur Bewertung führt. Google erlaubt es, Kunden um eine Bewertung zu bitten, verbietet aber Rabatte oder Gratisleistungen im Gegenzug.
Darf ich auf meiner Website eine Garantie oder Wirkaussage machen?
Das hängt von deinem Angebot ab. Im Beratungs- und Gesundheitsumfeld ist es heikel, einen Erfolg zuzusichern. Das Heilmittelwerbegesetz nennt es irreführend, wenn der Eindruck entsteht, dass ein Erfolg mit Sicherheit erwartet werden kann. Hole dir vor einer solchen Aussage rechtlichen Rat.
Brauche ich ein Video auf meiner Startseite?
Ein Video ist eine Empfehlung und kein Muss. Mit einem Video-Sales-Letter erklärst du deine Methode, nennst die Zielgruppen und räumst Einwände aus. Zeigst du echte Aufnahmen, brauchst du die Einwilligung der gefilmten Personen.
Wie wichtig ist die Handyansicht?
Die Handyansicht ist sehr wichtig, denn Google nutzt die mobile Version für Indexierung und Ranking. Was am Handy nicht angezeigt wird, kann Google nicht verwenden.
Zum Weiterlesen:
Website-Aufbau für Unternehmen, Sektion für Sektion erklärt


























