Ich bin Elias Schweizer, Gründer von Blaq Nexus und habe einen M.Sc. in Marketing Management. In den letzten Jahren habe ich über 32.000 Websites im deutschsprachigen Raum analysiert und betreue heute Websites mit zusammen knapp einer Million Besuchern im Jahr – zum Beispiel die von Dr. Stemper, die inzwischen über 800.000 Besucher pro Jahr hat. Bei fast jedem Erstgespräch kommt irgendwann dieselbe Frage: „Was kostet so eine Website eigentlich?“
In diesem Artikel bekommst du die ehrliche Antwort. Du erfährst, welche Preisspannen realistisch sind, woraus sich der Preis zusammensetzt, welche laufenden Kosten nach dem Launch dazukommen – und mit welchen fünf Prüffragen du erkennst, ob ein Angebot fair ist, bevor du einen Euro ausgibst.
Vorab die Übersicht, nach der die meisten suchen:
Option | Einmalige Kosten | Laufende Kosten | Passt für |
Baukasten selbst (z. B. Wix, Jimdo) | 0 € plus deine Zeit | ca. 7–25 € pro Monat je nach Tarif | Hobby, erste Tests |
Web-Visitenkarte / One-Pager | 500–2.000 € | Domain + Hosting | Sehr kleine Angebote |
Firmen-Website (Freelancer oder Agentur) | 2.000–20.000 € | ca. 20–150 € pro Monat | Unternehmen mit mehreren Leistungen |
Blaq Nexus (Framer) | 1.250 €, erst nach 30 Tagen Testphase | 50 € pro Monat für Betreuung inkl. Hosting | Selbstständige, Praxen, lokale Unternehmen |
Quellen: Preisspannen nach für-gründer.de, Baukasten-Tarife nach CHIP, Framer-Pläne nach framer.com.
Warum die Preise für eine Website so weit auseinandergehen
Wer Angebote einholt, bekommt für scheinbar dieselbe Leistung Preise zwischen 1.000 und 10.000 Euro. Das liegt nicht daran, dass die teuren Anbieter zehnmal besser arbeiten. Es liegt daran, dass Qualität im Webdesign für Kunden schwer zu beurteilen ist.
Und wenn Qualität schwer zu beurteilen ist, wird der Preis zum Ersatz-Signal: Was teuer ist, muss gut sein. Genau das nutzen viele Anbieter aus. Warum das so ist und warum eine Website für 1.000 Euro eine für 10.000 Euro schlagen kann, habe ich ausführlich in Website für 1.000 Euro vs. 10.000 Euro: Warum der Preis kein Qualitätsindikator ist erklärt.
Die Quintessenz: Der Preis sagt dir wenig. Was dir viel sagt, ist, wofür du bezahlst. Deshalb zerlegen wir den Preis jetzt in seine Bausteine.
Woraus sich der Preis einer Website zusammensetzt
Jede Website besteht aus denselben fünf Bausteinen. Wie viel Aufwand in jeden einzelnen fließt, entscheidet über den Preis – und über das Ergebnis.

Die fünf Preisbausteine einer Website – jeder davon kann den Gesamtpreis deutlich nach oben oder unten verschieben.
1. Strategie und Zielgruppe
Bevor irgendetwas gestaltet wird, muss klar sein, wen die Website überzeugen soll und wovon. Gute Anbieter investieren hier Zeit, zum Beispiel über Konkurrenzanalysen oder die Auswertung von Kundenbewertungen. Wie du deine Zielgruppe auch ohne Daten findest, zeige ich in diesem Artikel.
2. Texte
Der am häufigsten unterschätzte Kostenpunkt. Viele Angebote wirken nur deshalb günstig, weil die Texte fehlen und du sie am Ende selbst schreiben musst. Dabei entscheiden gerade die Überschriften darüber, ob ein Besucher weiterliest oder abspringt. Worauf es bei Website-Texten ankommt, liest du in Copywriting für deine Website.
3. Design
Ein komplett individuelles Design kostet mehr als eine angepasste Vorlage. Das heißt aber nicht, dass individuell automatisch besser ist. Entscheidend ist, ob das Design deinem Unternehmen vom ersten Moment an Professionalität verleiht. Woraus gutes Webdesign besteht – von Layout über Farben bis zur Nutzerführung – erkläre ich in Die Facetten des Webdesigns: Grundlagen einfach erklärt.
4. Technik und Umsetzung
Ob Baukasten, WordPress oder Framer – das System bestimmt, wie aufwendig die Umsetzung ist, wie schnell die Seite lädt und was dich die Pflege später kostet. Wir arbeiten mit Framer, weil es modernes Design mit sehr wenig technischem Wartungsaufwand verbindet.
5. Unterseiten und SEO-Grundlagen
Jede zusätzliche Seite kostet Zeit. Gerade für lokale Unternehmen lohnt sich das aber oft, weil eine eigene Unterseite pro Leistung die Chance erhöht, bei Google gefunden zu werden. Wie so eine Seitenstruktur aussieht, beschreibe ich in So sollte die Website deines lokalen Unternehmens aufgebaut sein.
Was eine Website je nach Umfang kostet
Wenn du wissen willst, in welche Preisklasse dein Projekt fällt, hilft ein Blick auf den Umfang. Die folgenden Spannen sind Marktwerte, keine Empfehlung:
Web-Visitenkarte / One-Pager: 500–2.000 €. Eine Seite mit den wichtigsten Infos und Kontakt.
Blog: 800–5.000 €. Sinnvoll, wenn du über Artikel bei Google sichtbar werden willst.
Firmen-Website: 2.000–20.000 €. Mehrere Leistungs- und Unterseiten, Kontaktwege, oft ein CMS.
Online-Shop: 4.000–20.000 €. Produkte, Zahlung, Versand – deutlich mehr Technik.
Die Zahlen stammen aus der Marktübersicht von für-gründer.de. Arbeitet ein Webdesigner nach Stunden, liegen die Stundensätze laut hosttech meist zwischen 50 und 200 Euro. Bei einer Firmen-Website mit 40 bis 80 Stunden Aufwand erklärt das schnell, wie fünfstellige Angebote zustande kommen.
Wenn du vor allem Werbung schaltest und nur eine einzige Seite für eine Kampagne brauchst, ist eine Funnel-Seite oft die günstigere Wahl. Mehr dazu in meinem Guide zu Funnel-Seiten.
Selbst erstellen, Freelancer oder Agentur?
Die günstigste Variante auf dem Papier ist immer: selbst machen. Ein Baukasten kostet nur ein paar Euro im Monat. Die eigentliche Rechnung sieht aber anders aus, denn du bezahlst mit deiner Zeit – und oft mit einer Website, die weniger Anfragen bringt, als sie könnte.
Ich sage nicht, dass Selbermachen immer falsch ist. Wenn du gerade erst testest, ob dein Angebot überhaupt Nachfrage hat, kann ein Baukasten völlig reichen. Sobald die Website aber Kunden gewinnen soll, lohnt sich ein genauer Blick. Die Vor- und Nachteile habe ich in Website selbst erstellen oder professionell erstellen lassen gegenübergestellt, und woran selbst erstellte Websites am häufigsten scheitern, liest du in 5 Gründe, warum deine selbst erstellte Website dein Business sabotiert.
Und falls du dich fragst, ob KI dir die Website bald kostenlos baut: Stand heute nicht in guter Qualität. Warum, erkläre ich in Warum KI (noch) keine guten Websites erstellt.
Laufende Kosten: Was nach dem Launch jeden Monat anfällt
Viele vergleichen nur den Erstellungspreis. Dabei kommen nach dem Launch jeden Monat oder jedes Jahr Kosten dazu, die über die Jahre schnell mehr ausmachen als die Erstellung selbst.

Die typischen laufenden Kosten einer Website – Preisspannen nach heise regioconcept.
Laut heise regioconcept kostet eine Domain etwa 5 bis 50 Euro im Jahr, Hosting 10 bis 80 Euro im Monat, und bei WordPress kommen für Themes und Plugins oft 50 bis 150 Euro monatlich dazu. Genau hier unterscheiden sich die Systeme stark: Bei Framer sind Hosting, Sicherheit und Updates im Plan enthalten, die Pläne starten laut Framer bei rund 10 Dollar im Monat. Es gibt also keine Plugins, die regelmäßig aktualisiert werden müssen.
Mein Tipp: Lass dir die laufenden Kosten immer schriftlich geben. Eine Website für 1.500 Euro mit 150 Euro Wartung im Monat ist nach drei Jahren deutlich teurer als eine für 3.000 Euro mit 20 Euro im Monat.

Gesamtkosten über 36 Monate: Der niedrigste Einstiegspreis führt nicht automatisch zur günstigsten Website.
Rechne deshalb immer die Gesamtkosten über mindestens drei Jahre durch. Erst dann siehst du, welches Angebot wirklich günstiger ist.
Die versteckten Kosten, die in keinem Angebot stehen
Es gibt einen Kostenpunkt, der auf keiner Rechnung auftaucht und trotzdem der größte sein kann: eine Website, die keine Anfragen bringt.
Wenn deine Website Besucher nicht überzeugt, verlierst du jeden Monat Kunden, ohne es zu merken. Umgekehrt kann eine gute Website sehr direkt für mehr Umsatz sorgen – wie genau, habe ich in Inwiefern sorgt eine gute Website für Mehrumsatz? erklärt. Deshalb ist die richtige Frage nicht „Was kostet die Website?“, sondern „Was bringt sie mir – und was kostet es mich, wenn sie nichts bringt?“
Weitere versteckte Kosten, auf die du achten solltest:
Texte, die du am Ende doch selbst schreiben musst
Änderungen, die nach dem Launch jedes Mal extra abgerechnet werden
Unterseiten, die pro Stück berechnet werden
SEO, das als Pflichtpaket verkauft wird, obwohl es für dich vielleicht gar keinen Sinn ergibt
Welche Fehler eine Website zusätzlich teuer machen, zeige ich in 5 häufige Fehler, die deine Website teuer zu stehen kommen.
Ist das Angebot fair? 5 Prüffragen vor der Unterschrift
Mit diesen fünf Fragen kannst du jedes Angebot in wenigen Minuten einordnen – egal ob vom Freelancer oder von der Agentur.

Fünf Prüffragen, mit denen du jedes Website-Angebot vor der Unterschrift einordnen kannst.
Die letzte Frage ist mir besonders wichtig. Ein Anbieter, der wirklich von seiner Arbeit überzeugt ist, kann einen Teil des Risikos übernehmen. Warum ich finde, dass jede Webdesign-Agentur eine Geld-zurück-Garantie anbieten sollte, habe ich hier aufgeschrieben. Und wenn du Anbieter noch genauer vergleichen willst, hilft dir die Kriterienliste in Gute vs. schlechte Websites: Woran du Qualität erkennst.
Was eine Website bei uns kostet – und warum sie so günstig sein kann
Transparenz gehört für mich dazu, also hier unser Preis: Eine Website von Blaq Nexus kostet 1.250 Euro. Du kannst sie vorher 30 Tage lang kostenlos testen und zahlst erst, wenn du zufrieden bist. Das Risiko liegt bei uns. Danach kostet die Betreuung 50 Euro im Monat. Darin enthalten sind der Framer-Hosting-Plan, den wir für dich bezahlen, und kleine Änderungen, die du uns einfach per WhatsApp oder E-Mail schickst.
Möglich ist das, weil wir einen sehr effizienten Prozess entwickelt haben: Wir analysieren regelmäßig die besten Websites der Welt, arbeiten mit Framer und mit klaren Prinzipien dafür, wie eine Website Besucher zu Anfragen macht. Wie das im Detail abläuft, beschreibe ich in Web-Entwicklung bei Blaq Nexus.
Ein Beispiel: Die alte Website von Dating-Coach Lasse L. hatte über 10.000 Euro gekostet. Wir haben sie in zwei Wochen neu aufgebaut – danach kamen rund zehnmal so viele Anfragen über WhatsApp. Die ganze Geschichte liest du in Täglich Anfragen als Coach.
Ehrlich gesagt passt unser Angebot nicht für jeden. Wenn du einen großen Online-Shop mit Warenwirtschaft brauchst, bist du bei einem spezialisierten Shop-Entwickler besser aufgehoben.
Wie viel Budget solltest du einplanen?
Zum Schluss eine einfache Faustregel, je nach Situation:
Du testest gerade eine Idee: Baukasten oder One-Pager, unter 1.000 Euro.
Du willst über die Website Kunden gewinnen: Eine professionelle Website mit guten Texten und Unterseiten. Realistisch sind hier 1.000 bis 5.000 Euro – mehr ist meist nicht nötig.
Du brauchst einen Shop oder Sonderfunktionen: Rechne mit 5.000 Euro und mehr.
Du bist unsicher, ob sich eine neue Website für dich überhaupt lohnt? Dann hilft dir das Entscheidungs-Framework in Solltest du in eine neue Website investieren?. Und wenn du schon eine Website hast, lies zuerst Lohnt sich eine Website-Optimierung wirklich?.
Fazit: Nicht der Preis entscheidet, sondern was du dafür bekommst
Eine Website kann zwischen ein paar hundert und über 20.000 Euro kosten. Für die meisten Selbstständigen und lokalen Unternehmen sind 1.000 bis 5.000 Euro ein realistischer Rahmen. Wichtiger als die Zahl ist aber, was im Preis steckt: Strategie, Texte, Design, Technik und Unterseiten – plus die laufenden Kosten danach. Prüf jedes Angebot mit den fünf Fragen oben, lass dir die laufenden Kosten schriftlich geben und achte darauf, wer das Risiko trägt.
Häufige Fragen zu den Kosten einer Website
Was kostet es, eine Website erstellen zu lassen?
Je nach Umfang zwischen 500 Euro für einen One-Pager und 20.000 Euro für eine große Firmen-Website oder einen Shop. Für Selbstständige und lokale Unternehmen reichen meist 1.000 bis 5.000 Euro.
Welche laufenden Kosten hat eine Website?
Domain (ca. 5–50 € pro Jahr), Hosting (ca. 10–80 € pro Monat), bei WordPress oft Plugins und Wartung. Bei Framer ist das Hosting im Plan enthalten, die Pläne starten bei rund 10 Dollar im Monat.
Ist eine teure Website automatisch besser?
Nein. Im Webdesign ist der Preis kein verlässlicher Qualitätsindikator. Entscheidend ist, ob Strategie, Texte und Design darauf ausgerichtet sind, Besucher zu Anfragen zu machen.
Was ist günstiger: Freelancer oder Agentur?
Freelancer sind meist günstiger, weil sie weniger Fixkosten haben. Die Qualität hängt aber von der Person ab, nicht von der Unternehmensform. Prüfe beide mit denselben Kriterien.
Kann ich meine Website nicht einfach selbst mit einem Baukasten erstellen?
Kannst du, vor allem am Anfang. Sobald die Website Kunden gewinnen soll, kostet dich eine schwache Seite aber meist mehr an entgangenen Anfragen, als eine professionelle kosten würde.
Muss ich SEO direkt mitbuchen?
Nicht unbedingt. Für lokale Unternehmen reichen oft gute Unterseiten und ein optimiertes Google Unternehmensprofil. Laufendes SEO über Blogartikel lohnt sich vor allem, wenn du bundesweit gefunden werden willst.













