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Elias Schweizer

Elias Schweizer

Marketing Management (M.Sc.)

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Hinweis: Alle Inhalte basieren lediglich auf meiner eigenen Meinung und stellen keine individuelle Beratung (wirtschaftlich, rechtlich, steuerlich, technisch o.ä.) dar. Umsetzung auf eigenes Risiko. Keine Haftung für Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität (soweit gesetzlich zulässig).

Neue Kunden gewinnen, ohne einen Cent für Werbung auszugeben: So findest du in wenigen Wochen die richtigen Affiliate-Partner vor Ort

Ein guter Affiliate-Partner ist jemand, der regelmäßig Menschen um sich hat, denen du helfen kannst – und der selbst nicht helfen kann oder will. Ich zeige dir, wie du solche Partner in deiner Stadt findest, richtig ansprichst und dauerhaft an dich bindest.

Professioneller Handschlag zwischen zwei Geschäftspartnern

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Neue Kunden gewinnen, ohne einen Cent für Werbung auszugeben: So findest du in wenigen Wochen die richtigen Affiliate-Partner vor Ort

Ein guter Affiliate-Partner ist jemand, der regelmäßig Menschen um sich hat, denen du helfen kannst – und der selbst nicht helfen kann oder will. Ich zeige dir, wie du solche Partner in deiner Stadt findest, richtig ansprichst und dauerhaft an dich bindest.


Beispiele aus unterschiedlichen Branchen

Möglicher Affiliate-Partner

Warum es passt

Hypnosetherapie gegen Übergewicht

Hausarzt

Sieht regelmäßig übergewichtige Patienten, kann aber selbst nicht optimal helfen

Elektro-Installation

Bauunternehmen

Braucht vor jeder Übergabe einen Elektriker, ist selbst keiner

Neurofeedback bei ADHS

Lerntherapeut

Kann bei ADHS-Symptomen wenig ausrichten, profitiert aber danach vom Ergebnis

Schritt 1: Die richtigen Partner identifizieren

Die zentrale Frage lautet nicht "Wer kennt viele Leute?", sondern: Wer sieht deine Zielgruppe, bevor du sie siehst – und ist selbst nicht in der Position, ihr ausreichend zu helfen? Ein Hausarzt bekommt regelmäßig Besuch von übergewichtigen Personen. Für dich als Hypnosetherapeut, der unter anderem beim Abnehmen hilft, ist genau dieser Arzt ein attraktiver Partner, weil er Kontakt zu deiner Zielgruppe hat, aber selbst keine Hypnosetherapie anbietet.


Am besten funktionieren Partner, bei denen die Empfehlung ein logischer nächster Schritt in ihrem eigenen Gespräch mit dem Kunden ist. Die Partner müssen außerdem in einer Position sein, die es ihnen erlaubt Empfehlungen auszusprechen (z.B. ärztliche Beratung, Consulting, etc.). Manche Unternehmen kommen vielleicht auf den ersten Blick für eine Affiliate-Partnerschaft infrage, aber haben keine Autorität und können deshalb keine Empfehlung aussprechen, obwohl regelmäßiger Kontakt mit der Zielgruppe da ist (z.B. Zulieferer).

Schritt 2: Den Partner richtig kontaktieren

Anrufen, in Person vorbeigehen, oder über LinkedIn bzw. Facebook schreiben – das sind die drei Wege, die sich in der Praxis bewährt haben. Das Versenden von Nachrichten kann rechtlich heikel sein, deshalb solltest du vorher mit einem Anwalt klären, was in deinem Fall zulässig ist. Die genauen rechtlichen Grenzen für Kaltakquise – inklusive der Frage, warum ein Anruf meistens unproblematischer ist als eine Nachricht – erkläre ich ausführlich in unserem Artikel Cold-Outreach für Gründer: 0-Euro-Marketing, das rechtlich sauber bleibt.

Am leichtesten fällt der erste Kontakt, wenn du den potenziellen Partner bereits auf persönlicher Ebene kennst. Befindet sich dein Unternehmen in einer kleineren Stadt, ist das oft gar nicht so schwer zu erreichen, weil sich die relevanten Akteure einer Branche dort ohnehin eher über den Weg laufen.

Schritt 3: Das richtige Modell vorschlagen

Grundsätzlich gibt es eine einseitige oder eine beidseitige Provision. Am besten funktioniert es in der Praxis, wenn du zusätzlich eine Weiterempfehlung in die Gegenrichtung anbietest – der Arzt erwähnt also deine Praxis bei passenden Patienten, und du erwähnst umgekehrt seine Praxis, wenn sich die Gelegenheit ergibt.

Eine Ausnahme gilt, wenn deine Leistung wirklich herausragend ist und die Alternativen am Markt deutlich schlechter sind: Dann reicht oft schon eine einseitige Provision, weil derjenige, der dich empfiehlt, dem Empfohlenen ohnehin bereits einen großen Gefallen tut, indem er ihm von dir erzählt.

Ich würde eine Zusammenarbeit dieser Art immer eher subtil andeuten oder vorschlagen, statt sie wie ein klassisches Geschäftsangebot zu formulieren – das passt besser zum informellen Charakter, den die meisten dieser Partnerschaften am Ende haben.

Ein Angebot wie "Ich zahl dir 20 Prozent, wenn du mich weiterempfiehlst" funktioniert in der Praxis normalerweise nicht – die meisten potenziellen Partner empfinden reine Prozent-Provisionen als unpersönlich und lehnen ab. Im lokalen Raum kann das trotzdem funktionieren, wenn ihr aus demselben Ort kommt und bereits ein persönliches Vertrauensverhältnis besteht. Ansonsten bleibt das beidseitige Empfehlungsmodell ohne Provision der zuverlässigere Weg.

Schritt 4: Den Partner dauerhaft binden

Einen Affiliate-Partner zu gewinnen ist nur die halbe Arbeit. Damit er dich auch beim zweiten und dritten Mal weiterempfiehlt, muss er erfahren, dass seine Empfehlung tatsächlich gut war – das weiß er nach der Empfehlung nämlich noch nicht.


Der Empfehlungskreislauf: Partner empfiehlt, Kunde wird zufrieden, Feedback geht zurück zum Partner

Ohne Feedback-Schleife bleibt der Partner im Ungewissen – und empfiehlt seltener erneut

Der einfachste Weg: Frag den weiterempfohlenen, neuen Kunden – zusätzlich zum Testimonial für dich selbst – ob er auch deinem Affiliate-Partner kurz Bescheid geben kann, dass die Empfehlung gut war. Sobald der Partner das hört, wird er dich in Zukunft mit deutlich höherer Wahrscheinlichkeit erneut empfehlen, weil er jetzt weiß, dass seine Empfehlung bei seinem eigenen Kontakt gut angekommen ist.

Ein zusätzlicher Ort, um Partner zu finden: lokale Facebook-Gruppen

Wenn du in themenrelevanten, lokalen Facebook-Gruppen aktiv und hilfreich bist – ohne zu verkaufen – machst du dich dort mit der Zeit bekannt. Aus genau diesen Netzwerken ergeben sich neben neuen Kunden auch immer wieder neue Affiliate-Partner, weil dich die Leute dort bereits als hilfreich und kompetent wahrnehmen, bevor du sie überhaupt direkt ansprichst.

Beispiel

Neurofeedback und Lerntherapie: Ein Lerntherapeut arbeitet mit Kindern, die eine Lernschwäche haben. Bei Kindern mit ADHS kann er aber wenig ausrichten, weil die Symptome erst reduziert werden müssen, bevor Lerntechniken überhaupt greifen. Er schickt diese Kinder also zu einer Neurofeedback-Praxis. Nachdem dort geholfen wurde, kann der Lerntherapeut anschließend viel wirksamer mit den Kindern arbeiten. Beide Seiten profitieren – das Kind am meisten.

Fazit

Gute Affiliate-Partnerschaften entstehen nicht durch Zufall, sondern durch eine einfache Logik: Finde jemanden, der dein Problem sieht, es selbst aber nicht lösen kann, sprich ihn persönlich statt kalt per E-Mail an, schlag ein Modell vor, das sich für beide Seiten natürlich anfühlt – und schließe die Feedback-Schleife, damit aus einer einmaligen Empfehlung eine dauerhafte Partnerschaft wird.

FAQ

Wie finde ich heraus, wer als Affiliate-Partner für mich infrage kommt?

Frag dich, wer deine Zielgruppe bereits regelmäßig sieht, aber ihr das konkrete Problem, das du löst, selbst nicht abnehmen kann oder will.


Darf ich potenzielle Partner per E-Mail anschreiben?

Davon würde ich abraten. Anrufen oder in Person vorbeigehen sind rechtlich unproblematischer – Details dazu findest du in unserem Cold-Outreach-Artikel.


Sollte ich immer eine Provision anbieten?

Nicht zwingend. Eine beidseitige, provisionsfreie Weiterempfehlung funktioniert oft genauso gut oder besser – vor allem, wenn beide Seiten etwa gleichwertig voneinander profitieren.


Wie oft sollte ich mich bei meinem Affiliate-Partner melden?

Zumindest immer dann, wenn ein weiterempfohlener Kunde zufrieden war – über das Feedback des Kunden selbst. Darüber hinaus reicht gelegentlicher, persönlicher Kontakt.


Was, wenn mein potenzieller Partner selbst schon eine Kooperation hat?

Frag trotzdem, ob er offen für eine zweite Option ist, oder biete besonders gute Konditionen an, damit sich ein Wechsel oder eine Ergänzung für ihn lohnt.


Funktioniert das auch für B2B-Dienstleister?

Ja, das Prinzip ist identisch: Wer sieht dein Zielunternehmen, bevor du es siehst, und kann dessen konkretes Problem selbst nicht lösen? Das Bauunternehmen-Elektriker-Beispiel aus diesem Artikel folgt genau dieser Logik.


Zum Weiterlesen:

Cold-Outreach für Gründer: 0-Euro-Marketing, das rechtlich sauber bleibt

Komplett ausgebucht als lokales Unternehmen – ohne bezahlte Werbung

Mehr Bewertungen, statt auf Zufall zu hoffen: Das System für Google-Rezensionen

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