Eine Coaching-Website bringt Anfragen, wenn die Startseite in den ersten Sekunden zeigt, was die Coachin für wen macht, was ihre Klienten davon haben und wie sie den ersten Schritt gehen. Am Beispiel von Spirituelle Lebenskunst, einem Online-Angebot für Paarcoaching und Krisenberatung, gehe ich Punkt für Punkt durch, was die alte Seite an Anfragen verliert und was eine neu gebaute Startseite anders macht.
Ich bin Elias Schweizer, Gründer von Blaq Nexus. Ich habe einen M.Sc. in Marketing Management und über 32.000 Websites analysiert. Ich betreue Websites mit knapp einer Million Besuchern im Jahr, zum Beispiel die von Dr. Stemper mit hochgerechnet über 800.000 Besuchern im Jahr. Bei ihm kommen fast alle Besucher über seinen Blog.
Spirituelle Lebenskunst bietet Paarcoaching, Familienberatung und Trauerbegleitung an, ausschließlich online per Zoom. Die Inhaberin hat meiner Bewertung zugestimmt. Im Clip oben siehst du links die alte Website und rechts eine neue Startseite, die ich als Demo gebaut habe. Die Demo zeigt nur die Startseite, ohne Unterseiten, Blog und Google-Profil. Was die Demo umsetzt und was nur meine Empfehlung bleibt, kennzeichne ich bei jedem Punkt.
Alles in diesem Artikel ist meine eigene Meinung. Es gibt keine Garantie, dass du mit diesen Änderungen mehr Anfragen bekommst oder mehr Geld verdienst. Du bekommst einen konkreten Vergleich und eine Checkliste, die du an deiner eigenen Seite durchgehen kannst.
Frage | Antwort |
|---|---|
Wofür ist die Website da? | Anfragen für Online-Paarcoaching und Krisenberatung per Zoom, über ein kostenloses Erstgespräch von 30 Minuten |
Was ist der größte Fehler der alten Startseite? | Das erste Bild ist ein großes Foto, zu dem keine Überschrift den Nutzen nennt |
Was ist die wichtigste Änderung in der neuen Startseite? | Eine Überschrift mit Nutzen im Hero, die vier Leistungen als eigene Mini-Sektionen direkt danach und ein Formular am Ende |
Was fehlt der neuen Startseite noch? | Video, Lead-Magnet, Blog, Google-Profil, WhatsApp und Stimmen von Klienten, sie sind bisher nur Empfehlungen |
Worum geht es bei der Website von Spirituelle Lebenskunst?
Spirituelle Lebenskunst ist ein Online-Beziehungscoaching mit Krisenberatung. Die Seite richtet sich an Paare, Familien und Frauen in Überlastungssituationen. Beraten wird ausschließlich per Zoom, ortsunabhängig und ohne Anfahrt. Auf der Seite stellt sich die Inhaberin als zertifizierte systemische Coachin vor und nennt nach eigener Aussage auch mediale Wahrnehmung als Teil ihrer Arbeit. Auf der Startseite stehen vier Leistungen: Online-Paarcoaching und Krisenberatung, Akut-Coaching bei Beziehungs-Erschöpfung für Frauen und Mütter, Familienberatung bei Erziehungskonflikten und spirituelle Trauerbegleitung.
Der Fokus der Website liegt nach meiner Einschätzung darauf, dass Besucher ein kostenloses Erstgespräch vereinbaren. Der Button dafür taucht auf der alten Startseite mehrfach auf und die Seite nennt das Erstgespräch auch im Kontaktteil. Das ist eine Annahme von mir, denn gesagt hat mir das niemand. Alles andere, die Texte, das Buch, die Leistungen, soll Besucher zu diesem Schritt führen.
Daraus ergeben sich zwei Aufgaben. Erstens müssen aus Besuchern Anfragen werden. Zweitens müssen überhaupt genug Besucher auf die Seite kommen. Beides hängt zusammen: Mehr Besucher helfen wenig, wenn die Startseite keine Anfrage anbietet. Eine gute Startseite hilft wenig, wenn sie niemand findet. Deshalb ist dieser Artikel in zwei Teile gegliedert.
Ich hatte für die Bewertung keine Zahlen zur Seite. Ich kenne weder die Besucherzahlen noch die Zahl der Anfragen. Alles, was ich bewerte, habe ich im Browser gesehen, vor allem die Startseite. Es geht in diesem Artikel fast nur um sie, weil sie für mich die wichtigste Seite ist. Ob die alte Seite viele oder wenige Anfragen bringt, kann ich deshalb nicht sagen. Ich vergleiche das, was ich sehe, mit meiner Checkliste.
Noch ein Hinweis zu den Inhalten. Auf anderen Seiten der Website stehen Aussagen zu Heilung, die ich in der Demo nicht übernommen habe. Bei Aussagen zur Wirkung von Coaching, Heilarbeit oder Methoden solltest du dir rechtlichen Rat holen, bevor du sie veröffentlichst.
Was macht die alte Website schon gut und wo verliert sie Anfragen?
Zuerst zu dem, was die alte Seite gut macht. Sie zeigt ein echtes Foto der Inhaberin, vor einem Gemälde und keine anonymen Bilder im ersten Bildschirm. Die Telefonnummer steht in der Kopfzeile. Der Seitentitel und die Meta-Beschreibung nennen Paarcoaching online und Zoom, sodass Google weiß, worum es geht. Die vier Leistungen stehen als Karten untereinander, mit Ziel und Format und jede Karte hat einen eigenen Button zum Erstgespräch. Es gibt ein Formular, vier häufige Fragen und ein Buch mit Leser-Stimmen. Auch die Kernbotschaft stimmt: Die Seite sagt klar, dass es um Online-Begleitung geht.
Verloren gehen Anfragen an anderen Stellen. Ich sehe sieben Probleme.
Das erste ist der Einstieg. Ganz oben liegt ein großes Foto, aber es steht keine Überschrift darüber oder darunter, aus der der Nutzen hervorgeht. Die Telefonnummer ist zu klein. Sie steht in einem Button in der Kopfzeile in kleiner Schrift. Das zweite Problem ist die erste Textsektion. Sie beginnt mit einer Überschrift, die ich schon hundertmal gelesen habe und darunter folgt eine lange Textwand in kleiner, grauer Schrift. Danach kommt ein Foto, das mit der Leistung nichts zu tun hat.
Das dritte Problem sind die Leistungen. Sie stehen erst nach mehreren Textblöcken und Fotos von Paaren. Ein Besucher muss lange scrollen, bevor er sieht, was angeboten wird. Viertens bekommt das Buch einen eigenen großen Block, mit Titel und Rezensionen. Fünftens gibt es keine Stimmen von Klienten, stattdessen steht dort eine Erklärung, warum es sie nicht gibt. Sechstens folgen am Seitenende zwei Einladungen zum Kontakt hintereinander. Siebtens finde ich auf der Startseite keinen Link zum Impressum. Im Cookie-Hinweis steht nur ein Link zur Datenschutzerklärung.
Dazu kommt eine Kleinigkeit, die mir beim Lesen aufgefallen ist: Der Text spricht Besucher mit „Sie“ an, die Einladung und das Formular sagen „dich“ und „Dein“. Das wirkt unfertig. Wer die Anrede wechselt, verunsichert Besucher, die gerade entscheiden, ob sie einer Fremden ein persönliches Problem anvertrauen.
Das sind sachliche Beobachtungen zur Seite. Sie hat eine Seite mit vielen Inhalten und einer klaren Haltung. Aber Inhalt allein bringt keine Anfragen. Er muss geordnet sein, für eine Zielgruppe geschrieben und mit einem leichten Weg zur Anfrage verbunden. Genau dafür habe ich eine Checkliste.
Wie bekommt eine Coaching-Website mehr Anfragen?
Meine Checkliste für mehr Anfragen hat neun Punkte. Sie basiert auf meiner Analyse von über 2.000 der besten Websites der Welt und über 32.000 Websites. Zu jedem Punkt schreibe ich, wie es vorher aussah und wie es in der Demo aussieht. Setzt die Demo einen Punkt nicht um, nenne ich ihn eine Empfehlung. Wo mir zusätzlich etwas aufgefallen ist, was in keinen der neun Punkte passt, bekommt es einen eigenen Abschnitt, zum Beispiel die Stimmen von Klienten.

Die neun Punkte, nach denen ich die Seite bewertet habe.
Fokus, Design und visuelle Hierarchie
Gutes Design bringt mehr Anfragen, weil Besucher von der Optik auf die Leistung schließen. Sieht eine Seite professionell aus, gehen sie eher davon aus, dass auch die Leistung professionell ist. Dazu gehören gute Bilder, gute Videos, gute Schriften und eine klare visuelle Hierarchie.
„Was brauchen wir dafür? Wir brauchen gute Bilder, gute Videos, geile Fonts, gute visuelle Hierarchie.“
– Elias Schweizer im Video zur Bewertung
Konkret heißt das: Eine Sektion darf nicht überladen sein. Am besten gibt es ein großes Element, ein mittelgroßes und ein kleines. Der Blick geht dann von selbst vom großen zum mittleren und zum kleinen. Beim Hero, also dem ersten Bildschirm, ist das besonders wichtig, weil Besucher dort in wenigen Sekunden entscheiden, ob sie bleiben.
So sah es vorher aus: Der erste Bildschirm besteht aus einer Kopfzeile mit Logo, fünf Menüpunkten und einem goldenen Telefon-Button und darunter einem sehr großen Foto der Inhaberin vor einem Gemälde. Über dem Foto steht der Firmenname als Überschrift. Eine Aussage dazu, wer hier wem wobei hilft, fehlt. Das ist das größte Problem der Seite. Auch die Telefonnummer ist zu klein. Am unteren Rand sitzt die Cookie-Leiste.
So sieht es nachher aus: Die Demo startet mit einer Überschrift, die Ergebnis und Weg nennt: „Raus aus Kränkung und Sprachlosigkeit, zurück zu gegenseitigem Respekt: Online-Paarcoaching per Zoom, das an der Wurzel Ihrer Krise ansetzt“. Das Foto der Inhaberin steht rechts daneben. Darunter liegt ein Balken mit den Belegen, nämlich zertifizierte systemische Coachin, online per Zoom und der Telefonnummer in großer Schrift. Links steht eine kurze Unterzeile, ein Button „Mehr erfahren“ und der Hinweis auf das kostenfreie Erstgespräch mit Antwort innerhalb von 24 Stunden. Das Foto und die Überschrift sind die großen Elemente, die Unterzeile ist das mittlere, der Button das kleine. So führt das Layout den Blick von oben nach unten.

Der erste Bildschirm im Vergleich. Namen und Kontaktdaten sind unkenntlich gemacht.
Meine Empfehlung geht über die Demo hinaus. Für eine Beratung, bei der Besucher sich einer fremden Person anvertrauen, würde ich neue, professionelle Fotos machen lassen und dazu ein kurzes Video aufnehmen. Die Demo arbeitet mit den Fotos, die es schon gab. Wie du Überschriften vor und nach der Änderung beurteilst, zeige ich live in Website-Optimierung in 19 Minuten. Warum Gestaltung nicht Geschmackssache ist, steht in Ist Webdesign wirklich Geschmackssache?.
### Wie visualisierst du, ohne Stockfotos zu nehmen?
Stockfotos würde ich vermeiden. KI-Bilder, die wie echte Fotos aussehen sollen, würde ich ebenfalls nicht nehmen. Sie sind für mich dasselbe wie Stockfotos und sehen nicht hochwertig aus. Besser sind künstlerische Bilder in einem festen Stil. Dafür gibt es drei Werkzeuge.
Erstens entwickelst du einen eigenen Zeichenstil, der zu deinem Design passt, und erstellst alle Bilder in genau diesem Stil. Zweitens machst du mit diesem Stil kurze Bewegtbilder, die komplexe Punkte erklären. Ich würde sie als MP4 exportieren, mit einem Programm wie HandBrake komprimieren und direkt auf der Website einbinden. Weil das Video dann lokal liegt, brauchst du keinen Video-Hoster wie YouTube. Nach meiner Einschätzung blockiert dann auch kein Schutzbildschirm das Laden, wie es bei YouTube-Videos der Fall ist. Dazu würde ich Lazy Load einrichten. Das Video lädt dann erst später und die erste Ladezeit der Seite leidet nicht. Drittens kannst du animierte Icons erstellen, um weitere Dinge zu visualisieren.
Mit diesen drei Werkzeugen hast du viele Möglichkeiten, damit die Seite am Ende nicht leer aussieht. Visuelle Inhalte verarbeitet das Gehirn viel schneller als Text. Die Chance ist höher, dass Besucher verstehen, was du machst.
Denk dabei an Besucher, die dich noch nicht kennen und zum ersten Mal auf deiner Seite sind. Sie haben eine kurze Aufmerksamkeitsspanne und wollen in wenigen Sekunden den Beweis haben, dass es sich lohnt zu bleiben. Sonst verlassen sie die Seite. Du musst um diese Aufmerksamkeit kämpfen.
„So gut wie möglich visualisieren. Ich würde das Design so hochwertig wie möglich machen. Ich würde den Website-Aufbau so optimal wie möglich machen.“
– Elias Schweizer im Video zur Bewertung
Handyansicht: Warum die mobile Startseite zählt
Die mobile Version ist keine Nebensache. Google schreibt in der Dokumentation zur Mobile-First-Indexierung: „Google uses the mobile version of a site's content, crawled with the smartphone agent, for indexing and ranking.“ An anderer Stelle heißt es: „Only the content shown on the mobile site is used for indexing.“ (Google Search Central). Was am Handy fehlt, kann Google also nicht für die Suche verwenden.
Am Handy zeigt die alte Seite oben das Logo und ein Menü-Symbol. Darunter stehen der Firmenname als Überschrift und der goldene Telefon-Button, danach folgt das große Foto. Auch hier fehlt eine Überschrift, aus der hervorgeht, was angeboten wird. Der erste Bildschirm geht für Logo und Namen drauf, und am unteren Rand liegt eine Chat-Leiste. Wer mit dem Smartphone auf der Seite landet, sieht zuerst viel Kopfbereich und ein Foto, aber keinen Nutzen.
In der Demo stehen oben das Logo und das Menü-Symbol. Darunter folgen das Foto der Inhaberin und die Überschrift, die den Nutzen nennt, auf ruhigem Grund. Der erste Bildschirm zeigt damit, worum es geht, ohne dass jemand scrollen oder zoomen muss.

Handyansicht im Vergleich. Namen und Kontaktdaten sind unkenntlich gemacht.
Mein Tipp: Öffne deine Startseite am Handy und scrolle nicht. Wenn du nach drei Sekunden nicht weißt, was angeboten wird und wie du anfragst, ist das die erste Baustelle.
Die richtige Zielgruppe wählen
Eine Website, die alle ansprechen will, überzeugt selten jemanden. Die Coachin hat ihre Zielgruppe schon gewählt. Auf der Startseite stehen Paare, Familien und Frauen in Überlastungssituationen, dazu kommt die Trauerbegleitung für Menschen nach einem schweren Verlust. Das ist strategisch schon gut gelöst, denn die Leistungen passen zu diesen Gruppen.
Es sind vielleicht ein paar Zielgruppen zu viel. Das ist meine Einschätzung, aber ich halte es nicht für das größte Problem. Wichtiger ist, dass die Startseite klar sagt, womit sie beginnt. Die Demo macht das über den Hero: Die Überschrift spricht Paare an, die Sektion danach bekommt jede der vier Leistungen einen eigenen Abschnitt. Wer als Mutter mit Beziehungs-Erschöpfung kommt, findet seine Sektion genauso schnell wie ein Paar.
Wenn du nicht sicher bist, wer deine Zielgruppe ist, hilft dir der Artikel Wie du deine Zielgruppe findest, wenn du noch keine Daten hast. Bei einem Coaching ist die Zielgruppe oft eine Lebenslage und keine Berufsgruppe. Frage dich, was Menschen in dem Moment durchmachen, in dem sie bei Google suchen.
Texte, die deine Zielgruppe ansprechen
Ein guter Text sagt, was die Zielgruppe antreibt und warum sie bei dir anfragen würde. Dann schreibt er, dass du genau das machst. Die meisten Seiten sind aus der Sicht des Anbieters geschrieben und nicht aus der Sicht der Menschen, die suchen.
Die alte Startseite beginnt nach dem Foto mit der Überschrift „Du musst da nicht allein durch.“ Ich habe diesen Satz in ähnlicher Form schon hunderte Male gelesen. Das Problem ist nicht, dass er falsch wäre. Das Problem ist, dass er niemanden animiert, den kleinen Text darunter zu lesen. Wir wollen aber, dass der Text gelesen wird. Wenn ihn niemand liest, können wir ihn uns sparen.
„Wenn man langen Text verwendet, dann würde ich wirklich die Überschrift darüber perfekt machen, sodass der Leser wirklich gehookt ist und mehr lesen möchte.“
– Elias Schweizer
Dazu kommt, dass Text ohne Bilder und Videos heute schlecht funktioniert, weil ihn kaum jemand liest. Die Aufmerksamkeitsspanne ist kurz. Unter der Überschrift der alten Seite steht eine lange Textwand in kleiner, grauer Schrift mit Aufzählungen von Konfliktfeldern. Danach kommt ein Foto von einer Frau mit zwei Kindern in einem Mohnfeld. Das ist ein Stockbild, das ich vermeiden würde, weil es weder die Coachin noch die Leistung zeigt. Mein Vorschlag: Konzentriere dich in fast jeder Sektion auf das, was deine Klienten von dir bekommen. Visualisiere alles, was du sagst, so gut es geht, mit Icons, Bildern oder Video.
So sieht es in der Demo aus: Die zweite Sektion trägt die Überschrift „Vier Wege aus der Krise, je nachdem, was Sie gerade trägt: immer online per Zoom und auf Ihre Lage zugeschnitten“. Darunter beginnt gleich die erste Leistung, mit einem Foto und drei kurzen Punkten statt einer Textwand. Die Texte sind kürzer, die Überschriften nennen den Nutzen und die Fotos zeigen Gegenstände statt fremder Menschen. Ehrlich dazu: Auch die Demo nutzt lizenzfreie Fotos, nur ohne Personen. Echte Fotos aus der Praxis wären besser.
Meine Faustregel für Überschriften: Der Leser soll verstehen, was er bekommt und erkennen, warum er das glauben kann. Die Hero-Überschrift der Demo nennt das Ergebnis, den Weg und den Mechanismus in einem Satz. Das ist lang, aber verständlich.

Die erste Sektion nach dem Foto im Vergleich.
Noch eine Beobachtung zur Anrede. Die alte Startseite wechselt zwischen „Sie“ im Fließtext und „dich“ und „Dein“ in der Einladung und im Formular. Die Demo spricht durchgängig mit „Sie“, wie es der Fließtext der alten Seite tut. Welche Anrede passt, entscheidest du je nach Zielgruppe, aber entscheide dich für eine. Wie du die Sprache deiner Zielgruppe findest, zeigt So findest du die richtigen Worte für deine Zielgruppe. Wie Texte aufgebaut sind, die Besucher ansprechen, steht in Copywriting für deine Website.
Fakten statt „Engel“: Über mich und das Buch
Auf der alten Startseite steht ein Abschnitt „Über mich“. Daneben liegt kein Foto der Coachin, sondern ein Stockfoto von einem umarmten Paar. Besucher, die wissen wollen, wer sie begleitet, sehen also ein fremdes Gesicht. Ein Foto der Coachin selbst fehlt an dieser Stelle, obwohl die Seite sonst viele Porträts von ihr hat. Auch weiter unten stehen Stockfotos von Paaren neben Texten zur Online-Begleitung, die mit einem Bild der Coachin selbst besser funktionieren würden.
Etwas weiter unten kommt das Buch „Engel aus der Wüste“, eine Autobiografie. Das Buch ist vielleicht wirklich gut, aber meine Meinung ist folgende: Deine Website sollte auch Besucher ansprechen, die dich noch nicht kennen. Wenn dich noch niemand kennt und eines der ersten Dinge, die er sieht, eine Biografie mit dem Titel „Engel aus der Wüste“ ist, dann liest er das als Selbstbezeichnung. Ob das so gemeint ist, weiß nur die Autorin. Für Fremde schreckt so ein Titel eher ab.
„Das Erste, was man von dir sieht, ist, du bezeichnest dich selbst als Engel und das würde ihn wahrscheinlich abschrecken.“
– Elias Schweizer
Mein Rat ist, die Fakten aus dem Buch zu nutzen und nicht den Titel. Laut der Buchbeschreibung ist die Inhaberin in Eritrea geboren und hat als Kind Krieg und Flucht erlebt. Das ist ein Fakt und keine Auslegungssache. Wenn diese Information in einer Sektion steht, in der es darum geht, Menschen aus Krisen zu helfen, versteht ein Interessent von selbst, warum sie helfen kann: Sie hat Erfahrung mit schlechten Erfahrungen. Ich würde diese Information außerdem in die Überschrift setzen, damit sie nicht übersehen wird. Im Fließtext geht sie leicht unter.

Behauptung gegen Fakt, ein Beispiel für eine Über-mich-Überschrift.
Die Demo setzt das so um: Die Überschrift im Über-mich-Abschnitt lautet „In Eritrea geboren, als Kind Krieg und Flucht erlebt: Ich weiß, wie es sich anfühlt, wenn das Fundament wackelt“. Daneben steht ein Foto der Coachin. Das Buch kommt später als Sektion „Stimmen zu meinem Buch“, mit drei Leser-Stimmen, die als Amazon-Rezension gekennzeichnet sind. Die Bilder und die Rezensionen stammen von der Originalseite. Kennzahlen wie 50 Jahre Lebenserfahrung stehen daneben, weil sie auf der alten Seite im Text stehen und dort leicht übersehen werden.

Über mich im Vergleich. Der Name ist unkenntlich gemacht.

Buchbereich im Vergleich. Der Name auf dem Cover ist unkenntlich gemacht.
Leistungen: Jede Leistung bekommt eine eigene Mini-Sektion
Die alte Seite zeigt ihre vier Leistungen als Karten in einem Block mit der Überschrift „Meine Dienstleistungen“. Jede Karte hat einen Absatz, eine kurze Zielzeile und einen Button. Das ist übersichtlich, aber eng. Auf einer Karte steht nicht genug Platz, um zu erklären, warum diese Leistung bei dieser Coachin dem Klienten so viel bringt.
Mein Vorschlag: Jede Leistung bekommt eine eigene Mini-Sektion. In einer ganzen Sektion hast du mehr Platz für Informationen. Dort beschreibst du, warum diese Leistung bei dir im Speziellen dem Kunden so viel bringt. Und ich würde diese Sektion an den Anfang der Website setzen, direkt nach dem Hero. Ein Beispiel ist die Familienberatung: In einer Mini-Sektion kannst du zeigen, inwiefern deine Methoden dafür geeignet sind, Familienkonflikte aufzulösen. Dazu gehört eine kurze Überschrift, aus der der Mehrwert hervorgeht und etwas zum Anschauen, ein Bild, ein Icon oder ein Video.
Die Demo übernimmt das. Gleich unter dem ersten Bildschirm stehen vier Mini-Sektionen, abwechselnd mit Bild links und rechts. Jede hat eine Beschriftung, eine Nutzen-Überschrift, einen kurzen Text, drei Punkte und einen Button. Die Überschriften lauten: „Destruktive Muster durchbrechen und wieder mit Respekt miteinander reden, auch nach Kränkung oder Vertrauensbruch“, „Raus aus dem Funktionieren und zurück in die Selbstbestimmung, wenn der Mental Load Sie erdrückt“, „Schluss mit endlosem Streit im Alltag: ein klarer Leitfaden für Ihr Zusammenleben und mehr elterliche Klarheit“ und „Den Schmerz nach einem schweren Verlust verarbeiten und Schritt für Schritt Ihr Urvertrauen zurückgewinnen“. Sektionen, die nichts zeigen und keine kurze Überschrift mit Mehrwert haben, würde ich auf diese Weise umbauen.

Leistungen im Vergleich, zwei Karten gegen eine Mini-Sektion.
Eine Einschränkung: Die Punkte in den Mini-Sektionen sind aus den Angaben der alten Seite abgeleitet. Ob jede Zeile genau so stimmt, sollte die Inhaberin prüfen. Das gilt besonders für Aussagen, die nach Wirkung klingen. Wie ganze Sektionen aufgebaut werden, erkläre ich in Website-Aufbau für Unternehmen, Sektion für Sektion erklärt.
Testimonials, die glaubwürdig und trotzdem anonym sind
Auf der alten Seite steht an der Stelle, an der Stimmen von Klienten stehen könnten, ein Satz: Aus Datenschutz- und Vertrauensgründen veröffentliche die Coachin keine persönlichen Erfahrungsberichte, alle Sitzungen fänden in einem geschützten Rahmen statt. Ich verstehe den Grund. Bei Beziehungs- und Trauerthemen ist das sensibel. Aber der Satz ist keine gute Lösung, weil er ein fehlendes Vertrauenssignal erklärt, statt eines zu liefern.
Nach den Leistungen würde ich Testimonials setzen. Also direkt unter die Mini-Sektionen kommt ein Beleg dafür, dass es funktioniert. Wenn Klienten nicht erkannt werden wollen, gibt es Wege, die beides erfüllen: Am effektivsten ist in dieser Branche nach meiner Einschätzung ein Video-Testimonial, bei dem das Gesicht der Person komplett zensiert wird, zum Beispiel durch Blur. Die Person ist dadurch geschützt und man hört trotzdem ihre echte Stimme. Bei einem Text-Testimonial mit anonymem Namen und unkenntlich gemachtem Bild lässt sich eher etwas erfinden. Ein Video wirkt deshalb glaubwürdiger.
„Vor allem in der Branche ist es am effektivsten, wenn du ein Videotestimonial bekommen kannst.“
– Elias Schweizer
Die Demo hat keine Stimmen von Klienten, denn die Coachin veröffentlicht bewusst keine. Als Ersatz stehen dort die drei Leser-Stimmen zum Buch, klar als Amazon-Rezension gekennzeichnet. Das ist ein Kompromiss und keine Lösung. Das anonymisierte Video ist eine Empfehlung. Ob und wie du Aussagen von Klienten veröffentlichen darfst, klärst du vorher rechtlich ab, bei Beziehungs- und Trauerthemen erst recht. Wie du aus echten Kundenaussagen Texte machst, zeigt der Artikel zur Testimonial-Analyse.
Angebot mit leichtem Einstieg: Erster Schritt statt „Erstgespräch vereinbaren“
Ein gutes Angebot gehört auf die Startseite. Ich brauche dafür einen ersten Schritt, der ziemlich schnell in der bezahlten Leistung mündet und einen Lead-Magneten für Menschen, die noch nicht bereit sind für einen großen Schritt. Das ist meine Meinung.
Die alte Seite bietet überall dasselbe an: „Erstgespräch vereinbaren“. Ein Erstgespräch ist besser als nichts, aber es ist kein Angebot. Es sagt nicht, was der Besucher davon hat.
„Der erste Schritt ist meistens ein kostenloses Erstgespräch oder so. Meiner Meinung nach extrem unattraktiv, ich würde das nicht machen.“
– Elias Schweizer
Mein Beispiel: „Egal, was du gerade durchmachst, ich analysiere die Wurzel des Problems mit meiner Methode.“ Dieser Satz funktioniert auf der Startseite, weil die Startseite allgemeiner gehalten ist. Die Coachin hat mehrere Angebote, Paarberatung, Coaching und mehr. Der Aufruf geht deshalb in Richtung ihres einzigartigen Mechanismus und nicht in Richtung eines Mehrwerts, denn der Mehrwert ist von Zielgruppe zu Zielgruppe verschieden. Auf den Leistungsunterseiten sollte der Aufruf dann zur jeweiligen Zielgruppe passen. Auf einer Unterseite zur Paarberatung zum Beispiel: In einem kostenlosen Gespräch von 30 Minuten finden wir heraus, was die größten Herausforderungen für eure Beziehung sind und wie man sie lösen kann.
Die Demo setzt das auf der Startseite um. Die Überschrift über dem Kontaktformular lautet: „Egal, was Sie gerade durchmachen: In 30 Minuten per Zoom finden wir heraus, wo die Wurzel Ihrer Krise liegt“. Sie nennt den Mechanismus, die Dauer und dass das Gespräch kostenfrei ist. Darunter steht der Weg in drei Schritten: kurze Nachricht, kostenfreies Kennenlernen, Begleitung. Das ist näher an einem Angebot als an einem Button, aber noch nicht das Maximum. Mehr dazu, wie du aus Besuchern Anfragen machst, steht in Mehr Anfragen: So optimierst du deine Website für mehr Leads.
Lead-Magnet: „10 Wege, wie du deine Beziehung retten kannst“ als Beispiel
Ein Lead-Magnet ist ein kostenloser Inhalt, den Besucher gegen ihre Kontaktdaten bekommen. Er gehört auf die Unterseiten und in die Blogartikel, während auf der Startseite das Angebot steht. Er fängt Besucher auf, die noch nicht für ein Gespräch bereit sind.
Meine Empfehlung: Ich würde zu jedem größeren Thema einen richtig guten, vollumfänglichen Lead-Magneten erstellen. Mein Beispiel für einen Artikel zur Paarberatung ist „10 Wege, wie du deine Beziehung retten kannst“. Das Formular unter dem Artikel braucht so wenige Felder wie möglich. Wer es abschickt, landet per Weiterleitung auf einer neuen Seite. Dort lädt er das PDF mit einem Klick auf einen Button selbst herunter. Über dem Button steht ein kurzer Text, zum Beispiel: „Danke, dass du dir den Lead-Magneten geholt hast. Er hilft dir, dein Ziel zu erreichen. Wenn du mehr über das Angebot wissen möchtest, schau dir das Video an.“ Auf dieser Seite würde ich den VSL einbinden, für alle, die doch direkt ein Gespräch buchen möchten. Unter dem Video stehen der Aufruf zum ersten Schritt und das Kontaktformular.
Mit den Kontaktdaten kannst du die Person später ansprechen. Ein Beispiel für den Ton: „Ich habe gesehen, dass du den Lead-Magneten geholt hast. Wie wäre es, wenn ich dir bei dem Problem persönlich helfe, wegen dem du ihn geholt hast?“ Es geht nicht ums Pitchen oder Verkaufen. Die Person meldet sich selbst, wenn sie kaufen möchte. Ob du Interessenten per Mail oder Telefon ansprechen darfst, hängt von ihrer Einwilligung ab. Das klärst du vorher mit einem Anwalt.
Die Reihenfolge ist wichtig: Erst helfen, dann anbieten.

Ausgedachtes Beispiel: vom Artikel zum ersten Schritt.
Die alte Seite hat keinen Lead-Magneten, die Demo ebenfalls. Dieser Titel ist ein Beispiel von mir, keine Planung für die Coachin. Welches Thema sich für sie eignet, entscheidet sie. Prüfe vor dem Einsatz mit einem Anwalt oder Datenschutzbeauftragten, wie du Namen und E-Mail-Adressen erheben darfst. Wie du hochqualifizierte Leads anziehst, steht in Dein Leitfaden für hochqualifizierte Leads. Warum die meisten Besucher nicht sofort kaufen, erklärt Marketing-Funnel verstehen.
Video-Sales-Letter: Das Video erklärt, was die Coachin macht
Als weiteren Conversion-Mechanismus würde ich ein Video einbauen, einen Video-Sales-Letter, kurz VSL. Die Coachin würde dort in die Kamera sprechen und erklären, was sie macht und für wen. Bei einer Arbeit, in der sich Menschen einer fremden Person anvertrauen, ist das nach meiner Einschätzung besonders sinnvoll, weil Besucher Stimme, Auftreten und Haltung erleben, bevor sie anfragen. Das ist meine Meinung und keine Messung.
Auf der alten Startseite gibt es kein solches Video. Die Demo hat auch keines. Der VSL ist deshalb eine Empfehlung. Wichtig ist, dass das Video einen Zweck hat. Es sollte ein einziges Video sein, das erklärt, was angeboten wird und wie der erste Schritt aussieht. Zu Funnel-Seiten allgemein gibt es den Guide zu Funnel-Seiten.
Einzigartiger Mechanismus: Eine eigene Methode benennen
Ein einzigartiger Mechanismus beantwortet die Frage, warum Klienten gerade hier anfragen sollen. Ein Beispiel dafür ist eine eigene Methode. Die Coachin hat eine: Auf ihrer Seite steht eine eigene Methode mit eigenem Namen. Sie verbindet systemisches Coaching mit medialer Wahrnehmung und Gesundheitscoaching.
Auf der alten Seite steckt dieser Unterschied im Fließtext und in den FAQ. In der Demo steht er weiter vorn. Im Hero heißt es, dass das Coaching „an der Wurzel Ihrer Krise“ ansetzt. Eine eigene Sektion „Mein Ansatz: drei Säulen“ zeigt die drei Bausteine als Karten, mit Zertifikat und Lizenz als Beleg. Der Begriff „Wurzel“ taucht im Kontaktbereich wieder auf. So hängen Hero, Ansatz und Angebot an einem roten Faden.
Meine Empfehlung: Gib deiner Methode einen Namen, der Besucher neugierig macht und nenne diesen Namen in der Überschrift des ersten Schritts. Wie eine Website für Coaches und Berater insgesamt aufgebaut ist, steht in Die ideale Website für Coaches und Berater.
Kontaktwege: Formular, Telefon, WhatsApp und das Rechtliche
Besucher sollen auf der Startseite anfragen können, ohne zu suchen. Ich würde ein einziges Formular anbieten, die Telefonnummer für alle, die lieber anrufen und WhatsApp als zusätzliche Möglichkeit, weil viele Menschen dort einfacher eine erste Nachricht schreiben.
So sah es vorher aus: Am Seitenende steht eine „Einladung“ mit einem Button „Erstgespräch vereinbaren“. Danach folgt ein Block mit häufigen Fragen. Dann kommt eine zweite Einladung mit einem Formular, das Name, Nachname, E-Mail und Nachricht abfragt und mit „Schicken“ abgeschickt wird. Das sind zwei Aufrufe zur Kontaktaufnahme hintereinander. Ich würde nur einen anbieten, mit einem klaren nächsten Schritt. Am Rand der Seite liegt außerdem ein Chat-Fenster. WhatsApp habe ich auf der Startseite nicht gefunden.
So sieht es nachher aus: Ein Kontaktabschnitt am Ende der Seite. Links stehen Erstgespräch, Ort, Telefon und E-Mail, daneben das Formular mit Name, Telefon (optional), E-Mail, Auswahl „Worum geht es?“ und Nachricht. Unter dem Button steht ein Hinweis, dass mit dem Absenden der Verarbeitung der Angaben zugestimmt wird, mit Verweis auf die Datenschutzerklärung. Ein Satz nennt die Antwortzeit von 24 Stunden. WhatsApp ist nicht eingebaut, weil ich keine WhatsApp-Nummer der Coachin kenne. Das ist eine Empfehlung.

Kontaktaufnahme im Vergleich. Telefon und E-Mail sind unkenntlich gemacht.
Dazu gehört auch das Rechtliche. Du brauchst auf deiner Website unter anderem ein Impressum und eine Datenschutzerklärung. Bei Shops und Verträgen kommen je nach Angebot Widerrufsbelehrung und AGB dazu und im Formular gehört ein Hinweis auf die Datenschutzerklärung. Zum Impressum regelt § 5 DDG, dass Anbieter geschäftsmäßiger digitaler Dienste Name, Anschrift und Kontaktangaben leicht erkennbar, unmittelbar erreichbar und ständig verfügbar halten müssen (Gesetze im Internet). Ich bin kein Anwalt. Ob und welche Angaben du genau brauchst, klärst du mit einem Anwalt oder einem Rechtstexte-Anbieter. Auf die rechtliche Seite gehe ich im Video nicht im Detail ein, das ist keine Rechtsberatung. In der Theorie würde ich im Kontaktformular auf jeden Fall eine Checkbox einbauen, die nicht vorausgefüllt ist und die Besucher aktiv ankreuzen müssen. So werden sie über die Datenschutzerklärung informiert.
Die alte Seite hat einen Link zur Datenschutzerklärung im Cookie-Hinweis, aber auf der Startseite finde ich keinen Link zum Impressum. Die Demo zeigt Impressum und Datenschutz im Footer, aber nur als Text, weil die Demo keine Unterseiten hat. Wie du vor dem Livegang alles prüfst, steht in der Website-Launch-Checkliste. Typische Fehler auf Startseiten sammelt Die 5 häufigsten Website-Fehler, die Anfragen kosten.
Wie bekommt die Website mehr Besucher?
Anfragen entstehen erst, wenn genug Besucher auf die Seite kommen. Für den zweiten Teil der Checkliste habe ich drei Hebel und einen Hinweis zur Umsetzung. Keiner davon ist in der Demo enthalten, denn sie besteht nur aus der Startseite. Alles hier ist also eine Empfehlung.
Bundesweites SEO: Das Buch in Blogartikel umwandeln
Mit bundesweitem SEO meine ich Artikel, die nicht an den Ort der Suchenden gebunden sind. Das passt hier, denn die Coachin arbeitet nur online und ist bundesweit aktiv. Ich würde Blogartikel zu den Fragen schreiben, die Paare und Frauen in Krisen bei Google eingeben. Unter jedem Artikel steht der passende Lead-Magnet, zum Beispiel die „10 Wege“ im Artikel zur Paarberatung. Wie ich damit arbeite: Bei Dr. Stemper kommen fast alle Besucher über den Blog.
Die Coachin hat ein Buch geschrieben. Ich würde schauen, wie sich das Buch in Blogartikel umwandeln lässt und diese Artikel veröffentlichen. Das Material ist da, die Geschichte ist da und jeder Artikel ist eine Einladung zum nächsten Schritt.
Eine grobe Orientierung zur Nachfrage: Nach den Schätzwerten von DataForSEO für Deutschland (Stand Oktober 2026) wird „paarberatung online“ im Schnitt etwa 390 Mal im Monat gesucht, „paarcoaching online“ etwa 40 Mal. Das sind Schätzwerte eines Tools und keine Garantie für Besucher. Ob für diese Suchen Ratgeber oder Anbieterseiten in den Ergebnissen stehen, habe ich nicht geprüft. Das solltest du vor dem Schreiben mit einem Keyword-Tool und einem Blick in die Suchergebnisse testen. Ob bundesweites SEO für kleine Anbieter lohnt, prüft Bundesweites SEO für lokale Unternehmen. Warum ein Blog mehr ist als SEO, erklärt Warum du Blog-Artikel schreiben solltest. Wie Coaches ohne bezahlte Werbung ausgebucht werden, beschreibt Komplett ausgebucht als Coach oder Berater.
Lokales SEO: Brauchst du hier nicht
Lokales SEO brauchst du hier nicht, weil die Coachin nur bundesweit aktiv ist. Wer nur online berät, hat keinen Ort, an den Klienten kommen. Dann lohnt es sich nicht, Ortsseiten wie „Paarberatung in einer Stadt“ zu bauen. Anders ist es bei Anbietern mit Praxis oder Einzugsgebiet. Für sie gilt der Local-SEO-Leitfaden.
KI-Auffindbarkeit: Warum ein Google-Profil für Bewertungen hilft
Auch die Auffindbarkeit in KI-Antworten würde ich mitdenken. Meine Einschätzung ist: Du brauchst ein Google-Unternehmensprofil, um Bewertungen einzuholen, weil die KI sich deine Bewertungen ansieht. Das ist eine Einschätzung von mir und keine belegte Regel.
Google beschreibt in seiner Dokumentation zu KI-Funktionen: „There are no additional requirements to appear in AI Overviews or AI Mode, nor other special optimizations necessary.“ Und: „The best practices for SEO remain relevant for AI features in Google Search (such as AI Overviews and AI Mode).“ (Google Search Central). Zu Bewertungen steht auf dieser Seite im Text nichts. Das passt zu meinem Rat, den größten Fokus auf normales SEO zu legen. Bewertungen helfen aus meiner Sicht trotzdem, weil sie Vertrauen schaffen, bei Menschen genauso wie bei Suchsystemen.
Ob ein reiner Online-Anbieter ein Unternehmensprofil bekommen darf, prüfst du in den Richtlinien von Google. Das habe ich für diese Seite nicht geprüft. Wie ein Profil sauber aufgebaut wird, steht in Die 11-Punkte-Checkliste für dein Google-Profil. Wie Bewertungen dazukommen, erkläre ich in Mehr Bewertungen, statt auf Zufall zu hoffen. Mehr zur KI-Sichtbarkeit steht in GEO verständlich erklärt: So taucht dein Unternehmen in ChatGPT, Perplexity und Co. auf.
Wie setzt du die Checkliste um?
Für die Umsetzung der Punkte kannst du eine KI zur Hilfe nehmen. Bei YouTube gibt es unter dem Video einen Button für das Transkript. Kopiere es und gib es der KI. Sie kann dir sagen, wie du die Punkte bei deiner eigenen Website umsetzt. Gib ihr die Checkliste und die Texte deiner Startseite und frage sie, wie du alles am besten umsetzt. Prüfe danach jede Aussage selbst. KI-Texte gehören nie ungeprüft auf eine Website. Wo KI beim Website-Bau hilft und wo nicht, erkläre ich in Warum KI noch keine guten Websites erstellt.
Wie sieht der Vorher-Nachher-Vergleich im Überblick aus?
Die Tabelle fasst meine Checkliste zusammen und zeigt für jeden Punkt den Status. In der letzten Spalte steht, ob die Demo den Punkt umsetzt oder ob er eine Empfehlung bleibt. Die Demo ist nur die Startseite, deshalb sind die Hebel für mehr Besucher darin nicht enthalten.
Punkt | Vorher (alte Website) | Nachher (Demo oder Empfehlung) | Status |
|---|---|---|---|
Fokus, Design, Hierarchie | Großes Foto ohne Überschrift, kleine Telefonnummer, Cookie-Leiste am unteren Rand | Überschrift mit Nutzen, Foto, Belege-Balken, große Telefonnummer | umgesetzt |
Handyansicht | Kopfzeile, Firmenname und Telefon-Button vor dem Foto | Foto oben, Überschrift darunter | umgesetzt |
Zielgruppe | Paare, Familien, Frauen und Trauernde ohne klare Reihenfolge | Paare im Hero, je Leistung eine Mini-Sektion | teils umgesetzt |
Texte für die Zielgruppe | Allgemeine Überschrift, Textwand in kleiner Schrift, Stockfoto | Nutzen-Überschriften, kurze Texte, drei Punkte | umgesetzt |
Über mich und Buch | Stockfoto eines Paares, Buchtitel mit „Engel“ in einem großen Block | Foto der Coachin, Eritrea-Fakt in der Überschrift, Leser-Stimmen | umgesetzt |
Leistungen mit Mehrwert | Vier Karten in einem Block | Vier Mini-Sektionen direkt nach dem Hero | umgesetzt |
Testimonials | Erklärung, warum es keine gibt | Amazon-Rezensionen zum Buch, anonymes Video ist Empfehlung | teils umgesetzt |
Angebot und Einstieg | Überall „Erstgespräch vereinbaren“ | Erstgespräch mit Wurzel-Analyse und 30 Minuten | teils umgesetzt |
Lead-Magnet | Keiner | „10 Wege“ als ausgedachtes Beispiel | Empfehlung |
Video-Sales-Letter | Keiner | Kein Video | Empfehlung |
Einzigartiger Mechanismus | Im Fließtext und in den FAQ | Hero, drei Säulen und Kontaktüberschrift | umgesetzt |
Kontaktwege | Zwei Aufrufe hintereinander, Formular mit „Dein“, kein Impressum-Link | Ein Formular am Ende, Telefon, Datenschutz-Hinweis | umgesetzt, WhatsApp ist Empfehlung |
Mehr Besucher | Eine Meta-Beschreibung für die Startseite | Blog aus dem Buch, KI-Sichtbarkeit, Google-Profil prüfen | Empfehlung |
Was sich auf der Startseite lösen lässt, steckt schon in der Demo: Hero, Leistungen, Über mich, Texte und Kontakt. Was mehr Aufwand braucht, fehlt noch: Video, Lead-Magnet, Blog, Stimmen von Klienten. Ich empfehle, mit der Startseite anzufangen und die Inhalte danach aufzubauen.
Ob die neue Startseite wirklich mehr Anfragen bringt, kann ich nicht sagen. Die Demo ist nicht live, deshalb gibt es keine Zahlen.
Was nimmst du für deine eigene Coaching-Website mit?
Du kannst die Checkliste auf deine eigene Seite anwenden, ohne etwas zu bauen. Öffne dazu deine Startseite am Handy und am Rechner und gehe die Punkte durch. Wo du mit Nein antwortest, hast du eine Aufgabe.
Design und Hierarchie: Erfährt ein Besucher im ersten Bildschirm, was du machst und was deine Klienten davon haben? Ist deine Telefonnummer gut lesbar?
Zielgruppe: Kannst du in einem Satz sagen, für wen die Seite geschrieben ist?
Texte: Sprechen die Überschriften die Lage deiner Klienten an oder sind sie allgemein wie „Du bist nicht allein“?
Angebot: Gibt es einen ersten Schritt, der attraktiver ist als ein Erstgespräch und sagt er, was der Besucher davon hat?
Lead-Magnet: Gibt es einen kostenlosen Inhalt für Besucher, die noch nicht anfragen wollen?
Video: Erklärt ein kurzes Video, wer du bist und was du machst?
Einzigartiger Mechanismus: Steht deine Methode auf der Startseite und hat sie einen Namen?
Leistungen: Hat jede Leistung eine eigene Sektion mit Mehrwert, direkt nach dem Hero?
Kontaktwege: Gibt es einen klaren Weg zur Anfrage, einen Datenschutz-Hinweis im Formular und ein Impressum?
Dazu kommen zwei Prüfungen. Zeigt dein Über-mich-Abschnitt ein Foto von dir und einen belegbaren Fakt statt einer Selbstbezeichnung? Und: Gibt es Stimmen, die glaubwürdig sind, auch wenn deine Klienten anonym bleiben möchten?
Wenn du wenig Zeit hast, beginne mit Punkt 1 und Punkt 9. Dann prüfe, ob deine Startseite ein Impressum verlinkt und ob die Anrede durchgängig gleich ist. Das kostet wenig und lässt sich schnell ändern.
Für den zweiten Teil, mehr Besucher, brauchst du mehr Zeit. Plane regelmäßig Blogartikel und baue dazu einen Lead-Magneten. Prüfe, ob du für ein Google-Profil in Frage kommst. Den gesamten Sektionsplan gehe ich in Sektion für Sektion erklärt durch. Wie eine gute Coaching-Seite insgesamt aussieht, steht in Was eine gute Coaching-Website ausmacht.
Fazit
Die alte Seite hat ein echtes Foto, vier klare Leistungen und eine klare Haltung. Sie sagt aber in den ersten Sekunden nicht, wem die Coachin wobei hilft. In der Demo übernimmt die Startseite diese Aufgabe: Überschrift mit Nutzen, vier Leistungen als eigene Sektionen, ein Fakt statt eines Titels, ein Formular mit einem Angebot. Die weiteren Hebel, Lead-Magnet, Video, Blog, Google-Profil, Stimmen von Klienten und WhatsApp, sind Empfehlungen und nicht umgesetzt.
Noch einmal zur Einordnung: Alles in diesem Artikel ist meine eigene Meinung. Es gibt keine Garantie, dass dich diese Änderungen mehr Anfragen oder mehr Geld bringen. Prüfe jeden Punkt an deiner eigenen Seite und entscheide selbst.
Wenn du wissen willst, wie viel SEO-Potenzial in deinem Betrieb steckt, bekommst du über das Formular auf der Startseite von Blaq Nexus eine kostenlose Einschätzung. Eine Website kostet bei uns einmalig 360 Euro, die erst nach der 30-tägigen Testphase fällig werden. Dazu kommen 100 Euro im Monat plus Erfolgsbeteiligung.
Häufige Fragen zur Coaching-Website
Was gehört auf die Startseite einer Coaching-Website?
Auf die Startseite gehören eine Überschrift mit Nutzen für die Zielgruppe, ein Foto von dir, deine Leistungen mit je einer eigenen Sektion, ein Fakt zu dir, der Vertrauen schafft, Stimmen oder andere Belege, ein klarer erster Schritt und ein Formular. Die Demo für Spirituelle Lebenskunst enthält die meisten dieser Bausteine. Stimmen von Klienten fehlen dort, weil die Coachin sie nicht veröffentlicht.
Wie viele Anfragen bringt eine neue Coaching-Website?
Wie viele Anfragen eine neue Website bringt, lässt sich nicht vorhersagen. Für Spirituelle Lebenskunst gibt es dazu keine Zahlen, weil die Demo nicht live ist. Ich garantiere nicht, dass du mehr Anfragen oder mehr Geld bekommst.
Brauche ich Testimonials, wenn meine Klienten anonym bleiben wollen?
Ich würde eine Form von Belegen zeigen, weil Besucher einem Coach ohne Belege schwerer vertrauen. Anonyme Wege sind ein Video mit unkenntlich gemachter Person oder Aussagen ohne Namen. Ob du eine Aussage veröffentlichen darfst, klärst du vorher rechtlich ab.
Was ist als erster Schritt besser als ein Erstgespräch?
Ein erster Schritt, der dem Besucher einen konkreten Nutzen nennt. Mein Beispiel ist ein Gespräch, in dem du die Wurzel des Problems analysierst. Das Erstgespräch selbst ist nicht falsch. Es sollte nur mehr bieten als einen Termin.
Brauche ich ein Video auf meiner Startseite?
Ein Video ist eine Empfehlung und kein Muss. Mit einem Video-Sales-Letter erklärst du, was du machst und für wen. Gerade bei persönlichen Themen hilft es, wenn Besucher dich vorher sehen und hören. Ein Video ohne Bezug zum Angebot hilft kaum.
Brauche ich ein Impressum auf meiner Coaching-Website?
Du brauchst eines, sobald du geschäftsmäßig digitale Dienste anbietest. Nach § 5 DDG musst du dann nach § 5 DDG bestimmte Angaben leicht erkennbar und ständig verfügbar halten. Ich bin kein Anwalt und kann dir keine Rechtsberatung geben. Frag im Zweifel einen Anwalt oder nutze einen Rechtstexte-Anbieter.
Wie wichtig ist die Handyansicht?
Die Handyansicht ist sehr wichtig, denn Google nutzt die mobile Version für Indexierung und Ranking. Was am Handy nicht angezeigt wird, kann Google nicht verwenden.
Brauche ich lokales SEO, wenn ich nur online coache?
Wenn du nur online arbeitest und bundesweit aktiv bist, brauchst du meistens kein lokales SEO. Blogartikel für bundesweites SEO sind dann der wichtigere Hebel. Lokales SEO lohnt sich für Anbieter mit Praxis oder Einzugsgebiet.
Wie finden Paare mein Online-Coaching bei Google?
Paare finden dein Coaching über Blogartikel zu ihren Fragen und über Seiten zu deinen Leistungen. Dazu kommen Bewertungen, wenn du ein Google-Profil führen darfst. Wie viele Besucher dafür nötig sind und wie schnell das geht, kann ich für den Einzelfall nicht vorhersagen.
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