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Elias Schweizer

Elias Schweizer

Marketing Management (M.Sc.)

Marketing Management (M.Sc.)

Letzte Aktualisierung:

Hinweis: Alle Inhalte basieren lediglich auf meiner eigenen Meinung und stellen keine individuelle Beratung (wirtschaftlich, rechtlich, steuerlich, technisch o.ä.) dar. Umsetzung auf eigenes Risiko. Keine Haftung für Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität (soweit gesetzlich zulässig).

Website erstellen als Gründer: Startseite in 10 Schritten aufbauen, die Anfragen bringt

So erstellst du als Gründer eine Website, die wirklich Anfragen generiert – Schritt für Schritt

Die meisten Gründer-Websites sehen okay aus, bringen aber kaum Anfragen. Hier lernst du in 10 Schritten, wie du deine Startseite Sektion für Sektion so aufbaust, dass sie Vertrauen schafft und Besucher zur Kontaktaufnahme bringt.

Kleine Skizze links, rechts eine fertige Startseite mit klaren Sektionen und Button als Schritt zur Gründer-Website

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Als Gründer eine Website erstellen ohne Vorerfahrung - die direkt besser ist als andere

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Elias Schweizer

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Elias

Hi, wie kann ich dir helfen? :)

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Als Gründer brauchst du für deine Website meistens keine zwanzig Unterseiten. Du brauchst eine gut aufgebaute Startseite, die drei Fragen beantwortet: Hat diese Person mein Problem verstanden? Kann sie mir helfen? Und warum sollte ich ihr vertrauen?

In diesem Artikel zeige ich dir Schritt für Schritt, wie so eine Seite aufgebaut ist. Zehn Sektionen, jede mit einer klaren Aufgabe. So, wie wir sie bei unseren eigenen Projekten und denen unserer Kunden einsetzen. Am Ende weißt du, wie deine Website Vertrauen aufbaut und nach außen wirkt wie ein etabliertes Unternehmen, auch wenn du gerade erst gestartet bist.

Über mich

Mein Name ist Elias Schweizer, ich bin Gründer von Blaq Nexus. Ich habe einen M.Sc. in Marketing Management und über 32.000 Websites im deutschsprachigen Raum analysiert. Heute betreuen wir Websites mit zusammen knapp 1 Mio. Besuchern pro Jahr. Die Website von Dr. Stemper (Psychologie Berlin) hatte zuletzt 68.000 Besucher in 30 Tagen, hochgerechnet über 800.000 im Jahr (Stand September 2026).

Ich schaue mir regelmäßig die besten Websites der Welt an, schreibe mir auf, was sie anders machen, und setze es in den Websites um, die wir für unsere Kunden bauen. Viele Beispiele in diesem Artikel stammen von unserer eigenen Website. Du siehst also direkt, wie wir es selbst umsetzen.

Kurz-Antwort: Wie erstellst du als Gründer eine Website, die Anfragen bringt?

Als Gründer erstellst du eine Website, die Anfragen bringt, indem du auf einer einzigen Startseite zuerst das Problem deiner Besucher ansprichst, dann dein Angebot in einzelne Bausteine mit klarem Nutzen zerlegst und beides mit Testimonials, einem einfachen Ablauf und einer Über-mich-Sektion belegst. Die Hero-Section fasst am Ende alles zusammen. Ein einziger, attraktiver Call-to-Action schließt die Seite ab.


Schritt

Was du tust

Warum es wichtig ist

1. Problem benennen

Zeige dem Besucher, dass du sein Problem kennst

Relevanz und Vertrauen

2. Angebot aufschlüsseln

Erkläre jeden Baustein mit seinem Nutzen

Jeder Baustein kann den Ausschlag geben

3. Testimonials einbinden

Echte Kundenstimmen mit Foto, Bewertung und Kontext

Sozialer Beweis

4. Ablauf erklären

Zeige, was nach der Kontaktaufnahme passiert

Senkt die Hemmschwelle

5. Über mich

Zeige, wer du bist, mit einem Verkaufsargument in der Überschrift

Vertrauen und Verkauf verbinden

6. Vergleich

Stelle dich den realistischen Alternativen gegenüber

Einwände vorwegnehmen

7. FAQ

Beantworte die offenen Fragen direkt

Letzte Bedenken ausräumen

8. Hero-Section

Nutzen, Social Proof und Bild ganz oben

Der erste Eindruck

9. Kontaktaufnahme

Ein attraktives Angebot, ein Call-to-Action, wenig Hürden

Mehr Anfragen

10. Footer

Telefon, E-Mail, Pflichtangaben

Erreichbarkeit und Vertrauen


Der häufigste Fehler, den Gründer bei ihrer Website machen

Die meisten Gründer bauen ihre Website so auf, wie sie sich selbst präsentieren möchten. Nicht so, wie der Besucher denkt. Sie schreiben über sich, ihre Leistungen und ihre Geschichte. Den Besucher interessiert das am Anfang aber kaum.

Was ihn wirklich interessiert: Hat diese Person mein Problem verstanden? Kann sie mir helfen? Und warum sollte ich ausgerechnet ihr vertrauen?

Eine Website, die funktioniert, beantwortet genau diese drei Fragen. Und zwar in genau dieser Reihenfolge. Der Aufbau ist dabei kein Zufall. Ich habe mir über die Jahre sehr viele erfolgreiche Websites angesehen, und die besten folgen einer ähnlichen Logik. Welche Fehler ich sonst am häufigsten sehe, steht in die 5 häufigsten Website-Fehler, die Anfragen kosten.

Der grundlegende Aufbau einer funktionierenden Website

Bevor wir in die einzelnen Sektionen einsteigen: Du brauchst als Gründer in den meisten Fällen keine komplexe Website mit Dutzenden Unterseiten. Eine einzige, gut strukturierte Startseite reicht, um Anfragen zu bekommen. Später, wenn du lokal gefunden werden willst oder einen Blog startest, kommen Unterseiten dazu.

Die Startseite folgt einem klaren Aufbau. Jede Sektion hat eine Aufgabe. Ich gehe sie gleich der Reihe nach durch:


Aufbau einer Gründer-Startseite in zehn Sektionen von der Hero-Section bis zum Footer, Hero-Section zuletzt geschrieben

Die zehn Sektionen von oben nach unten. Geschrieben wird die Hero-Section aber zuletzt, weil sie alles andere zusammenfasst.


Du wirst merken, dass ich die Hero-Section erst als achten Schritt erkläre, obwohl sie ganz oben steht. Das ist Absicht. Die Hero-Section ist eine Zusammenfassung der ganzen Seite. Sie lässt sich erst gut schreiben, wenn alles darunter steht. Was du vor dem Bau außerdem klären solltest, also Design, Zielgruppe und Preis, steht in Was du vor der Website-Erstellung klären solltest.

1. Das Problem deines Besuchers ansprechen, bevor er fragt

Wenn du kein lokaler Dienstleister wie ein Friseur, Zahnarzt oder Handwerker bist, weiß dein Besucher oft noch gar nicht genau, ob er ein Problem hat. Oder wie dringend es ist. Hier setzt eine gute Website an.

Du zeigst dem Besucher, dass du sein Problem kennst. Dann machst du deutlich, was passiert, wenn er es nicht löst. Und erst danach präsentierst du die Lösung.

Bei uns sieht das konkret so aus: Wir machen darauf aufmerksam, dass die meisten Websites gravierende Fehler haben. Dann erklären wir, was es kostet, diese Fehler nicht zu beheben, nämlich jeden Tag Anfragen. Und dann zeigen wir, wie wir das lösen.


Ablauf einer Pain-Section in drei Schritten: Problem benennen, Folgen zeigen, Lösung präsentieren

Problem, Folgen, Lösung: In dieser Reihenfolge holt die Pain-Section Besucher ab, die ihr Problem noch nicht kennen.


Für lokale Dienstleister gilt etwas anderes. Der Besucher weiß schon, warum er da ist. Er sucht einen Friseur, einen Physiotherapeuten oder einen Steuerberater und weiß genau, welche Leistung er erwartet. Dann musst du das Problem nicht erst benennen. Du musst sofort Vertrauen aufbauen und zeigen, dass du die beste Wahl bist. Wie eine lokale Website aufgebaut sein sollte, steht in So sollte die Website deines lokalen Unternehmens aufgebaut sein.

Wie viel ein Besucher schon weiß, hängt stark davon ab, über welchen Kanal er kommt. Das erkläre ich ausführlich in Marketing-Funnel verstehen: Wie du deine Website auf jedes Bewusstseinslevel ausrichtest.

2. Dein Angebot in seine Grundbausteine zerlegen

Einer der häufigsten Fehler: Das Angebot wird genannt, aber nicht erklärt. „Webdesign“ oder „Marketing-Beratung“ reicht nicht. Du musst zeigen, aus welchen Bausteinen dein Angebot besteht. Und vor allem, was jeder einzelne Baustein dem Kunden bringt.

Jeder Baustein könnte der Grund sein, warum sich jemand bei dir meldet. Deshalb erklärst du jeden einzeln. Die Regel dafür ist einfach: Zu jedem Baustein gehört sein Nutzen für den Kunden.

Bei uns setzt sich das Angebot zum Beispiel so zusammen.

Baustein 1: Websites, die gefunden werden. Wir bauen eine Seite, die bei Google sichtbar ist. Statt nur „SEO“ zu schreiben, erklären wir den Nutzen: mehr Besucher, die aktiv nach der Leistung suchen.

Baustein 2: Gestaltet mit einem professionellen Design-Tool. Die Website entsteht in Framer, nicht in einem einfachen Baukasten. Der Nutzen für den Kunden: Seine Leistung wird hochwertiger wahrgenommen.

Baustein 3: Erst testen, dann die Einmalgebühr zahlen. Die Einmalgebühr wird erst nach einer 30-tägigen Testphase fällig. Das nimmt die größte Hürde weg, nämlich die Angst, Geld für etwas auszugeben, das am Ende nicht passt.

Baustein 4: Dauerhafte Betreuung. Der Gründer muss sich nicht selbst um Änderungen, Inhalte oder Technik kümmern. Das unterschätzen viele.


Vier Angebotsbausteine mit Nutzen: gefunden werden, professionelles Design, erst testen, dauerhafte Betreuung

Jeder Baustein besteht aus zwei Teilen: was du machst und was der Kunde davon hat.


Am besten bekommt jeder Baustein auf der Website eine eigene große Fläche mit Bild, Überschrift und kurzem Text. Wie du die Überschriften dafür formulierst, zeige ich in Website-Aufbau für Unternehmen, Sektion für Sektion erklärt. Und wie du überhaupt herausfindest, was dein Angebot einzigartig macht, steht in Als Gründer etablierte Konkurrenten im Marketing schlagen.

3. Testimonials: Der stärkste soziale Beweis, den du haben kannst

Menschen vertrauen anderen Menschen mehr als Unternehmen. Das ist kein Geheimnis. Trotzdem nutzen die wenigsten Gründer dieses Prinzip konsequent. Testimonials sind kein nettes Extra. Sie gehören zu den wichtigsten Elementen einer Website.

Ein gutes Testimonial ist mehr als ein netter Satz. Es enthält diese Bestandteile:

  • Sternebewertung mit Quelle: gut sichtbar, mit Angabe, wo die Bewertung steht, etwa Google oder Trustpilot.

  • Foto der Leistung: Der Besucher soll sehen, was der Kunde bekommen hat. Bei Webdesign ein Screenshot der fertigen Website, bei anderen Leistungen Vorher-nachher-Bilder.

  • Text mit Hervorhebungen: Die stärksten Sätze fett oder farbig markieren, damit auch Scanner sie sehen.

  • Foto und Name der Person: Ein Testimonial ohne Gesicht wirkt weniger glaubwürdig.

  • Beruf oder Branche: „Max M., Unternehmensberater aus München“ wirkt glaubwürdiger als nur ein Name.

  • Verifizierungshaken: wenn die Bewertung von einer Plattform wie Google stammt.

Wie stark Bewertungen wirken, zeigt die Local Consumer Review Survey 2026 von BrightLocal: 97 % der Verbraucher lesen Bewertungen von lokalen Unternehmen. Die Qualität deiner Testimonials hat also direkten Einfluss darauf, ob sich jemand meldet.


Aufbau eines guten Testimonials: Sterne mit Quelle, hervorgehobene Kernaussage, Foto, Name, Beruf und Screenshot der Leistung

So ist ein überzeugendes Testimonial aufgebaut. Jedes Element macht die Aussage glaubwürdiger.


Ein Tipp zum Datenschutz: Google-Bewertungen sind öffentlich, du darfst sie in der Regel auf deiner Website zeigen. Binde sie aber nicht per Widget direkt von Google ein. Solche Widgets laden Inhalte von externen Servern und brauchen dann meist eine Einwilligung. Wir bauen Testimonials deshalb als eigene Karten nach. Mehr zu diesem Thema steht in 5 Gründe, warum deine selbst erstellte Website dein Business sabotiert.

Als Gründer hast du am Anfang oft noch wenige Bewertungen. Wie du systematisch an neue kommst, zeigen das System für mehr Google-Bewertungen und der Artikel über automatische Bewertungs- und Empfehlungsanfragen. Und wie du aus Bewertungen die richtigen Worte für deine Website gewinnst, steht in So findest du die richtigen Worte für deine Zielgruppe.

4. Den Ablauf zeigen und Hemmschwellen abbauen

Viele Menschen zögern mit der Kontaktaufnahme, weil sie nicht wissen, was danach passiert. Was müssen sie tun? Was kostet es? Wann müssen sie sich festlegen? Diese Unsicherheit ist ein häufiger Grund, warum Besucher gehen, ohne sich zu melden.

Die Lösung ist einfach. Zeig den Ablauf. Erkläre Schritt für Schritt, was passiert, wenn jemand Kontakt aufnimmt. Bei uns sieht das so aus:

  1. Kostenlose Einschätzung: Über das Formular schätzen wir kostenlos ein, wie viel SEO-Potenzial im Unternehmen steckt.

  2. Kostenloser Erstentwurf: Wenn Potenzial da ist, bekommt der Kunde in der Regel nach 3 Tagen einen unverbindlichen Erstentwurf seiner Website.

  3. Änderungen bis zum Livegang: Bis die Seite live geht, kann der Kunde Änderungswünsche äußern.

  4. Testphase: Nach dem Livegang testet der Kunde die Website 30 Tage. Erst danach wird die Einmalgebühr fällig. Die erste Monatsgebühr zahlt er vor dem Livegang.

Als Grafik sieht der Ablauf so aus:


Ablauf bei Blaq Nexus in vier Schritten: kostenlose Einschätzung, kostenloser Erstentwurf, Änderungen, 30-tägige Testphase

So läuft es bei uns ab. Jeder Schritt ist klein, und die Einmalgebühr kommt erst ganz am Ende.


Dieser Ablauf nimmt das größte Risiko aus der Entscheidung. Der Besucher sieht sofort: Ich kann mir erst etwas ansehen und dann entscheiden. Was die Website bei uns danach kostet, steht in Kosten für eine Website, und den ganzen Prozess beschreibe ich in Web-Entwicklung bei Blaq Nexus.

Du passt den Ablauf natürlich an dein eigenes Angebot an. Das Prinzip bleibt gleich: Mach den nächsten Schritt für den Besucher so einfach und risikoarm wie möglich. Warum eine Garantie oder Testphase dabei so stark wirkt, erkläre ich in Warum jede Webdesign-Agentur eine Geld-zurück-Garantie anbieten sollte.

5. Die Über-mich-Sektion, richtig gemacht

Die meisten Gründer schreiben eine Über-mich-Sektion, die niemanden interessiert. Ein Lebenslauf, ein paar Worte über die eigene Leidenschaft, und der Besucher scrollt weiter.

Das Problem liegt selten im Inhalt. Es liegt in der Überschrift und im Fokus. Eine Überschrift wie „Über mich“ ist aus Sicht des Besuchers nicht besonders spannend. Ihn interessiert, was du für ihn tun kannst.

Deshalb funktioniert die Sektion am besten, wenn schon die Überschrift ein weiteres Verkaufsargument enthält. Bei uns stand dort zum Beispiel sinngemäß: Wie wir Premium-Websites bauen, deren Aufbau sich kaum von den besten Websites der Welt unterscheidet, für einen Bruchteil des üblichen Preises.

Das interessiert den Besucher, weil es erklärt, wie wir etwas schaffen, das normalerweise viel mehr kostet. Gleichzeitig zeigen wir, wer hinter dem Angebot steht.


Über-uns-Sektion der Blaq-Nexus-Website mit Elias Schweizer und Gustavo Sanchez und ihren Qualifikationen

Unsere Team-Sektion: Foto, Rolle und Qualifikation jeder Person.


In die Sektion gehören ein Bild oder Video von dir, eine kurze Erklärung deiner Qualifikation und Erfahrung und eine Überschrift mit einem konkreten Verkaufsargument. Wenn du noch wenig Erfahrung vorweisen kannst, ist Ehrlichkeit oft stärker als jede Übertreibung. Dazu mehr in Was ich als Gründer machen würde.

6. Die Vergleichstabelle: Einwände vorwegnehmen

Jeder Interessent fragt sich: Warum sollte ich das bei dir kaufen und nicht woanders? Oder es einfach selbst machen? Die meisten Websites beantworten diese Frage nicht und überlassen den Vergleich dem Besucher. Das ist oft ein Fehler.

Eine Vergleichstabelle stellt dein Angebot den realistischen Alternativen gegenüber. Transparent und nachvollziehbar. Mit wem du dich vergleichst, hängt davon ab, an wen du Interessenten verlierst:

  • Gehen die meisten, die Nein sagen, zur Konkurrenz, vergleichst du dich mit typischen Anbietern.

  • Machen die meisten es lieber selbst, vergleichst du dich mit der Do-it-yourself-Lösung.

  • Trifft beides zu, zeigst du alle drei Optionen nebeneinander.

Achte dabei auf das Recht. Nach § 6 UWG muss ein Vergleich objektiv sein, nachprüfbare und typische Eigenschaften betreffen und darf Mitbewerber nicht herabsetzen. Am sichersten vergleichst du dich mit allgemeinen Vorgehensweisen statt mit benannten Konkurrenten und schreibst darunter, dass es sich um Verallgemeinerungen handelt. Für Psychotherapeuten verbietet die Berufsordnung vergleichende Werbung. Dort lässt du die Tabelle weg.

7. FAQ: Die letzten Bedenken ausräumen

Bevor ein Besucher Kontakt aufnimmt, hat er meistens noch Fragen. Manche sind naheliegend, manche überraschend speziell. Eine FAQ-Sektion beantwortet sie, bevor er nachfragen muss.

Meine Empfehlung: Zeig die Antworten direkt, ohne dass man sie erst aufklappen muss. Besucher klicken selten. Nur wenn die FAQ sehr lang ist und die Seite unübersichtlich wird, kann es sinnvoll sein, die Antworten einzuklappen.

Welche Fragen gehören hinein? Schreib auf, was dich Interessenten im Gespräch immer wieder fragen. Genau das sind deine FAQs. Bei längeren Antworten helfen Hervorhebungen. Die Nielsen Norman Group beschreibt schon seit 2006, dass die meisten Nutzer Webseiten eher scannen als Wort für Wort lesen. Ob FAQs auf die Startseite oder auf eine eigene Seite gehören, erkläre ich in FAQ auf der Startseite, im Blogartikel oder als eigene Seite?.

8. Die Hero-Section: Der erste Eindruck entscheidet

Die Hero-Section ist der erste Bereich, den ein Besucher sieht. Hier entscheidet sich in wenigen Sekunden, ob er bleibt. Sie muss deshalb sofort klarmachen, was du tust, für wen und warum das gut ist. Im Grunde ist sie eine Zusammenfassung aller anderen Sektionen, verdichtet auf das Wichtigste.

Diese Elemente gehören hinein:

  • Eine starke Überschrift: Sie nennt einen oder mehrere konkrete Vorteile. Nicht „Ihr verlässlicher Partner für Webdesign“, sondern eher „Professionelle Websites für Selbstständige, mit 30 Tagen Testphase“.

  • Optional ein kurzer Text: Er erklärt, wie du die Vorteile lieferst. Auf unserer eigenen Seite übernehmen das Bullet Points, weil das Design dadurch klarer wirkt.

  • Social Proof: eine durchschnittliche Sternebewertung, die Anzahl betreuter Kunden oder ein kurzes Zitat.

  • Ein Bild: wenn möglich mit einem Menschen, weil Menschen mehr Aufmerksamkeit bekommen. Bei visuellen Leistungen wie Webdesign zeigst du direkt Beispiele deiner Arbeit.

  • Ein klarer Call-to-Action: mindestens ein Button, der direkt zur Kontaktaufnahme führt.

Zusammengesetzt sieht eine Hero-Section ungefähr so aus:


Wireframe einer Hero-Section mit H1-Nutzen, Untertext, Personenbild, Social Proof, Garantie und Call-to-Action-Button

So ist eine gute Hero-Section aufgebaut. Jedes Element beantwortet eine Frage des Besuchers.


Wie du die Überschrift findest, dafür gibt es eine einfache Formel. Ich erkläre sie im Artikel zum Website-Aufbau und zeige im Live-Beispiel zur Website-Optimierung in 19 Minuten, wie viel schon eine bessere Überschrift ändert. Für Gründer, die mit ihrer Person verkaufen, lohnt sich zusätzlich ein kurzes Video in der Hero-Section. Wie das wirkt, sieht man am Beispiel von Lasse L., dessen Website wir neu aufgebaut haben.

9. Die Kontaktaufnahme: Das Ziel deiner gesamten Seite

Alles auf deiner Website hat ein Ziel: Der Besucher soll Kontakt aufnehmen. Deshalb verdient diese Sektion besondere Aufmerksamkeit.

Eine einzige Kontaktmöglichkeit reicht. Mehrere verschiedene Calls-to-Action wie „Abonniere den Newsletter“, „Hol dir mein PDF“ und „Buch ein Gespräch“ verwirren eher. Entscheide dich für einen Weg, meistens ein einfaches Kontaktformular oder eine Terminbuchung, und mach ihn so leicht wie möglich.

Diese Sektion steht am Ende der Seite, direkt über dem Footer. Sie sollte aber nicht die einzige Stelle sein, an der du einlädst. Verteile drei bis vier Buttons über die ganze Seite, die alle zu dieser einen Kontaktmöglichkeit führen.

Ein Tipp: Die Buttons, die oft am besten funktionieren, sagen genau, was der Besucher bekommt. Zum Beispiel: „Herausfinden, wie hoch deine Fördersumme sein kann.“ Dahinter steckt trotzdem nur ein Erstgespräch. Aber der Besucher weiß sofort, was er davon hat, und die Hürde ist klein.

Auch die Überschrift über dem Kontaktbereich muss attraktiv sein. Bei uns führt sie zur kostenlosen Einschätzung des SEO-Potenzials. Wenn Potenzial da ist, folgt ein kostenloser, unverbindlicher Erstentwurf. Darunter stehen ein kurzer Erklärtext, Bullet Points mit den Vorteilen und noch einmal Social Proof, etwa Google-Sterne oder ein weiteres Testimonial.


Aufbau einer Kontaktsektion: Überschrift mit Angebot, kurzer Text, Vorteile als Bullet Points, Social Proof und ein Button

Ein Angebot, ein Weg, wenig Reibung: So ist eine gute Kontaktsektion aufgebaut.


Wichtig ist der Datenschutz. Wenn du ein Buchungstool wie Calendly einbindest, darf es in der Regel erst laden, wenn der Besucher zugestimmt hat. Sonst riskierst du Abmahnungen. Eine gute Lösung ist ein Platzhalter, der schon wie das Buchungsfenster aussieht. Was sonst vor dem Livegang geprüft werden sollte, steht in der Website-Launch-Checkliste. Weitere Hebel für mehr Anfragen findest du in Mehr Anfragen: So optimierst du deine Website für mehr Leads.

10. Der Footer: Unterschätzt, aber wichtig

Der Footer ist nicht der spannendste Teil deiner Website. Aber er ist wichtiger, als viele denken. Gerade bei lokalen Dienstleistern suchen Interessenten dort oft zuerst nach der Telefonnummer.

Diese Angaben gehören in den Footer:

  • Telefonnummer: auf dem Smartphone antippbar, damit sich direkt die Telefon-App öffnet. Viele rufen lieber an, als ein Formular auszufüllen.

  • E-Mail-Adresse: für alle, die lieber schreiben.

  • Pflichtangaben: Impressum und Datenschutzerklärung sind in Deutschland Pflicht.

  • Karte für lokale Unternehmen: zeigt deinen Standort, ebenfalls datenschutzkonform eingebunden.

  • Links zu Unterseiten: falls du schon welche hast.

Bei uns sieht der Footer so aus:


Footer der Blaq-Nexus-Website mit Navigation, Infos, Beispiel-Projekten, E-Mail und Telefonnummer

Unser eigener Footer: kurze Links, Kontaktdaten und Rechtliches auf einen Blick.


Als Gründer brauchst du am Anfang meist keine Unterseiten. Sobald du lokal gefunden werden willst, ändert sich das. Dann bekommt jede wichtige Leistung eine eigene Seite. Wie das geht, steht im Local SEO Leitfaden.

Welches Tool solltest du verwenden?

Ich werde oft gefragt, welches Website-Tool ich empfehle. Meine ehrliche Antwort: Es kommt darauf an.

Wir arbeiten ausschließlich mit Framer. Die Websites sehen sehr hochwertig aus, weil Framer einem professionellen Design-Tool viel näher ist als ein einfacher Baukasten. Aber Framer braucht Zeit, bis man es wirklich beherrscht. Für die meisten Gründer lohnt sich dieser Lernaufwand nicht.

Wenn du deine Website selbst bauen willst, starte mit einem professionell gestalteten Template und ändere so wenig wie möglich am Design. Das geht mit Framer genauso wie mit Baukästen wie Wix oder Squarespace, zu denen es viele Tutorials gibt. Wie du aus einem Template eine hochwertige Website machst, zeige ich in Professionelles Webdesign ohne Design-Talent. Ob du überhaupt selbst bauen oder lieber bauen lassen solltest, vergleiche ich in Website selbst erstellen oder erstellen lassen.

Was auf deiner Seite steht, ist am Ende viel wichtiger als das Tool, mit dem sie gebaut wurde.

Das Wichtigste zum Schluss: Design ist nicht alles

Ich erlebe regelmäßig, dass Gründer zu viel Zeit ins Design stecken und zu wenig in den Inhalt. Das ist ein Fehler.

Eine Website kann ohne das perfekte Design funktionieren. Was sie nicht ohne haben kann: eine klare Struktur, ein verständliches Angebot und echte Belege dafür, dass du deinen Kunden wirklich hilfst. Wenn diese drei Dinge stimmen, kommen Anfragen, auch wenn das Design noch nicht perfekt ist. Welche drei Design-Prinzipien trotzdem jeder kennen sollte, steht in Ist Webdesign wirklich Geschmackssache?.

Perfektionismus ist der Feind des Fortschritts. Bring deine Seite online, hol dir Feedback und verbessere sie Schritt für Schritt. Was du danach regelmäßig pflegen solltest, steht in Website-Pflege: Was du regelmäßig aktualisieren solltest.

Häufige Fehler bei Gründer-Websites

Diese Fehler sehe ich bei Websites von Gründern besonders oft:

  • Die Startseite erzählt zuerst die eigene Geschichte statt das Problem des Besuchers.

  • Das Angebot wird nur genannt, aber nicht in Bausteine mit Nutzen zerlegt.

  • Testimonials fehlen, obwohl schon ein paar zufriedene Kunden da sind.

  • Es gibt mehrere verschiedene Calls-to-Action, die sich gegenseitig Konkurrenz machen.

  • Externe Tools und Widgets laden ohne Einwilligung.

  • Wochen gehen ins Design, während die Seite noch offline ist.

Dazu kommt ein Fehler außerhalb der Website: Viele warten, bis die Seite perfekt ist, und machen bis dahin kaum Marketing. Wie du von Anfang an Besucher bekommst, ohne viel Geld auszugeben, steht im 56-Stunden-Plan für Gründer und in Qualifizierte Website-Besucher gewinnen, ohne ein Vermögen für Werbung auszugeben. Was dabei rechtlich erlaubt ist, zeigt Cold-Outreach für Gründer.

Video zum Artikel

Zu diesem Thema gibt es auch ein Video, in dem ich den Aufbau Schritt für Schritt zeige. Hier geht es zum Video auf YouTube.

Fazit

Als Gründer brauchst du keine große, komplizierte Website. Du brauchst eine Startseite, die das Problem deiner Besucher anspricht, dein Angebot verständlich in Bausteine zerlegt und jede Aussage mit Testimonials, einem klaren Ablauf und deiner Person belegt.

Die Hero-Section fasst das alles ganz oben zusammen. Ein einziger, attraktiver Call-to-Action führt zur Kontaktaufnahme. Und ein ordentlicher Footer sorgt dafür, dass dich jeder erreicht.

Setzt du das um, wirkt deine Website wie die eines etablierten Unternehmens, auch wenn du erst gestartet bist. Wenn du sie nicht selbst bauen willst: Über das Formular auf der Startseite bekommst du eine kostenlose Einschätzung deines SEO-Potenzials. Wenn Potenzial da ist, folgt ein kostenloser, unverbindlicher Erstentwurf.

Häufige Fragen zur Website-Erstellung für Gründer

Brauche ich als Gründer eine Website mit vielen Unterseiten?

Meistens nicht. Eine gut aufgebaute Startseite reicht am Anfang, um Anfragen zu bekommen. Unterseiten lohnen sich, sobald du lokal für einzelne Leistungen gefunden werden willst oder einen Blog startest.

Wie viele Call-to-Action-Buttons sollte meine Website haben?

Drei bis vier über die Seite verteilt, die alle zu derselben Kontaktmöglichkeit führen. So kann der Besucher an jeder Stelle handeln. Der Button sollte wenig Verpflichtung bedeuten und trotzdem etwas Attraktives versprechen.

Was ist wichtiger, gutes Design oder gute Inhalte?

Gute Inhalte. Eine Website mit klarer Struktur, verständlichem Angebot und echten Testimonials bringt mehr Anfragen als eine spektakuläre Seite ohne Substanz. Das Design muss vor allem professionell wirken.

Welches Tool sollte ich als Gründer nutzen?

Das Tool ist zweitrangig. Wenn du selbst baust, nimm ein professionelles Template und ändere wenig am Design, ob in Framer, Wix oder Squarespace. Framer liefert hochwertigere Ergebnisse, braucht aber mehr Einarbeitung.

Was ist die wichtigste Sektion meiner Website?

Die Hero-Section, weil sie über den ersten Eindruck entscheidet. Überzeugt sie nicht, sieht der Besucher den Rest gar nicht. Schreib sie trotzdem zuletzt, weil sie alles andere zusammenfasst.

Was mache ich, wenn ich noch keine Testimonials habe?

Frag deine ersten Kunden gezielt nach einer Bewertung, sobald sie zufrieden sind. Bis dahin helfen eine ehrliche Über-mich-Sektion, ein klarer Ablauf und eine Testphase oder Garantie. Erfinde nie Testimonials.

Darf ich Google-Bewertungen auf meiner Website zeigen?

In der Regel ja, weil sie öffentlich sind. Binde sie aber am besten als eigene Karten ein und nicht per Google-Widget, das ohne Einwilligung externe Inhalte lädt. Gib Name, Sterne und Quelle korrekt an.

Zum Weiterlesen

Website erstellen, die Anfragen bringt: Aufbau Sektion für Sektion

4 Website-Typen im Vergleich

6 Monate nach der Gründung bereits voll ausgebucht

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