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Elias Schweizer

Elias Schweizer

Marketing Management (M.Sc.)

Marketing Management (M.Sc.)

Letzte Aktualisierung:

Hinweis: Alle Inhalte basieren lediglich auf meiner eigenen Meinung und stellen keine individuelle Beratung (wirtschaftlich, rechtlich, steuerlich, technisch o.ä.) dar. Umsetzung auf eigenes Risiko. Keine Haftung für Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität (soweit gesetzlich zulässig).

Website für Elektriker: Aufbau, Leistungsseiten und lokales SEO

Die ideale Website für Elektro-Unternehmen: Leitfaden für mehr Aufträge und qualifizierte Anfragen

Wie die Website eines Elektrobetriebs aufgebaut sein sollte, damit sie bei Google gefunden wird und passende Aufträge bringt: Startseite, Leistungsseiten für Wallbox, Photovoltaik und Co., Google-Profil, Kontakt und Checkliste.

Hände eines Elektrikers montieren eine Steckdose an einer Wand im Altbau (KI-generiert)

Ki-generiertes Bild

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Elias Schweizer

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Eine Website für Elektriker bringt dann passende Aufträge, wenn sie bei Google gefunden wird, sobald jemand in deiner Stadt „Wallbox installieren“, „Elektriker Altbau“ oder „PV-Anlage“ sucht, und wenn sie erklärt, was du machst, bevor der Kunde überhaupt anruft. In diesem Leitfaden zeige ich dir Sektion für Sektion, wie so eine Website aufgebaut ist, mit Screenshots einer Muster-Website für einen Elektrobetrieb.

Über mich

Ich bin Elias Schweizer, Gründer von Blaq Nexus, und erstelle seit 2023 Websites für Unternehmen, darunter viele lokale Betriebe. Ich habe einen M.Sc. in Marketing Management und über 32.000 Websites im deutschsprachigen Raum analysiert. Heute betreuen wir Websites mit zusammen knapp 1 Mio. Besuchern pro Jahr. Die Website von Dr. Stemper (Psychologie Berlin) hatte zuletzt 68.000 Besucher in 30 Tagen, hochgerechnet über 800.000 im Jahr (Stand September 2026).

Ehrlicherweise brauchst du als Elektriker keine solchen Zahlen. Ein Betrieb, der jede Woche ein paar passende Anfragen aus seiner Region bekommt, ist oft schon ausgelastet. Es geht darum, die richtigen Anfragen zu bekommen. Und genau dafür ist dieser Leitfaden gedacht.

Die Screenshots in diesem Artikel stammen aus einer Muster-Website für einen Elektrobetrieb, die wir gestaltet haben. Namen, Zahlen, Fotos und Kundenstimmen darin sind Platzhalter.

Kurz-Antwort: Was braucht die Website eines Elektrikers?

Die Website eines Elektrikers braucht eine Startseite mit Leistung und Ort in der Überschrift, eine eigene Unterseite für jede wichtige Leistung (zum Beispiel Wallbox, Photovoltaik, Smart Home, E-Check), echte Fotos von Team und Projekten, Bewertungen und einen einfachen Weg zu einem Vor-Ort-Termin. Dazu ein Google Business Profil, dessen Leistungen genau zu den Unterseiten passen.


Baustein

Was rein gehört

Warum

Startseite

„Elektriker in [Ort]“ oder „Elektroinstallation in [Ort]“, kurzer Text, ein klares Angebot wie ein kostenloser Besichtigungstermin, echtes Foto

Erster Eindruck und klarer nächster Schritt

Leistungsseiten

Eine Seite pro Leistung aus dem Google-Profil, zum Beispiel „Wallbox-Installation in [Ort]“

Gefunden werden für viele konkrete Suchanfragen

Erklärung

Ablauf, was der Kunde vorbereiten muss, was beim Netzbetreiber passiert, Richtwerte

Elektrik ist erklärungsbedürftig, Antworten bauen Vertrauen auf

Vertrauen

Meisterbetrieb, Eintrag beim Netzbetreiber, echte Bewertungen, echte Projektfotos

Kunden sehen das Ergebnis deiner Arbeit oft nicht, sie müssen dir vertrauen

Kontakt

Kurzes Formular mit Projektart und Adresse, anklickbare Telefonnummer

Jede Hürde kostet Anfragen

Google Business Profil

Kategorien und Leistungen passend zu den Unterseiten

Gefunden werden bei Google Maps


Die besondere Situation von Elektrobetrieben

Elektrobetriebe haben andere Herausforderungen als viele andere Handwerksbranchen. Wer sie kennt, baut eine bessere Website.

Ein sehr breites Leistungsspektrum

Ein Elektrobetrieb macht oft alles: von der Steckdose im Altbau bis zur kompletten Elektrik im Neubau. Dazu kommen Photovoltaik, Stromspeicher, Wallboxen, der Anschluss von Wärmepumpen, Smart Home, Netzwerktechnik, Sicherheitstechnik und Prüfungen. Und die Kunden sind ganz unterschiedlich: Privatleute, Vermieter, Hausverwaltungen und Gewerbe.

Für die Website bedeutet das: Eine einzige Seite „Leistungen“ mit 30 Stichpunkten reicht nicht. Jede dieser Leistungen ist eine eigene Suchanfrage bei Google, und jede verdient eine eigene Antwort.

Kunden wissen oft nicht, was sie brauchen

Wer eine Wallbox möchte, weiß meistens nicht, ob sein Hausanschluss reicht, ob ein neuer Zählerschrank nötig ist oder was der Netzbetreiber dazu sagt. Wer im Altbau Strom in der Küche braucht, weiß nicht, ob die alten Leitungen das mitmachen.

Das ist eine Chance. Wenn deine Website diese Fragen ehrlich und verständlich beantwortet, bist du für den Kunden der Experte, bevor ihr überhaupt telefoniert habt. Wie du die Fragen deiner Kunden in ihren eigenen Worten findest, zeige ich in Die richtigen Worte für deine Zielgruppe finden.

Sehr unterschiedliche Auftragsgrößen

Eine kleine Reparatur und eine Photovoltaik-Anlage mit Speicher liegen preislich weit auseinander. Viele Betriebe sind gut ausgelastet. Dann geht es nicht um mehr Anfragen, sondern um die richtigen: weniger Kleinkram ohne Anfahrtspauschale, mehr Projekte, die zu deinem Team passen.

Eine gute Website hilft dabei, weil sie vorsortiert. Wer auf deiner Seite liest, wie ein PV-Projekt abläuft und womit er ungefähr rechnen muss, meldet sich mit einer konkreteren Anfrage. Mehr zu diesem Gedanken steht in So ziehst du nur noch hochqualifizierte Leads an.

Viele Elektriker pro Stadt, ähnliche Leistungen

In fast jeder Stadt gibt es mehrere Elektrobetriebe, und alle bieten ungefähr das Gleiche an. Genau für solche Unternehmen lohnt sich ein optimiertes Google Business Profil besonders. Wer „Elektriker in der Nähe“ sucht, vergleicht die Einträge in Google Maps. Und dort gewinnt oft, wer das vollständigere Profil, die besseren Fotos und die passenderen Bewertungen hat.

Die meisten Besucher kommen über das Smartphone

Laut StatCounter lag der Anteil mobiler Geräte an der Internetnutzung in Deutschland im September 2026 bei knapp 60 Prozent. Wer mit einem ausgefallenen Sicherungskreis im Flur steht, sucht ohnehin auf dem Handy. Deine Website muss deshalb auf dem Smartphone mindestens so gut funktionieren wie am Computer: große Buttons, anklickbare Telefonnummer, schnelle Ladezeit.

Was ich als Elektriker zuerst machen würde

Bevor wir in die einzelnen Sektionen gehen, hier meine Reihenfolge. Wenn ich selbst einen Elektrobetrieb hätte, würde ich Folgendes tun.

Erstens würde ich mein Google Business Profil vollständig einrichten. Das ist nicht besonders schwer. Man richtet ein paar Dinge einmal sauber ein, und dann pflegt man es regelmäßig.

Zweitens würde ich ein Fotoshooting machen. Bilder und kurze Videos von mir und meinem Team, von den Fahrzeugen, von sauber verdrahteten Zählerschränken, von fertigen PV-Anlagen, gern auch als Drohnenaufnahme. Diese Bilder kommen ins Google-Profil und auf die Website. Professionelle Fotos sind die halbe Miete, wenn es um professionelles Design geht. Und der Besucher glaubt eher, dass hinter der Seite ein echter Betrieb steckt.

Drittens würde ich auf der Website Unterseiten anlegen, die genau zu den Leistungen und Nebenkategorien im Google-Profil passen. Also zum Beispiel „Wallbox-Installation“ als Leistung im Profil und „Wallbox-Installation in Hof“ als Titel der Unterseite.

Das ist im Kern alles. Der Rest dieses Artikels erklärt, wie du diese drei Schritte gut umsetzt. Was es kostet und wie lange es dauert, kommt am Ende. Wie ausgebuchte lokale Betriebe ohne Werbebudget arbeiten, beschreibe ich außerdem in Komplett ausgebucht als lokales Unternehmen, ohne bezahlte Werbung.

Mit welchem Tool solltest du die Website bauen?

Wir bauen unsere Kundenwebsites mit Framer. Framer verbindet hochwertiges Design mit schnellen Ladezeiten, und Formulare, Buchungstools und Karten lassen sich leicht einbinden.

Ehrlicherweise braucht Framer aber Einarbeitung. Wenn du die Website selbst baust und keine Design-Erfahrung hast, würde ich mit einem professionellen Template starten, egal ob in Framer, WordPress oder Squarespace. Eine Website von Grund auf selbst zu gestalten, würde ich nur Leuten mit mehreren Jahren Design-Erfahrung empfehlen.

Ein gutes Template für einen Elektrobetrieb hat:

  • ein ruhiges, modernes Design ohne verspielte Effekte

  • fertige Sektionen für Leistungen, Ablauf, Kundenstimmen und Kontakt

  • Platz für viele Leistungsseiten

  • eine gute Darstellung auf dem Smartphone

  • schnelle Ladezeiten

Wie du auch ohne Design-Talent zu einem professionellen Ergebnis kommst, steht in Professionelles Webdesign ohne Design-Talent. Die Grundlagen erkläre ich in Die Facetten des Webdesigns, und warum gutes Design weniger Geschmack ist, als viele denken, in Ist Webdesign wirklich Geschmackssache?. Ob du selbst baust oder bauen lässt, kannst du mit Website selbst erstellen oder erstellen lassen? abwägen.

Die Startseite: Hero-Section und Navigation

Die Hero-Section: der erste Eindruck

Die Hero-Section ist der Bereich, den ein Besucher sieht, bevor er scrollt. In diesem Ausschnitt muss klar sein: Was macht ihr, wo seid ihr, und wie komme ich zu einem Termin?


Hero-Section einer Elektriker-Website mit Überschrift, Formular für einen kostenlosen Besichtigungstermin und Foto

Die Hero-Section der Muster-Website: Überschrift, kurzer Text, Formular für einen kostenlosen Besichtigungstermin und ein Foto aus der Arbeit.


In eine gute Hero-Section gehören vier Dinge.

Erstens eine Überschrift mit deiner Hauptleistung und deinem Ort. Zum Beispiel „Elektroinstallation in Hof: vom Altbau bis zur PV-Anlage“ oder „Dein Elektromeister in Hof“. Ein Satz wie „Müller Elektrotechnik: Qualität seit 2003“ ist zu vage, ohne Ort und austauschbar.

Bei unseren Kundenwebsites setze ich das Keyword gern in eine kleine Überschrift über die große. Klein steht „Elektriker in Hof“, groß darunter der Nutzen, zum Beispiel „Sichere Elektrik für Altbau, Neubau und Energiewende“. So steht in der H1 genau das, was Menschen bei Google eintippen, und der Besucher liest trotzdem eine Überschrift, die ihn anspricht.

Zweitens ein kurzer Text mit zwei, drei Sätzen. Er spricht das Bedürfnis deiner Kunden an. Zum Beispiel: „Wir kommen vorbei, schauen uns deine Anlage an und sagen dir ehrlich, was nötig ist. Erst danach bekommst du ein Angebot.“

Drittens ein bis zwei Buttons. Ein Haupt-Button wie „Kostenlose Besichtigung vereinbaren“ und ein zweiter wie „Leistungen ansehen“.

Viertens echte Bilder oder ein kurzes Video: dein Team bei der Arbeit, ein fertiger Zählerschrank, eine PV-Anlage auf einem Dach aus deiner Region. Hier bin ich streng: keine generischen Stockfotos. Kunden wollen deinen Betrieb sehen. Ein sauber verdrahteter Verteiler auf einem echten Foto sagt mehr über deine Arbeit als jedes Versprechen. Wenn das Budget für einen Fotografen gerade nicht da ist: Ein aktuelles Smartphone, gutes Tageslicht und aufgeräumte Baustellen bringen dich schon weit.

Warum ein kostenloser Besichtigungstermin so gut funktioniert

Ich empfehle vielen Elektrobetrieben einen kostenlosen Besichtigungstermin als Haupt-Button. Bei vielen Elektroarbeiten kann man ohne Besichtigung gar kein seriöses Angebot machen. Leitungswege, Zählerschrank und vorhandene Installation muss man sehen.

Das Angebot hat mehrere Vorteile:

  • Die Hürde ist niedrig. Der Kunde muss sich nicht sofort zu Kosten verpflichten.

  • Du siehst die echte Situation vor Ort und kannst genauer kalkulieren.

  • Der Kunde lernt dich persönlich kennen. Vor Ort kannst du beraten statt verkaufen.

  • Du zeigst, dass du gründlich arbeitest und keine Pauschale aus der Ferne schätzt.

Lege fest, wofür der kostenlose Termin gilt, damit er sich für dich rechnet. Für eine einzelne Steckdose fährst du vermutlich nicht kostenlos raus, für eine Wallbox oder eine PV-Anlage schon. Wie viel du kostenlos anbieten kannst, hängt vom Wert eines Auftrags ab. Diese Überlegung beschreibe ich in meinem Artikel zu binären Dienstleistungen. Warum ein solches risikoarmes Angebot so stark wirkt, erkläre ich außerdem in So sollte die Website deines lokalen Unternehmens aufgebaut sein.

Die Navigation: klar und übersichtlich

Die Navigation zeigt nur die wichtigsten Punkte: Leistungen, Über uns, Projekte, Kontakt und rechts ein Button wie „Termin vereinbaren“. Unter „Leistungen“ öffnet sich beim Klick eine Auswahl der Leistungskategorien und ein Link auf die Übersicht aller Leistungen.

Auf dem Smartphone gehört die Telefonnummer gut sichtbar nach oben, zum Beispiel als Symbol neben dem Menü. Wer einen Notfall hat, will nicht erst scrollen.

Website und Google Business Profil gehören zusammen

Jetzt kommt der Teil, der für die Auffindbarkeit am meisten ausmacht. Die Struktur deiner Unterseiten richtet sich nach deinem Google Business Profil. Das Prinzip erkläre ich ausführlich im Local SEO Leitfaden. Hier die Umsetzung für Elektrobetriebe.


Website für Elektriker: Jede Leistung im Google-Profil, etwa Wallbox oder Photovoltaik, bekommt eine Unterseite mit Ort

Jede Leistung im Google-Profil bekommt eine eigene Unterseite mit Leistung und Ort in der Überschrift.


Diese Grafik zeigt das Prinzip. In den nächsten vier Schritten setzt du es um.

Schritt 1: Das Google Business Profil einrichten

Google nennt in seiner Hilfe zum lokalen Ranking drei Faktoren: Relevanz, Entfernung und Bekanntheit. Zur Bekanntheit zählen unter anderem die Zahl der Rezensionen und der Websites, die auf dich verweisen. Und laut Google erscheinen Unternehmen mit vollständigen und korrekten Angaben mit größerer Wahrscheinlichkeit in den lokalen Ergebnissen.

Im Profil legst du fest:

  • eine Hauptkategorie, die beschreibt, was dein Betrieb ist, zum Beispiel „Elektriker“

  • Nebenkategorien nur für Bereiche, die du wirklich als eigenes Angebot hast, etwa eine Solar-Kategorie, wenn du PV-Anlagen planst und montierst

  • 20 bis 30 konkrete Leistungen mit kurzer Beschreibung

  • Öffnungszeiten, Einzugsgebiet, Fotos und Kontaktdaten

Bei den Kategorien gilt: lieber wenige, die genau passen. Google schreibt in den Richtlinien zur Darstellung von Unternehmen, dass du so wenige Kategorien wie möglich wählen sollst, und zwar möglichst präzise, die dein Kerngeschäft beschreiben. Nimm die genaue Bezeichnung aus der Liste, die Google beim Tippen vorschlägt. Eine Prüfliste für das ganze Profil findest du in der 11-Punkte-Checkliste für dein Google Business Profil.

Typische Leistungen eines Elektrobetriebs

Diese Leistungen kommen bei vielen Elektrobetrieben infrage. Nimm nur die, die du wirklich anbietest:

  • Installation: Elektroinstallation im Neubau, Sanierung im Altbau, Erweiterungen, Zählerschrank erneuern, Unterverteilung

  • Energie: Photovoltaik, Stromspeicher, Wallbox und Ladeinfrastruktur, Anschluss von Wärmepumpen, Balkonkraftwerk anmelden und anschließen

  • Smart Home: Gebäudesteuerung, Licht- und Jalousiesteuerung, Heizungssteuerung

  • Sicherheit: Rauchwarnmelder, Einbruchmeldeanlage, Videoüberwachung, Türsprechanlage

  • Netzwerk: LAN-Verkabelung, WLAN, SAT-Anlagen

  • Prüfung und Service: E-Check, Prüfungen nach DGUV Vorschrift 3 für Betriebe, Fehlersuche, Reparaturen, Notdienst

  • Licht: LED-Umrüstung, Außenbeleuchtung, Lichtplanung, Notbeleuchtung

  • Planung: Elektroplanung, Blitzschutz, Überspannungsschutz

So kommst du schnell auf 20 bis 30 Leistungen. Und jede davon ist eine Suchanfrage, bei der du gefunden werden kannst.


Leistungsübersicht einer Elektriker-Website mit 12 Karten und 3D-Icons, etwa Photovoltaik, Wallbox und E-Check

Alle Leistungen auf einer Übersichtsseite, jede als Karte mit Link zur eigenen Unterseite.


Diese Übersicht ist der Ausgangspunkt. Der eigentliche Hebel sind die Seiten dahinter.

Schritt 2: Für jede Leistung eine eigene Unterseite

Für jede wichtige Leistung aus dem Profil baust du eine eigene Unterseite. Der Grund ist einfach: Wer „Wallbox installieren Hof“ sucht, bekommt von Google am liebsten eine Seite gezeigt, die sich genau mit Wallboxen in Hof beschäftigt. Eine allgemeine Seite „Leistungen“ mit 30 Stichpunkten ist für keine dieser Suchen die beste Antwort.

Viele Elektrobetriebe haben fünf bis sieben Seiten. Mit einer Seite pro Leistung hast du 20 oder 30. Bei Blaq Nexus bauen wir bis zu 20 lokale Unterseiten ohne Aufpreis, weil sie für lokale Betriebe so viel ausmachen.

Schritt 3: Die richtige Überschrift für jede Unterseite

Die H1-Überschrift jeder Unterseite folgt dem Muster Leistung plus Ort. Darunter steht groß der Nutzen:

  • Klein (H1): „Wallbox-Installation in Hof“. Groß darunter: „Laden zu Hause, mit Anmeldung beim Netzbetreiber“.

  • Klein (H1): „Photovoltaik in Hof“. Groß darunter: „Vom Dachcheck bis zum Netzanschluss aus einer Hand“.

  • Klein (H1): „Elektrik im Altbau sanieren in Hof“. Groß darunter: „Neue Leitungen, ohne dass das ganze Haus zur Baustelle wird“.

  • Klein (H1): „DGUV-V3-Prüfung in Hof“. Groß darunter: „Prüfung deiner Anlagen und Geräte, mit Protokoll für deine Unterlagen“.

Schreib bei den Nutzen-Überschriften nur, was stimmt. „Gesetzlich vorgeschrieben“ passt zum Beispiel zur Prüfung nach DGUV Vorschrift 3 für Betriebe, aber nicht pauschal zum E-Check im privaten Einfamilienhaus.

Schritt 4: Die Leistungen im Profil beschreiben

Jede Leistung im Profil bekommt eine kurze Beschreibung. Das Feld ist kurz, Google zeigt dir beim Eintragen an, wie viele Zeichen erlaubt sind. Zwei, drei Sätze reichen, zum Beispiel: „Wir installieren Wallboxen für Einfamilienhäuser in Hof und Umgebung. Vorher prüfen wir Hausanschluss und Zählerschrank und kümmern uns um die Anmeldung beim Netzbetreiber.“

Die Beschreibung passt inhaltlich zur Unterseite, muss aber nicht wortgleich sein. Die Unterseite erklärt alles ausführlicher.

Die Leistungsseiten: so baust du sie auf

Jede Leistungsseite beantwortet die Fragen, die ein Kunde vor dem Termin hat. Der Aufbau ist bei allen gleich, nur die Inhalte ändern sich.


Aufbau einer Leistungsseite für Elektriker: H1 Wallbox-Installation in Hof, Ablauf, Richtwerte, Fragen, Button

Eine Leistungsseite beantwortet die Fragen, die ein Kunde vor dem Termin hat, und endet mit einem klaren nächsten Schritt.


Am Beispiel einer Wallbox-Seite gehe ich die Bausteine einmal durch.

Der Aufbau einer Leistungsseite

Eine gute Leistungsseite besteht aus acht Bausteinen, in dieser Reihenfolge:

  1. Hero: kleine H1 mit Leistung und Ort, große Nutzen-Überschrift, zwei Sätze Text, Button „Kostenlose Besichtigung“, ein Foto einer Wallbox, die du installiert hast.

  2. Was ist das, und für wen lohnt es sich? Zum Beispiel: Für wen ist eine Wallbox sinnvoll, was ist der Unterschied zur Haushaltssteckdose?

  3. Was gehört bei dir dazu? Besichtigung, Prüfung von Hausanschluss und Zählerschrank, Montage, Anmeldung beim Netzbetreiber, Einweisung.

  4. Ablauf und Dauer: von der Anfrage bis zur Inbetriebnahme, mit ehrlichen Wartezeiten, zum Beispiel für die Rückmeldung des Netzbetreibers.

  5. Richtwerte: eine Spanne aus deinen eigenen Angeboten, mit dem Hinweis, wovon der Preis abhängt.

  6. Häufige Fragen zu genau dieser Leistung.

  7. Ein Projektbeispiel mit Foto und, wenn vorhanden, einer Kundenstimme.

  8. Button für den Termin und Links zu verwandten Leistungen wie Stromspeicher oder Photovoltaik.

Bei großen Leistungen wie Photovoltaik, Smart Home oder einer kompletten Sanierung darf die Seite lang sein. Bei kleinen Leistungen wie Rauchwarnmeldern reichen ein paar Absätze. Wichtig ist, dass jede Seite eine eigene, echte Antwort gibt. Eine Seite, auf der nur der Ortsname ausgetauscht wurde, hilft niemandem.

Ehrliche Antworten auf Pflicht-Fragen

Gerade bei Elektrik gibt es Fragen, auf die es eine klare Antwort gibt. Die gehören auf die Leistungsseite, weil sie Vertrauen schaffen.

Zum Beispiel bei der Wallbox: Laut § 19 der Niederspannungsanschlussverordnung müssen Ladeeinrichtungen für Elektrofahrzeuge dem Netzbetreiber vor der Inbetriebnahme mitgeteilt werden. Liegt die Summen-Bemessungsleistung über 12 Kilovoltampere je Anlage, braucht es vorher seine Zustimmung. Und nach § 13 derselben Verordnung dürfen Arbeiten an der Anlage hinter dem Hausanschluss nur der Netzbetreiber oder ein Installationsunternehmen machen, das im Installateurverzeichnis eines Netzbetreibers eingetragen ist.

Wenn du das in einfachen Worten erklärst und dazu schreibst, dass du die Anmeldung übernimmst, beantwortest du die Frage „Kann ich das nicht selbst machen?“ gleich mit. Und du zeigst, warum ein eingetragener Fachbetrieb mehr ist als jemand mit Bohrmaschine.

Bei Themen wie Förderprogrammen oder der Einspeisevergütung nennst du lieber keine festen Zahlen, die in einem halben Jahr veraltet sind. Verlinke stattdessen die aktuelle Seite des Förderers oder der Bundesnetzagentur und biete an, das beim Termin durchzurechnen.

Icons oder Fotos?

Für die Übersicht der Leistungen funktionieren einheitliche Icons gut, wie in der Muster-Website mit 3D-Icons. Auf der Leistungsseite selbst sind echte Fotos stärker: deine Wallbox an einer echten Garage, dein Zählerschrank, deine PV-Anlage. Ein Icon erklärt, um welche Leistung es geht. Ein Foto beweist, dass du sie schon gemacht hast.

Wie du 20 Seiten baust, ohne verrückt zu werden

Zwanzig oder dreißig Seiten klingen nach viel Arbeit. Der Trick ist eine feste Vorlage: Du baust eine Leistungsseite sauber auf und duplizierst sie für jede weitere Leistung.

Manche nutzen dafür ein CMS, also eine Datenbank mit einer gemeinsamen Vorlage. Bei unseren Kundenwebsites bauen wir Leistungsseiten als einzelne Seiten. So kann jede Seite genau so aussehen, wie die Leistung es braucht, zum Beispiel mit einem Schema der PV-Anlage auf der Photovoltaik-Seite und einer Checkliste auf der Wallbox-Seite.

Das Schreiben ist die meiste Arbeit. Eine KI kann dir Entwürfe liefern, wenn du ihr echte Informationen gibst: Ablauf, Richtwerte, Kundenfragen, Besonderheiten deiner Region. Ohne diese Informationen schreibt sie für jeden Elektriker fast denselben Text. Wo KI beim Website-Bau hilft und wo nicht, steht in 5 sinnvolle Einsatzbereiche für KI beim Website-Bau. Wie du Texte schreibst, die deine Zielgruppe wirklich ansprechen, erkläre ich in Copywriting für deine Website.

Die Sektionen der Startseite nach der Hero-Section

Nach der Hero-Section folgt bei einem Elektrobetrieb diese Reihenfolge:

  1. Vertrauen: Meisterbetrieb, Bewertungen, Nachweise

  2. Leistungsübersicht in Kategorien

  3. Warum wir: was dich unterscheidet

  4. Ablauf eines Projekts

  5. Über uns

  6. Spezialisierungen

  7. Kundenstimmen

  8. Häufige Fragen

  9. Kontakt mit Formular und Karte

  10. Footer

Die allgemeine Logik hinter dieser Reihenfolge erkläre ich in Website-Aufbau für Unternehmen: Sektion für Sektion erklärt. Für Handwerksbetriebe allgemein gibt es außerdem den A-Z-Plan für Handwerksunternehmen.

Vertrauen gleich nach der Hero-Section

Direkt unter der Hero-Section zeigst du in einer schmalen Leiste, warum man dir vertrauen kann:

  • Meisterbetrieb, Mitglied der Innung, Eintrag im Installateurverzeichnis deines Netzbetreibers

  • deine Google-Bewertung mit Zahl der Rezensionen

  • echte Qualifikationen, zum Beispiel für Photovoltaik oder ein bestimmtes Smart-Home-System

Zeig nur, was du wirklich hast. Herstellerlogos gehören nur auf die Seite, wenn es eine echte Partnerschaft gibt und du die Logos verwenden darfst. Ein Logo, das nur aussieht wie eine Partnerschaft, ist das Gegenteil von Vertrauen.

Leistungsübersicht: Kategorien statt 30 Einzelpunkte

Auf der Startseite kannst du nicht 30 Leistungen einzeln zeigen. Fasse sie in sechs bis acht Kategorien zusammen, zum Beispiel Installation, Energie, Smart Home, Sicherheit, Netzwerk, Prüfung und Service.

Jede Kategorie bekommt eine Karte mit Icon, einem Satz Beschreibung und einem Link. Zum Beispiel: „Energie: Photovoltaik, Stromspeicher und Wallbox, geplant und angeschlossen aus einer Hand.“ Von dort geht es zur Übersicht aller Leistungen und weiter zur einzelnen Leistungsseite. So ist jeder Besucher mit zwei Klicks bei der passenden Seite.

Warum wir: was dich unterscheidet

In dieser Sektion beantwortest du die Frage: Warum sollte ich ausgerechnet euch beauftragen? Die Muster-Website zeigt dafür eine schlanke Variante mit zwei Versprechen und einem Foto aus der Arbeit.


Sektion „Warum uns wählen“ einer Elektriker-Website mit kurzem Text, zwei Versprechen und Foto eines Elektrikers

Die Sektion „Warum wir“: wenige klare Versprechen statt einer langen Liste.


Typische Punkte bei Elektrobetrieben sind:

  • Meisterqualität: Arbeiten durch Elektromeister oder unter ihrer Aufsicht

  • alles aus einer Hand: Planung, Installation, Anmeldung, Wartung

  • transparente Angebote: Erst Besichtigung, dann ein Angebot mit klaren Positionen

  • Termintreue und Sauberkeit auf der Baustelle

  • Zukunft mitdenken: Leitungen und Zählerschrank so planen, dass später Wallbox oder Speicher dazukommen können

Wähle drei bis fünf Punkte, die bei dir wirklich stimmen und die deine Kunden in Bewertungen loben. Ein Punkt, den jeder Elektriker schreibt, unterscheidet dich nicht. Wie du ein echtes Alleinstellungsmerkmal findest, steht in Als Gründer etablierte Konkurrenten im Marketing schlagen.

Ablauf: Transparenz nimmt Unsicherheit

Kunden, die zum ersten Mal einen Elektriker beauftragen, wissen oft nicht, was auf sie zukommt. Ein klarer Ablauf beantwortet das, bevor die Frage gestellt wird.


Ablauf-Sektion der Muster-Website in drei Schritten: einfache Terminbuchung, kostenlose Besichtigung, solide Lösung bekommen

Drei Schritte, die jeder versteht: Das nimmt die Unsicherheit vor dem ersten Kontakt.


Zeig in drei bis fünf Schritten, wie ein Auftrag bei dir abläuft. Zum Beispiel:

  1. Anfrage per Formular oder Telefon

  2. Kostenlose Besichtigung vor Ort

  3. Schriftliches Angebot mit allen Positionen

  4. Umsetzung zum vereinbarten Termin

  5. Abnahme, Prüfprotokoll und Unterlagen

Schreib zu jedem Schritt einen Satz, was der Kunde tun muss und was du tust. Das klingt banal, aber genau diese Klarheit fehlt auf den meisten Websites.

Über uns: Wer steht hinter dem Betrieb?

Bei Handwerkern kommt der Mensch ins Haus. Wer schon ein Gesicht gesehen hat, öffnet die Tür entspannter.


Über-uns-Sektion einer Elektriker-Website auf dunklem Grund mit Foto, Text zu 20 Jahren Erfahrung sowie Mission und Vision

Die Über-uns-Sektion: wer ihr seid, seit wann, und was euch wichtig ist.


Auf der Startseite reichen vier bis sechs Sätze: seit wann es den Betrieb gibt, wie groß das Team ist, wofür ihr steht. Mit einem Button zur ausführlichen Über-uns-Seite.

Auf der Unterseite stellst du das Team mit Fotos, Rolle und Schwerpunkt vor. Ein Satz zu jeder Person reicht, zum Beispiel wofür sie zuständig ist.

Spezialisierungen: wofür du bekannt sein willst

Optional, aber oft sinnvoll: eine Sektion für zwei, drei Schwerpunkte. Zum Beispiel Photovoltaik mit Speicher, Smart Home im Neubau oder Gewerbeprojekte.

Diese Sektion zieht die Aufträge an, die du haben willst. „Wir machen alles“ ist schwach. „Wir machen alles, und besonders gern PV mit Speicher und Wallbox“ ist eine Aussage, an die sich ein Kunde erinnert.

Kundenstimmen

Bei Elektrik sieht der Kunde das Ergebnis oft nicht. Die Leitungen liegen in der Wand. Deshalb sind Empfehlungen und Bewertungen so wichtig.


Kundenstimmen-Sektion einer Elektriker-Website mit Zitat, fünf Sternen, Projektfotos und Gesamtbewertung

Eine konkrete Kundenstimme mit Projektfotos wirkt stärker als jede Werbeaussage.


Eine gute Kundenstimme ist konkret. „Gute Arbeit, pünktlich“ sagt wenig. So könnte eine konkrete Stimme klingen, als erfundenes Beispiel: „Wir haben eine Wallbox installieren lassen. Bei der Besichtigung wurde direkt geklärt, ob unser Zählerschrank reicht, und die Anmeldung beim Netzbetreiber lief komplett über den Betrieb.“ Mit Vorname, Ort und am besten einem Foto des Projekts.

Frag nach jedem Auftrag nach einer Google-Bewertung. Wenn du einzelne Bewertungen auf der Website zeigen willst, frag die Person vorher, ob das in Ordnung ist. Wie du daraus ein System machst, das fast von allein läuft, zeige ich in Mehr Google-Bewertungen: das System und in Automatisierung für dein Unternehmen.

Häufige Fragen

Auf der Startseite zeigst du drei bis fünf der häufigsten Fragen, zum Beispiel: „Kommt ihr auch für kleine Aufträge?“, „Wie schnell bekomme ich einen Termin?“, „Kümmert ihr euch um die Anmeldung beim Netzbetreiber?“ Dazu ein Link zur FAQ-Seite mit allen Fragen.

Ob Fragen besser auf die Startseite, in einen Blogartikel oder auf eine eigene Seite gehören, beschreibe ich in FAQ: Startseite, Blogartikel oder eigene FAQ-Seite?.

Kontakt und Anfahrt

Die Kontakt-Sektion ist die wichtigste Sektion der Seite. Hier entscheidet sich, ob aus einem Besucher eine Anfrage wird.


Kontakt-Sektion einer Elektriker-Website mit Platzhalter für die Google-Maps-Karte, Telefonnummer, Adresse und E-Mail

Kontakt und Karte nebeneinander: Telefon, Adresse und E-Mail auf einen Blick.


Sie besteht aus:

  • einer Überschrift wie „Kostenlosen Besichtigungstermin vereinbaren“

  • zwei Sätzen, was nach der Anfrage passiert

  • einem kurzen Formular: Name, Telefon, E-Mail, Art des Projekts als Auswahl, kurze Beschreibung, Adresse, Wunschtermin

  • einer anklickbaren Telefonnummer mit Erreichbarkeit

  • der E-Mail-Adresse

Halte das Formular so kurz wie möglich. Jedes Feld, das du nicht wirklich brauchst, kostet Anfragen. Schreib unter das Formular, wann du dich meldest, zum Beispiel „innerhalb eines Werktages“, und halte das auch ein.

Bei der E-Mail-Adresse nutze ich gern einen Button zum Kopieren statt eines direkten Links. Ein Klick auf einen Mail-Link öffnet bei vielen Besuchern ein Mail-Programm, das sie gar nicht nutzen.

Eine Karte mit deinem Standort ist hilfreich. Weil eine eingebettete Google-Maps-Karte Inhalte von Google lädt, laden viele Websites sie erst nach einem Klick des Besuchers, wie in der Muster-Website. Wie du das rechtssicher umsetzt, klärst du mit deinem Datenschutzbeauftragten oder einem Anwalt.

Der Footer

Der Footer ist der Bereich ganz unten auf jeder Seite. Viele Elektrobetriebe lassen ihn fast leer, das ist verschenkt.


Footer einer Elektriker-Website auf dunklem Grund mit Kontaktdaten, Öffnungszeiten, Seitenlinks und 16 Links zu Leistungen

Ein Footer mit Kontaktdaten, Öffnungszeiten und Links zu den Leistungen.


Die Nielsen Norman Group beschreibt in ihrem Artikel über Footer, dass Besucher ihn gezielt nutzen, zum Beispiel für Kontakt oder Impressum, oder als letzte Möglichkeit, wenn sie weiter oben nichts gefunden haben.

In deinen Footer gehören:

  • Firmenname, Adresse, Telefonnummer, E-Mail und Öffnungszeiten, genau so geschrieben wie im Google-Profil

  • Links zu den Hauptseiten

  • Links zu deinen Leistungen

  • Impressum und Datenschutz

Bei den Leistungen hilft eine Faustregel der Nielsen Norman Group: Eine Website mit etwa 25 Seiten oder weniger kann alle Seiten im Footer zeigen. Bei mehr wird der Footer unübersichtlich. Dann zeigst du die Kategorien und die wichtigsten Leistungen und verlinkst die Übersichtsseite mit allem.

Weitere Unterseiten

Neben Startseite und Leistungsseiten brauchst du drei weitere Seiten.

Die Über-uns-Seite

Hier erzählst du die Geschichte des Betriebs, stellst das Team vor und zeigst Ausstattung, Qualifikationen und Weiterbildungen. Wichtig sind echte Fotos und echte Namen. Eine Über-uns-Seite mit einem Stockfoto von lächelnden Menschen in Warnwesten wirkt schlechter als gar keine.

Die FAQ-Seite

Auf der FAQ-Seite sammelst du alle Fragen, die deine Kunden am Telefon stellen, gruppiert nach Themen: Allgemeines, Kosten und Angebot, Gewährleistung, Photovoltaik, Wallbox, Smart Home, Notdienst. Ausklappbare Fragen halten die Seite übersichtlich.

Zwei Regeln: Antworte konkret, und versprich nichts, was du nicht hältst. Statt „Pauschale Preise sind unseriös“ lieber: „Für eine Wallbox im Einfamilienhaus liegen unsere Angebote meist zwischen X und Y Euro, je nachdem, ob der Zählerschrank angepasst werden muss.“ Mit deinen echten Werten.

Die Projekte-Seite

Elektroprojekte sind sichtbarer, als viele denken: PV-Anlagen von oben, sauber verdrahtete Zählerschränke, Smart-Home-Bedienfelder, Neubau-Elektrik vor dem Verputzen. Zeig acht bis fünfzehn ausgewählte Projekte, jedes mit Foto, Projektart, Jahr und ein paar Sätzen zur Aufgabe und zur Lösung.

Ein Beispiel für so eine Beschreibung: „Ost-West-Dach in Hof. Wir haben die Module auf beide Dachseiten verteilt, damit die Anlage über den Tag gleichmäßiger Strom liefert.“ Nenne Ergebnisse wie Erträge oder Eigenverbrauch nur, wenn du sie gemessen hast und der Kunde einverstanden ist.

Häufige Fehler bei Websites von Elektrobetrieben

Diese Fehler sehe ich bei Websites von Elektrobetrieben immer wieder:

  • Nur eine Seite „Leistungen“ statt einer Seite pro Leistung.

  • Stockfotos statt echter Fotos von Team und Projekten.

  • Keine klare Spezialisierung, alles steht gleichberechtigt nebeneinander.

  • Keine Antwort auf die Fragen, die jeder Kunde stellt, zum Beispiel zur Anmeldung beim Netzbetreiber.

  • Ein langes Kontaktformular oder eine Telefonnummer, die man auf dem Handy nicht anklicken kann.

  • Unterschiedliche Adressen oder Telefonnummern auf Website und Google-Profil.

  • Herstellerlogos ohne echte Partnerschaft.

  • Ein leerer Footer ohne Kontaktdaten und Leistungen.

Weitere typische Fehler und wie viel sie kosten, beschreibe ich in Die 5 häufigsten Website-Fehler, die Anfragen kosten und in 5 häufige Fehler, die deine Website teuer zu stehen kommen.

Checkliste für die Umsetzung

Mit dieser Checkliste vergisst du nichts:


Phase

Aufgaben

1. Vorbereitung

Google Business Profil vollständig, Hauptkategorie und wenige passende Nebenkategorien, 20–30 Leistungen mit Beschreibung, Fotoshooting mit Team und Projekten, erste Kundenstimmen mit Einwilligung

2. Startseite

Hero mit Leistung + Ort und kostenlosem Besichtigungstermin, Navigation mit Button, Vertrauen, Leistungskategorien, Warum wir, Ablauf, Über uns, Spezialisierungen, Kundenstimmen, FAQ-Auswahl, Kontakt, Footer

3. Unterseiten

Leistungsübersicht, eine Leistungsseite pro Leistung, Über-uns-Seite, FAQ-Seite, Projekte-Seite

4. Technik

Smartphone-Ansicht, Ladezeit, anklickbare Telefonnummer, Formular mit Test-Anfrage, Karte nach Klick, alle Links

5. SEO

Title und Meta-Description pro Seite, Alt-Texte, LocalBusiness-Schema, Search Console und Sitemap, Daten von Profil und Website abgleichen

6. Nach dem Launch

Bewertungen sammeln, lokale Einträge und Links aufbauen, Leistungen und Richtwerte aktuell halten


Was du vor dem Go-live noch prüfen solltest, steht in der Website-Launch-Checkliste. Was danach regelmäßig zu tun ist, in Website-Pflege: Was du regelmäßig aktualisieren solltest. Wie du lokale Links aufbaust, zum Beispiel über Verzeichnisse, Vereine oder Kooperationen, beschreibe ich im Local SEO Leitfaden. Eine Kooperation mit einem Dachdecker, einem Heizungsbauer oder einem Bauträger kann dir außerdem direkt Aufträge bringen. Wie du solche Partner findest, steht in Affiliate-Partner vor Ort finden.

Wie lange dauert die Umsetzung?

Das hängt vor allem davon ab, wie viele Inhalte schon da sind. Meine Erfahrungswerte: Mit Vorerfahrung und Template brauchst du für Startseite und 20 bis 30 Leistungsseiten ungefähr sechs bis acht Wochen neben dem Tagesgeschäft. Ohne Erfahrung eher acht bis zwölf Wochen. Die meiste Zeit kosten die Texte für die Leistungsseiten und das Sammeln guter Fotos.

Lässt du die Website bauen, hängt es vom Dienstleister ab. Wie wir vorgehen, steht in Web-Entwicklung bei Blaq Nexus: Unser Prozess. Wie schnell lokales SEO danach wirkt, beschreibe ich in Wie lange dauern Website, lokales und bundesweites SEO wirklich?.

Was kostet so eine Website?

Wenn du selbst baust, zahlst du für das Website-Tool (bei den meisten Baukästen ein monatlicher Betrag), eventuell für ein Template, Icons und einen Fotografen. Der größte Posten ist deine Zeit.

Lässt du bauen, sind die Preise sehr unterschiedlich. Womit du rechnen musst und wovon der Preis abhängt, steht in Was kostet es, eine Website erstellen zu lassen?. Bei Blaq Nexus kostet die Website einmalig 360 Euro, fällig erst nach der 30-tägigen Testphase. Dazu kommen 100 Euro im Monat plus Erfolgsbeteiligung, die erst nach sechs bis neun Monaten greift.

Lohnt sich der Aufwand?

Bei einem Elektrobetrieb zählt nicht die Zahl der Anfragen, sondern welche Aufträge daraus werden. Eine einzige zusätzliche PV-Anlage oder Neubau-Elektrik im Monat macht oft mehr aus als zehn Kleinaufträge.


Beispielrechnung Elektrobetrieb: 2 Aufträge mehr pro Monat zu je 1.500 Euro ergeben 36.000 Euro im Jahr

Beispielrechnung mit angenommenen Werten: Schon wenige passende Aufträge im Monat summieren sich über das Jahr.


Ein Beispiel mit angenommenen Werten, keine gemessenen Zahlen: Deine Website bringt dir zwei zusätzliche Aufträge im Monat, also 24 im Jahr. Im Schnitt bringt jeder davon 1.500 Euro Umsatz. Dann sind das 36.000 Euro im Jahr. Was davon als Gewinn bleibt, hängt von deiner Marge ab.

Setz deine eigenen Zahlen ein: wie viele Aufträge du realistisch zusätzlich übernehmen kannst und was ein typischer Auftrag bei dir bringt. Wie du eine solche Entscheidung strukturiert triffst, zeige ich in Solltest du in eine neue Website investieren? Ein Framework und in Lohnt sich eine Website-Optimierung wirklich?. Warum eine gute Website oft die lohnendste Marketing-Ausgabe ist, beschreibe ich in Warum eine gute Website oft die lukrativste Marketing-Investition ist.

Fazit

Eine Website für Elektriker muss zwei Dinge schaffen: gefunden werden und erklären.

Gefunden wirst du, wenn jede Leistung aus deinem Google-Profil eine eigene Unterseite mit Leistung und Ort in der Überschrift hat. Vertrauen baust du auf mit echten Fotos, einem transparenten Ablauf, konkreten Kundenstimmen und ehrlichen Antworten auf die Fragen, die deine Kunden ohnehin stellen, von der Anmeldung beim Netzbetreiber bis zu Richtwerten. Und ein kostenloser Besichtigungstermin macht den ersten Schritt leicht.

Mein Tipp für den Anfang: Schreib alle Leistungen auf, die du anbietest, und vergleiche sie mit deinem Google-Profil und deiner Website. Jede Leistung ohne eigene Seite ist eine Suchanfrage, bei der gerade ein anderer Elektriker gefunden wird.

Wenn du wissen willst, wo deine Website gerade steht, schauen wir sie uns gern in einer kostenlosen Website-Analyse an. Leitfäden für verwandte Branchen findest du für Bauunternehmen und für Autowerkstätten. Wenn du überlegst, die Website mit KI zu bauen, lies vorher Werden Websites in der Zukunft von einer KI erstellt?. Und warum selbst gebaute Websites oft Anfragen kosten, steht in 5 Gründe, warum deine selbst erstellte Website dein Business sabotiert.

FAQ

Wie viele Unterseiten braucht die Website eines Elektrikers?

So viele, wie du wichtige Leistungen anbietest. Jede Leistung aus deinem Google Business Profil bekommt eine eigene Unterseite, dazu Leistungsübersicht, Über uns, Projekte, FAQ und Kontakt. Bei den meisten Elektrobetrieben kommen so 20 bis 35 Seiten zusammen.

Welche Kategorie wähle ich im Google Business Profil als Elektriker?

Als Hauptkategorie die, die dein Kerngeschäft am genauesten beschreibt, meistens „Elektriker“. Nebenkategorien nur für Bereiche, die du wirklich als eigenes Angebot hast, zum Beispiel Photovoltaik. Google empfiehlt, so wenige und so präzise Kategorien wie möglich zu wählen.

Sollte ein Elektriker Preise auf der Website zeigen?

Feste Preise sind bei Elektrik oft schwierig, Richtwerte aber nicht. Eine Spanne für Standardleistungen wie eine Wallbox im Einfamilienhaus, mit dem Hinweis, wovon der Preis abhängt, baut Vertrauen auf und filtert Anfragen, denen das Budget nicht passt. Nimm dafür deine echten Werte aus vergangenen Angeboten.

Darf ich als Kunde eine Wallbox selbst installieren?

Nach § 13 der Niederspannungsanschlussverordnung dürfen Arbeiten an der Anlage hinter dem Hausanschluss nur der Netzbetreiber oder ein eingetragenes Installationsunternehmen machen. Außerdem muss eine Wallbox dem Netzbetreiber vor der Inbetriebnahme mitgeteilt werden, über 12 Kilovoltampere braucht es seine Zustimmung. Diese Frage solltest du auf deiner Wallbox-Seite beantworten.

Lohnt sich ein kostenloser Besichtigungstermin als Angebot?

Für größere Aufträge meistens ja, weil du ohnehin vor Ort sein musst, um seriös anzubieten. Der Kunde muss sich nicht sofort festlegen, und du kannst persönlich beraten. Lege vorher fest, für welche Leistungen der kostenlose Termin gilt, damit er sich für dich rechnet.

Brauche ich als Elektriker ein Google Business Profil?

Ja, denn es gibt in fast jeder Stadt mehrere Elektrobetriebe mit ähnlichen Leistungen, und wer „Elektriker in der Nähe“ sucht, vergleicht zuerst die Einträge in Google Maps. Ohne Profil tauchst du dort nicht auf. Wichtig ist, dass Kategorien und Leistungen zu den Unterseiten deiner Website passen.

Sollte ich Herstellerlogos auf meiner Website zeigen?

Nur, wenn es eine echte Partnerschaft gibt und du die Logos verwenden darfst. Dann können sie Vertrauen schaffen. Logos ohne Partnerschaft wirken irreführend und schaden eher.

Kann ich die Website meines Elektrobetriebs selbst bauen?

Ja, mit einem guten Template und etwas Zeit. Die meiste Arbeit steckt in den Inhalten: Fotos, Richtwerte und die Texte für die Leistungsseiten. Wenn dir dafür die Zeit fehlt, lohnt sich oft ein Dienstleister, der Struktur und Texte mitbringt.

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