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Elias Schweizer

Elias Schweizer

Marketing Management (M.Sc.)

Marketing Management (M.Sc.)

Letzte Aktualisierung:

Hinweis: Alle Inhalte basieren lediglich auf meiner eigenen Meinung und stellen keine individuelle Beratung (wirtschaftlich, rechtlich, steuerlich, technisch o.ä.) dar. Umsetzung auf eigenes Risiko. Keine Haftung für Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität (soweit gesetzlich zulässig).

Restaurant-Website: Aufbau, Speisekarte, Reservierung und Bewertungen

Die ideale Restaurant-Website: Leitfaden für mehr Gäste und Reservierungen

So arbeiten Google-Unternehmensprofil und Website zusammen: Speisekarte als Webseite mit Allergenen, einfache Reservierung, sichtbarer Lieferservice, eigene Fotos und Google-Bewertungen, ohne gegen Googles Richtlinien zu verstoßen. Mit Screenshots aus unserem Projekt für das Restaurant Chao Ba in Mainburg.

Schematische Restaurant-Website mit Speisekarte und Reservierungs-Button neben einem Handy mit Google-Sternen

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Elias Schweizer

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Eine Restaurant-Website bringt dann mehr Gäste und Reservierungen, wenn sie mit einem gepflegten Google-Unternehmensprofil zusammenarbeitet und drei Dinge sofort zeigt: die Speisekarte als Webseite statt als PDF, einen einfachen Weg zur Reservierung und, falls du lieferst, wie man bestellt. Dazu kommen echte Fotos und ein System, mit dem du regelmäßig Google-Bewertungen bekommst, ohne gegen Googles Regeln zu verstoßen. In diesem Leitfaden zeige ich dir Schritt für Schritt, wie so eine Website aufgebaut ist, mit Screenshots aus einem echten Restaurant-Projekt.

Über mich

Ich bin Elias Schweizer, Gründer von Blaq Nexus. Seit 2023 erstelle ich Websites für Unternehmen, darunter auch Restaurants. Ich habe einen M.Sc. in Marketing Management und über 32.000 Websites im deutschsprachigen Raum analysiert. Heute betreuen wir Websites mit zusammen knapp 1 Mio. Besuchern pro Jahr. Die Website von Dr. Stemper (Psychologie Berlin) hatte zuletzt 68.000 Besucher in 30 Tagen, hochgerechnet über 800.000 im Jahr (Stand September 2026).

Die Screenshots in diesem Artikel stammen von der Website, die wir für das vietnamesische Restaurant Chao Ba in Mainburg gebaut haben. Nach einem Inhaberwechsel sollte die Website zeigen, dass das Restaurant neu aufgestellt ist. Der Inhaber berichtete uns danach von deutlich mehr Website-Besuchen und mehr Online-Bestellungen. Die ganze Geschichte steht in Mehr Online-Bestellungen als Restaurant in Mainburg.

Kurz-Antwort: Was braucht eine gute Restaurant-Website?

Eine gute Restaurant-Website zeigt ganz oben, was es gibt, wann offen ist und wie man reserviert oder bestellt. Die Speisekarte steht als Webseite mit Preisen und Allergenen auf der Website, nicht als PDF. Reservierung und Bestellung funktionieren mit einem Klick, auf dem Handy auch per Anruf. Die Website ergänzt das Google-Unternehmensprofil, über das die meisten Gäste zuerst auf dich stoßen.


Baustein

Was rein gehört

Warum

Google-Unternehmensprofil

richtige Kategorien, Öffnungszeiten, Fotos, Attribute, Bewertungen

Hier entscheiden viele Gäste, ob sie weiterklicken

Erste Sektion

Küche, Ort, Öffnungszeiten, Buttons „Reservieren“ und „Bestellen“

Die wichtigsten Fragen sind ohne Scrollen beantwortet

Speisekarte

Webseite mit Kategorien, Fotos, Preisen, Allergenen

Schneller als ein PDF und auf dem Handy lesbar

Reservierung

Formular und klickbare Telefonnummer, später ein Buchungssystem

Kleine Hürden kosten Reservierungen

Lieferung

Liefergebiet, Zeiten, Mindestbestellwert, Bestellweg

Gäste wollen wissen, ob du zu ihnen lieferst

Fotos

eigene Fotos von Gerichten, Räumen und Team

Gäste kennen den Unterschied zu Stockfotos

Bewertungen

jeden Gast fragen, niemanden belohnen

Bewertungen beeinflussen die lokale Sichtbarkeit


Warum das Google-Unternehmensprofil vor der Website kommt

Ich fange bei Restaurants bewusst nicht mit der Website an. Wer „Sushi in der Nähe“ oder „Restaurant Mainburg“ sucht, sieht zuerst die Karte mit den Einträgen aus Google Maps. Dort fällt die erste Entscheidung: Sterne, Fotos, Öffnungszeiten, Entfernung. Erst danach klickt jemand auf „Website“.


Grafik: Weg eines Gastes von der Google-Suche über das Unternehmensprofil und die Website zur Reservierung

Das Google-Profil bringt den Gast zur Website, die Website bringt ihn zur Reservierung.


Google selbst nennt drei Faktoren für das lokale Ranking: Relevanz, Entfernung und Bekanntheit. Zur Bekanntheit zählen laut Google auch die Zahl der Bewertungen und die Bewertungen selbst. Außerdem schreibt Google, dass Unternehmen mit vollständigen und korrekten Angaben eher in lokalen Ergebnissen erscheinen (Google-Hilfe: lokales Ranking). Ein gepflegtes Profil ist also die Grundlage. Wie lokale Sichtbarkeit insgesamt funktioniert, steht im Local-SEO-Leitfaden.

Kategorien: Was dein Restaurant am besten beschreibt

Die Primärkategorie ist die wichtigste Angabe. Sie sollte so genau wie möglich sein. „Vietnamesisches Restaurant“ ist besser als „Restaurant“, „Sushi-Restaurant“ besser als „Asiatisches Restaurant“. Ergänze danach passende Sekundärkategorien, zum Beispiel „Asiatisches Restaurant“ oder „Lieferservice“, wenn du lieferst.

Wähle nur Kategorien, die wirklich zutreffen. Eine Kategorie, die nicht passt, bringt dir keine passenden Gäste.

Öffnungszeiten: Der häufigste Ärger

Nichts verärgert Gäste mehr, als vor verschlossener Tür zu stehen, obwohl Google „geöffnet“ angezeigt hat. Trag deine regulären Zeiten ein, markiere den Ruhetag und pflege Sonderöffnungszeiten für Feiertage rechtzeitig. Bei Urlaub oder Renovierung änderst du die Zeiten sofort, nicht erst am Tag selbst.

Fotos, Attribute und Beschreibung

Lade Fotos von außen hoch, damit Gäste dich finden. Dazu Fotos vom Gastraum, von deinen bekanntesten Gerichten und vom Team. Neue Fotos zeigen, dass das Restaurant aktiv ist. Eine feste Zahl, ab der Google dich besser rankt, gibt es nach meinem Wissen nicht.

Nutze die Attribute, die Google anbietet, zum Beispiel Lieferung, zum Mitnehmen, vegetarische Gerichte, Außenbereich oder barrierefreier Eingang. Vollständige Angaben helfen Google, dich zu passenden Suchen zu zeigen.

In die Beschreibung gehört, was dich ausmacht: Küche, Ort, Besonderheiten und was Gäste erwarten können. Ein Beispiel im Stil von Chao Ba: „Vietnamesische Küche in Mainburg, frisch zubereitet nach traditionellen Rezepten. Von Pho bis Sushi, mit vegetarischen und veganen Gerichten. Lieferservice im Umkreis, Tischreservierung empfohlen.“ Alle weiteren Schritte findest du in der 11-Punkte-Checkliste für dein Google-Unternehmensprofil.

Google-Bewertungen sammeln, ohne gegen die Regeln zu verstoßen

Für die meisten Restaurants sind Google-Bewertungen wichtiger als fast alles andere. Sie beeinflussen, ob du gefunden wirst, und ob jemand kommt, wenn er dich findet. Zufriedene Gäste bewerten aber selten von selbst. Man muss sie fragen.

Eine Korrektur zur Nachtisch-Strategie

In einer früheren Fassung dieses Artikels habe ich empfohlen, Gästen einen kleinen Nachtisch zu bringen und sie im selben Moment um eine Bewertung zu bitten. Davon rate ich heute ab. Googles Richtlinien verbieten Anreize für Rezensionen ausdrücklich, genannt werden etwa Zahlungen, Rabatte und kostenlose Produkte. Ebenfalls verboten ist es, gezielt nur um positive Rezensionen zu bitten oder Gäste unter Druck zu setzen, vor Ort zu bewerten (Google-Richtlinien für nutzergenerierte Inhalte).

Ein Nachtisch direkt vor der Bitte um eine Bewertung sieht für Google wie eine Gegenleistung aus, auch wenn du ihn als „Dankeschön“ bezeichnest. Bewertungen, die durch Anreize entstanden sind, kann Google entfernen.


Grafik: was bei Google-Bewertungen im Restaurant erlaubt ist und was gegen Googles Richtlinien verstößt

Fragen ist erlaubt, belohnen nicht. Das gilt auch für kleine Gesten wie einen Nachtisch.


Das System, das ich heute empfehle

Was bleibt, ist einfach und funktioniert trotzdem.

  1. Erstelle deinen Bewertungslink. Im Google-Unternehmensprofil findest du die Funktion, um Bewertungen anzufordern. Kopiere den Link und erstelle daraus einen QR-Code.

  2. Mach den QR-Code sichtbar. Auf der Speisekarte, auf der Rechnung oder auf einem kleinen Aufsteller am Tisch.

  3. Frag jeden Gast, egal wie der Abend lief. Ein Satz beim Abräumen reicht: „Wenn Sie mögen, freuen wir uns über eine ehrliche Bewertung bei Google, der QR-Code ist auf der Rechnung.“

  4. Nutze die Reservierungsbestätigung. Wer per Formular reserviert hat, bekommt am Tag danach eine kurze Nachricht mit dem Link. Kläre vorher, ob du dafür eine Einwilligung brauchst.

  5. Antworte auf jede Bewertung. Sachlich, auch auf Kritik. Google empfiehlt, auf Rezensionen zu antworten, und andere Gäste lesen deine Antworten mit.

Wie so ein System im Detail aussieht, auch mit Automatisierung, steht in Mehr Google-Bewertungen: das System. Warum du nie vorher abfragen solltest, ob jemand zufrieden war, erkläre ich in Automatisierung für dein Unternehmen.

Die Speisekarte: Als Webseite, nicht als PDF

Die Speisekarte ist für viele Gäste der Grund, deine Website überhaupt zu öffnen. Sie wollen sehen, was es gibt und was es kostet. Deshalb gehört sie als eigene Webseite auf die Website.

Warum ein PDF die schlechtere Lösung ist

Laut StatCounter kamen im September 2026 in Deutschland rund 60 % der Seitenaufrufe von Mobilgeräten (StatCounter). Ein PDF auf dem Handy heißt: herunterladen, zoomen, hin und her schieben. Eine Webseite passt sich dagegen dem Bildschirm an.

Außerdem lässt sich eine Webseite leichter aktuell halten. Und sie ist besser durchsuchbar, für Gäste und für Google. Eine Korrektur zu einer früheren Fassung dieses Artikels: Hier stand, Google könne PDFs nicht indexieren. Das stimmt nicht, Google kann PDF-Dateien indexieren (Google Search Central: indexierbare Dateitypen). Trotzdem ist eine Webseite die bessere Wahl, weil du Gerichte, Kategorien und Buttons zum Reservieren direkt einbauen kannst. Das ist zumindest meine Erfahrung aus vielen Restaurant-Websites, die ich mir angesehen habe.

So ist ein Gericht auf der Speisekarte aufgebaut

Jedes Gericht braucht fünf Angaben: Name, eine kurze Beschreibung, den Preis, die Allergene und, bei Hauptgerichten und Spezialitäten, ein Foto.


Grafik: Aufbau eines Gerichts in einer Online-Speisekarte mit Kategorie, Foto, Beschreibung, Preis und Allergenen

Kategorie, Foto, ein Satz Beschreibung, Preis und Allergene: mehr braucht ein Gericht nicht.


Die Beschreibung sollte ein Satz sein, der Hauptzutaten, Zubereitung und Geschmack nennt. Schwach ist „Rindfleisch mit Zwiebeln“. Besser ist „Zartes Rindfleisch in würziger Sojasauce mit knackigen Zwiebeln, kurz im Wok gebraten“. Preise stehen immer an derselben Stelle. Fehlende Preise verunsichern Gäste.

Oben auf der Seite stehen die Kategorien als Sprungmarken: Vorspeisen, Hauptgerichte, Desserts, Getränke. Ein Klick, und der Gast landet direkt in der Kategorie. Am Ende der Karte folgen zwei Buttons: „Tisch reservieren“ und „Bestellen“.

Allergene und Zusatzstoffe

Restaurants müssen Allergene auch bei loser Ware kennzeichnen, also bei Speisen, die vor Ort zubereitet und serviert werden. Seit dem 13. Dezember 2014 gilt das für die 14 Hauptallergene, seit dem 9. Juni 2022 sind nach den nationalen Regeln auch Zusatzstoffe auf die gleiche Weise anzugeben. Die Angaben müssen gut sichtbar sein, bevor der Gast bestellt. Auf Speisekarten sind Fußnoten mit Zahlen oder Buchstaben zulässig (Stadt Stuttgart: Allergen- und Zusatzstoffkennzeichnung bei loser Ware).

Wenn Gäste über deine Website bestellen, sollten die Allergene dort beim jeweiligen Gericht stehen, bevor die Bestellung abgeschickt wird. Frag im Zweifel bei deiner Lebensmittelüberwachung nach, welche Form für deinen Betrieb passt.

Spezialangebote sichtbar machen

Mittagsmenü, Buffet am Freitag, Brunch am Sonntag: Solche Angebote gehören auf die Startseite und auf die Speisekarte, gut sichtbar hervorgehoben. Bei Chao Ba haben wir das Buffet als eigene Karte auf der Startseite gezeigt.


Karte auf der Website von Chao Ba mit Foto eines Buffets und dem Text Riesenbuffet jeden Freitag

Das Freitagsbuffet als Spezialangebot bei Chao Ba.


Halte die Karte aktuell. Wenn Preise sich ändern oder ein Gericht wegfällt, änderst du es sofort. Nichts ist ärgerlicher, als ein Gericht bestellen zu wollen, das es nicht mehr gibt.

Tischreservierung: Formular oder Buchungssystem?

Für die Reservierung gibt es zwei Wege. Welcher passt, hängt von der Zahl der Online-Reservierungen und der Arbeitsweise deines Teams ab.


Reservierungsseite der Website von Chao Ba mit Foto eines gedeckten Tisches und Formular

Die Reservierungsseite von Chao Ba: ein Foto, ein kurzes Formular, ein Button.


Option 1: Formular und Telefon

Für viele kleinere Restaurants reicht ein Formular mit wenigen Feldern: Name, Telefonnummer, E-Mail, Anzahl der Gäste, Datum, Uhrzeit und ein optionales Feld für Wünsche. Der Gast bekommt eine automatische Nachricht, dass die Anfrage angekommen ist. Du prüfst die Verfügbarkeit und bestätigst per E-Mail oder Rückruf.

Der Vorteil: Es entstehen keine zusätzlichen Kosten, niemand muss geschult werden, und bei Sonderwünschen bleibst du flexibel. Der Nachteil: Der Gast bekommt die Bestätigung nicht sofort, und jemand muss die Anfragen regelmäßig beantworten. Schreib unter das Formular, dass Reservierungen für heute oder morgen besser telefonisch laufen.

Option 2: Ein Buchungssystem

Ein Online-Buchungssystem zeigt freie Zeiten in Echtzeit und bestätigt sofort. Viele Systeme bieten zusätzlich Erinnerungen, Wartelisten und Auswertungen. Das kostet eine monatliche Gebühr und verlangt Disziplin: Jede Reservierung, auch die telefonische, muss ins System. Sonst entstehen Doppelbuchungen.

Ein Beispiel: Ein Gast bucht online Samstag 19 Uhr. Zehn Minuten später ruft ein anderer Gast an und bekommt denselben Tisch zugesagt, weil die Bedienung den Anruf nur auf einem Zettel notiert hat. Am Samstag stehen beide da.


Grafik: Vergleich Reservierung per Formular und Telefon mit einem Buchungssystem

Mit Formular und Telefon starten, später auf ein Buchungssystem wechseln.


Mein Rat: Starte mit Formular und Telefon. Beobachte ein paar Monate, wie viele Reservierungen online kommen. Wenn es regelmäßig mehrere pro Tag sind und das Beantworten zur Last wird, lohnt sich ein Buchungssystem. Eine feste Grenze gibt es nicht, das ist meine Erfahrung.

Lieferservice: Auf der Website klar zeigen

Wenn du lieferst, muss das auf der Website sofort sichtbar sein. Ein kleiner Link im Footer reicht nicht. Bei Chao Ba hat der Lieferservice mit Telefonnummer einen eigenen Platz auf der Startseite.


Karte auf der Website von Chao Ba mit dem Text Lieferservice und Telefonnummer

Lieferservice mit Telefonnummer, gut sichtbar auf der Startseite von Chao Ba.


Die drei Modelle im Überblick

Es gibt drei Wege, Lieferung anzubieten.

  • Eigene Lieferung: Du lieferst selbst oder mit eigenen Fahrern. Du behältst die Kontrolle und den Kontakt zum Gast, hast aber Kosten für Personal, Fahrzeug und Planung.

  • Plattformen wie Lieferando, Uber Eats oder Wolt: Du bekommst Reichweite und musst dich nicht um die Technik kümmern, zahlst aber Provision. Bei Lieferando wird laut Berichten von Gastronomen von etwa 14 % für den Bestellservice und 30 % inklusive Lieferung gesprochen, offiziell veröffentlicht werden die Konditionen nicht (SumUp, Stand Oktober 2024).

  • Beides: Neue Gäste kommen über die Plattform, Stammgäste bestellen direkt bei dir per Telefon oder Website.

Wenn du auf deiner Website zur Direktbestellung einlädst, sag ehrlich, was der Vorteil für den Gast ist, zum Beispiel ein direkter Ansprechpartner bei Fragen.

Was auf die Lieferseite gehört

Eine eigene Unterseite für die Lieferung beantwortet die Fragen, die sonst am Telefon kommen: Liefergebiet, Lieferzeiten, Mindestbestellwert, Lieferkosten, Bestellwege (Telefon, Website oder Plattform) und Zahlungsarten. Dazu eine kurze FAQ, etwa wie lange die Lieferung ungefähr dauert und ob man vorbestellen kann.

Fotos und Videos, die Appetit machen

Gäste entscheiden mit den Augen. Eigene Fotos zeigen, was sie wirklich bekommen. Stockfotos zeigen das nicht, und viele Gäste erkennen sie.

Welche Fotos du brauchst

Diese Motive brauchst du für die Website und das Google-Profil:

  • Ein starkes Bild für die erste Sektion: dein bekanntestes Gericht, der Gastraum am Abend oder die Küche bei der Arbeit.

  • Gerichte: alle Hauptgerichte, dazu ein paar Vorspeisen, Desserts und Getränke.

  • Räume: Gastraum, Bar, Außenbereich, Eingang.

  • Team: Küchenchef, Service, Inhaber.

  • Besondere Anlässe: Buffet, Feiern, Veranstaltungen.

Fotografiere Gerichte direkt nach dem Anrichten, bei Tageslicht von der Seite, leicht von oben. Fotografiere die Räume kurz vor der Öffnung, wenn alles aufgeräumt ist. Ein Tag mit einem Fotografen lohnt sich meistens, weil du die Bilder jahrelang auf Website, Google-Profil und Social Media nutzt. Wenn das Budget fehlt, sind gute Smartphone-Fotos bei Tageslicht besser als Stockfotos.

Kurze Videos

Ein kurzes Video ohne viele Worte, zum Beispiel wie dein bekanntestes Gericht entsteht, oder ein Rundgang durch das Restaurant, macht die Website lebendiger. Du kannst es auch für Instagram nutzen. Wichtig: Videos auf der Website sollten schnell laden und datenschutzfreundlich eingebunden sein, also selbst gehostet oder mit Zwei-Klick-Lösung.

Was ich als Restaurant-Inhaber zuerst machen würde

Wenn ich ein Restaurant hätte, würde ich nicht mit Funktionen anfangen, sondern mit dem Eindruck. Das Design der Website überträgt sich auf die Erwartung an das Essen. Eine veraltete Website erzählt Gästen das alte Niveau weiter, auch wenn sich in der Küche längst alles verändert hat. Genau das war bei Chao Ba der Grund für den Neustart.

Danach würde ich fünf Dinge erledigen.

Erstens: Die Kerninfos kommen ganz nach oben. Was es gibt, wann offen ist, ob man liefern lassen oder abholen kann. Bei Chao Ba stehen „All you can eat Buffet“ und „Lieferung/Abholung“ ohne Scrollen sichtbar in der ersten Sektion.

Zweitens: Kontakt mit einem Fingertipp. Die Telefonnummer steht in der Navigation und in der ersten Sektion und ist auf dem Handy klickbar. Dazu WhatsApp, weil viele Gäste lieber schreiben als anrufen.

Drittens: Bewegtbild für das, was schwer zu beschreiben ist. Ein kurzes Video vom Buffet zeigt mehr als zehn Fotos.

Viertens: Das Team fragt jeden Gast nach einer Bewertung. Ich würde den Mitarbeitenden erklären, warum das so wichtig ist, und am Anfang prüfen, ob sie es wirklich tun. Belohnen würde ich das Team für gesammelte Bewertungen, niemals die Gäste.

Fünftens: Das Google-Profil bekommt Fotos vom Eingang, damit Gäste dich finden, und vom Essen, vom Gastraum und vom Team, damit sie wissen, was sie erwartet.

Das klingt einfach. Aber die meisten Restaurant-Websites, die ich sehe, scheitern schon an Punkt eins und zwei. Wie lokale Unternehmen ganz ohne Werbebudget voll werden, beschreibe ich ausführlicher in Komplett ausgebucht als lokales Unternehmen.

Aufbau der Restaurant-Website: Startseite und Unterseiten

Jetzt fügen wir alles zusammen. Die Reihenfolge der Sektionen folgt derselben Logik wie bei jeder Unternehmenswebsite: Zuerst die Fragen, die jeder hat, dann die Details. Diese Logik erkläre ich allgemein in Website-Aufbau für Unternehmen: Sektion für Sektion erklärt und für lokale Unternehmen in So sollte die Website deines lokalen Unternehmens aufgebaut sein.


Startseite von Chao Ba in Mainburg mit großem Foto eines Gerichts, Buffet, Lieferservice und Bewertungen

Die Startseite von Chao Ba: Gericht, Ort, Spezialangebote und Bewertungen auf einen Blick.


Die Startseite

Die Startseite hat neun Sektionen, von oben nach unten:

  1. Erste Sektion: großes Foto, Name, Küche und Ort als Überschrift, zum Beispiel „Chao Ba in Mainburg: vietnamesische Küche, neu interpretiert“. Darunter Öffnungszeiten und zwei Buttons: „Tisch reservieren“ und „Bestellen“. Auf dem Handy ist die Telefonnummer klickbar.

  2. Bewertungen: Sterne und Zahl der Google-Bewertungen. Wenn du Bewertungen per Widget einbindest, achte auf den Datenschutz, denn viele Widgets laden Daten von Google nach.

  3. Spezialangebote: Mittagsmenü, Buffet, Brunch.

  4. Auszug aus der Speisekarte: drei bis vier Gerichte mit Bild und ein Button zur ganzen Karte.

  5. Über uns: wenige Sätze zur Geschichte, ein Foto vom Team oder Inhaber.

  6. Bilder: sechs bis neun Fotos von Gerichten, Räumen und Team.

  7. Lieferung: kurzer Hinweis mit Bestellweg.

  8. Kontakt und Anfahrt: Adresse, Telefon, Öffnungszeiten. Google Maps mit Zwei-Klick-Lösung, damit die Karte erst nach Zustimmung lädt.

  9. Footer: Impressum, Datenschutz, Social Media, Kontaktdaten.

Die Unterseiten

Neben der Startseite brauchst du die Speisekarte, eine Reservierungsseite, eine Über-uns-Seite und, wenn du lieferst, eine Lieferseite. Optional kommt eine FAQ-Seite dazu, etwa zu Reservierung, vegetarischen Gerichten, Parkplätzen, Gutscheinen und Feiern. Ob die FAQ besser auf die Startseite oder auf eine eigene Seite gehört, erkläre ich in FAQ: Startseite, Blogartikel oder eigene FAQ-Seite?.


Über-uns-Seite der Website von Chao Ba mit Fotos aus Gastraum und Küche und dem Text Unsere Geschichte

Die Über-uns-Seite von Chao Ba: Geschichte, Küche und Team, alles mit eigenen Fotos.


Die Über-uns-Seite erzählt in 200 bis 400 Wörtern, wann und warum das Restaurant entstanden ist, wer kocht und worauf ihr Wert legt. Echte Namen und echte Fotos wirken stärker als allgemeine Sätze über „Leidenschaft“. Wie du Texte schreibst, die nach dir klingen und nicht nach Werbung, steht in Copywriting für deine Website.

Welches Website-Tool eignet sich für Restaurants?

Für eine Restaurant-Website brauchst du kein kompliziertes System. Wichtig ist, dass die Seiten schnell laden, auf dem Handy gut aussehen, die Speisekarte sich leicht pflegen lässt und Karten und Videos datenschutzfreundlich eingebunden werden können.

Wir bauen unsere Websites mit Framer. Das Design ist hochwertig, die Seiten sind schnell, und die Speisekarte lässt sich über das CMS pflegen. WordPress mit einem Restaurant-Theme ist eine solide Alternative, braucht aber regelmäßige Updates und Pflege der Plugins. Baukästen wie Squarespace sind einfach zu bedienen, aber weniger flexibel.

Wenn du selbst baust, hilft dir Professionelles Webdesign ohne Design-Talent. Welche Design-Prinzipien fast immer funktionieren, steht in Ist Webdesign wirklich Geschmackssache?. Ob Selbermachen oder Erstellenlassen besser passt, vergleiche ich in Website selbst erstellen oder erstellen lassen. Und ob KI-Baukästen schon reichen, beantworte ich in Werden Websites in der Zukunft von einer KI erstellt?.

SEO für Restaurants: Lokal gefunden werden

Restaurants werden fast immer lokal gesucht. Deshalb ist lokales SEO wichtiger als bundesweite Sichtbarkeit. Ob sich bundesweites SEO für dich lohnt, etwa mit einem Kochblog, klärt Bundesweites SEO für lokale Unternehmen.

Seitentitel und Überschriften

Jede Seite bekommt einen eigenen Titel mit Name, Küche und Ort, zum Beispiel „Chao Ba: Vietnamesisches Restaurant in Mainburg“. Die Speisekarte heißt etwa „Speisekarte: vietnamesische Spezialitäten in Mainburg“. Jede Seite hat genau eine Hauptüberschrift. Die Meta-Beschreibung fasst in ein bis zwei Sätzen zusammen, was es gibt, und lädt zum Reservieren ein.

Schreib natürlich. Küche und Ort gehören in Titel, Hauptüberschrift und die ersten Sätze der Startseite. Mehr braucht es nicht.

Strukturierte Daten

Mit strukturierten Daten beschreibst du dein Restaurant so, dass Google es leichter versteht. Für Restaurants nennt Google in der Dokumentation zu lokalen Unternehmen unter anderem die Küchenart (servesCuisine), die Adresse der Speisekarte (menu) und die Öffnungszeiten (Google Search Central: strukturierte Daten für lokale Unternehmen). Viele Website-Tools ermöglichen das ohne Programmierung. Für kleine Restaurants ist das ein sinnvoller Zusatz, aber nicht der erste Schritt.

Links von anderen Websites

Links von anderen Websites stärken deine Sichtbarkeit. Für Restaurants bieten sich lokale Medien, Food-Blogs, Veranstaltungskalender, Partner wie Weinhändler oder Lieferanten und Branchenverzeichnisse an. Wie du lokale Partner findest, die auf dich verweisen und Gäste schicken, steht in Affiliate-Partner vor Ort finden. Wie lange es dauert, bis lokales SEO wirkt, steht im realistischen Zeitplan für lokales und bundesweites SEO.

Häufige Fehler auf Restaurant-Websites

Diese Fehler sehe ich bei Restaurant-Websites am häufigsten:

  • Öffnungszeiten sind versteckt oder stimmen nicht mit Google überein.

  • Die Speisekarte gibt es nur als PDF oder gar nicht, oft ohne Preise.

  • Die Telefonnummer ist auf dem Handy nicht klickbar.

  • Stockfotos statt eigener Bilder.

  • Reservieren ist kompliziert, etwa mit zu vielen Pflichtfeldern oder nur per E-Mail.

  • Die Lieferung ist schwer zu finden.

  • Google Maps und Bewertungs-Widgets laden ohne Zustimmung.

Weitere Fehler, die in allen Branchen Anfragen kosten, findest du in Die 5 häufigsten Website-Fehler und in 5 häufige Fehler, die deine Website teuer zu stehen kommen. Vor dem Livegang hilft die Website-Launch-Checkliste, danach der Leitfaden zur Website-Pflege.

Was kostet eine Restaurant-Website?

Wenn du selbst baust, zahlst du vor allem für Domain, Website-Tool und Fotos, dazu kommt viel eigene Zeit. Lässt du bauen, schwanken die Preise stark. Woran du erkennst, ob ein Preis fair ist, erkläre ich in Gute vs. schlechte Websites, und warum ein hoher Preis kein Qualitätsmerkmal ist, in Website für 1.000 Euro vs. 10.000 Euro. Woran du eine gute Agentur erkennst, zeigt 6 Kriterien für eine gute Webdesign-Agentur.

Bei Blaq Nexus kostet die Website einmalig 360 Euro, fällig erst nach der 30-tägigen Testphase. Dazu kommen 100 Euro im Monat plus Erfolgsbeteiligung, die erst nach sechs bis neun Monaten greift. Alle Details stehen in Was kostet es, eine Website erstellen zu lassen?, unseren Ablauf beschreibt Web-Entwicklung bei Blaq Nexus.

Beispielrechnung: Wann sich die Website bezahlt macht

Eine einfache Rechnung mit angenommenen Werten. Angenommen, ein Tisch für zwei Personen bringt im Schnitt 50 € Umsatz. Bringt die neue Website fünf zusätzliche Reservierungen im Monat, sind das 250 € Umsatz im Monat oder 3.000 € im Jahr.

Dazu kommt die Lieferung. Wenn ein Teil der Stammgäste direkt bei dir statt über eine Plattform bestellt, sparst du die Provision. Bei 30 % Provision und einer Bestellung von 30 € sind das 9 € pro Bestellung. Das sind Beispielwerte, keine Garantie. Wie du das für dein Restaurant durchrechnest, zeigen Inwiefern sorgt eine gute Website für Mehrumsatz? und Warum eine gute Website oft die lukrativste Marketing-Investition ist.

Fazit

Eine Restaurant-Website ist die Fortsetzung deines Google-Profils. Das Profil bringt die Gäste, die Website zeigt ihnen, was sie erwartet, und macht Reservieren und Bestellen leicht.

Fang mit dem Google-Unternehmensprofil an. Stell die Karte mit Preisen und Allergenen als eigene Seite online. Mach Reservieren und Bestellen mit einem Klick möglich. Nutze eigene Fotos. Und bitte jeden Gast um eine ehrliche Bewertung, ohne Gegenleistung.

Die beste Restaurant-Website ist nicht die mit den meisten Funktionen. Es ist die, die ehrlich zeigt, wer ihr seid, was ihr kocht und wie man zu euch kommt. Wenn du deine Website prüfen lassen willst, nutze das Formular unter diesem Artikel.

Häufige Fragen zur Restaurant-Website

Braucht ein Restaurant überhaupt eine eigene Website?

Das Google-Unternehmensprofil ist für die meisten Restaurants wichtiger. Eine eigene Website ergänzt es um Dinge, die das Profil nicht gut kann: eine übersichtliche Speisekarte, eine eigene Reservierung, eine Lieferseite und deine Geschichte. Wer nach dem Profil noch zweifelt, schaut auf die Website.

Darf ich Gästen etwas schenken, wenn sie mich bei Google bewerten?

Nein. Googles Richtlinien verbieten Anreize für Rezensionen, zum Beispiel Rabatte oder kostenlose Produkte. Du darfst jeden Gast um eine ehrliche Bewertung bitten, allerdings ohne Gegenleistung und unabhängig davon, wie zufrieden jemand wirkt.

Speisekarte als PDF oder als Webseite?

Ich empfehle die Webseite. Sie ist auf dem Handy besser lesbar, schneller und leichter zu pflegen. Du kannst ein PDF zusätzlich anbieten, etwa zum Ausdrucken, aber nicht als einzige Version.

Müssen Allergene auch auf der Website stehen?

Allergene und Zusatzstoffe müssen bei loser Ware gut sichtbar sein, bevor der Gast bestellt. Wenn über deine Website bestellt wird, sollten sie beim jeweiligen Gericht stehen. Klär die passende Form im Zweifel mit deiner Lebensmittelüberwachung.

Reicht ein Kontaktformular für Reservierungen?

Für viele kleinere Restaurants ja, zusammen mit einer klickbaren Telefonnummer. Ein Buchungssystem lohnt sich, wenn regelmäßig viele Online-Reservierungen eingehen und dein Team bereit ist, wirklich jede Reservierung dort einzutragen.

Lohnt sich ein eigener Lieferservice?

Das hängt von der Zahl der Bestellungen und deinen Kosten ab. Plattformen bringen Reichweite, kosten aber Provision. Viele Restaurants kombinieren beides: neue Gäste über die Plattform, Stammgäste direkt per Telefon oder Website.

Darf ich Google Maps auf meiner Restaurant-Website einbinden?

Das geht, wenn du es datenschutzfreundlich machst. Nutze eine Zwei-Klick-Lösung, bei der die Karte erst nach Zustimmung des Besuchers lädt. Alternativ reicht ein Link zu deinem Google-Profil mit der Adresse als Text.

Wie lange dauert es, eine Restaurant-Website zu erstellen?

Das hängt vor allem davon ab, wie schnell Fotos und Speisekarte fertig sind. Mit vorbereiteten Inhalten ist eine Restaurant-Website in wenigen Wochen umsetzbar. Bei uns bekommst du über das Kontaktformular einen kostenlosen, unverbindlichen Erstentwurf in drei Tagen.

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