Ob eine Website gut ist, zeigt dir nicht ihr Preis. Es zeigen dir fünf Dinge: ein Aufbau nach bewährten Regeln, ein modernes Werkzeug, sauberes Basis-SEO, ehrliche Beratung und ein fairer Preis für das, was geliefert wird. Eine schlechte Website kann trotzdem 5.000 Euro oder mehr kosten. In diesem Artikel zeige ich dir, warum das so ist und woran du den Unterschied selbst erkennst.
Über mich
Ich bin Elias Schweizer, Gründer von Blaq Nexus, und habe einen M.Sc. in Marketing Management. Ich habe über 32.000 Websites im deutschsprachigen Raum analysiert. Heute betreue ich Websites mit zusammen knapp einer Million Besuchern im Jahr. Zum Beispiel die Website von Dr. Stemper (Psychologie Berlin). Sie hatte im September 2026 rund 68.000 Besucher in 30 Tagen. Hochgerechnet sind das über 800.000 Besucher im Jahr.
Ich spreche in diesem Artikel auch aus Erfahrung mit Kunden. Einige von ihnen waren vorher bei sehr bekannten und teuren Anbietern. Und haben für ihr Geld deutlich weniger bekommen, als sie dachten.
Was du aus diesem Artikel mitnimmst
Du erfährst, warum der Markt für Webdesign nicht so funktioniert, wie er sollte. Und warum du deshalb leicht zu viel für eine Website bezahlst.
Du lernst, woran du eine gute Website erkennst. Du bekommst eine Prüfanleitung, mit der du deine eigene Website in etwa 15 Minuten einschätzen kannst. Und du erfährst, wann SEO für dich überhaupt Sinn macht. Lokal und bundesweit.
Kurz-Antwort: Woran erkennst du eine gute Website?
Eine gute Website ist nach einem bewährten Aufbau gebaut, mit einem modernen Werkzeug wie Framer oder Webflow umgesetzt und hat sauberes Basis-SEO. Sie spricht die Sprache ihrer Zielgruppe und führt Besucher zur Anfrage. Der Preis sagt darüber wenig aus. Teuer heißt im Webdesign nicht gut. Günstig heißt nicht schlecht.
Kriterium | Gute Website | Schlechte Website |
|---|---|---|
Preis | Fair im Verhältnis zur Leistung, für viele Unternehmen unter 2.000 € | Oft weit über 5.000 €, ohne erkennbaren Mehrwert |
Werkzeug | Professionelles Tool (Framer, Webflow), schnell und hochwertig | Veralteter Baukasten oder überladenes System |
Aufbau | Nach einem Blueprint aus der Analyse sehr guter Websites | Nach Gefühl oder einfach kopiert |
Basis-SEO | Immer umgesetzt: Überschriften, Meta-Angaben, Alt-Texte, Ladezeit | Vergessen, obwohl es einmaliger Aufwand ist |
Lokales SEO | Unterseiten passend zum Google-Unternehmensprofil | Unbeachtet |
Bundesweites SEO | Nur bei echter Expertise und Nachfrage | Pauschal verkauft, auch wenn es nichts bringt |
Beratung | Ehrlich, rät auch mal ab | Verkauft alles, was geht |
Die Tabelle gibt dir den Überblick. In den nächsten Abschnitten erkläre ich jeden Punkt. Und warum es ihn überhaupt gibt.
Warum es in der Webdesign-Branche so viele überteuerte Websites gibt
Es gibt Webdesign-Anbieter, die sehr viel verlangen. Sagen wir ab 5.000 Euro für eine Website. Ihre Qualität unterscheidet sich aber oft kaum von Anbietern, die wesentlich günstiger sind.
Wie ist das überhaupt möglich? Eigentlich müsste der Markt Anbieter mit schlechtem Preis-Leistungs-Verhältnis aussortieren. Beim Webdesign klappt das nicht gut. Dafür gibt es drei Gründe.
Grund 1: Kunden können die Qualität einer Website kaum bewerten
Das liegt nicht an den Kunden. Webdesign ist generell schwer zu bewerten. Die Leistung ist komplex. Und kaum jemand weiß sicher, was richtig und was falsch ist.
Website-Erstellung ist keine exakte Wissenschaft. Es gibt Methoden, mit denen man einer idealen Website sehr nahe kommt. Zum Beispiel, indem man die besten Websites der Welt analysiert und ihre gemeinsamen Elemente übernimmt. Aber das machen die wenigsten.
Die Qualität ist also schwer zu bewerten. Für den Kunden und sogar für den Webdesigner selbst. Und wenn nicht einmal er zu 100 % weiß, wie gut seine Website ist, wie soll der Kunde es dann wissen?
In der Wirtschaftswissenschaft gibt es für so etwas einen Namen. Man spricht von Vertrauensgütern. Das sind Leistungen, deren Qualität der Käufer auch nach dem Kauf kaum beurteilen kann. Typische Beispiele sind Autoreparaturen oder Handwerksleistungen. Eine Website gehört für mich in dieselbe Gruppe.
Die Folge: Wenn die Qualität schwer zu bewerten ist, wird der Preis zum Ersatz-Signal. Du kannst viel verlangen und moderate Qualität liefern. Und fast jeder hält deine Website trotzdem für hochwertig.
Dass ein Preis die Wahrnehmung verändert, ist gut untersucht. In einer Studie von Stanford und Caltech fanden Teilnehmer denselben Wein besser, wenn auf dem Etikett ein höherer Preis stand. Auch ihre Gehirnaktivität im Belohnungszentrum stieg. Beim Wein ist das harmlos. Bei einer Website zahlst du dafür mehrere tausend Euro.
Grund 2: Wer viel verlangt, kann viel in Werbung stecken
Wenn du hohe Preise verlangst, kannst du viel in Werbung investieren. So gewinnst du mehr Kunden und wirst bekannter. Du wirst öfter gesehen als andere Agenturen. Auch dann, wenn du sehr viel für moderate Qualität verlangst.
Deshalb kennen viele Leute bestimmte Agenturen. Der Grund ist selten ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Sie können sich die Anzeigen leisten. Sie kaufen sich Reichweite.
Ich habe dazu eine klare Meinung. Und ich habe sie in meinen Notizen einmal so festgehalten: Mehrwert ist Vorteil minus Kosten. Ein luxuriöses Büro oder ein großes Werbebudget macht die Website nicht besser. Aber du bezahlst es mit. Warum ich deshalb lieber günstig und effizient arbeite, erkläre ich ausführlicher in Warum der Kapitalismus nur funktioniert, wenn die richtigen Mechanismen greifen.
Grund 3: Nach dem Launch testet niemand die Qualität
Das gilt vor allem für Unternehmenswebsites, weniger für Funnel-Seiten mit viel Werbebudget. Auch nach dem Launch wird kaum etwas gemessen. Ein Anbieter kann also viel verlangen und mittelmäßige Qualität liefern. Ohne schlechtes Feedback zu bekommen.
Könnte man die Qualität nach dem Launch zuverlässig testen, wäre schnell klar, welche Agentur schlecht arbeitet. Aber die meisten Unternehmen haben zu wenige Besucher. Die Wirkung einer neuen Website lässt sich so kaum von Saison, Werbung oder Zufall trennen.
Wie viele Besucher ein sauberer Test bräuchte, habe ich in Website für 1.000 Euro vs. 10.000 Euro durchgerechnet. Bei 500 Besuchern im Monat dauert ein einziger aussagekräftiger A/B-Test Jahre.
Der Ökonom George Akerlof hat schon 1970 beschrieben, was in solchen Märkten passiert. In seinem Aufsatz über den Markt für Gebrauchtwagen („The Market for Lemons“) zeigt er: Wenn Käufer gute und schlechte Angebote nicht unterscheiden können, leidet der ganze Markt. Gute Anbieter haben es schwer, weil ihre Qualität nicht sichtbar ist.

Wer die Qualität nicht prüfen kann, schaut aufs Preisschild.
Genau deshalb lohnt es sich, die Qualität selbst einschätzen zu können. Wie das geht, zeige ich dir weiter unten.
Wie viel sollte eine gute Website kosten?
Meine Meinung: Die meisten Unternehmenswebsites sollten nicht mehr als 2.000 Euro kosten. Vor allem dann nicht, wenn du ein Dienstleister bist, der nur ein paar Unterseiten braucht und unter 50.000 Besucher im Monat hat.
Der Grund: Du bekommst heute für unter 2.000 Euro eine Website, die hochwertig aussieht, von einem Experten gebaut wurde und alle Anforderungen erfüllt.
Webdesign ist kein Skill, der besonders viel kosten sollte. Wenn du einmal sehr erfolgreiche Websites analysiert hast und verstanden hast, welche Elemente immer gleich sind, kannst du einen Blueprint entwickeln. Und der passt mit kleinen Anpassungen auf fast jedes Unternehmen.
Was meine ich mit Blueprint?
Du analysierst die besten Websites der Welt und suchst Parallelen. Daraus lernst du nach und nach, wie der optimale Aufbau aussieht. Am Ende hast du eine Vorlage, die nur noch an das jeweilige Unternehmen angepasst werden muss. Wie so ein Aufbau Sektion für Sektion aussieht, zeige ich in Eine Website, die überzeugt statt nur gut auszusehen.
Ich traue mir zu, einen Webdesign-Anfänger, der Framer schon bedienen kann, in etwa 4 Wochen so weit zu trainieren, dass er Websites nach diesem Maßstab baut. Normale Unternehmen brauchen kein Design wie die Apple-Website. Sie brauchen eine klare, hochwertige Seite, die Besucher zu Anfragen führt.
Eine Übersicht mit den üblichen Marktpreisen nach Umfang und den laufenden Kosten findest du in Was es kostet, eine Website erstellen zu lassen. Dort siehst du auch, wie unser eigener Preis zustande kommt.
Hier eine kurze Side-Note zu unserem Preis: Seit Juni hat sich bei uns einiges geändert. Bei Blaq Nexus kostet die Website heute einmalig 360 Euro. Die werden erst nach der 30-tägigen Testphase fällig. Dazu kommen 100 Euro im Monat plus eine Erfolgsbeteiligung, die erst nach sechs bis neun Monaten greift. Darin stecken Hosting, 10 neue Inhalte pro Monat und Änderungen, die wir in der Regel innerhalb von 12 bis 24 Stunden umsetzen. Wie der Ablauf genau aussieht, steht in Web-Entwicklung bei Blaq Nexus.
Warum ich nichts von Value-Based-Pricing halte
Viele Agenturen berechnen ihren Preis nach dem Wert, den die Website angeblich für dich hat. Das nennt sich Value-Based-Pricing. Ich mache das nicht.
Der Grund ist einfach. Wer seinen Preis am Wert für den Kunden festmacht und nicht an der eigenen Leistung, kann von einem Konkurrenten leicht geschlagen werden. Der bietet dieselbe Leistung einfach günstiger an. Deshalb orientiere ich den Preis am Aufwand und am Leistungsniveau.
Dazu kommt ein Unterschied, den ich in meinen Notizen „Done for you“ und „Done with you“ nenne. Bei einer Leistung, bei der du selbst mitarbeiten musst, etwa einem Coaching, kann ein höherer Preis helfen. Du strengst dich mehr an, weil du viel bezahlt hast. Bei einer Website, die für dich gebaut wird, fällt dieser Effekt weg. Du musst nichts leisten. Ein hoher Preis macht das Ergebnis also nicht besser.
Warum hohe Preise in anderen Fällen trotzdem sinnvoll sein können, habe ich in Warum Premium-Preise und mutige Marketing-Investitionen dein Business wachsen lassen beschrieben. Beide Artikel passen zusammen: Hohe Preise sind dann gut, wenn der Kunde wirklich mehr bekommt.
Was ist eine gute Website und was eine schlechte?
Damit du es auf einen Blick hast, hier die Merkmale noch einmal ausführlich.
Merkmale einer guten Website:
Der Preis ist im Verhältnis zur Leistung fair. Für viele Unternehmenswebsites sind das unter 2.000 Euro.
Der Aufbau basiert auf den Gemeinsamkeiten sehr guter Websites, nicht auf Bauchgefühl.
Sie wurde mit einem modernen Werkzeug wie Framer oder Webflow erstellt. Das sorgt für einen professionellen Look und schnelle Ladezeiten.
Basis-SEO ist umgesetzt: Überschriften, Meta-Angaben, Alt-Texte, Ladezeit.
Bei lokalen Unternehmen gibt es Unterseiten, die zu den Leistungen im Google-Unternehmensprofil passen.
Merkmale einer schlechten Website:
Der Preis ist weit über 2.000 Euro, ohne dass du erkennst, wofür.
Es gibt kein klares System beim Aufbau. Man sieht, dass etwas aus einem Kurs übernommen oder kopiert wurde.
Das Werkzeug lädt langsam und lässt kein sauberes Design zu.
Basis-SEO fehlt. Oder SEO wird als teure Zusatzleistung verkauft, obwohl es dir nichts bringt.
In der Grafik siehst du beide Seiten nebeneinander.

Fünf Kriterien trennen eine gute von einer schlechten Website. Der Preis ist nur eines davon.
Natürlich gibt es auch viele schlechte Websites, die günstig sind. Wahrscheinlich sogar mehr als teure. Aber eine teure, schlechte Website ist schlimmer. Du hast eine schlechte Website. Und du hast viel Geld dafür ausgegeben. Du hast also doppelt verloren.
Auch selbst gebaute Websites haben typische Schwächen. Welche das sind, beschreibe ich in 5 Gründe, warum deine selbst erstellte Website dein Business sabotiert. Und ob sich Selbermachen für dich trotzdem lohnt, klärt Website selbst erstellen oder professionell erstellen lassen?.
So prüfst du deine eigene Website in 15 Minuten
Du musst keine 32.000 Websites analysieren, um deine eigene einzuschätzen. Die folgenden sechs Schritte reichen für eine erste ehrliche Bewertung. Nimm dir Papier oder ein Dokument und notiere bei jedem Punkt ja oder nein.
Überschrift lesen: Öffne deine Startseite und lies nur die erste große Überschrift. Versteht ein Fremder in drei Sekunden, was du anbietest und was er davon hat? Wie du das formulierst, zeige ich in Copywriting für deine Website.
Nur die Überschriften lesen: Scrolle durch die Seite und lies ausschließlich die Überschriften. Ergeben sie zusammen eine Geschichte? Wenn nicht, fehlt der rote Faden.
Handy testen: Öffne die Seite auf deinem Smartphone. Ist alles lesbar, ohne zu zoomen? Ist der Kontakt-Button sofort zu finden?
Ladezeit messen: Gib deine Adresse bei PageSpeed Insights ein. Das Tool von Google zeigt dir, wo deine Seite langsam ist.
Basis-SEO prüfen: Hat jede Seite einen eigenen Titel und eine eigene Beschreibung? Haben deine Bilder Alt-Texte? Gibt es genau eine Hauptüberschrift pro Seite?
Pflichtangaben prüfen: Gibt es ein Impressum und eine Datenschutzerklärung? Werden Schriftarten lokal geladen? Eine vollständige Liste findest du in der Website-Launch-Checkliste.
Hast du bei drei oder mehr Punkten ein Nein notiert? Dann liegt das Problem meistens am Aufbau. Am Design liegt es selten. Die häufigsten Fehler habe ich in Die 5 häufigsten Website-Fehler, die Anfragen kosten gesammelt.

Sechs Fragen, eine ehrliche Antwort. Mehr brauchst du für die erste Einschätzung nicht.
Ob sich eine Überarbeitung danach wirklich lohnt, hängt von deinen Zahlen ab. Dafür habe ich ein eigenes Framework geschrieben: Solltest du in eine neue Website investieren?.
Wann macht SEO Sinn und wann nicht?
Jetzt zur Frage, wie deine Website gefunden wird. Dafür brauchst du SEO, also Suchmaschinenoptimierung.
SEO ist eine Marketing-Methode unter vielen. Sie ist kein Muss. Und du solltest sie mit anderen Möglichkeiten vergleichen, bevor du Geld investierst. Welche das sind, findest du in Die besten Marketing-Methoden für dein Business.
Ich unterscheide zwischen lokalem SEO und bundesweitem SEO.
SEO-Art | Was ist das? | Für wen? | Aufwand |
|---|---|---|---|
Lokales SEO | Google-Unternehmensprofil + passende Unterseiten | Lokale Unternehmen wie Handwerker, Therapeuten, Friseure | Eher gering, vieles kannst du selbst machen |
Bundesweites SEO | Blog-Artikel zu einem Fachgebiet, über Monate | Experten mit einer Zielgruppe, die aktiv sucht | Hoch, braucht Zeit und echtes Wissen |
Die Einschätzung zum Aufwand ist meine Erfahrung aus unseren Projekten. Wie lange beides realistisch dauert, steht in Der realistische Zeitplan für Website, lokales und bundesweites SEO.
Lokales SEO: der große Hebel für Unternehmen vor Ort
Lokales SEO hat weniger mit der Website zu tun, als viele denken. Laut Google hängt das lokale Ranking von drei Faktoren ab: Relevanz, Entfernung und Beliebtheit. Und Google rät, die Angaben im Unternehmensprofil so vollständig wie möglich zu halten.
Die Website spielt trotzdem eine Rolle. Ich gehe dabei so vor: Für jede Leistung im Google-Unternehmensprofil gibt es eine eigene Unterseite mit demselben Namen. Und die erste Überschrift der Startseite greift die Hauptkategorie auf.
Zum Beispiel: Deine Hauptkategorie im Profil lautet „Webdesign“. Dann lautet die erste, kleine Überschrift auf deiner Startseite „Webdesign in München“. Also der Begriff plus der Ort. Nach demselben Muster baust du die Überschriften der Unterseiten.
Lokales SEO ist sehr gut für Unternehmen, die vor Ort arbeiten. Psychotherapeuten, Friseure, Bauunternehmen. Und es ist wesentlich leichter umzusetzen als bundesweites SEO. Wie du dein Profil Punkt für Punkt einrichtest, steht in der Checkliste für dein Google-Unternehmensprofil. Wie die Unterseiten aufgebaut sind, zeige ich in So sollte die Website deines lokalen Unternehmens aufgebaut sein. Den kompletten Überblick gibt der Local SEO Leitfaden.
Ein Punkt, der oft vergessen wird: Bewertungen. Sie zahlen auf die Beliebtheit ein. Wie du regelmäßig neue bekommst, ohne gegen Googles Regeln zu verstoßen, steht in Mehr Bewertungen, statt auf Zufall zu hoffen.
Bundesweites SEO: nur für echte Experten
Bundesweites SEO lohnt sich für Unternehmen, auf die drei Punkte zutreffen:
Sie haben echten Expertenstatus, zum Beispiel jemand mit Doktortitel in Ernährungswissenschaften.
Ihre Zielgruppe sucht aktiv nach den Themen, über die sie schreiben können.
Sie können Kunden aus ganz Deutschland bedienen und sind nicht auf ihre Region beschränkt.
Treffen diese Punkte nicht zu, ist bundesweites SEO meistens verschwendetes Geld. Den ausführlichen Test, ob es sich für dich lohnt, findest du in Bundesweites SEO durch Blogartikel: Der Test. Warum Blog-Artikel trotzdem mehr bringen können als nur Rankings, erkläre ich in Warum du Blog-Artikel schreiben solltest.
Die offiziellen Grundlagen von Google für alle, die SEO verstehen wollen, stehen im SEO-Startleitfaden von Google Search Central.
Der Experten-Test: Könntest du ein 300-Seiten-Buch schreiben?
Google bewertet Inhalte unter anderem danach, ob sie Erfahrung, Fachwissen, Autorität und Vertrauenswürdigkeit zeigen. Abgekürzt heißt das E-E-A-T. Google schreibt dazu selbst, dass Vertrauenswürdigkeit davon am wichtigsten ist. Und Google fragt, ob ein Inhalt eigene Informationen oder Perspektiven bietet, die es anderswo nicht gibt. Solche Inhalte kannst du nur mit echter Expertise schreiben.
Wie findest du heraus, ob du wirklich Experte bist?
Hier ist ein einfacher Test. Kannst du ohne lange Recherche ein 300-Seiten-Buch zu deinem Thema schreiben? Mit Tiefe meine ich wirkliche Tiefe. Du verstehst die grundlegenden Mechanismen, auf denen alles aufbaut.
Ein Beispiel aus dem Webdesign: Als Experte weißt du, wie visuelle Hierarchie funktioniert. Aber noch genauer: Du weißt, wie groß Überschriften in einer bestimmten Konstellation sein müssen und wie lang sie sein dürfen, damit die Seite harmonisch wirkt. Wenn du diese Größen und Konstellationen bestimmen kannst, hast du die Tiefe, die ich meine. Was solche objektiven Regeln im Design sind, zeige ich in Ist Webdesign wirklich Geschmackssache?.
Wenn du ein solches Buch nicht aus dem Stegreif schreiben könntest, bist du meiner Meinung nach noch kein echter Experte. Und solltest vermutlich auch kein bundesweites SEO betreiben.
Dazu kommt ein bekannter Denkfehler. Der sogenannte Dunning-Kruger-Effekt beschreibt, dass Menschen mit wenig Wissen ihr Können eher überschätzen. Die Originalstudie stammt von 1999. Neuere Arbeiten halten den Effekt teilweise für ein statistisches Artefakt. Für den Buch-Test ist das egal: Er zwingt dich, dein Wissen konkret aufzuschreiben. Und dann merkst du schnell, wo es endet.
Den Test mit allen Details findest du in Bist du wirklich Experte genug für Content-Marketing?.
Basis-SEO: das Minimum, das jede Website haben sollte
Basis-SEO solltest du immer machen. Es ist meistens eine einmalige Sache und nicht besonders aufwendig. Also einfach machen.
Dazu gehören diese Punkte:
Strukturierte Daten (Schema-Markup), damit Google versteht, wer du bist und was du anbietest
Korrekte Überschriften-Ebenen (H1, H2, H3)
Alt-Texte für alle Bilder
Schnelle Ladezeiten
Ein eigener Seitentitel und eine eigene Beschreibung für jede Seite
Das sollte jede professionell erstellte Website haben. Ausnahme: Seiten, die nur für Werbeanzeigen gebaut wurden. Da spielt SEO oft keine Rolle. Welche Website-Typen es gibt und wofür sie gedacht sind, steht in 4 Website-Typen im Vergleich.
Eine schlechte Website ist also eine ohne Basis-SEO. Oder eine mit einem großen Blog-System, obwohl der Kunde es nie braucht, weil SEO für ihn keine Option ist.
Wie gutes bundesweites SEO für Experten aussieht
Wenn bundesweites SEO für einen Kunden Sinn macht, sollte man ihm nicht einfach ein teures Paket verkaufen. Sondern zeigen, wie es funktioniert. Und erklären, warum es besser klappt, wenn er selbst einen Teil übernimmt.
Denn bundesweites SEO lebt vom Wissen des Experten. Die Keyword-Recherche ist nur ein kleiner Teil. Eine Agentur kann das Wissen eines Experten nicht vollständig ersetzen.
Deshalb gilt für mich: Der Experte steht im Vordergrund. Die Themen orientieren sich an seinem Fachgebiet und nur zweitrangig an Keywords. Die Agentur unterstützt ihn und zeigt ihm den besten Weg. Wie wir dabei Überthemen und Unterartikel aufbauen, beschreibe ich in dem Test zum bundesweiten SEO.
So machen wir das heute: Als ich diesen Artikel im Juni geschrieben habe, hat bei uns der Experte meistens selbst geschrieben. Heute entstehen die Inhalte mit Unterstützung von KI. Das Wissen kommt aber weiter vom Experten. Wir fragen vorher seine Standpunkte, Fälle und Erfahrungen ab. Und bevor ein Artikel online geht, bekommt er ihn zur Prüfung. Wo KI beim Schreiben hilft und wo nicht, steht in KI für Blog-Artikel nutzen.
Wie du Inhalte so aufbaust, dass sie auch in ChatGPT und anderen KI-Suchen auftauchen, erkläre ich in GEO verständlich erklärt.
Die richtige Strategie: Weniger ist mehr
Viele Unternehmer probieren alle Marketing-Methoden gleichzeitig. Ein bisschen Instagram, ein bisschen Google-Anzeigen, ein bisschen Blog. Am Ende wird nichts davon richtig gut.
Ich würde es anders machen. Konzentriere dich auf ein oder zwei Kanäle und meistere sie langfristig. Mit der Zeit wirst du schneller und besser. Und das macht jeden weiteren Euro und jede weitere Stunde wertvoller.
Für die meisten lokalen Unternehmen heißt das: zuerst eine solide Website und ein gepflegtes Google-Unternehmensprofil. Für Experten mit bundesweiter Zielgruppe: Website plus Blog. Wie du ohne großes Werbebudget an Besucher kommst, zeigt der Marketing-Fahrplan für qualifizierte Website-Besucher.
Warum Konzentration auch bei Agenturen und Coaches über Wachstum entscheidet, beschreibe ich in Warum die meisten Agenturen und Coaches nie wirklich skalieren.
Häufige Fehler bei der Wahl einer Website
Diese Fehler sehe ich bei Unternehmern immer wieder:
Der Preis wird als Qualitätsbeweis genommen. Teuer wirkt sicher, ist es aber nicht.
Es wird nur die Optik bewertet. Ob die Seite Anfragen bringt, fragt niemand.
SEO wird gebucht, ohne zu prüfen, ob die Zielgruppe überhaupt sucht.
Basis-SEO fehlt, weil niemand danach gefragt hat.
Lokale Unternehmen ignorieren ihr Google-Unternehmensprofil.
Nach dem Launch wird nichts mehr verbessert.
Den letzten Punkt unterschätzen fast alle. Eine Website wird mit jeder Überarbeitung besser. Wie das aussieht, zeige ich am Beispiel einer Website, die wir 128 Mal angepasst haben: Perfektionierung einer Website. Welche Kriterien du beim Vergleich von Agenturen anlegen kannst, steht in 6 Kriterien, an denen du eine gute Webdesign-Agentur erkennst.
Fazit
Der Preis verrät dir wenig darüber, wie gut eine Website ist. Mehr verraten einem durchdachten Aufbau, einem modernen Werkzeug, sauberem Basis-SEO und ehrlicher Beratung.
Die meisten Unternehmenswebsites brauchen keinen fünfstelligen Betrag. Für viele reicht ein Budget unter 2.000 Euro. Basis-SEO ist Pflicht. Lokales SEO ist für Unternehmen vor Ort ein großer Hebel. Bundesweites SEO lohnt sich nur, wenn du echtes Fachwissen hast und deine Zielgruppe aktiv sucht.
Deine nächsten Schritte:
Prüfe deine Website mit den sechs Schritten aus der Prüfanleitung.
Wenn du lokal arbeitest: Richte dein Google-Unternehmensprofil vollständig ein.
Mach den Buch-Test, bevor du in bundesweites SEO investierst.
Frag dich ehrlich, ob der Preis deiner Website zur Leistung passt.
Wie viel eine gute Website für dein Geschäft wert sein kann, rechne ich in Warum eine gute Website oft die lukrativste Marketing-Investition ist vor. Und wie sie konkret für mehr Umsatz sorgt, steht in Inwiefern sorgt eine gute Website für Mehrumsatz?.
Häufige Fragen zu guten und schlechten Websites
Woran erkenne ich, ob meine Website gut ist?
Lies nur die Überschriften. Verstehst du sofort, was angeboten wird und warum du vertrauen solltest? Prüfe außerdem Handy-Ansicht, Ladezeit und Basis-SEO. Die sechs Schritte aus der Prüfanleitung oben geben dir in 15 Minuten eine erste Einschätzung.
Ist eine teure Website besser als eine günstige?
Nicht automatisch. Websites sind schwer zu bewerten, deshalb wird der Preis oft als Ersatz-Signal genutzt. Wichtiger sind Aufbau, Werkzeug, Texte und Beratung. Mehr dazu in Website für 1.000 Euro vs. 10.000 Euro.
Wie viel sollte eine Website für ein kleines Unternehmen kosten?
Meiner Meinung nach reichen für die meisten Dienstleister unter 2.000 Euro für eine gute Website. Die üblichen Marktpreise liegen je nach Umfang deutlich darüber oder darunter. Eine Übersicht findest du in dem Artikel zu den Website-Kosten.
Brauche ich als lokales Unternehmen SEO?
Lokales SEO ja, bundesweites meistens nicht. Ein vollständiges Google-Unternehmensprofil und eine Unterseite pro Leistung bringen dir oft mehr als jeder Blog. Laut Google zählen dabei Relevanz, Entfernung und Beliebtheit.
Was gehört zu Basis-SEO?
Ein eigener Seitentitel und eine Beschreibung pro Seite, saubere Überschriften-Ebenen, Alt-Texte für Bilder, schnelle Ladezeiten und strukturierte Daten. Das ist einmaliger Aufwand und gehört auf jede professionelle Website.
Woran erkenne ich, ob ich bundesweites SEO machen sollte?
Mach den Buch-Test: Könntest du ohne lange Recherche ein tiefgehendes 300-Seiten-Buch zu deinem Thema schreiben? Dazu muss deine Zielgruppe aktiv nach deinen Themen suchen. Und du musst Kunden aus ganz Deutschland bedienen können.
Warum erkennen Webdesigner selbst oft nicht, wie gut ihre Websites sind?
Weil die meisten Kundenwebsites zu wenige Besucher haben, um Änderungen sauber zu messen. Ein aussagekräftiger A/B-Test braucht schnell zehntausende Besucher. Deshalb ist ein Aufbau nach bewährten Regeln so wichtig.

























