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Elias Schweizer

Elias Schweizer

Marketing Management (M.Sc.)

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Hinweis: Alle Inhalte basieren lediglich auf meiner eigenen Meinung und stellen keine individuelle Beratung (wirtschaftlich, rechtlich, steuerlich, technisch o.ä.) dar. Umsetzung auf eigenes Risiko. Keine Haftung für Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität (soweit gesetzlich zulässig).

Teure vs. günstige Website: Warum der Preis kein Qualitätsindikator ist

Website für 1.000 Euro vs. 10.000 Euro: Warum der Preis kein Qualitätsindikator ist

Viele Unternehmer zahlen 5.000 bis 10.000 Euro für eine Website und bekommen weniger, als sie erwarten. Hier erfährst du, warum der Preis im Webdesign so wenig über die Qualität sagt und mit welchen 6 Kriterien du jedes Angebot prüfst, bevor du einen Euro ausgibst.

Zwei Website-Entwürfe: eine günstige, klar aufgebaute Seite neben einer teuren mit Münzstapel, aber schwächerem Aufbau

Ki-generiertes Bild

Du zahlst zu viel für eine schlechte Website - diese 6 Kriterien schützen dich

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Elias Schweizer

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Elias

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Eine Website für 1.000 Euro kann besser sein als eine für 10.000 Euro. Das klingt erst mal unlogisch. Aber im Webdesign sagt der Preis erstaunlich wenig über die Qualität aus.

In diesem Artikel erkläre ich dir, warum das so ist. Und ich gebe dir sechs Kriterien an die Hand, mit denen du jedes Angebot prüfen kannst, bevor du auch nur einen Euro ausgibst.

Über mich

Mein Name ist Elias Schweizer, ich bin Gründer von Blaq Nexus. Ich habe einen M.Sc. in Marketing Management und über 32.000 Websites im deutschsprachigen Raum analysiert. Heute betreuen wir Websites mit zusammen knapp 1 Mio. Besuchern pro Jahr. Die Website von Dr. Stemper (Psychologie Berlin) hatte zuletzt 68.000 Besucher in 30 Tagen, hochgerechnet über 800.000 im Jahr (Stand September 2026).

Ich sehe also jeden Tag Websites aus allen Preisklassen. Und ich sehe, wie oft eine teure Seite schlechter aufgebaut ist als eine günstige.

Kurz-Antwort: Ist eine teure Website besser als eine günstige?

Eine teure Website ist nicht automatisch besser. Ihre Qualität ist für Kunden schwer zu beurteilen und selbst für Webdesigner kaum messbar, weil kleine Websites zu wenig Besucher für saubere Tests haben. Deshalb wird der Preis oft als Ersatz-Signal für Qualität genommen. Besser prüfst du sechs Punkte: Software, wer baut, Leistungsumfang, Garantien, Beratung und Fokus.


Kriterium

Worauf du achten solltest

Warnsignal

Software

Ein professionelles Design-Tool wie Framer oder Webflow

Keine Angabe zum System

Personal

Eine bekannte Person mit nachvollziehbarer Qualifikation baut deine Seite

Anonyme Subunternehmer setzen die Website um

Leistungsumfang

Schriftlich aufgeschlüsselt, was im Preis enthalten ist

Vage Versprechen

Garantien

Testphase oder Zahlung erst nach dem Ergebnis, schriftlich im Vertrag

Volle Zahlung vorab ohne Ausstieg

Beratung

Ehrliche Einschätzung, auch wenn sie gegen den Verkauf spricht

Jede Leistung wird als unverzichtbar verkauft

Fokus

Spezialisierung auf Websites

Ads, SEO, Social Media und Gründerberatung aus einer Hand


Ausführlich erkläre ich die sechs Punkte auch im Artikel 6 Kriterien, an denen du eine gute Webdesign-Agentur erkennst. Hier geht es vor allem um die Frage dahinter: Warum funktioniert der Preis überhaupt als Qualitätssignal?

Warum der Preis bei Websites kein Qualitätsindikator ist

Die kurze Antwort: Nein, Preis ist nicht gleich Qualität.

Das ist keine provokante These. Das ist meine Erfahrung aus über 32.000 analysierten Websites. Teure Agenturen liefern regelmäßig Ergebnisse, die ihren Preis nicht rechtfertigen. Und das hat Gründe, die im Markt selbst liegen.

Ich sehe vor allem zwei. Erstens raten viele Business-Coaches Webdesignern, einfach ihre Preise zu erhöhen. Zweitens lässt sich die Qualität kaum messen. Beides zusammen führt dazu, dass der Preis steigt, während die Qualität gleich bleibt.

Grund 1: Webdesigner bekommen den Rat, ihre Preise zu erhöhen

Unter Webdesignern kursiert seit Jahren dieselbe Empfehlung: „Erhöhe deine Preise.“ Das ist ein beliebter Ratschlag aus dem Business-Coaching. Und viele haben ihn befolgt. Sie verlangen heute 5.000, 7.000 oder 10.000 Euro für eine Website, ohne dass die Websites besser geworden sind.

Warum funktioniert das trotzdem? Weil viele Unternehmer vom Preis auf die Qualität schließen. Wenn eine Website 10.000 Euro kostet, muss sie gut sein. So die Logik.

Dass Menschen so denken, ist gut untersucht. In einer bekannten Studie im Fachjournal PNAS bekamen Teilnehmer denselben Wein zweimal, einmal mit einem Preisschild von 5 Dollar und einmal mit 45 Dollar. Den angeblich teuren Wein bewerteten sie als besser. Auch die Hirnaktivität in einem Bereich, der mit Genuss verbunden ist, war höher (ScienceDaily über die Studie von Plassmann, Shiv, O'Doherty und Rangel, 2008).

Der Preis verändert also schon die Wahrnehmung. Bei Wein ist das harmlos. Bei einer Website, die dir jahrelang Kunden bringen soll, wird es teuer.

Wann hohe Preise trotzdem gerechtfertigt sind und wann nicht, habe ich im Artikel über Premium-Preise und Marketing-Investitionen genauer aufgeschlüsselt.

Grund 2: Die Qualität einer Website ist kaum messbar

Hier wird es interessant. Über diesen Punkt spricht kaum jemand offen, nicht einmal die Webdesigner selbst.

Die Qualität einer Website lässt sich aus zwei Gründen kaum objektiv messen. Der erste Grund ist die fehlende statistische Aussagekraft. Der zweite Grund ist, dass Webdesign nur zum Teil eine Wissenschaft ist.

Problem 1: Zu wenig Besucher für eine klare Aussage. Die meisten kleinen und mittelständischen Unternehmen haben zu wenig Website-Besucher, um die Wirkung einer neuen Website sauber zu messen. Angenommen, deine Website hat 500 Besucher im Monat. Nach dem Relaunch bekommst du drei Anfragen mehr. War das die neue Website? Ein Social-Media-Beitrag? Ein neues Angebot? Oder einfach die Saison? Das lässt sich bei so wenigen Zahlen nicht sagen.

Optimizely, einer der großen Anbieter für A/B-Tests, erklärt das ganz offen: Mehr Traffic bedeutet schnellere und genauere Testergebnisse, und kleine Unterschiede oder niedrige Conversion-Raten sind typische Gründe, warum Tests keine Signifikanz erreichen (Optimizely: Statistical Significance).

Wie groß das Problem ist, zeigt ein einfaches Rechenbeispiel.


Rechenbeispiel: rund 42.000 Besucher für einen sauberen A/B-Test, bei 500 Besuchern im Monat etwa 7 Jahre

Ein sauberer Test braucht bei kleinen Websites oft Jahre.


Zum Beispiel: Deine Website wandelt 2 % der Besucher in Anfragen um. Du willst wissen, ob eine neue Version 20 % mehr Anfragen bringt, also 2,4 %. Mit der üblichen Formel für solche Tests (5 % Irrtumswahrscheinlichkeit, 80 % Teststärke) brauchst du rund 21.000 Besucher pro Version. Also etwa 42.000 insgesamt. Bei 500 Besuchern im Monat wären das rund sieben Jahre.

Das ist ein Rechenbeispiel, keine Messung. Aber es zeigt: Für die allermeisten Unternehmenswebsites ist ein sauberer Test schlicht nicht möglich.

Problem 2: Webdesign ist nur zum Teil eine Wissenschaft. Das visuelle Design ist gut erforscht. Farben, Schrift, visuelle Hierarchie. Dazu habe ich im Artikel Ist Webdesign wirklich Geschmackssache? drei objektive Prinzipien erklärt. Aber beim Aufbau einer Website, der Reihenfolge der Sektionen und den Texten wird es unklarer. Die meisten Webdesigner bauen hier nach Bauchgefühl. Oder so, wie sie es bei einem anderen Webdesigner gelernt haben.

Das Feedback-Problem der Webdesign-Branche

Nehmen wir eine Agentur, die schon 200 Websites gebaut hat. Die durchschnittliche Kundenwebsite hat 1.000 Besucher im Monat. Woher soll diese Agentur wissen, ob ihre Websites gut funktionieren?

Meistens kann sie es nur vermuten. Nach dem Launch gibt es keine echte Rückmeldung. Vielleicht sagt der Kunde irgendwann: „Läuft ganz gut.“ Aber ob die vier zusätzlichen Anfragen pro Monat von der neuen Website kommen, bleibt offen. Und vier Anfragen sind keine aussagekräftige Datenmenge.

Dazu kommt, dass viele Websites ihre Anfragen gar nicht sauber erfassen. Wie leicht Tracking falsch aufgesetzt wird, habe ich am Beispiel einer bekannten Unternehmensberatung gezeigt.

Am Ende wissen die meisten Webdesigner nicht genau, wie gut ihre eigene Arbeit ist. Und ihre Kunden auch nicht.


Mechanismus: Qualität schwer messbar, Kunde sucht ein Signal, der Preis wird zum Signal, Preise steigen ohne bessere Websites

Wenn Qualität unsichtbar ist, übernimmt der Preis ihre Rolle.


So entsteht ein Kreislauf. Der Kunde kann die Qualität nicht prüfen. Also sucht er ein anderes Signal. Der Preis ist das einfachste. Also steigen die Preise, ohne dass die Websites besser werden.

Warum sich überteuerte Websites trotzdem verkaufen

Wenn Qualität so schwer zu messen ist, bleibt oft nur der Preis übrig. Viele Anbieter nutzen das aus.

Nehmen wir an, du führst ein Unternehmen mit 100.000 Euro Jahresumsatz. Die Website spielt für dein Geschäft eine wichtige Rolle. Du hast zwei Angebote: eine Website für 1.500 Euro und eine für 10.000 Euro. Intuitiv nimmst du wahrscheinlich die teurere. Weil du annimmst, dass der höhere Preis mehr Qualität bedeutet.

An diesem Punkt setzen die Preisstrategien vieler Agenturen an.

Ich habe selbst eine Website analysiert, die das 9,6-fache unseres damaligen Preises gekostet hatte. Die Website, die wir danach gebaut haben, war deutlich günstiger und brachte mehr Anfragen. Wie wir dabei vorgegangen sind, zeige ich im Artikel über die Website von Lasse L., die täglich Anfragen bringt.

Der Käufer dieser teuren Website wollte damals vom Vertrag zurücktreten, weil er unzufrieden war. Am Ende musste er trotzdem rund 80 % des Kaufpreises zahlen.

Das liegt auch daran, wie das Recht hier aufgebaut ist. Das gesetzliche Widerrufsrecht bei Fernabsatzverträgen gilt für Verbraucher (§ 312g BGB). Verbraucher ist nur, wer ein Geschäft überwiegend privat abschließt (§ 13 BGB). Kaufst du die Website für dein Unternehmen, hast du dieses Widerrufsrecht in der Regel nicht. Dann zählt, was im Vertrag steht. Das ist meine Einordnung, keine Rechtsberatung.

Deshalb: Lies den Vertrag genauer als das Preisschild.

Die 6 Kriterien, mit denen du jede Webdesign-Agentur bewerten kannst

Ich habe diese Kriterien entwickelt, weil du als Kunde keine Zeit hast, 32.000 Websites zu analysieren. Sie geben dir einen schnellen Rahmen, mit dem du Angebote vergleichen kannst.


Sechs Prüffragen an jede Webdesign-Agentur: Software, wer baut, Umfang, Garantien, Beratung, Fokus

Sechs Fragen, die mehr verraten als der Preis.


Du kannst die Fragen im Erstgespräch einfach der Reihe nach stellen. Die Antworten sagen dir mehr als jede Referenzliste.

Kriterium 1: Welche Software wird eingesetzt?

Das ist der einfachste und gleichzeitig einer der aussagekräftigsten Filter.

Gute Software für professionelle Ergebnisse sind meiner Meinung nach Framer und Webflow. Beide erlauben pixelgenaues Design. Sie sind aber nicht einfach zu bedienen. Wer damit sauber arbeitet, hat sich meist ernsthaft mit Webdesign beschäftigt.

Warum ein Baukasten allein selten reicht, habe ich im Vergleich Website selbst erstellen oder erstellen lassen erklärt. Und wie viel KI beim Bau heute schon leisten kann und wo nicht, steht in Warum KI (noch) keine guten Websites erstellt.

Kriterium 2: Wer baut meine Website konkret?

Frag direkt: Wer in eurem Team baut meine Website? Welche Qualifikation hat diese Person? Wird die Arbeit intern erledigt oder ausgelagert?

Manche Agenturen geben die eigentliche Umsetzung an günstige Subunternehmer weiter. Das ist nicht automatisch schlecht. Aber dann zahlst du den Preis der Agentur und weißt nicht, wer deine Seite baut.

Ein seriöser Anbieter kann dir sagen, wer an deinem Projekt arbeitet und welche Referenzen diese Person hat.

Kriterium 3: Was genau ist im Preis enthalten?

Das ist das Kriterium, das Kunden am wenigsten hinterfragen. Und das am häufigsten ausgenutzt wird.

Wenn du 7.000 Euro für eine Website zahlst, solltest du dafür deutlich mehr bekommen als nur die Erstellung. Meine Mindesterwartung bei so einem Preis: ein Jahr Betreuung inklusive, ein nachweislich qualifizierter Ansprechpartner und zum Beispiel ein Jahr lang fundierte Blog-Artikel für mehr Sichtbarkeit.

Woraus sich der Preis einer Website zusammensetzt und welche laufenden Kosten dazukommen, zeige ich ausführlich im Artikel Was kostet es, eine Website erstellen zu lassen?. Und welche Pflegearbeiten nach dem Launch regelmäßig anfallen, steht in Website-Pflege: Was du regelmäßig aktualisieren solltest.

Kriterium 4: Gibt es Garantien?

Eine Garantie ist das ehrlichste Signal, das ein Webdesigner geben kann. Er setzt damit sein eigenes Geld aufs Spiel.

Eine gute Agentur kann zum Beispiel anbieten, dass du die fertige Website siehst, bevor du final zahlst. Oder eine Testphase, nach der du einfach aussteigen kannst.

Warum können vor allem gute Anbieter so etwas machen? Weil ein schlechter Anbieter mit so einer Garantie schnell Probleme bekäme. Zu viele Kunden würden aussteigen. Warum ich finde, dass jede Agentur so etwas anbieten sollte, habe ich in Warum jede Webdesign-Agentur eine Garantie anbieten sollte aufgeschrieben.

Und wie oben erklärt: Als Unternehmer hast du in der Regel kein gesetzliches Widerrufsrecht. Achte also darauf, dass jede Garantie schriftlich im Vertrag steht.

Kriterium 5: Bekommst du ehrliche Beratung?

Ein konkretes Beispiel: SEO ist für viele Unternehmen keine sinnvolle Priorität. Wenn du ein lokales Handwerksunternehmen führst oder fast alle Kunden über Empfehlungen gewinnst, ist ein aufwendiges SEO-Paket wahrscheinlich keine gute Investition. Ein seriöser Anbieter sagt dir das. Auch wenn er dann weniger an dir verdient.

Wann sich SEO lohnt, hängt stark von deinem Geschäft ab. Für lokale Unternehmen habe ich das im Artikel Bundesweites SEO für lokale Unternehmen: Lohnt sich das? durchgerechnet. Wie lange es realistisch dauert, bis SEO wirkt, steht im realistischen Zeitplan für lokales und bundesweites SEO.

Wenn dir jede Leistung als unverzichtbar verkauft wird, ohne dass jemand fragt, was zu deinem Geschäftsmodell passt, ist das ein Warnsignal. Frag konkret: „Was brauche ich aus eurer Sicht? Und was nicht?“ Ein guter Anbieter hat darauf eine klare Antwort.

Kriterium 6: Ist die Agentur spezialisiert?

Heute bietet gefühlt jede Webdesign-Agentur auch Werbeanzeigen, Social-Media-Content, Lead-Generierung und Gründungsberatung an. Das klingt nach einem bequemen Rundum-Paket. Meiner Erfahrung nach heißt es meistens: Die Agentur ist in keinem dieser Bereiche richtig gut.

Webdesign allein ist schon ein komplexes Handwerk. Wer daneben noch Ads schaltet, Content produziert und Gründer berät, kann nicht alles auf hohem Niveau machen.

Die besten Webdesigner, die ich kenne, machen im Kern eine Sache: Websites. Fokus ist für mich einer der besten Hinweise auf Qualität. Warum viele Agenturen trotzdem alles anbieten und dabei nie richtig wachsen, habe ich in Warum die meisten Agenturen und Coaches nie wirklich skalieren beschrieben.

Das High-Ticket-Argument im Webdesign

Für hohe Preise gibt es im Webdesign ein beliebtes Argument: „Wenn du richtig gut bist, bekommst du so viele Anfragen, dass du die Preise erhöhen musst. Du kannst ja nicht jeden bedienen.“

Das klingt plausibel. Aber es übersieht eine einfache Alternative: Du kannst Mitarbeiter einstellen und mehr Kunden bedienen. Das erhöht die Kapazität, ohne dass jeder Kunde mehr zahlen muss.

Das Argument greift nur, wenn eine Leistung so individuell ist, dass man sie kaum weitergeben kann. Bei Webdesign ist das meiner Meinung nach nicht der Fall. Ein guter Website-Aufbau folgt festen Regeln. Die kann man lernen und weitergeben.

Ein hoher Preis sollte also durch messbare Mehrleistung begründet sein. Nicht durch das Argument, dass die Nachfrage so hoch ist.

Was eine gute Website stattdessen ausmacht

Wenn der Preis kein guter Maßstab ist, was dann? Für mich sind es drei Dinge: ein Aufbau nach bewährten Regeln, Texte, die die Sprache der Zielgruppe treffen, und ein Design, das hochwertig wirkt.

Den Aufbau einer guten Unternehmenswebsite habe ich Sektion für Sektion im Artikel Website-Aufbau für Unternehmen erklärt. Wie du gute und schlechte Websites unterscheidest, zeige ich in Gute vs. schlechte Websites: Woran du Qualität erkennst. Und welche Fehler am häufigsten Anfragen kosten, steht in Die 5 häufigsten Website-Fehler.

Gerade bei Dienstleistungen zählt das Design mehr, als viele denken. Ein Kunde kann deine Leistung vorher nicht anfassen. Also schließt er von dem, was er sieht, auf das, was er bekommt. Mehr dazu in Inwiefern sorgt eine gute Website für Mehrumsatz?.

Wie du selbst lernst, eine gute Website zu erkennen

Die einzige Methode, die ich kenne und die zuverlässig funktioniert, ist diese: Schau dir Websites an, die bewiesen haben, dass sie funktionieren.

Gemeint sind Websites großer Unternehmen und bekannter Marken. Sie haben genug Besucher, um ihre Seiten sauber zu testen. Und sie haben das Budget dafür. Was dort steht, ist oft das Ergebnis vieler Tests mit echten Daten.

Wenn du dir diese Seiten anschaust, fragst du bei jedem Element: Warum ist das hier so? Was soll das beim Besucher auslösen? Welches Problem löst es? Und dann überlegst du, ob dieses Element auch auf deiner Website Sinn ergibt.

Mit der Zeit baust du dir so eine Sammlung aus Elementen auf, von denen du weißt, dass sie funktionieren. Genau so arbeiten wir auch. Wie das in der Praxis aussieht, zeige ich in Perfektionierung einer Website: 128 Versionen einer Seite und in Wie du eine Website erstellst, die dein Unternehmen verändert.

Was eine Website bei Blaq Nexus kostet

Für mich gehört Transparenz dazu. Also hier unser Preis.

Bei Blaq Nexus kostet die Website einmalig 360 Euro. Die werden erst nach der 30-tägigen Testphase fällig. Wer nicht weitermachen will, zahlt sie einfach nicht. Dazu kommen 100 Euro im Monat plus eine Erfolgsbeteiligung, die erst nach sechs bis neun Monaten greift. Die erste Monatsgebühr ist vor dem Livegang fällig.

Darin stecken Hosting, 10 neue Inhalte pro Monat und Änderungen, die wir in der Regel innerhalb von 12 bis 24 Stunden umsetzen. Wer keine Beteiligung möchte, zahlt einen festen Monatsbetrag, den wir im Gespräch festlegen.

Warum das so günstig geht? Wir bauen nach einem festen System, das auf den besten Websites der Welt basiert. Das spart Zeit. Und viel verdienen wir erst über die Erfolgsbeteiligung, also dann, wenn deine Website messbar mehr Besucher bringt. Den Ablauf von der Einschätzung bis zum Livegang beschreibe ich in Web-Entwicklung bei Blaq Nexus.

Über das Formular auf der Startseite bekommst du eine kostenlose Einschätzung deines SEO-Potenzials. Wenn Potenzial da ist, folgt ein kostenloser, unverbindlicher Erstentwurf.

Häufige Fehler beim Vergleich von Website-Angeboten

Diese Fehler sehe ich bei Unternehmern immer wieder, wenn sie Angebote vergleichen.

  • Der Preis wird zum wichtigsten Kriterium, nach oben wie nach unten.

  • Verglichen wird nur der Erstellungspreis, die laufenden Kosten fehlen.

  • Niemand fragt, wer die Website konkret baut.

  • Unterschrieben wird ohne schriftliche Garantie oder Ausstiegsmöglichkeit.

  • Ein SEO-Paket wird gekauft, obwohl die Kunden gar nicht über Google suchen.

  • Das Portfolio zählt mehr als die Frage, ob die Websites Anfragen bringen.

Bevor du überhaupt Angebote einholst, hilft es, ein paar Dinge für dich zu klären. Welche das sind, steht in Was du vor der Website-Erstellung klären solltest. Und ob sich eine neue Website für dich überhaupt lohnt, kannst du mit dem Framework aus Solltest du in eine neue Website investieren? prüfen.

Fazit

Der Preis einer Website ist kein verlässlicher Qualitätsindikator. Er wird im Webdesign bewusst oder unbewusst als Qualitätssignal eingesetzt, weil Kunden die Qualität kaum selbst beurteilen können. Und weil selbst Webdesigner sie bei kleinen Websites kaum messen können.

Das schützt schlechte Anbieter vor Kritik. Und es kostet Unternehmer viel Geld.

Wenn du eine Website kaufen willst, nutze die sechs Kriterien als Filter:

  1. Welche Software wird eingesetzt?

  2. Wer baut meine Website konkret und welche Qualifikation hat diese Person?

  3. Was genau ist im Preis enthalten, schriftlich aufgeschlüsselt?

  4. Gibt es eine Garantie, die im Vertrag steht?

  5. Bekomme ich ehrliche Beratung, auch wenn sie gegen den Verkauf spricht?

  6. Ist der Anbieter auf Websites spezialisiert?

Und wenn du lernen willst, wie eine gute Website aussieht: Schau dir die besten Websites der Welt an. Als Lernquelle, nicht als Inspiration. Jedes Element dort hat einen Grund. Warum eine gute Website oft die lukrativste Marketing-Investition ist, liest du in diesem Artikel.

Häufig gestellte Fragen

Ist eine günstige Website immer gut?

Günstig heißt nicht automatisch gut. Aber eben auch nicht automatisch schlecht. Der Preis sagt im Webdesign wenig über die Qualität aus, in beide Richtungen. Bei einem Preis unter 1.000 Euro kann ein Anbieter aber vermutlich nicht alle sechs Kriterien erfüllen.

Was ist der häufigste Fehler beim Kauf einer Website?

Der häufigste Fehler ist, den Preis als Hauptkriterium zu nehmen. Sinnvoller ist es, Software, Personal, Leistungsumfang, Garantien, Beratung und Fokus zu vergleichen. Diese Punkte kannst du in einem einzigen Gespräch abfragen.

Brauche ich als kleines Unternehmen SEO?

SEO lohnt sich vor allem, wenn dein Angebot aktiv gesucht wird und du mittelfristig planen kannst. Wenn du fast nur über Empfehlungen oder Direktakquise arbeitest, ist SEO oft keine Priorität. Für lokale Unternehmen ist ein gepflegtes Google-Unternehmensprofil meist der bessere Anfang, siehe Google-Unternehmensprofil optimieren.

Kann ich vom Website-Vertrag zurücktreten, wenn mir das Ergebnis nicht gefällt?

Als Unternehmer meist nicht über das gesetzliche Widerrufsrecht, denn das gilt bei Fernabsatzverträgen und Verträgen außerhalb von Geschäftsräumen nur für Verbraucher. Entscheidend ist dann dein Vertrag. Achte deshalb vorher auf eine schriftliche Testphase oder Garantie. Im Streitfall hilft nur eine anwaltliche Beratung.

Woran erkenne ich, ob eine Agentur ehrlich berät?

Daran, dass sie dir auch von Leistungen abrät. Frag zum Beispiel, ob SEO für dein Geschäft sinnvoll ist. Wer ohne Rückfragen „ja“ sagt, verkauft eher, als dass er berät.

Wie viel sollte eine gute Website kosten?

Der Preis hängt vom Umfang ab. Für die meisten Selbstständigen und kleinen Unternehmen braucht es keinen fünfstelligen Betrag. Eine Übersicht mit Marktpreisen nach Umfang findest du im Artikel zu den Kosten einer Website.

Woran messe ich nach dem Launch, ob die Website gut ist?

An Anfragen und Besuchern über mehrere Monate, nicht an einzelnen Wochen. Erfasse Anfragen sauber, zum Beispiel mit einem Zielereignis für das Kontaktformular. Bei wenigen Besuchern bleibt eine gewisse Unsicherheit, deshalb ist ein bewährter Aufbau so wichtig.

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